Buchzitate: Rückkehr ins Zombieland

Hier gab es auch endlich mal wieder Buchzitate und hier kommen sie.

1.) Wir brennen die Welt nieder (S. 12, Kapitel 1)

So. Verdammt. Sexy.
Violette Augen, unergründlich und beinah außerirdisch wirkend in ihrer Reinheit und Undurchdringlichkeit, seine Lippen zu einer harten Linie zusammengepresst. Ich kannte ihn und wusste, dass awr sein „Wir-brennen-die-Welt-nieder-und-das-ist-gut-so-Gesicht.

2.) Hier Problem, da Lösung (S. 17, Kapitel 1)

„Ich mag es auch, wenn du rot wirst.“
„Okay, ich löchere Frosty und Bronx so lange, bis sie ja sagen.“
Offensichtlich wirkte meine Wissbegirde nicht auf jeden so charmant. Nächster Zug. „Die werden von meiner schwachen Verfasssung so genervt sein, dass sie mich wie einen Mehlsack durch die Gegend schleudern.“
„Na und? Dann hast du ein Wehwehchen, das ich küssen muss, damit es besser wird. Darf ich vorstellen, hier Problem, da Lösung.“
Ich musste mir ein Lachen verkneifen udn mich anstrengen, um einen ernsten Gesichtsausdruck beizubehalten.

3.) Cole-Salat (S. 20, Kapitel 1)

„Das hättest du mir längst sagen sollen. Du bist eine echte Plage, Cole-Salat.“ Das kalng schon beser, aber der richtige Bringer war dieser Spitzname allerdings auch nicht.
„Ist klar, aber ich bin deine Plage.“

4.) Kaffee-Musical (S. 26, Kapitel 2)

Apropos Kaffee … „Ich nehme das mal.“ Ich setzte mich auf den Stuhl neben ihr und schnappte mir ihren Becher. Da ich mir nicht gestattete, irgendwas von den Ankhs zu essen oder trinken, war Kaffee für mich zu einem Luxus geworden. Dagegen machte es mir nichts aus, mir was von meiner besten Freundin zu stibizen.
„He!“ Eine Sekunde später hatte sie Reeves Tasse an sich genommen.
„He!“, beschwerte sich Reeve und griff nach Nanas Tasse.
Ein Kaffee-Musical.
Nana schüttelte den Kopf, aber ihre Augen funkelten amüsiert.

5.) Rotkäppchen und der böse Wolf (S. 33, Kapitel 2)

Ich musste auch lachen. „Und … was für ein Kostüm wirst du anziehen?“
„Eine Version von Rotkäppchen, die so sexy ist, dass man es kaum aushalten kann.“
„Lass mich mal raten. Frosty verkleidet sich als großer böser Wolf?“
„Als was sonst? ich glaube, er findet es richtig komisch, seine Zähne zu blecken und mir zu sagen: Ich werde dich fressen, meine Liebe!“

6.) Frosty-Express (S. 35, Kapitel 2)

„Habe ich auch nicht so verstanden.“ Mittelmäßig war tatsächlich noch ein Kompliment für mich.
„Sei doch nicht so, Baby“, entgegnete er, während er sich das Tape von den Fingern wickelte. „Du weißt, dass ich dich mit dem Frosty-Express mitgenommen hätte. Einfach nur fragen hätte genügt.“
Bronx verzog das Gesicht. Ein paar von den anderen Typen stöhnten auf.

7.) Südstaatenzauberin auf Crack (S. 40, Kapitel 3)

Das glänzende Glamourstück bestand aus einem spitzenbestzten Korsett und einem gestreiften Rock. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, gehörte ein schwarzer Hut dazu.Ich war mir nicht sicher, was ich darstellen sollte … abgesehen von einer Südstaatenzauberin auf Crack.

8.) Cupcake und Armleuchter (S. 59, Kapitel 4)

Mehr erklärten wir den Mädchen nicht. Uns blieb einfach keine Zeit. Zusammen sprangen wir die restlichen Tribunenstufen hinunter.
„Bist du bereit, Cupcake?“, fragte Gavin.
„Immer doch, Armleuchter.“
Er lachte.

