Kapitel 26 Evaniel

Evaniel und ich waren ein Dreamteam. Wir hatten einfach alles zusammen gemacht. Egal was. Wir waren unzertrennlich. Mit ihm zusammen fühlte ich mich wie ein richtiger Mensch. Alleine war ich verloren. Bevor ich Mianna kennen gelernt hatte, war ich immer noch alleine verloren gewesen. Ich vermisste Evaniel immer noch schmerzlich, aber mit Mianna an meiner Seite war es erträglicher geworden.
Evaniels Tot hatte mich so dermaßen erschüttert. Es war als wäre der größte Teil meines Lebens von mir ge-rissen worden. Ich musste immer daran denken, dass vieles hätte anders sein können, wenn ich ihn an jenem Tag zum See begleitet hätte, wo er ertrunken ist. Doch an dem Tag hatte ich keine Lust gehabt nach draußen zu gehen. Nicht mal mit Evaniel. Ich wollte einfach nur al-lein sein. Zwei Tage vorher war Ariella zu Besuch gewe-sen und wenn sie da war, hatte Evaniel für mich keine Zeit. Dann zählte nur sie. Das nahm ich ihm immer noch übel, auch wenn es dumm war. Deswegen war ich nicht mitgekommen. Aus Sturheit. Tatsächlich war ich es gewesen, der so verdammt dumm gewesen war. Evaniel könnte noch leben. Und das würde ich mir nie verzeihen.
Die Schuldgefühle lähmten mich. Nicht mal mit Mianna konnte ich darüber reden. Das behielt ich lieber für mich. Vielleicht würde sie mich mit anderen Augen se-hen, wenn sie die Wahrheit kennen würde.
Ich hatte meinen Bruder im Stich gelassen, als er mich am nötigsten gebraucht hatte. Ich war ein armseliger Bruder. Das durfte mir niemals bei Mianna geschehen.

Kapitel 25 Blutsmagie

– Was man tief in seinem Herzen besitzt,
kann man durch den Tod nicht verlieren.

Nachruf

Als ich aufwachte, schlief Leinar noch. Das Frühstück hatten wir schon verpasst und bis zum Mittagessen waren es noch zwei Stunden. Also ließ ich ihn schlafen. In meinem roten kuscheligen Schlafanzug ging ich ins Wohnzimmer und sah mir meinen Stundenplan an. Er lag auf dem Wohnzimmertisch. Wir hatten ihn wohl bekommen, während wir auf dem Fest waren. Wir hatten magische Stunden und nichtmagische. Ein nichtmagisches Fach hieß allen Ernstes „Film und Fernsehen“. Als Erklärung stand darunter, dass wir uns Filme und Serien aus allen möglichen Epochen ansehen würden. Von Sissi bis Thor zu Der Herr der Ringe, Hitler, Glee, Once upon a time und jede Menge andere Filmgenres. Vermutlich würde uns nichts erspart bleiben. Andererseits mochte ich Filme und Serien sehr.
Montags und mittwochs hatte ich Unterricht bei Cameron, dienstags und donnerstags bei Sena und freitags bei Morley. Dienstags und donnerstags hatte ich zusätzlich noch meinen Extraunterricht. Samstags war frei, doch da mussten Leinar und ich zu Lady Meisold wegen der Seelenmagie und es fand jeden Samstag ein Gottesdienst statt. Der wohl in der Menschenwelt bei vielen Menschen üblich war. Das hatte ich zumindest gehört.
Wir sollten uns hier in der Schule schon mal an die Sitten der Menschenwelt gewöhnen.
Ich verglich meinen Stundenplan mit Leinars und stellte fest, dass ich die meisten Stunden mit ihm zusam-men hatte.
Dann legte ich die Stundenpläne wieder zur Seite und testete mit einer Fernbedienung den zweiten Bildschirm im Wohnraum. Es war eine Art Computer, der auf Sprachbefehle hörte. Also kein zweiter Fernseher.
Eine halbe Stunde vor dem Mittagessen zog ich eine schwarze Jeans und ein rotes Top an. Egal was für Wetter wir hatten, im Schloss war es immer warm. Als ich fertig war, setzte ich mich zu Leinar aufs Bett und weckte ihn mit einem sanften Kuss auf seine Wange.
„Hm, hm“, murmelte er, wollte aber nicht richtig auf-wachen. Also kitzelte ich ihn stattdessen aus. Leinar wurde so ganz schnell wach, packte mich und zog mich zu sich herunter.
„Hey, weckst du mich jeden Morgen so?“, fragte er hoffnungsvoll.
„Mal sehen.“ Lächelnd schüttelte ich mit dem Kopf. „Jetzt solltest du jedenfalls aufstehen. Sonst gibt es kein Mittagessen für dich.“
„Ich würde aber viel lieber mit dir hier liegen bleiben“, schmollte er.
Das klang verführerisch, aber ich blieb hart. „Oh nein. Ich hab durchaus Hunger und werde auf jeden Fall was essen gehen.“
„Na gut“, gab Leinar seufzend nach. Er drückte mir einen flüchtigen, zarten Kuss auf den Mund und verließ den Raum.

