Montagsfrage 2: Wie schafft es eine Hauptfigur, sich bei dir unbeliebt zu machen?

Montagsfrage

Auch diese Woche gibts wieder bei Buchfresserin eine Montagsfrage und die ist auch noch äußerst interessant.

Das hier sind meine Antworten:

1.) Kaltherzigkeit: Beispiele: Katniss (Panem), Joy (Dark Canopy)

Kaltherzigkeit ist für mich ein sehr wichtiger Punkt. Und leider werden solche Charaktere immer beliebter. Ich kann wenig bis gar nichts mit denen anfangen. Sie werden als die Heldinnen schlechthin dargestellt, aber das zwischenmenschliche fehlt ihnen doch ziemlich oder haben sie nur in bestimmten Dingen wie zum Beispiel die Familie. Aber besonders in Punkten Beziehung sind sie eigentlich ne ziemliche Niete. Katherzigkeit bedeutet aber für mich auch, dass die einfach eine Kälte ausstrahlen und kaum oder gar keine Gefühle zeigen. Viele finden das realistischer. Wieso auch immer. Ich glaube nicht, dass das realistischer ist als warmherzige Romantiker.

2.) Ständiges Rumgeschreie: Beispiele: Juli (Herz aus Glas),

Ein anderes Beispiel fällt mir gerade spontan nicht ein. Vielleicht noch Amy von Godspeed, aber da ist es nicht ganz so extrem.

Diese Charkatere wollen meist nur ihren Willen durchsezten ohne Rücksicht auf die Gefühle anderer. Ihnen ist nur wichtig, was sie selbst angeht. Sie können sich kaum in andere hineinversetzen und wenn was nicht nach ihren Willen geht oder sie sich schlecht behandelt fühlen (obwohl das eigentlich recht verständlich oder auch gar nicht der Fall ist) schreien sie gleich die ganze Zeit nur rum. Höflich sind sie nur, wenn es ihnen passt. Meist kann man ihnen auch nichts recht machen. Egal was der Gegencharakter macht, es ist in ihren Augen sowieso falsch. Diese Leute haben oft eine vorgefertigte Meinung an der kaum was zu rütteln ist.

3.) Charaktere, die nie zufrieden sind: Beispiele: Bella (Biss), Elena (Tagebuch eines Vampirs) (Achtung, Spoiler möglich)

Bella hat mit Edward einfach alles was sie sich wünschen kann, aber dennoch will sie unbedingt und mit jeden Preis auch weiterhin mit Jacob Kontakt haben. Egal wie sehr das Edward verletzt. Hauptsache sie bekommt ihren Willen. Genauso ist es mit Elena bei Stefano und Damon. Sie sind nie zufrieden und wollen einfach immer nur noch mehr. Dabei haben sie eigentlich schon viel mehr als viele anderen und könnten sich glücklich schätzen.

4.) Furchtbare Naivität: Beispiele: Luce (Engelsnacht), April (Ravenwood)

Diese Charaktere treten oft in jedes Fettnäpfchen die sie kriegen können und haben auch oft meist überhaupt keine Ahnung von irgendwas, tun aber gerne so. Luce passt da ganz gut denk ich. Sie fand ich schon sehr naiv. Ich denke mit mehreren Überlegen würden mir auch noch mehr Beispiele einfallen.

5.) Bösewichte ohne jeden Stil: Beispiele: Orpheus (Tintenherz),

Diese Bösewichte haben meist keine eigene Geschichte oder hassen Personen einfach nur, weil sie existieren oder beliebter sind als sie selbst. Sie sind wiederlich oder verdammt eitel. Es gibt durchaus sehr interessante Bösewichte wie Voldemort aus Harry Potter. Aber mit vielen kann ich leider auch nicht wirklich was anfangen, wobei mir aktuell leider auch keine wirklichen weiteren Beispiele einfallen. Jedenfalls nicht spontan.

6.)  Absolut weinerliche Charaktere: Beispiele:

Diese Charaktere sind total schwach oder jammern ständig rum, besonders wenn sie jemand schlecht behandelt oder auch nur ungerecht. Das muss ich auch wirklich nicht haben. Ich komme gerade nicht auf passende Beispiele. Vielleicht fällt mir ja nachher noch was ein. Dann füge ich es hinzu.