9.) Pink, Pink und noch mehr Pink (S. 85, Kapitel 6)

Ich ging den Flur entlang und die Treppe hoch. Reeve hatte das ganze obere Stockwerk belegt. Vom letzten Treppenabsatz rauschte ich in ihr Wohnzimmer, ein Raum in Pink, Pink und noch mehr Pink, zusammen mit Bergen von Spitze und Reihen von Rüschen. Jedes Mal, wenn ich hier hochkam, dachte ich, vielleicht war dem Valentinstag schlecht geworden und er hatte sich bei ihr ausgekotzt.

10.) Augenbrokkoli (S. 111, Kapitel 7)

Ich wünschte irgendwie, der Boden würde sich auftun und mich verschlucken.
Sie warf mir verwirrt einen Blick über die Schulter zu, tat aber, wie ihr befohlen worden war, und ließ uns allein.
Zurück zum Thema. Hatte er ein Problem mit meinem Umstyling?
„Willst du damit sagen ich bin Augenbrokkoli?“
Frosty lachte bellend. „Woher haben die Mädels denn so was, Mann?“
„Ich bin mir nicht sicher, was du mit Augenbrokkoli meinst“, sagte Cole, „Dass du scheiße aussiehst und ich keinen Appettit auf dich haben sollte? Oder dass du eine Vitaminbombe bist und von mir gefreesen werden willst?“

11.) Mein zweiter Vorname (S. 118/119, Kapitel 8)

„Ich habe einen Arm und kann Schwung holen. Ich denke, so wir des funktionieren.“
Wenn du heute Nacht nicht umkommst, dann nur, weil ein Wunder passiert“, sagte er. „Wie gut, dass das mein zweiter Vorname ist.“

12.) Reperaturwerkstatt für übernatürliche Kräfte (S. 119/ 120, Kapitel 8)

„Na gut, das war ja nun eine Enttäuschung“, murmelte er.
„Das Hin und Her ist ziemlich nervenauftreibend, was?“ Zuerst mit Cole, dann mit Gavin.
„Vielleicht muss du mal richtig getunt werden.“
„Ich verdrehte die Auge. „Ich gehe morgen in die Reperaturwerkstatt für übernatürliche Kräfte.“
Er grinste und strich mit den Fingerspitzen über mein Kinn. Eine patentierte Cole-Holland-Berührung.

13.) Beatmungsgerät und Sauerstoff (S. 135, Kapitel 9)

Ein unerwarteter Verbündeter. Ich brauchte so dringend einen. „Danke.“
Er zuckte die Achseln und fädelte sich in den Verkehr ein. „Ich nehme an, ich bin dir was schuldig.“
„Was meinst du damit?“
„So, wie du dich auf mich gestürzt  und dich aufgeführt hast, als würdest du an ienem Beatmungsgerät hängen und ich hätte den Sauerstoff, den du so nötig brauchst …“
Plötzlich fühlte ich mich wieder wie mein altes Selbst und schlug ihm auf die Brust. „Halt den Mund!“

14.) Wandelndes Beruhigungsmittel (S. 154/ 155, Kapitel 10)

Ich würde gewinnen, oder was?
Bronx steiß gegen meine Schulter. Verfällst du wegen irgendwas in Panik, Bell?“
„Nein, ich bin ganz ruhig“, sagte ich. „Von jetzt an werde ich ein wandelndes Beruhigungsmittel sein.“

15.) Weinender Magen (S. 166, Kapitel 11)

Finster blickend kam er an meine Seite, drängte Kat aus dem Weg, wickelte den Hamburger wieder aus und drückte ihn mir in die Hand. Ich fürchtete, dass er mich zwangsernähren würde, wenn ich mich weigerte den Rest zu essen. Mein Magen hätte vor Begeisterung fast geweint.

16.) Kompliment (S. 193, Kapitel 14)

„Das ist traurig.“
„Das ist das Leben.“
Ich verdrehte die Augen, was ich in seiner Gegenwart ständig tat.
„Du bist der merkwürdigste Typ, den ich jemals kennengerlernt habe.“
„Vielen Dank.“
„Ich glaube nicht, dass es ein Kompliment war.“
„Darüber kann man streiten.“

17.) Rettende Wasser (S. 210/211, Kapitel 15)

Die Vergangenheit verblasste. Ich war das Mädchen, das so lange auf dem Trockenen gesessen hatte, und er war mehr als das rettende Wasser. Er war wie Honig. Ich verschlang ihn, doch das war nicht genug.

