Kapitel 43 Camerons Weisheiten

Sorry, sorry Leute. Trotz dass ich zwei Tage frei hatte diese Woche bin ich irgendwie nicht dazu gekommen Kapitel von die Zauberfeen zu posten. Aber jetzt wird es mal wieder Zeit.

Sieh mir in die Augen
Du wirst sehen, was du mir bedeutest
Durchsuche dein Herz, durchsuche deine Seele
Und wenn du mich dort findest,
suchst du nicht mehr weiter

Bryan Adams – (Everything I do) I do it for you

Es war natürlich praktisch für uns, dass Cameron in unserem Turm wohnte. Sonst hätten wir ewig gebraucht, um ihn zu finden. So konnten wir einfach an seiner Suite klingeln und darauf warten, dass er uns hoffentlich empfangen würde. Es dauerte auch nicht lange, bis er kam und uns überrascht musterte. Ich machte mir Sorgen. Was war, wenn er uns nicht rein ließ? Durften Schüler überhaupt Lehrersuiten betreten?
„Was macht ihr denn hier?“, wunderte er sich auch gleich.
„Entschuldige die Störung Cam, aber wir müssen et-was Wichtiges mit dir besprechen“, erklärte ich ihm. „Dürfen wir reinkommen?“
Eigentlich war mir ziemlich sicher, dass Cameron uns nicht abweisen würde. Wenn wir nicht in seine Suite konnten, würde er einen anderen Platz finden.
„Na gut, kommt rein“, bat er uns aber. Also gingen wir durch den Sternenschimmervorhang seiner Suite. Das fühlte sich anders als als bei uns, irgendwie fremd. Auch hier betraten wir zuerst einen Wohnraum, aber der sah natürlich auch anders aus als unserer.
Er hatte rote Wände mit einem Kamin und einem Sofa als einzige gemütliche Einrichtung. An einer Wand hing ein großes Bücherregal mit sehr alten Büchern und an einer anderen Wand ein großes Portrait einer wunder-schönen Frau, die mir etwas ähnlich sah. Doch sie hatte blondes Haar, im Gegensatz zu mir. Ich vermutete, dass das Nike sein musste.
„Setzt euch doch“, bot Cameron uns an. „Ich hol uns was zu trinken.“ Er ging zu einem Kühlschrank und holte eine Flasche Orangensaft heraus. Drei Gläser zauberten sich wie von selbst in seine Hand. Damit kam er zum Sofa und stellte alles auf den kleinen Tisch davor. Leinar und ich saßen auf dem Sofa und nahm uns gegenüber auf einem beigen Sessel Platz.
„Also was gibt’s?“, erkundigte er sich und musterte uns abschätzend.
Leinar erzählte von seinem Traum, während Cameron Saft in die Gläser goss und sie an uns weiterreichte.
„Und, wieso seid ihr zu mir gekommen und nicht zu Carlina gegangen?“, fragte er uns natürlich zuerst, nach-dem Leinar mit seinem Bericht am Ende angelangt war.
„Weil ich glaube, dass du mehr über den Lebenssee weißt, als du zugibst“, erklärte Leinar, ohne eine Spur von Unsicherheit in seiner Stimme.
„Du bist ein kluger Junge, Neal. Tatsächlich habe ich all die Jahrhunderte ein Geheimnis für mich behalten. Ihr seid die ersten die es erfahrt, also fühlt euch geehrt. Ich denke, es ist endlich Zeit, es zu lüften.
In Wahrheit habe nämlich ich die Legende vom Lebenssee verbreitet. Sie ist wahr, wenn auch nicht hun-dertprozentig. Ich hab den See sogar einmal gesehen, aber das ist lange her und da war ich auch noch ziemlich jung. Der See wirkte unnatürlich auf mich, als gehöre er nirgendwo hin.
Damals wollte ich unbedingt der Erste sein, der ihn findet, aber natürlich war das Schwachsinn. Feena hatte ihn lange vor mir entdeckt und hatte schon einige Wächter an ihrer Seite.“