7.) Charaktere, die witzig sein sollen, aber eher nervig wirken: Beispiele: Gwen (Rubinrot)

Auch wenn das hier vielleicht nicht ganz so extrem ist, aber ich fand sie schon teilweise nervig und albern und nicht witzig. Meist haben die Charaktere dann einfach nicht meinen Humor oder lachen über Dinge, die eigentlich gar nicht wiztig sind.

Leider komme ich glaub ich nicht ganz auf 10 Beispiele, aber das sind ja nun schon einige Dinge, die ich nicht mag. Oft sind diese Charkatere dann einfach super anstrengend oder nervig oder wiederlich oder so was. Teilweise können sie gewisse Eigenschaften davon schon haben. Wenn es überzeugend rüber gebracht ist, stört mich das gar nicht so sehr. Aber überzeugt mich das nicht, ist es vorbei. Und wenn es dem positiven überwiegt ist es auch vorbei.

Charaktere sind für mich ein wichtiger Teil des Buches und wenn ich die nicht mag oder interessant find, kann ich auch oft mit dem ganzen Buch wenig anfangen.

Ach mir ist gerade noch was eingefallen. Absolute Arschlöcher oder total überhebliche Charaktere sind oft auch unbeliebt bei mir. Zumindest wenn sie damit nur angeben wollen oder einfach nur Ärger machen wollen, weil sie Lust zu haben. Und wenn man so überhaupt nichts von jemanden erklärt wird obwohl das oft besser wäre.

Wie können sich Charaktere bei euch unbeliebt machen?

Über Corly
Ich bin Bücherverliebt, Serienverrückt, eine Filmeliebhaberin, eine Geschichtenschreiberin, eine Patentante, eine Schwester, eine Cousine, eine Tochter, eine Tante, Blogschreiberin, Forengängerin, eine Kleindorfbewohnerin, eine Hobbyfotografierin, eine Buchsammlerin und eine Schwägerin in einer Person. :-)

12 Responses to Montagsfrage 2: Wie schafft es eine Hauptfigur, sich bei dir unbeliebt zu machen?

  1. Cindy says:

    Huhu,
    Gwen aus Rubinrot fand ich auch genau deshalb furchtbar nervig. Ich glaube, sie sollte so locker, witzig und sarkastisch wirken, aber das wurde für mich schnell lächerlich und ich musste oft nur noch die Augen verdrehen. Hatte das aber auch schon bei anderen Büchern der Autorin und das liegt wohl echt daran, dass bestimmter Humor eben nicht für jeden was ist.
    Über Kaltherzigkeit habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht so viel nachgedacht, zumindest nicht bei Katniss. Beim Lesen hatte ich das gar nicht so schlimm empfunden, aber ich werde mal darauf achten, wenn ich die Trilogie noch mal lese. Das, woran ich mich noch erinnere, würde ich bei ihr eher als Verschlossenheit interpretieren.
    Mich stören weinerliche Charaktere auch total! Wenn sie dann auch noch dumm sind, keine Hinweise verstehen oder sich nur von stärkeren Charakteren leiten (oder gar herumschubsen) lassen, ist der Cocktail komplett.

    LG Cindy

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    • Corly says:

      Huhu,
      wie schön, dass ich offenbar nicht die einzige bin, der das bei Gwen so ging. Ich hab noch gar keine anderen Bücher der Autorin gelesen und auch keinen Bedarf dazu.
      Hm, also ich fand es schon als Kaltherzig bei Katniss. Verschlossenheit vielleicht auch aber das zwischenmenschliche fehlte ihr auf jeden Fall auch. Wobei das aber nur teilweise der Fall war. Bei ihrer Familie fan ich schon, dass sie ein gewisses Gefühl zeigte. Aber sonst eher selten. LG Corly

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  2. mikkaliest says:

    Huhu!