18.) Hoffnungsschimmer (S. 231/232, Kapitel 18)

Er hatte … recht, stellte ich fest.
Z. A. hatte mich kontrollieren wolen, hatte meinen Geist vernebelt. Trotzdem hatte ich genug Power gehabt, um gegen sie anzukämpfen. Ein Hoffnungsschimmer leuchtete heller als seit Tagen, so wundervoll wie eine Blüte, die sich in der Sonne öffnete. Vielleicht war ich letztendlich doch keine so fürchterliche Bedrohung.

19.) Wundervoller Süden (S. 232/233, Kapitel 18)

Moment mal. Diese männliche Schlampe aus dem wundervollen Süden konnte kochen?“
Nana warf mir überrascht einen Blick zu und fragte: Du bleibst über Nacht?“

20.) Charakter und Haarfarbe (S. 233, Kapitel 18)

Als wir unter uns waren, stemmte ich die Hände in die Hüften. „Wirst du dich gefälligst wieder daran erinnern, dass du auf Brünette stehst?“
„Ich habe festgestellt, dass ich die Haarfaben in der Dunkelheit gar nicht unterscheiden kann.“
Oh, wow. „Wie sol ich solchen wundervollen Schmeichelheiten wiederstehen?“
Er grinste und ging an mir vorbei in die Küche. „Was man nicht ändern kann, ist der Charakter, und deiner gefällt mir irgendwie.“

21.) Planet der Affen (S. 236, Kapitel 18)

Oh Himmel noch mal. Wenn die Jungs vorhatten, den „Planet der Affen“ aufzuführen, würde ich … es einfach geschehen lassen, beschloss ich. Irgendwann wären sie dann beide ohnmächtig und ich müsste mir diesen Macho-Kampf nicht länger ansehen. Sicher, ich hätte ein paar Blutlachen zu entfernen, aber das würde ich lieber tun, als das hier zu ertragen. Wir hatten ja zur Not jede Menge Backpuler und Essig im Haus.

22.) Das Eis (S. 236/237, Kapitel 18)

„Entschuldige dich doch nicht bei ihm“, zischte Cole.
Okay. Das Eis war wieder da.
„Er ist mein Gast“, sagte ich. „und ich mag ihn, ausserdem benimmt er sich. Es ist nur recht, dass ich mich entschuldige, also hab ichs getan. Und jetzt hat er eine Entschuldigung von dir verdient. Ich verlasse diese Küche nicht, bevor er sie bekommen hat.“
Gavin verzog grinsend das Gesicht.
„Sorry“, presste Cole unfreundlich hervor.

23.) Wahnsinn (S. 241, Kapitel 18)

„Wann wird dieser Wahnsinn ein Ende haben? Ich bin besessen von dir, Ali. Abhängig. Was auch immer ich fühle, das kann nicht gesund sein. Wenn du nicht da bist, kann ich nicht essen oder schlafen. Ich muss die ganze Zeit an dich denken, frage mich, was du gerade machst und mit wem du es machst. Kannst du dir vorstelen, wie oft ich dir fast hinterhergelaufen wäre, um dich zu mir zurückzuholen?“
„Cole …“

24.) Ja, Daddy (S. 282/283, Kapitel 22)

Er: Isst du auch richtig?
Ich: Ja, Daddy.
Er: Das klingt irgendwie gut. Wie wärs, wenn ich dich übers Knie lege?“
25.) Purzelbäume (S. 292, Kapitel 23)

„Und so sagst du mir das?“ Ich trat gegen seine Knöchel. Er fiel nach hinten, und ich stürzte mich auf ihn, um ihn noch einen Schwinger zu verapssen, doch meine Angrifsslust war verpufft und ohne Feuer. Mein Herz war zu sehr damit beschäftigt, Purzelbäume zu schlagen.

 

 

Hätte sogar noch ein paar mehr, aber ich finde das reicht jetzt. Hab lange genug dafür gebraucht.

My Favorits about … Geheimnisse

Ily hat heute ein anspruchsvolles Thema gewählt. Geheimnisse. Da muss ich erst mal meine Bücher durchwühlen.

