Rückblick November

Bestes Buch

Das Juwel

Das Juwel war eindeutig mein Monatshighlight. Am Anfang war ich vom Thema her skeptisch, aber schön, dass es Ash mit sich gebracht hat.

Schwächstes Buch

Oceans Rose Erfüllung

Oceans Rose 3 war ziemlich langweilig und konnte mich nicht wirklich begeistern.

Gelesene Bücher: 5
Gelesene Seiten: 1690

Huch, das schwächste Ergebnis an Seiten. Da hätte ich diesen Monat aber mehr erwartet, aber ich hatte kein absolutes Top-Buch dabei.

Fantasy:

Oceans Rose ErfüllungRückkehr ins Zombieland

Brauch ich ja nicht viel zu sagen.

Jugendbuch/Romane:

Die unwahrscheinlichkeit des GlücksInden_24172_MR1.indd

Dystopie:

Das Juwel

Beendete Reihen: 1
Fortsetzungen: 1
Einzelteil: 2
Erster Teil: 1

Leseplan:

So gut lief mein Leseplan nicht. Ich hab nur die Leserundebücher geschafft, aber das ist nicht schlimm.

Lieblingescharaktere:

männlich

Ash (Das Juwel)
Tyler (Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks)
Cole (Rückkehr ins Zombieland)
Garnet (Das Juwel)
Stephen (Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks)
Simon (Oceans Rose 3)
Jan (Anna und Anna)
Frosty (Rückkehr ins Zombieland)
Bronx (Rückkehr ins Zombieland)
Caleb (Oceans Rose 3)
Ocker (Das Juwel)

weiblich

Beaker (Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks)
Violet (Das Juwel)
Annabelle (Das Juwel)
Emma (Rückkehr ins Zombieland)
Kat (Rückkehr ins Zombieland)
Raven (Das Juwel)
Anna (Anna und Anna)
Annabelle – Anna (Anna und Anna)

Charlotte Inden – Anna und Anna

Inden_24172_MR1.indd

Ich habe ihn feste geküsst und gesagt:
„Wir haben den selben Namen, kleine Anna Bloom,
warum sollen wir uns nicht auch beide einbeinig fühlen?“

Meine Meinung:

Es ist ein süßes Buch für zwischendurch, aber eben nicht mehr. Und ich find es eher für jüngere Jugendliche geeignet, aber sicherlich können Erwachsene auch ihren Spass dran haben.

Zum größten Teil wird es in Briefform geschrieben. Die große Anna und die kleine Anna schreiben an verschiedenden Leuten oder sich selbst. Der Rest wird von der großen Anna (Also Oma Anna erzählt.)

Ich fand es dennoch recht kindlich gehalten. Obwohl die kleine Anna am Ende schon 16 war, wirkte sie oft noch viel jünger und dachte immer noch an Piraten und so ein Kram. Ich glaub das liegt daran, dass die Autorin die Geschichte anfing als Anna 11 war und es schwer ist eine Geschichte nicht kindlich zu lassen, wenn sie so kurz ist und sich auf so viele Jahre ersteckt. Nur hätte sie das Augenmark nicht so auf diese Piratensache versteift, wäre es wohl weniger kindlich rüber gekommen. Wobei das ja schon teilweise auch was hatte. Selbst die Oma wirkte oft als wäre sie in ihrer Erzählweise eher auf Annas Niveau. Besonders, wenn sie über Anna sprach. Mich störte das jetzt nicht direkt, aber weniger kindlich wäre vermutlich doch besser und überzeugender gewesen.

Auch die Sache mit Jan kam für mich zu kurz, dafür dass es sich über Jahre erstreckte. So war es ein großes Hin und Her und Jans Verhalten hätte ich gern mehr erklärt gehabt und auch dass er Anna dann gar nicht mehr schrieb. Da fehlte mir irgendwie was. Irgendwie passte das mit diesen Tussis auch gar nicht zu ihm. Aber sonst mochte ich ihn.

Das Hauptthema war aber die Beziehung zu der Oma Anna und der Enkelin Anna und die war ja schon ziemlich eng. Ich fand sie ganz süß, aber teilweise auch etwas mehrkwürdig.

Wie gesagt, was süßes für zwischendurch, aber nach Elfenschwestern hatte ich etwas mehr erwartet.

Bewertung: 4/5 Punkten

Staffel 6: Folge 21 – 23 mit Staffelfinale

So, die sechste Staffel von One Tree Hill hab ich auch endlich mal beendet und das waren ja mal drei richtig tolle Folgen.

Vor allem hab ich mit Julian und Brooke mitgefiebert. Die sind beide so klasse und haben es wirklich verdient.  Und sie haben es sich ja auch wirklich nicht leicht gemacht. Aber so süß die beiden.

Und dass Victoria noch mal Einsicht kriegt hätte ich auch nicht gedacht. Das war ja richtig cool mit ihr am Ende.