    Ich fand Katniss eigentlich gar nicht so kaltherzig! Dass sie zum Beispiel Peeta erst nicht an sich ranlässt, fand ich zum Beispiel sehr verständlich, schließlich lebt sie gerade in Todesangst und muss um ihr Überleben kämpfen. Und man sieht ja zum Beispiel an Rue, dass sie durchaus Gefühle hat.

    Bella fand ich ehrlich gesagt in so ziemlich jeder Hinsicht nervig… Allerdings mochte ich auch Edward nicht, denn er kam mir sehr bestimmend und kontrollierend vor. Ich fand sehr ungesund, wie Bella reagiert, als sie glaubt, dass Edward sie verlassen hat, als wäre jetzt ihr ganzes Leben vorbei. Aber ich glaube, Twilight ist sowas, was man liebt oder hasst!

    LG,
    Mikka

    Gefällt 1 Person

    • Corly says:

      Ja ich sag ja in gewissen Punkten wie Familie nicht, aber in anderen Punkten gefiel mir Katniss überhaupt nicht und ich fand sie schon teilweise kaltherzig.
      Dafür geht es mir mit Edward ganz anders. Ihn fand ich gar nicht so kontrollierend und so. Ich konnte ihn verstehen und mochte ihn immer sehr gern. Ja mit Bella während Edward weg war muss ich dir recht geben. Ich glaub bei mir ist es so ein Mittelding. Teil 1 find ich super, aber alles andere find ich jetzt nicht mehr ganz so toll an Biss wie früher.
      LG Corly

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  3. So wie du habe ich die ganze Sache noch garnicht betrachtet. Aber wenn man so darüber nachdenkt, hast du hast Recht. Mir persönlich fällt allerdings momentan keine Figur ein, die nicht auf mindestens eine deiner Antworten zutrifft. Jeder Charakter hat irgendwie seine eigenen kleinen Macken, die einem auf Dauer schon auf die Nerven gehen. Darf ich dich fragen, welche Figur dein lieblings Charakter ist? Oder anders gefragt: Wie stellst du dir den „perfekten“ Protagonisten vor?

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    • Corly says:

      Klar darfst du fragen. Mein weiblicher Lieblingscharakter ist Clara aus Unerathly und mein männlicher Tucker aus Unerathly. Und sonst Ian aus Seelen und zum Beispiel Meghan aus Plötzlich Fee zum Beispiel. Vor allem mit weiblichen Charaktere tu ich mir oft schwer. Die sind mir oft zu zickig. Aber zum Besipiel Eadlyn aus Selection 4 was ich neulich gelesen hab mochte ich auch sehr gern und die war alles andere als perfekt. Bei mir müssen sie nicht perfekt sein sondern sie sollten mich überzeugen können.
      Ich mag sanfte gefühlvolle Charaktere, die ehrlich sind und bei Jungs mag ich zum Beispiel auch mal Bad Boys, die nicht nur gut sind, aber auch gut. Ich mag fürsorgliche Charkatere und Charaktere die gut zuhören können. Wie gesagt können sie auch mal die ein oder andere Charaktereigenschaft haben die ich nicht mag, wie bei Eadlyn, aber es darf nicht überwiegen und nicht zu nervig werden. Es sollte überzeugend sein. Manchmal mag ich auch tragische Charkatere, wenn die nicht zu extrem tragisch sind. Das kommt wirklich ganz auf die Charaktere an und wie sie sich geben.

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  4. tarlucy says:

    Weinerlich…ja das finde ich auch super nervig – von Corinne Hofmann – Die weisse Massai….war ein gutes Buch, aber fast hätte ich es in die Ecke geworfen, weil die Frau in einer Tour nur am heulen war….*würg*

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  5. phantomslair says:

    Was ich gar nicht haben kann, sind ständige Heulbacken – du erwähnst ja Bella schon – und übermäßig dramatisierte Figuren. Ansonsten bin ich eigentlich relativ flexibel. Ach ja – selbstmitleidige Märtyrer, wie zum Beispiel Batman…nein danke.

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    • Corly says:

      Ach Batman mag ich eigentlich ganz gern. Hab ich aber auch schon lange nicht mehr gesehen und zu extrem darf das natürlich wirklich nicht sein. Aber ja Bella ist wirklich ein gutes Beispiel. LG Corly

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Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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