Der Speisesaal im Turm Cassalda befand sich im ers-ten Erdgeschoss. Vierertische standen im Raum verteilt.
In unserem Turm lebten etwa zwanzig Schüler und in den anderen etwa dreißig bis vierzig.
Leinar trug ein weißes Hemd, eine blaue Cordhose und er ging mal wieder barfuß. Die Schuhe hatten ihm wohl nicht so gefallen.
Wir saßen im Speisesaal gegenüber von Zac und Leonie aus Tindemu.
Zac hatte kurze braune Haare und ein liebevolles Gesicht. Er wirkte von der Statur her sehr sportlich.
Leonie hatte rotblonde schulterlange Haare und dunkle Augen. Ihr Gesicht wirkte zierlich und ihre Statur ebenfalls sportlich.
Jedenfalls war ich noch nie in Tindemu, aber Zac erzählte uns, dass die Feen dort viel im Freien waren, und in den Tälern befanden sich überall kleine Seen oder Wasserfälle. Sie wohnten mehr in Baumhäusern, die durch Magie gegen das Wetter geschützt waren. Tindemu war etwas kleiner als Raubit, aber dennoch gab es dort eine Einkaufsstraße. Nur durfte man sich diese Einkaufs-straße nicht so vorstellen, wie die in den Großstädten, wo Geschäft um Geschäft sich aneinanderreihte. Mehr wie auf Flohmärkten mit Ständen im Freien.
Tindemu lag am Meer und die Suiten der beiden im vierten Stock waren zum größten Teil aus Naturholz gemacht. Die Tindemuer ernährten sich fast nur von gesunden Sachen wie Obst und Gemüse, während wir aus Raubit so gut wie alles aßen.
Zac war das dritte Jahr hier im magischen Schloss und Leonie das Zweite. Sie waren Geschwister. Eigentlich war es eher selten, dass Geschwister zusammen in die magische Schule kamen, aber ich kannte jetzt schon ein paar, die hier waren. Vielleicht war es gerade neue Mode. In dem Jahr, wo Leonie hierher kam, waren sie wohl auch die Einzigen gewesen und deswegen etwas Besonderes. Nun waren sie in unserem Turm untergebracht.
Wenn Geschwister zusammen Magie bewirkten, waren sie stärker und darin sollten die beiden besonders geschult werden. Zacs Feenname war Zaciras und Leo-nies Leania.
Das Mittagessen dauerte gar nicht lange, aber wir wussten danach schon ziemlich viel aus dem Leben der beiden. Wir mussten gar nicht viel sagen, aber das machte mir nichts. Sie waren mir beide sympathisch.
Wenn Geschwister hier schon etwas Besonderes wa-ren, wie besonders mussten dann Ariella und Antonia sein oder Justin und Sören als Zwillinge? Eigentlich müssten sie doch auch in unserem Turm leben, oder? Na ja, ich war eigentlich ganz froh, dass sie es offenbar nicht taten.
Erst nach dieser Theorie ging mir auf wie stark Renn, Corly und Lim sein mussten, wenn sie zusammen Magie wirkten. Ich hatte vorher nicht gewusst, dass die Magie von Geschwistern so stark war. Zac nannte es Blutsmagie. Es war eine besondere Form von Seelenmagie, nur dass sie häufiger vorkam. Ich fand das unglaublich faszi-nierend, auch wenn ich selbst keine Geschwister hatte.