Wie schön, dass Nathan in der MBA ist. Er hat es sich verdient. Ich hab da echt mit ihm mitgeleidet. Aber wie schön, dass Hailey es immer wieder schafft ihn aufzumuntern.

Mouth und Millie waren aber auch sehr süß. Schön, dass sie jetzt wieder zusammen sein können. Aber auch schön war das mit Skills und der Lehrerin. Die passen gut zusammen.

Und dann sind da natürlich noch Payton und Lucas. Das war auch alles ziemlich krass. Was wäre One Tree Hill ohne ein Drama im Staffelfinale? Lucas und Payton sind jetzt also Eltern. Aber irgendwie sollen sie ja in der 7. Staffel nicht mehr dabei sein. Aber was hab ich vor allem mit Lucas mitgefiebert, dass alles gut war. Er war so traurig.

Aber die Hochzeit war trotzdem wunderschön und da ist ja auch wieder einiges passiert. Ich fand die da alle so süß. Süß war auch wie die Lehrerin mit Jamie unter einer Decke steckte.

Und dann sind da noch Mia und Chase. Die sind auch einfach nur super süß zusammen. Die passen einfach so gut zusammen. Unglaublich wie lange Mia jetzt schon dabei ist, aber ich glaub sie bleibt uns in der 7. Staffel auch nicht erhalten.

Und Dan war ja auch wieder ziemlich krass drauf. Schön war auch, dass Whity und Karen noch mal da waren.

Hach, war das ne tolle 6. Staffel mit einigen Highlights. Auch wenn ich lange dafür gebraucht hab. Aber in one Tree Hill fühl ich mich immer wieder wohl. Ich liebe diese Serie.

Abschlussfragerunde: Die Zauberfeen

Hier kommt die Abschlussfragerunde zu den Fragen, den ich anderen Testlesern auch schon gestellt habe. Ich hab da eine Übersicht wo ich das notiere. Wäre schön, wenn alle, die hier auf dem Blog das gelesen haben, das beantworten könnten.

  1. ) Habt ihr Lieblinge und wer sind sie? Wen mögt ihr am liebsten? Wer konnte euch besonders begeistern?
  2. ) Wen mochtet ihr nicht so? Wen fandet ihr unsympatisch? Wer ging eurer Meinung nach gar nicht?
  3. ) Welche Ideen fandet ihr am besten?
  4. ) Welche Namen mögt ihr am liebsten aus der Geschichte?
  5. ) Was mochtet ihr nicht so an meiner Geschichte? Was konnte euch nicht überzeugen?
  6. ) Was für eine Bewertung würdet ihr dem Buch geben? (wo 5 Punkte das beste sind und 1 das schwächste)?

Und hier kommen noch ein paar Fragen, die ich pro Abschnitt immer so stelle:

1.) Was sagt ihr eigentlich zu der Sache mit den Tagmeidern?
2.) Wie fandet ihr das letzte Kapitel bzw. das Ende?
3.) Hattet ihr Spass am Lesen?4.) Würdet ihr weiter lesen wollen?
5.) Was sagt ihr zu Tedren?
6.) Ging das mit Leinar und Mianna zu schnell?
7.) Gibt es doch noch irgendwelche Unklarheiten, etwas das nicht zusammen passt oder etwas, dass ihr nicht verstanden habt?
8.) Wie findet ihr Miron und wie stellt ihr euch ihn vor?

Ich denke das reicht. Vielen Dank fürs Lesen meiner Geschichte und Beantworten der Fragen.

Eure Corly

Kapitel 71 Das Königsfest

Passend zum ersten Advent hab ich das Ende vom ersten Teil für euch. Wie gesagt werde ich den zweiten Teil aber erst mal nicht posten.

Könige regieren seit langem unsere Welt.
Es gibt gute und schlechte Könige.
Linnie und Lunar
lebten lange zurück gezogen.
Doch jetzt sind sie wieder da
und mischen sich unters Volk.
Das wollen wir feiern mit dem Königsfest.

Lasst das Fest beginnen!

Es war ein sonniger Samstagmorgen an dem das Königsfest begann. Alle warfen sich richtig in Schale. Ich wählte ein hellblaues, kurzes, feines Kleid mit einem etwas weiteren Rock daran. Meine Haut ließ ich im Sternenglanz schimmern. Leinar zu Liebe verzichtete ich auf Schuhe. Meine Haare hatte ich mir mit Leinars Hilfe stylen lassen. Es war glatt und fiel mir sanft über den Rücken. Das war besser als jeder Friseur es hinbekommen hätte. Tausend kleine hellblaue Perlen zierten es und mein Pony wurde mit einer kleinen schwarzen Spange zurückgesteckt. Meine Augen schminkte ich passend dazu in einem sanften blau, meine Lippen leicht rosa. Leinar fand, dass ich aussah, wie eine dieser griechischen Gottheiten. Ich war geschmeichelt, fand aber, dass er doch etwas übertrieb.
Er war ganz in weiß gekleidet, was ihm ausgezeichnet stand. Die Hose wirkte elegant und war eng geschnitten. Dazu trug er eine modische Tunika. Er meinte das würde besser zu meiner Göttinnen Ausstrahlung passen. Seine Haare waren stylisch kreuz und quer frisiert und seine dunklen Augen glänzten er-freut.
Das Königsfest sollte zwei Tage lang dau-ern. Am ersten Tag wurde verkündet, dass meine Eltern zurückgekommen waren und wir feierten das. Als hätten das noch nicht alle mitbekommen. Am zweiten Tag fand das Ritterturnier statt.