Pan 1 Sandra Regnier Cynthia Hand Unerathly 1 Kiera Cass Selection Plötzlich Fee Sommernacht

Eigentlich haben so ziemlich alle meiner Fantasybücher irgendwelche Geheimnisse. Ob es jetzt eine Liebe ist die nicht bekannt gegeben wird oder das man Fantasywesen ist. Diese vier hab ich für heute ausgewählt.

Kapitel 64 Flattender Freund

Leinar

Ich hatte mir solche Sorgen um Mianna gemacht. Hätte Miron sie angegriffen, hätte ich kaum was tun können, außer mich zurück zu verwandeln.
Gott sei Dank schien Miron vertrauenswürdig zu sein. Er wirkte sogar ganz nett und hatte ein paar interessante Neuigkeiten für uns gehabt.
Aber mal ganz ehrlich? Flatternder Freund? Ich war doch kein flatternder Freund. Ich war ein Glühwürmchen. Das hatte mich schon et-was gewurmt. Dieser Begriff einfach.
Ich war froh, dass wir das Gespräch mit ihm sicher hinter uns gebracht hatten, aber unsere Mission war noch lange nicht vorbei. Mirons Warnung wegen Tedren ließ nichts Gutes erahnen.
Mir gefiel das überhaupt nicht. Wäre es doch nur schon vorbei.

Kapitel 63 Der König der Zwerge

Die Zwerge von einst hatten mächtige Magie,
Während der Hammer wie Glockengeläut fiel
In Orten tief, wo dunkle Dinge schlafen ein,
In hohlen Hallen unter dem Gestein.