Als wir den Speisesaal verließen, war Leinar ziemlich still. Fast so, wie am Anfang, als ich ihn kennen lernte. Wir machten uns auf dem Weg zur Bücherei im Haupt-gebäude, um unsere Schulbücher abzuholen. Ich nahm seine Hand und verschränkte meine Finger mit seinen. Er drückte sie.
„Was ist los?“, fragte ich ihn sanft.
„Ich glaube nicht an diese Blutsmagiegeschichte“, erklärte er.
„Wieso nicht?“, fragte ich ihn verwundert. „Seelenmagie gibt es doch auch.“
„Darum geht es auch nicht.“ Leinar dachte kurz nach und entschied dann offenbar mir zu erzählen, was er auf dem Herzen hatte. „Ich habe nicht nur meine Mutter ver-loren, sondern auch meinen Bruder, meinen Zwillings-bruder.“
„Oh Leinar!“ Ich blieb stehen und nahm ihn in den Arm. Er drückte mich an sich. Es war mir egal, dass wir mitten auf dem Gang zum Hauptgebäude standen. Als wir uns voneinander lösten, erzählte er weiter: „Würde es Blut-magie geben, hätte ich doch gewusst, dass etwas nicht mit ihm in Ordnung war und hätte ihn retten können.“
„Oh Leinar!“, wiederholte ich. Wie viel hatte er noch durchmachen müssen, ohne dass ich davon wusste? Sanft streichelte ich seine Wange und nahm dann wieder seine Hand in meine. „Du darfst dir daran nicht die Schuld geben. Du hättest nichts tun können.“
„Aber ich hätte es wissen müssen“, beharrte er.
„Nein, Leinar. Manche Dinge passieren einfach ohne jeden Sinn. Ich weiß nicht, wie er gestorben ist, aber ich bin mir sicher, du hättest es nicht verhindern können. Auch nicht mit eurer Blutsmagie.“ Dann fiel mir plötzlich ein: „Fühlst du dich deswegen so mit Ariella verbunden? Weil sie eine Zwillingsschwester hat?“
„Vermutlich“, gab Leinar zu. „Sie kannte auch Evaniel und ich hab das Gefühl, sie versteht mich.“
„Ich verstehe dich auch, nur anders“, versicherte ich ihm.
„Ich weiß.“ Und dann lächelte er schon wieder leicht.
„Wenn du reden willst, bin ich immer für dich da“, versprach ich ihm.
„Ich weiß“, wiederholte er lächelnd und dann gingen wir weiter.

Cedar Cove: Staffel 2 Folge 2

Na endlich ist das Drama mit Shelly vorüber. Die war aber auch verdammt stur. Da hab ich sie nicht wirklich verstanden. Sie hat einfach nicht eingesehen, dass Eric sich vielleicht wirklich geändert hat und hätte lieber das Baby weg gegeben. Was für ein Schwachsinn. Na ja, jetzt behalten sie es ja doch. Wurde ja auch Zeit.

Das mit Mary Ann und John ist ja auch süß. Gut, dass Mary Ann nie an ihm gezweifelt hat. Aber schon krass wie er sie täuschen musste und konnte. Da hätte ich glaub ich nicht durchgehalten. Aber er wollte sie auf jeden Fall beschützen und das ist nobel. Hoffentlich seh ich in den nächsten Folgen auch noch was von ihnen.

Schön, dass Grace so stark war und Mary Ann hat gehen lassen. Dafür hat sie ja jetzt Cliff zum Trösten. Ich meine ja der heißt Cliff.

Jack und Olivia find ich auch weiterhin toll zusammen. Aber was war das am Ende mit dem Schlüssel? Das fand ich etwas seltsam.

Justine und Seth wollen also zusammen bleiben, aber irgendwie auch ihre eigenen Wege gehen und das Restaurante nicht eröffnen. Ob das funktioniert. Seth tat mir so Leid, als er so verwirrt war wegen dem was Justine gesagt hat.

Moon war so cool als er mit Warren gesprochen hat. Der hat ihm doch kein Wort abgekauft. Das hat man doch gemerkt. Aber Moon ist allgemein cool.

Ich mag die Serie einfach und find es immer noch schön, dass ich meinen Seriendienstag vom Frühjahr wieder hab.

Chasing Life: Staffel 1 Folge 13

Oh man, armer Leo. Der ist ja echt schlecht drauf. Das ist so traurig. Aber am Ende hat er April wieder an sich rangelassen und sogar gelacht. Das fand ich schön.

Dominik ist ja echt nen Arsch. Will der auf Teufel komm raus jetzt alle Frauen abklappern oder was? Das ist einfach nur daneben. Ausserdem benimmt er sich ziemlich mies April gegenüber. Gut, sie war auch nicht ganz toll, aber das hat sie nun wirklich nicht verdient.

Natalie spendet im Notfall nun also doch. Wäre auch mies gewesen, wenn nicht und sehr egoistisch. Aber das war ja ein hin und her mit denen.

Das mit George und Sara find ich ja irgendwie traurig. Eigentlich passen die so gut zusammen. Aber vermutlich brauchen die etwas Abstand zueinander. Schade. Hoffentlich kommen die wieder zusammen.