Als wir in das Hauptgebäude des Schlosses kamen, stand überraschender Weise Miron vor mir. Er trug einen blauen Anzug mit rotem Hemd und sah verdammt schick aus.
„Was tust du denn hier?“, erkundigte ich mich bei ihm. Ich konnte kaum glauben, dass er vor mir stand.
„Ich hab doch versprochen, ich würde dich finden. Außerdem werde ich hier ab nächster Woche als Lehrer anfangen. Ich werde unter anderem Cams Unterricht übernehmen. Da-runter fällt dann auch dein privater Teil“, er-zählte er stolz. „Carlina hat mir den Job angeboten.“
„Oh, wow! Das sind ja tolle Neuigkeiten. Dann bin ich sehr gespannt auf deinen Unterricht“, freute ich mich aufrichtig. Sophann würde begeistert sein. Am besten ich erzählte ihr erst mal noch nichts davon.
„Und ich erst. Also wir sehen uns.“ Miron verschwand wieder so schnell wie er gekom-men war.
„Leinar?“, erkundigte sich plötzlich eine Frauenstimme hinter uns. Wir drehten uns zusammen um und Leinars Augen weiteten sich. „Mum?“
„Oh Leinar!“, rief sie aus und die beiden warfen sich in die Arme. Das war also Leinars Mutter. Sie sah ihm nicht ähnlich. Sie war fast so klein wie Miron und hatte kurzes blondes Stoppelhaar, blaue Augen und wirkte sehr kräftig. Aber sie wirkte auch freundlich. Sie sah auch ihrer Schwester Sena und ihrer Mut-ter Carlina nicht wirklich ähnlich. Sie war einfach anders.
„Oh Mann, es ist so lange her und ich hab dich so vermisst. Und wieso hast du mir eigentlich nie erzählt, dass Oma noch lebt?“, plapperte Leinar ohne Punkt und Komma drauf los. So kannte ich ihn gar nicht. Vermutlich war er einfach nervös.
„Weil ich es selbst nicht wusste, bevor ich hierher kam“, erklärte Keena ihrem Sohn. „Ich denke nach dem Fest sollten wir uns unterhalten, und zwar dringend. Aber jetzt lasst uns erst mal das Fest genießen.“
„Ok“, nickte Leinar. Aber er wirkte als würde er am liebsten jetzt schon alles wissen wollen. Das konnte ich nachvollziehen.
Dann fiel ihr Blick auf mich und sie fragte Leinar: „Wer ist denn die reizende Dame an deiner Seite?“
„Oh, das ist Mia, meine Freundin“, stellte er mich vor und wirkte ziemlich verlegen. In so eine Situation kam er sicherlich selten, was seltsam genug war bei seiner Ausstrahlung.
„Es freut mich sehr dich kennen zu lernen.“ Keena reichte freundlich mir die Hand.
„Es freut mich auch Sie kennen zu lernen.“, versicherte ich ihr schnell. Ich war selbst etwas verlegen.
„Jetzt lasst uns aber wirklich erst mal zum Fest gehen“, schlug sie vor und wandte sich Richtung Ausgang. Wir folgten ihr.