Misty Mountains –
Soundtrack aus „Der Hobbit“

Am nächsten Morgen wachte ich erholt auf. Es fühlte sich nicht an, als wäre ich die ganze Nacht auf gewesen und das war ich ja auch nicht wirklich. Ich überlegte wem ich außer Leinar und meinen Eltern von meinem Traum erzählen wollte. Feena sollte es auch wissen, aber Fiann Nike und ihre Söhne und Lilien und Corentin nicht unbedingt. Also ging ich mit den Ausgewählten in eine ruhige Ecke, wo wir ungestört reden konnten. Dann erzählte ich ihnen von meinem Traum.
Feena sah mich nachdenklich an. „Ich bin nicht sicher, ob das funktionieren wird. Miron mag nur wegen Tedren da sein, aber er steht wohl kaum auf unserer Seite.“
„Ich glaube schon“, wiedersprach ich ihr mit voller Überzeugung. „Tiljan mag keinen Kontakt mehr zu seinem Sohn gehabt haben, aber er ist immer noch Corlas Schwiegervater. Wenn er Cam angreift, greift er auch Tiljan an, und ich bin nicht sicher, ob das seine Absicht ist.“
„Ich bin Thies einmal begegnet“, mischte sich nun Linnie überraschend in unser Gespräch ein. „Es ist lange her, aber eigentlich schien er ganz nett zu sein. Ich verstehe gar nicht, wieso er sich von Tiljan abgewandt hat.“
„Dann muss es mit der Ehe zu Corla zu tun haben. Vielleicht gefiel das Tiljan nicht oder er hat sich nicht so gut mit ihr verstanden oder beides“, überlegte Lunar nun.
Ich sagte dazu nichts. Ich selbst glaubte eher, dass Tiljan sein Bestes getan hatte um das gute Verhältnis zu wahren, aber Thies es letztendlich nicht wollte oder Corla ihn unter Druck gesetzt hatte.
„Ich finde, wir müssen es wenigstens versuchen. Wenn wir Miron auf unserer Seite hätten, hätten Tedren und Felicitas kaum noch eine Chance“, argumentierte ich.
„Und wie wollen wir ihm eine Nachricht bringen?“, fragte ausgerechnet Leinar mich.
„Durch dich“, antwortete ich ihm und sah ihn fragend an. Was würde er wohl zu meinem Vorschlag sagen?
„Durch mich? Wie?“ Er wirkte verunsichert und irgendwie unruhig.
„Na, du hast gewisse Fähigkeiten, die sehr praktisch dafür sind.“
So langsam verstand er, worauf ich hinaus wollte. „Ach so, na gut.“ Er wirkte allerdings nicht sehr überzeugt. Trotzdem erklärte er sich bereit mitzumachen.
Ich schrieb den Zettel mit der Nachricht für Miron und reichte ihn Leinar. Wir wollten nicht lange warten. Miron meldete sich tat-sächlich bei uns und schlug vor, mich außer-halb der Grenze zu treffen. Ich willigte ein, aber Leinar würde mich in Form des Glühwürmchens, in dem er auch die Nachricht überbracht hatte, bei mir bleiben. Er würde zwar in einiger Entfernung bleiben, damit es nicht so auffiel, aber er konnte uns beobach-ten. Selbst als Glühwürmchen würde Leinar auffallen, denn um den See gab es keinerlei Tiere. Nicht mal fliegende Kleintiere, wie Fliegen oder so was, geschweige denn Glüh-würmchen. Den anderen hatte es gar nicht gefallen mich dort allein hingehen zu lassen. Auch Leinar gefiel das nicht, aber er konnte wenigstens bei mir bleiben. Nur dank Feena konnte ich überhaupt gehen. Sie hatte den anderen versichert, dass ich Miron mit meiner Magie zumindest ebenbürtig war, wobei ich mir da selbst überhaupt nicht so sicher war.
Ich war froh, dass Leinar mich als Glüh-würmchen begleiten konnte und dass Miron davon nichts wusste.
Miron und ich gingen gleichzeitig aufeinander zu. Als er mir gegenüber stand, wirkte er ziemlich groß für einen Zwerg. Er ging mir immerhin bis zur Hüfte. Ich hatte ihn mir ir-gendwie kleiner vorgestellt.
Auch sonst sah er nicht so aus wie ein typi-scher Filmzwerg. (Der mir am bekanntesten war da Gimli aus Der Herr der Ringe). Er war muskulös und größer und hatte rotes modisch kurzes Haar. Er erinnerte mich in seiner ganzen Erscheinung irgendwie an Ron Weasley aus Harry Potter. Nur dass Miron nicht so schlaksig war und älter und bestimmt auch kleiner als Ron. Immerhin war Ron ein Zaube-rer und kein Zwerg.
Als ich mit meiner Musterung fertig war, sah ich ihm in seine leuchtend grüne Augen, und sagte zuerst mal: „Danke, dass du gekommen bist.“
„Sag mir lieber, was du willst statt falsche Höflichkeiten auszutauschen“, brummte er. Seine Stimme wirkte so verführerisch und tief. Ich zuckte leicht zusammen, als ich sie zum ersten Mal hörte. Ich hatte allein wegen seiner Erscheinung Respekt vor ihm.
„Wieso kämpfst du gegen Cam? Nur wegen Tedren? Das ist es nicht wert. Tedren kämpft aus den falschen Gründen. Cam hat ihm nie etwas getan.“ Ich kam lieber gleich zur Sache. Miron schien kein Zwerg zu sein, der viel Ge-duld hatte. Und ich wollte es schnell hinter mich bringen.
„Darum geht es also?“ Miron seufzte. „Willst du mich auf eure Seite ziehen?“ Ich war geschockt, dass er mich so schnell durch-schaut hatte. Er schien ziemlich klug zu sein.
„Ich möchte vor allem wissen, wieso du dich auf Tedrens Seite stellst.“
„Es geht dich zwar nichts an, aber egal. Dann spiel ich dein Spiel eben mit. Es ist nicht nur wegen Tedren. Cam und mein Vater sind verfeindet“, erklärte er mir vollkommen ernst.
Ungläubig starrte ich ihn an. „Da hab ich aber was anderes gehört. Dein Vater und Cam haben auf ein und derselben Seite gekämpft. Gegen Ronar und Majenna. Hat dir dein Vater das nicht erzählt?“ Das konnte ich kaum glauben.