Auf jeden Fall war es eine schöne Folge und ich bin gespannt wie es weiter geht.

Neuzugänge August/ September 2015

Heute sind bei mir diese Bücher eingezogen. Sie sind per Post zu ihrem neuen Wohnort gekommen und liebevoll empfangen worden.

MorgentauWeil ich Layken liebeFinding Sky

Wieso gerade diese Bücher?

Morgentau hab ich so viel gutes gehört und das Thema interessiert mich.
Weil ich Layken liebe ebenfalls. Bei den Aktionen hab ich so viel gutes gehört.
Und Finding Sky mehr oder weniger auch, aber da hab ich auch schon von der Autorin Raven Stone gelesen und das hat mir auch schon gefallen.

Wann ich allerdings dazu kommen werde sie zu lesen, weiß ich nicht.

Da ich aber schon länger nicht mehr von Neuzugängen berichtet hab muss ich aber auch noch ein paar nachholen.

Im August sind als E-Books bei mir einzogen und liebevoll gelesen worden:

Britta Sabbag – Stolperherz
Tricia Rayburn – Oceans Rose 2 Verwandlung

Gemeinsam Lesen 6: Kass Morgan – Die 100

Auch heute mach ich wieder bei der Aktion GemeinsamLesen von Schnulzen-Bücher mit.

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1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade Die 100 von Kass Morgan und bin mittem im Kapitel über Wells auf S. 72.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Ein Spitzel?“ Jetzt war es Wells, der beinahe gelacht hätte.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Bisher mag ich das Buch sehr gern und mir gefallen alle Charaktere. Besonders auch Glass. Und ich hab mich so gefreut, von Bellamys Sicht zu lesen. Man spürte sogar durch die Seiten seine Sorge um Octavia. Und irgendwie auch viel intensiver noch als in der Serie. Das fand ich toll. Glass und Luke erinnern mich etwas an Finn und Raven, nur dass es etwas anders ist. Von daher hat mich das mit Luke auch gar nicht gewundert. Okay, aber mehr will ich nicht verraten. Bisher bin ich positiv überrascht und die Autorin schreibt gut, find ich.
4. Wenn du eine Figur deiner Wahl in deinem Buch wärst, würdest du dann eher zu den ,,guten“ Hauptprotagonisten gehören oder unter die ,,fiesen“ Antagonisten gehen?
(Frage von Julia von Lizoyfanes)
Natürlich zu den Guten. Ich will schließlich die Bösen bekämpfen. Aber ich wüsste aktuell nicht wer.
Zu den Guten. Obwohl, bisher gibts noch nicht wirklich böse, ausser man rechnet Bellamy dazu.
Ich wäre wohl Clarke oder Octavia denk ich. Wobei Clarke dann aber bitte am Ende mit Bellamy zusammen kommen müsste. Aber mal abwarten wie sich das so entwickelt.

Tag 77: 08.09.15 Welchen Star würdest du gern mal kennen lernen?

Och, da gibts mehrere.

Autoren: Maggie Stiefvater und Kiera Cass

Weil ich sie als Autorinnen sehr schätze und mit ihnen über ihre Geschichte plaudern würde.

Und dann noch Sabrina Qunaj, weil ich schon so schön mit ihr geschrieben hab.

Bands: Silbermond und Revolverheld

weil ich ihre Musik toll find und glaub, dass sie tolle Menschen sind.

Schauspieler männlich: Ben Affleck und Liam Hesmworth

weil sie tolle Schauspieler sind und das bestimmt interessante Gespräche wären. Oh und auf jeden Fall auch Jake Abel.

Schauspieler weiblich: Julia Roberts und Sandra Bullock

mit Sandra Bullock könnte ich mich wohl auch mal wirklich unterhalten. Sie kann ja deutsch soweit ich weiß. Ich mag beide Schauspielerinnen sehr gern und es könnte interessant werden.

Skispringer: Martin Schmidt und Sven Hannwald

weil ich sie früher bewundert hab und auch Schmidts Herkunfstort kenn. Gesehen hab ich sie schon mal von Weiten aus dem Wald.

Fußballer: Manuel Neuer und Sebastian Schweinsteiger

weil ich sie mag und interessant find. Wobei Jerome Boateng auch cool wäre.

Buchcharakter: Tucker Averey (Cynthia Hand – Unerathly) und Melanie Stryder (Seelen)

aber leider geht das ja nicht, also lassen wir das mal. Da würden mir auch noch viele andere einfallen. Zählt wohl auch nicht wirklich als Star.

Joa, das reicht erst mal. Gibt auf jeden Fall noch mehr. Und bei euch so?