Der Schlossgarten war so wunderschön für das Fest dekoriert worden. Die Blumen und Bäume wirkten teilweise fast wie fliegende Blütenblätter. So einige Lichterketten hingen um die zahlreichen Bäume verteilt und eine Ecke sah aus wie ein riesiger Märchenwald mit teilweise richtigen Statuen aus der Mär-chenwelt. Sie standen etwas versteckt unter den Bäumen.
In der Mitte um den See standen viele Bänke und ein großer langer Tisch. Um den See lagen außerdem viele, vereinzelte blaue Ro-senblätter. Es wirkte einfach traumhaft schön.
„Du passt genau in diese Märchenland-schaft“, flüsterte Leinar mir zu. Er hatte seine Hände mit meinen verschränkt. Ich schenkte ihm mein schönstes Lächeln und war glücklich
Der Himmel war so verzaubert, dass über dem Garten die Sonne unterging. Dabei war es gerade erst Morgen. So wirkte der Park irgendwie noch magischer. In einem Teil des Märchenwaldes war allerdings schon tiefe Nacht und der Mond schien darüber. Das war sicherlich für Leute wie Antonia, die nur nachts auf sein konnten. In einer Ecke leuchte-ten viele, bunte Regenbögen. In fast jedem Winkel spielten Feen leise Harfenmusik. Ich sah mich neugierig nach allen Seiten um. Ich fühlte mich tatsächlich als sei ich in einem Märchen gefangen. Aber in einem schönen Märchen. Vielleicht Cinderella oder Dornröschen.
Natürlich befanden sich viele Feen in dem Garten und die unterhielten sich miteinander. Viele hatten sich lange nicht mehr gesehen. Trotzdem war es relativ leise. Man hörte die flüsternden Stimmchen kaum.
Ich sah mich um und entdeckte Zac, Sophann, Emma, Kenian, Leonie und Nelson in einer Ecke. Sophann und Emma hatten sich beide selbst übertroffen. Sophann trug ein vio-lettes wunderschönes Etuikleid und ihre Haare waren so kunstvoll hochgesteckt, dass es wirk-te, als wären ihre Haare einfach immer so. Kleine violette Perlen steckten darin und ihre Augen waren sehr kräftig violett geschminkt. Aber es sah schön aus und nicht aufdringlich. Emma trug ein silbernes Glitzerkleid zu ihrer gebräunten Haut. Ihre Augenbrauen waren blau geschminkt und ihre Haare fielen ihr in sanften Wellen über den Rücken. Leonie wirk-te zwar auch wirklich hübsch in ihrem weißen schlichten Kleid, aber sie wirkte fast ein wenig unscheinbar gegenüber Sophann und Emma. Sie hatte ihre rotblonden Haare kunstvoll ge-flochten und trug silberne, lange Ohrringe. Ihre Frisur sah wirklich bezaubernd aus. Nel-son schien sie öfter anzustarren.
„Noch mehr schöne Gottheiten“, flüsterte Leinar mir leise zu als wir auf sie zugingen.
„Hey“, warnte ich ihn lachen. „Komm ja nicht auf falsche Gedanken.
„Ich doch nicht.“ Er sah mich mit seinem unschuldigsten Hundeblick an und ich musste wieder lachen.
Auch die Jungs waren nett anzusehen. So-gar mehr als nett. Kenian trug ein dunkelgrü-nes Hemd und eine dunkle Hose. Seine blon-den kurzen Haare hatte er nach hinten ge-kämmt und sein Pony fiel ihm sexy in die Au-gen. Er wirkte gar nicht wirklich wie ein Prinz oder so was.
Zac wirkte in seinem Shia LaBeauf – Look ziemlich lässig und cool. Er trug ein kurzes oranges Hemd und eine blaue Hose. Er sah wirklich gut aus.
Nelson sah süß aus mit seiner schwarzen Cordhose und dem blauen Hemd. Seine Augen wirkten irgendwie riesig. Manchmal schien er ein zu groß gewordener Zwerg zu sein mit seinem überaus kantigen Gesicht. Aber er war ein sehr gut aussehender Zwerg.
Leinar und ich stellten also zu unseren Freunden.
„Hey, ihr seht super aus“, lobte ich sie lä-chelnd.
„Ihr aber auch“, gab Sophann uns das Kompliment zurück. „Wenn Leinar seine Hände im Spiel hat, sehen deine Haare immer traumhaft aus.
„Ach, und sonst nicht?“ Ich sah sie gespielt beleidigt an. Sie lachte nur, ließ meine Frage aber unkommentiert.
„Seid ihr schon lange hier?“, fragte ich sie schließlich.
„Ne, nicht wirklich. Ein bisschen“, antwor-tete Emma. „Aber zumindest lange genug um die ganzen Schönheiten hier zu bewundern.“
„Ich hoffe du meinst mit Schönheiten deine Freunde?“, fragte Kenian und musterte sie streng.
„Als könnte an dich einer von denen ran-kommen“, lachte Emma nur worauf Sophann die Augen verdrehte.
„Gleich ist Lunars große Ansprache. Darauf sind wir schon ganz gespannt“, bemerkte Zac lächelnd um das Thema zu wechseln bevor Sophann erläutern konnte wen sie denn besonders attraktiv von den ganzen Herren fand. Das tat sie nämlich ausgesprochen gern. Egal, ob Zac in der Nähe war oder nicht.
In dem Moment wurden wir sowieso alle abgelenkt, denn es ertönte auch schon die Stimme meines Vaters über den Schlossgarten hinweg. Sie klang tief und fest und wie aus einem Mikrophon, doch selbst aus dieser Ent-fernung konnte ich erkennen, dass er keines in seiner Hand hatte. Das musste Magie sein. Dieser Ort bebte ja auch geradezu vor Magie.
„Meine lieben Gäste! Linnie und ich freuen uns so, euch hier begrüßen zu dürfen. Wir lebten lange einsam und versteckt, aber jetzt sind wir wieder da. Wir wollen unser König-reich gerecht regieren und natürlich möchten wir unsere wunderbare Tochter Mia in ihrem Leben begleiten. Nach dem Fest kehren wir zurück nach Raubit und werden dort sicherlich alte Verwandte und Bekannte treffen. Wir freuen uns darauf, aber nun lasst uns erst mal ordentlich feiern.“
Mir war ja klar gewesen, dass meine Eltern nicht hier an der Schule bleiben würden, aber ich war trotzdem traurig, dass sie gehen muss-ten. Wir hatten doch so viel nachzuholen.
Leinar spürte meine plötzliche Stimmungs-schwankung und drückte tröstend meine Hand. Ich war so froh, dass ich hier Freunde hatte, und ganz besonders, dass Leinar an meiner Seite war.
Das Fest war mit viel Musik, Tanz und gu-ter Laune verbunden und ich liebte es. Wir feierten den ganzen Abend und die ganze Nacht über. Leinar und ich hatten viel Spaß mit unseren Freunden und so ausgelassen wa-ren wir wohl beide noch nie gewesen.
Irgendwann wurde es ganz dunkel, der Mond schien hell am Himmel und einige Bäume und Blumen leuchteten auch ohne Lichterketten. Dazu spendeten aber auch die Lichterketten an den Bäumen sanftes Licht.
Das Fest war ein voller Erfolg und nach Jahren noch in aller Munde. Meine Eltern und die Schule hatte es denkwürdig gestaltet und die vielen fremden Elfen und Sterne hier lieb-ten es. Später erzählte man sich, dass die Mu-sik bis zu dem Lebenssee zu hören gewesen war und der Märchenwald wirklich ein Mär-chenwald gewesen wäre und manche sogar Rapunzel oder andere Märchengestalten gese-hen hätten. Wir glaubten nicht alles was über das Fest erzählt wurde, aber wir liebten es trotzdem. Wir feierten aber nicht nur die Wie-derkehr des Königspaars sondern auch den verhinderten Angriff auf den Lebenssee. Gleichzeitig trauerten wir um die Gefallenen. Außer Alexis mussten noch einige Wächter von uns gehen. Ein paar Tage nach dem Fest fertigte der erste Bildhauer bereits eine Ge-denktafel für sie an.