„Als ich klein war, redete mein Vater mit mir nicht viel über solche Dinge“, erklärte Miron mir. „Aber es geht auch nicht um diesen Krieg. Hat dir noch keiner erzählt, dass kurz vor der Pest die Sterne und die Zwerge gegeneinander gekämpft haben? Und was meinst du wohl, auf welcher Seite Cam gekämpft hat?“
„Das ist mir wirklich neu. Davon hab ich noch nie etwas gehört.“ Ich war ziemlich verwirrt. Wieso hatte Cam mir das nicht erzählt oder wenigstens seiner Tochter?
„Kann ich mir denken. Cam hat die ganze Sache ziemlich geheim gehalten. Soweit das ging. Aber die Sterne verschwanden dann ja auch und die Zwerge zogen sich zurück. Und sonst ist kaum noch Jemand da, der das damals erlebt hat.“
„Aber du bist noch da“, stellte ich das Of-fensichtliche noch mal klar.
„Ja“, stimmte er mir zu. „Und meine Schwester auch. Man hat uns bei Mathilda und Steffen abgeladen.“
„Oh!“ Das war mir ebenso neu. „Aber du bist doch der Zwergenkönig. Hat dann das Zwergenreich momentan keinen König?“
„Na ja, momentan ist ein Stellvertreter da. Aber ja, das ist schon ziemlich bitter gewesen. Die Zwerge hatten jedenfalls in diesem Kampf schlechte Karten, weil Cam sich auf die Seite der Sterne gestellt hat und somit auch fast alle Elfen, außer Steffen und Mathilda.“
„Aber Cam hat erzählt, dass er Mathilda immer unterstützt hat“, fiel mir dann wieder ein.
„Hat er auch sonst, aber in dieser einen Angelegenheit eben nicht. Cam und Mathilda haben sich deswegen ja auch nicht verkracht, aber mein Vater hat danach nie wieder mit ihm geredet. Er ist sehr eigen“, stellte Miron richtig.
„Aber Cam ist deswegen kein schlechter Elf. Er hat eben auf der Seite seiner langjähri-gen Freunde gekämpft. Das hättest du doch auch getan, oder? Das ist noch lange kein Grund ihn zu töten.“ Ich verstand nicht wieso er sich deswegen gegen Cameron stellte. Das war doch ein blöder Grund.
„Mag sein“, gab er mir Recht. „Aber da ist ja auch noch Tedren.“
„Miron, Tedren kämpft aus den falschen Gründen. Corentin und Lilien lieben sich. Cam ist nicht schuld daran, dass sie sich ineinander verliebten. Höchstens, dass es möglich war, dass sie zusammen sein konnten.“ Frustriert sah ich ihn an. Wie konnte er das unterstützen? Er wirkte doch wirklich ziemlich clever.
„Mir hat er erzählt, er hasse Cam, weil der sein Schwägerin Laja getötet hätte“, wandte Miron nun ein.
„Was? Aber Tiljan hat mir erzählt, dass Laja lebt. Tiljan meinte, dass er und Cam zu der Zeit gar nicht da waren.“ Ich konnte nicht glauben, was ich da hörte. Das konnte nicht sein.
„Wie kannst du dir so sicher sein bei dem was er tut und nicht tut?“, wollte Miron be-rechtigter Weise wissen.
Ich schwieg und kaute bedrückt auf meiner Unterlippe.
„Hör zu, ich hege keinen Groll gegen dich oder die Anderen. Nicht mal wirklich wegen Cam. Eigentlich bin ich nur hier, weil mein Schwager Thies mich darum gebeten hat Ted-ren zu unterstützen. Ich weiß auch nicht mehr, ob das alles stimmt, was Tedren mir da aufti-schen wollte. Aber eigentlich hab ich ihm nie wirklich getraut. Mein Schwager Thies dagegen vergöttert seinen Onkel und meine Schwester Corla liebt Thies über alles. Nur deswegen bin ich hier. Und vielleicht auch, weil ich Cam einen kleinen Dämpfer versetz-ten wollte. Aber jetzt sehe ich keinen Grund mehr dazu, völlig unnötig mein Volk zu ge-fährden. Ich mache dir also folgendes Angebot: Ich ziehe mich zurück und kämpfe gegen keinen von euch und für keinen von euch.“ Er sah mich aus ernsten grauen Augen an. Den-noch sah ich auch etwas Schalk darin. Miron war eine Person, die ernst sein konnte und dennoch merkte ich, dass er das Leben doch recht leicht nahm. Vermutlich musste er das auch um all seine Lasten tragen zu können.
„Das ist sehr großzügig von dir, Miron“, bedankte ich mich. „Ich kann gar nicht genug danken.“
„Brauchst du nicht. Ich mag dich irgend-wie. Dich und deinen flatternden Freund da hinten.“
„Oh!“ Ich drehte mich zu Leinar um, sah ihn aber nicht, und fragte mich, wie Miron das heraus bekommen hatte. „Tut mir leid, ich hab mich nicht an unsere Abmachung gehalten.“ Zerknirscht sah ich ihn an.
„Ach was“, winkte Miron lässig ab. „Du wärst leichtsinnig gewesen, allein zu kommen.“
„Danke für dein Verständnis.“ Ich war sehr erleichtert.
„Gern.“ Er lächelte und wirkte richtig sym-pathisch auf mich. „Dann zieh ich mal Leine.“
„Warte! Eigentlich hab ich noch ein paar Fragen an dich“, hielt ich ihn auf.
„Nicht hier und nicht jetzt. Wenn Tedren meine Abwesenheit bemerkt, sollten du und dein flatternder Freund außer Reichweite sein. Wenn du das hier überlebst, komm mich doch besuchen. Dann werde ich dir jede Frage be-antworten, die du hast“, bot er mir großzügig an.
„Gerne. Ich weiß nur nicht, wie ich dich finden kann“, gab ich zu Bedenken.
„Keine Sorge. Ich werde dich finden und dir eine Nachricht schicken“, versprach er mir mit einem Augenzwinkern.
„Vielen Dank, Miron.“ Oh Gott, wie oft hatte ich jetzt schon danke gesagt?
„Klar doch, aber jetzt sollte ich lieber ver-schwinden und ihr auch“, verabschiedete er sich nun. „Einen Tipp noch: Unterschätzt Tedren nicht. Felicitas ist keine große Gefahr für euch, aber Tedren ist viel mächtiger als ihr glaubt. Also viel Glück!“ Er winkte zum Ab-schied.
„Danke, dir auch.“ Ich winkte zurück.
Und dann verschwand Miron einfach so ins Nichts und Leinar und ich brachten uns schnell in Sicherheit. Ich glaube, ich hatte gerade einen neuen Freund gefunden. Ich mochte Miron. Sehr sogar.