Ich starrte ihn wohl ziemlich verblüfft an, denn Cameron lachte. „Ja, ich weiß. Ziemlich verrückt das Ganze. Der See ist allerdings nicht mehr hier auf Erden sondern bei den Sternen in Sicherheit. Zumindest dachte ich das mal. Da hab ich mich wohl geirrt.
Es stimmt nicht ganz, dass nur die Feen den See bewachen können, das können auch die Sterne. Ich weiß, ich hab damals in Umlauf gebracht, dass Lilien und Co-rentin unerreichbar wären und ich nicht genau wüsste wo sie sind, aber auch das stimmt nicht. Ich weiß genau wo sie sind und was ihre Aufgabe ist, und zwar bewachen sie mit anderen Wächtern den Lebenssee.“
„Was? Sie leben?“ Ich konnte es kaum glauben. Ich war mir so sicher gewesen, dass es den Lebenssee nicht gab und dann auch das noch. Wie viel hatte Cameron noch vor uns geheim gehalten?
„Sie leben und sind wohlauf. Seit etwa einhundert Jahren bewachen sie wie gesagt, den Lebenssee“, bestätigte Cameron nickend. Er musterte uns aus seinen klugen Augen, als wollte er gucken, wie wir auf seine Nachricht reagierten.
„Aber wenn sie den See bewachen, dann haben sie ja gar keine Zeit mehr für sich“, stellte ich schockiert fest. Die Vorstellung machte mich traurig. Für mich waren sie irgendwie immer sowas wie Vorbilder.
„Ja, aber sie sind zusammen, und das war das, was sie immer wollten.
Du musst wissen, dass Corentin ein reiner Elf war und nichts von einem Stern in sich hatte. Irgendwann bekam er die sogenannte Sternenkrankheit. Unter den Menschen ist sie auch als Strahlenkrankheit bekannt. Für einen Elf wie Corentin war die Strahlenbelastung seiner neuen Heimat zu hoch. Den Sternen machte das nichts aus. Sie gingen nach Hause zurück.
Doch die einzige Lösung Corentin am Leben zu erhalten, war ihn zum Teil zu einem Stern zu machen, und das ging wiederum nur in Verbindung damit, dass er in Zu-kunft über den Lebenssee wacht. Das ist ein Kompromiss der Sterne für besondere Freunde, wie Conrentin einer ist. Ihm wurde das Sternenlicht verinnerlicht, da er nicht als Stern geboren wurde. Das ist ein ganz besonderes Geschenk der Sterne und Corentin wusste das.“
„Oh mein Gott, die Armen!“ Irgendwie berührte mich ihre Geschichte sehr. Liliens Leben hatte mich sowieso schon immer fasziniert und ich hatte mich schon immer gefragt, ob sie wohlmöglich noch lebt.
„Nein gar nicht. Sie sind zufrieden, solange sie zu-sammen sein können“, erklärte Cameron und klang sehr stolz. „Lilien nimmt noch halbjährig Kontakt zu mir auf. Du hast schon Recht, Neal. Die meiste Zeit des Wachens sind die Feen und Sterne starr, damit sie sich voll auf ihre Aufgabe konzentrieren können. Aber wenn etwas Unge-wöhnliches passiert, bewegen und fühlen sie und können leben. Auch wenn sie ihren Posten nicht verlassen können und dürfen. Und zwei Mal im Jahr ist das auch so der Fall, damit sie merken, wofür sie da eigentlich den Le-benssee bewachen.“
„Das ist alles ziemlich unglaublich“, fand ich. Für mich waren Lilien und Corentin im Geiste immer noch Legenden. Ich konnte sie mir nur schwer als richtig le-bendige Wesen vorstellen.