Am zweiten Tag des Festes fand das Ritter-turnier statt. Mir gefiel es zwar nicht, dass Leinar mitkämpfte, aber er kämpfte wirklich gut. Das musste ich zugeben. Zuerst gegen Zac. Zac war ebenfalls gut. Die Regeln besag-ten, dass sie ohne magische Fähigkeiten kämp-fen sollten und so attackierten sie sich gegen-seitig. Leinar lag das Schwert leicht in der Hand. Er drehte und wendete es mit einer Schnelligkeit, die ich an ihm gar nicht erwartet hätte. Voll konzentriert griff er Zac immer wieder an, landete einen Treffer nach dem anderen und drängte ihn zurück. Er selbst wurde kaum verletzt und so hatte er schnell gewonnen.
Nach Leinar und Zacs Kampf kämpften noch einige weitere ältere Schüler und so musste Leinar als zweites gegen Kenian antre-ten. Er war zwar später in die Schule gekom-men, durfte aber noch mitmachen. Eigentlich wäre er schon in einer höheren Klasse, wenn Carlina ihn gelassen hätte. Kenian kämpfte auch gut. Seine Kampftechnik war wirklich beeindruckend und selbst er musste einiges einstecken durch Leinars energischen Kampf. Dieser Kampf war schneller und genauer als der von ihm und Zac. Kenian wusste besser als Zac wie er Leinar austricksen konnte und war geübter. Mich würde es nicht wundern, wenn er auch mit Emma zusammen trainierte. Emma war da bestimmt hartnäckig. Leinar konnte Kenian aber immerhin knapp besiegen was mich wirklich beeindruckte.
Der dritte Kampf war noch härter und stär-ker mit einem Schüler aus der Abschlussklasse. Mir wurde angst und bange wie Leinar gegen ihn kämpfte. Ich spürte, dass er zunehmend erschöpfter wurde, aber er gab nicht auf.
Seinen letzten Kampf kämpfte er gegen ei-nen braunhaarigen großen Jungen, der or-dentlich Muskeln hatte. Sein Name war Andy. Die Schwerter prallten aufeinander und sie umkreisten sich fast raubtierhaft. Die Span-nung unter den Zuschauern stieg, während die beiden Jungs erbittert versuchten die Ober-hand über den Anderen zu gewinnen. Leinar war immer noch so außergewöhnlich schnell, dass mir fast beim Zusehen schon schlecht davon wurde. Ich war mit meinen Eltern in der Königsloge und hatte den besten Überblick über die Kämpfe. Ich zuckte jedes Mal zu-sammen, wenn Leinar fast getroffen wurde oder zurücktaumelte. Und dann traf Andy ihn am Arm und fügte ihm einen Schnitt zu. Lein-ar fiel erschöpft zu Boden. Er wurde letztend-lich Fünfter.
Richtig spannend wurde aber der End-kampf zwischen zwei Schülern aus der Ab-schlussklasse. Luke und John hießen sie. Sie waren so unglaublich schnell und kämpften so lange, dass schon die Sonne unterging bis eine Entscheidung fiel. Die ganze Zeit waren sie sich ebenbürtig, aber dann wurde Luke abge-lenkt und John traf ihn mit seinem Schwert leicht am Bein. Also ging John als Sieger des Turniers hervor. Lady Meisold überreichte ihm einen goldenen Pokal, der einen Ritter darstellte. John hob ihn hoch und zeigte ihn stolz der Menge.
Den ganzen Tag über hatte ich die Loge nicht verlassen. Wir bekamen immer wieder Wasser zum Trinken, aber gegessen hatte ich nichts. Leinar war zu mir in die Loge gekom-men nachdem er den Kampf verloren hatte. Er war ein bisschen traurig, weil er nicht Erster geworden war, aber er war trotzdem stolz auf sich. Er wusste selbst, dass er weder gegen John noch gegen Luke je eine Chance gehabt hätte.
Leinar und ich verließen das Fest am zwei-ten Tag früher. Wir waren beide erschöpft, verbrachten den restlichen Tag im Bett und genossen den Mondschein, der durchs Fenster fiel. Erst am nächsten Tag feierten wir Leinars Turnierplatz. In ein paar Tagen würde der All-tag wieder einkehren, aber jetzt genossen wir erst mal wieder unsere Zweisamkeit. Dass ich Leinar kennen lernte, war das Beste, was mir je passiert war. So glücklich war ich noch nie. Mit ihm würde es mir sicher nie langweilig werden. Lächelnd erinnerte ich mich an den stillen Jungen, den ich im Zug kennen gelernt hatte. Leinar ist auf jeden Fall schon etwas geselliger geworden. Ich nahm mir vor, ihn mehr unter die Leute zu bringen. Jeder Tag war so schön mit ihm.
Ich vermisste natürlich auch meine Adopti-veltern. Sobald ich durfte, würde ich sie besu-chen. Vielleicht war Leinar ja bereit mich zu begleiten. Ich fände es schön, wenn er sie kennen lernen würde. Doch das würde ihn sicherlich auch nervös machen.
Dieses Abenteuer vom Lebenssee ist jetzt zu Ende, aber es werden sicherlich noch einige andere kommen. Tedren war noch nicht be-siegt. Was würde uns wohl noch erwarten?