Blogänderungen: Vorhanden und in Planung

Vielleicht sollte  ich euch mal über die Änderungen auf meinem Blog informieren.

Ich habe das Gefühl, dass mein Blog gerade erst mal wieder auf dem neusten Stand ist.

Das Lesearchiv ist fertig. Ihr könnt gerne reinschnuppern, wenn ihr mögt. Vielleicht entdeckt ihr ja was interessantes dabei.

Die Kategorien hab ich noch wieder etwas übersichtlicher gemacht.

Der Header ist vielleicht noch nicht ganz fertig, aber eigentlich gefällt er mir auch so ganz gut schon.

Das einzige was ich am Ende des Jahres noch mal überarbeiten muss sind die Lieblingscharaktere insgesamt.

Nächstes Jahr werde ich vielleich das ein oder andere noch mal ändern. Mal sehen. Vermutlich werde ich bei den Seiten keine Unterseiten mehr machen sondern Beiträge damit ihr mehr mitbekommt.

Ich glaube nicht, dass ich die Mittwochshelden weiter machen werde. Dafür fallen mir nicht genug Themen ein und es ist ja jetzt auch nicht so beliebt. Aber vielleicht mach ich was neues. Mal sehen, was mir einfällt.

Ansonsten muss ich mal sehen was ich auf meinem Blog nächstes Jahr noch so verbessern kann.

Vielleicht mache ich noch mehr mit den Covern. Das sieht immer so toll aus. Mal sehen.

 

Liebe Grüße an euch

Eure Corly

Charaktere ABC: O männlich wie Owen

Vielleicht sollte ich mich endlich mal dem männlichen O widmen. Mal sehen was ich da herzaubern kann.

Owen Morello aus One Tree Hill wäre da zum Beispiel.

Owen ist einer der Exfreunde von Brooke. Ich mochte ihn immer total gern. Er ist so lieb und so. Aber er hat auch Fehler gemacht und leider hat es nicht ganz gepasst zwischen ihm und Brooke. Aber der Schauspieler zu Owen war auch toll.

 

Auch bei Once upon a time gab es einen Owen, aber den mochte ich nicht so.