„Kannst du auch außerhalb dieser Zeiten mit Lilien Kontakt aufnehmen?“, fragte Leinar Cameron, ohne auf meinen Kommentar einzugehen. Das war eine wichtige Frage und so sah ich gespannt zu Cameron.
„Ja, etwa wie Feena mit dir Kontakt aufnahm. Ich werde es heute versuchen, um mehr Informationen zu bekommen“, versprach er uns.
„Was wirst du machen, falls der Lebenssee wirklich angegriffen wird?“, wollte ich wissen.
„Wir werden dorthin müssen. Ich denke momentan, dass wenn überhaupt, nur ein kleiner Teil des Sees ange-griffen wird. Es können nur Feen mit Sternenblut den Planeten des Sees betreten. Von dieser Art gibt es nicht mehr viele unter uns, auch wenn unser Stammbaum so groß ist und soweit zurück reicht.“
„Aber ich habe Sternenblut in mir“, bemerkte ich.
„Und ich auch“, erinnerte Leinar uns.
„Das stimmt, ihr seid beide die Kinder meiner Enkel. Ihr könntet mit uns kommen. Ebenfalls deine Eltern, Mia, und natürlich Corly, Renn und Lim. Außerdem Fiann Nike, die Tochter vom Sternenprinzen Fionn und seiner Frau Leyna, mit ihren Kindern Kenian, Alexis und Nelson. Auch sie leben noch heute in der magischen Welt und wir werden sie dann natürlich kontaktieren, wenn das nötig sein sollte.“
„Kenian?“ Der Name sagte mir was, aber ich kam nicht drauf woher oder weshalb. Ich hatte ihn auf jeden Fall schon mal gehört. Nur wo?
„Ja, Fiann Nikes Sohn. Kennst du ihn?“, fragte Came-ron mich.
„Nicht wirklich“, antwortete ich. „Er sagt mir nur was, aber das war es dann auch schon.“
„Aber du kannst nicht mitkommen, oder?“, vermutete Leinar nun an Cameron gewandt.
„Doch, kann ich. Ich war immer ein Freund der Sterne und sie haben mir extra Sternenglanz geschenkt, der mich auf immer beschützen wird. Das war lange vor Liliens Geburt. Der Sternenglanz schützt auch vor der Sternen-krankheit.“
„Müssen die Angreifer dann nicht auch Halbsterne sein oder sogar reine Sterne?“, fragte ich.
„Möglich.“, nickte er.
Ich war jedenfalls erleichtert, dass Cameron mitkom-men konnte. Auch wenn ich mich wunderte, wieso er seinen Sternenglanz nie Corentin geschenkt hatte. Doch ich wollte ihn nicht danach fragen. Das ging mich ja auch nichts an.
„Ich werde morgen mit Carlina reden. Ich denke, wir sollten so lange warten bis deine Eltern kommen. Die Gefahr ist noch nicht akut. Was aber ganz wichtig ist, ist dass ihr Niemanden erzählen dürft, was ich euch gerade erzählte und auch nicht, dass der See in Gefahr sein könnte. Das ist streng geheim und bisher wisst nur ihr davon.“
Cameron vertraute uns, aber dennoch mussten wir zur Sicherheit einen magischen Schwur leisten, damit er ganz sicher sein konnte, dass wir nichts ausplauderten. Der Schwur dauerte so lange, bis Cameron uns davon erlöste.
Danach verabschiedeten wir uns von Cameron und konnten nichts anderes tun als warten. Das gefiel mir nicht, aber es ging nicht anders. Hatte Leinar also doch Recht gehabt mit seinem Gefühl von der Vision?
Wo hatte ich den Namen Kenian schon mal gehört? Dann fiel es mir plötzlich wieder ein. Emma hatte ihn erwähnt. Er war der Freund, den sie zurück lassen musste. Es war ziemlich wahrscheinlich, dass dieser Kenian der Sohn von Fiann Nike war. Ob Emma wohl wusste, wer seine Mutter war?

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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