– Ende –

Kapitel 70 Endlich zu Hause

Leinar

Ich war so froh, dass wir die Ereignisse am Lebenssee heil überstanden hatten. Allen ging es gut. Zumindest allen, die mir etwas bedeuteten. Ich genoss die Einsamkeit in unserer Suite. Früher hatte ich sie verflucht. Heute genoss ich sie. Ich liebe die Zeit, die ich mit Mianna zusammen verbrachte, aber ein wenig allein zu sein war auch wirklich schön. So konnte ich endlich mal in Ruhe darüber nachdenken was in den letzten zwei Wochen eigentlich alles passiert war. Unglaublich, dass Mianna und ich gerade mal weniger als zwei Wochen zusammen waren. Mir kam es schon viel länger vor. Wie eine Ewigkeit. Sie wirkte schon so vertraut. Ging das eigentlich alles zu schnell? Ich hatte keinen Vergleich zu einer anderen Beziehung. Daher wusste ich es nicht. Ich mochte es jedenfalls so.
In den zwei Wochen war auf jeden Fall ei-niges passiert. Ich hatte mich doch sehr verän-dert und war nicht mehr ganz so ein Einzelgänger. Ich hatte tatsächlich ein paar Freunde gefunden und wir hatten die Welt vor Tedren gerettet. Oder besser gesagt Cameron vor Tedren. Ich wusste nicht, dass in zwei Wochen so viel geschehen konnte.
Doch Tedren war noch nicht besiegt. Ich fragte mich, was noch alles auf uns zukommen würde. Egal, was es war: Ich musste Mianna auf jeden Fall beschützen. Ich durfte sie auf gar keinen Fall verlieren. Mit ihr eröffnete sich für mich eine ganz neue Welt.

Kapitel 69 Rückkehr ins Schloss

Kein schöner Land in dieser Zeit,
als hier das unsre weit und breit,

Kein schöner Land
Anton Wilhelm von Zuccalmaglio –
deutsches Volkslied

Ihr seid zurück?“, freute sich Linnie, sprang von ihrem Stuhl auf und nahm mich fest in ihre Arme. Ihre Augen leuchteten strahlend. „Gott sei Dank. Ich hab mir solche Sorgen um euch gemacht.“
„Brauchtest du gar nicht. Mia war großar-tig. Sie hat mir das Leben gerettet.“ Tiljan überschüttete mich geradezu mit Lob. Ich wurde sehr verlegen und befreite mich aus Linnies Umarmung. Ich stellte mich zu Leinar. Da fühlte ich mich immer noch am Wohlsten. Er schenkte mir ein aufmunterndes Lächeln.
„Das freut uns zu hören“, erklärte Lunar und klang stolz. Ich lächelte ihn an. Ich fühlte mich trotz allem immer noch unsicher in der Nähe meiner Eltern. Leinar schien das zu spü-ren und nahm meine Hand in seine. Dafür war ich ihm sehr dankbar.
„Wo sind Tedren und Feena?“, wollte Lu-nar nun verwirrt wissen. Er sah sich um als würde er erwarten, dass sie jeden Moment zu uns in die Höhle kämen.
„Tedren ist verschwunden nachdem er Feena in Eis verwandelt hat. Ihr Körper ist verloren, aber ihre Seele ist noch da“, erzählte Tiljan nicht ohne Bitterkeit in der Stimme.
„Das sind schlimme Neuigkeiten. Es wird wohl viele Jahre dauern bis sie wieder kommt“, überlegte Lunar nun und klang sehr besorgt.
„Ja Vermutlich. Aber das können wir nicht mit Sicherheit sagen. So etwas ist noch nie passiert“, stimmte Tiljan meinen Vater mehr oder weniger zu und wechselte dann das Thema. „Wie ist es euch denn ergangen? Wo sind Felicitas und Alexis?“
„Felicitas wurde gefangen genommen. Sie ist unten. Du weißt schon wo. Dort wird sie wohl auch erst mal bleiben. Alexis ist tot.“
Das mit Alexis waren schlimme Neuigkeiten. Aber wo bitte war unten? Sprachen sie von einem Gefängnis? Immerhin würde sie uns nicht mehr gefährlich werden. Das war das Wichtigste.
Nun schluchzte Fiann Nike bitterlich. Kenian und Nelson trösteten sie liebevoll. Es war bestimmt schwer für sie Alexis Verlust zu akzeptieren. Er war so lange an ihrer Seite gewesen und der Älteste der drei Brüder.
„Das tut mir sehr leid, Fiann Nike. Wie ist das passiert?“, fragte Tiljan sanft. Auch er schien sich vorstellen zu können wie sehr Fiann Nike das traf.
Statt Fiann Nike antwortete ihm Kenian. „Mein Bruder wurde mit dem schlimmsten Fluch belegt, den es in unserer Welt gibt. Kurz danach konnten wir Felicitas gefangen neh-men.“
„Das ist schlimm“, fand Tiljan bestürzt. Er sah richtig entsetzt aus. Während Kenian sich für Tiljans Worte Anteilnahme bedankte, fragte ich mich, was wohl der schlimmste Fluch unserer Welt war. Ich hatte nicht die geringste Vorstellung davon.
„Wird Tedren zu den Zwergen gehen?“, wollte Kenian nun wissen.
„Ich glaub nicht. Miron hat nicht mit ihm zusammen gekämpft. Ich denke er ist kein Verbündeter mehr von Tedren“, antwortete Lunar und klang ziemlich sicher.
„Aber Miron lebt nicht in der Zwergenwelt. Ein anderer übernimmt in seiner Abwesenheit seinen Königsposten. Ich weiß nicht, wer es ist. Aber was ist, wenn Tedren sich an den wendet?“, merkte ich an.
„Kann ich mir nicht vorstellen. Das wäre zu riskant“, gab Lunar zu bedenken, erläuterte das aber nicht weiter.
„Wir sollten langsam zurückkehren“, unter-brach Linnie uns. „Wir haben hier alles erledigt.“ Offenbar fühlte sie sich unwohl an diesem Ort. Ich verstand sie gut. Obwohl der See wunderschön war, waren hier doch schreckliche Dinge passiert.
„Dad, eigentlich wollten wir ja mit euch kommen, aber jetzt fehlen zu viele Wächter und die Schutzzauber müssen erneuert und verstärkt werden“, wandte sich Lilien traurig an ihren Vater.
„Ich weiß, und deswegen habe ich beschlossen, bei euch zu bleiben. Ins Schloss könnte Tedren jederzeit kommen, aber hier wird er wohl eher nicht wieder auftauchen“, verkündete Cameron.
Was? Cameron würde nicht mit ins Schloss kommen?
„Bist du dir auch wirklich sicher, dass du das möchtest?“, hakte Lilien nach. Offenbar wusste sie wie viel ihrem Vater die Schule bedeutete.
„Ja, bin ich“, antwortete er fest. Er blieb nicht wegen Tedren sondern wegen seiner Tochter. So viel war klar. Ich verstand das, aber trotzdem wünschte ich, er würde mit-kommen. Cameron war mir inzwischen ver-trauter als mein eigener leiblicher Vater.
„Aber was ist mit deinem ganzen Unterricht?“, platzte ich heraus. Ich wusste schon, dass ich ihn nicht umstimmen konnte, aber ich musste es wenigstens versuchen. Jetzt kam er zu mir und sah mich entschuldigend an.
„Mia, du hast hier richtig Großartiges geleistet. Den Unterricht wird Tiljan sicher übernehmen. Ist es nicht so, Till?“ Nun wandte er sich an seinen alten Freund.
„Allerdings.“ Tiljan schien sich sehr darüber zu freuen. Ich spürte die Vertrautheit zwischen den beiden überdeutlich. Ich freute mich auch Unterricht bei Tiljan zu haben, aber Cam würde mir eben fehlen.
„Ich werde ab und zu Kontakt zu dir auf-nehmen“, versprach Cameron. Er schien zu merken, dass ich nicht ganz glücklich mit seiner Entscheidung war.
„Okay“, nickte ich, aber wir wussten beide, dass das nicht dasselbe war. Die Gespräche mit Cameron waren einzigartig gewesen.
„Ich werde auch hier bleiben“, verkündete Fiann Nike plötzlich. „Es fehlen Wächter und ich möchte eine Lücke füllen.“
„Aber Mutter!“, rief Nelson schockiert. „Was ist denn dann mit Kenian und mir?“
„Das ist schon alles geregelt. Als wir auf die Übrigen warteten, hab ich zu Carlina Kontakt aufgenommen.“
Die Jungs sahen unglücklich aus und ich konnte sie verstehen. Offenbar waren sie dort ja nicht erwünscht. Außerdem hatten sie schon ihren Bruder verloren. Sie wollten nicht auch noch ihre Mutter verlieren. Aber sie beschwer-ten sich nicht.
Zurück reisten also nur meine Eltern, Keni-an und Nelson, Leinar und ich, Renn, Corly und Lim. Wir verabschiedeten uns mit Umarmungen von unseren Freunden, fassten uns an die Hände und dachten ganz fest an das magi-sche Schloss. Wir landeten sanft auf dem Schlossgelände vorm Schlossgarten, ließen unsere Hände los und Tiljan grinste uns fröh-lich an. „Endlich! Ich schlage euch vor: Ruht euch aus und trefft eure Freunde oder so was in der Art. Ich werde Carlina berichten, was passiert ist. Kenian und Nelson, würdet ihr mich begleiten?“
Die Jungs nickten und Tiljan verschwand mit ihnen. Auch Corly, Renn und Lim verab-schiedeten sich von uns, nachdem Renn Linnie umarmt hatte.
„Du musst ihn irgendwann mal richtig kennen lernen“, riet Linnie mir. „Er ist echt toll. Aber jetzt solltet ihr euch wirklich etwas ausruhen.“ Sie sah mich besorgt an.
„Und was werdet ihr machen?“, erkundigte ich mich.
„Einen langen Spaziergang“, verkündete Lunar grinsend, „und entspannen.“
„Ok, na dann viel Spaß“, wünschte ich den beiden. Das schien nach so anstrengenden Tagen zwar seltsam erscheinen, aber es würde ihnen sicherlich gut tun.
„Euch auch.“ Lunar zwinkerte mir zu und wir verabschiedeten uns voneinander. Leinar und ich gingen zunächst in unsere Suite. Es war total schön mit ihm wieder ganz allein zu sein und es war auch schön wieder bei meinen Büchern zu sein. Ich hatte das Lesen vermisst. Wir kuschelten uns auf unser Sofa und genos-sen unsere Zweisamkeit. Leinar gab mir einen langen leidenschaftlichen Kuss.
„Ich hab dich vermisst.“
„Aber ich war doch die ganze Zeit bei dir.“ Ich musste trotzdem glücklich grinsen. Ich wusste genau, was er meinte.
„Ja da hast du wohl Recht.“ Er strich mir sanft über die Wange und sah mir tief in die Augen.
„Wie fühlst du dich jetzt?“, fragte ich ihn. Unsere Gesichter waren sehr nah beieinander.
„Du meinst gerade jetzt? Ich fühl mich unglaublich großartig. Allerdings nicht gerade bei dem Gedanken daran auf dem Fest Schuhe tragen zu müssen.“ Er verzog sein hübsches Gesicht.
Ich lachte. „Das meinte ich eigentlich gar nicht, aber falls es dich beruhigt, das Fest ist draußen. Da wirst du nicht unbedingt Schuhe tragen müssen. Ich meinte aber eigentlich eher, wie du dich fühlst, seit du das mit deinen Eltern und deinem früheren Leben erfahren hast.“
„Ach so. Ich weiß nicht recht. Seltsam denke ich. Die Vorstellung, dass Feena und Ted-ren irgendwann mal meine Eltern waren, ist doch irgendwie schräg“, überlegte er gedan-kenverloren.
„Interessant ist ja auch, dass Corentin dein Halbbruder war und Tiljan dein Onkel, und die leben noch“, erinnerte ich ihn.
„Stimmt, das ist noch viel schräger“, entschied er. „Müsste ich mich nicht an irgendet-was aus meinem früheren Leben erinnern?“
„Nicht unbedingt. Du warst noch ein Kind.“
„Stimmt auch wieder.“ Leinar zuckte mit den Achseln und ich kuschelte mich noch enger an ihn und stahl ihm einen süßen Kuss.
Wir verbrachten noch eine Zeit lang so, aber dann zog es mich in den großen Gemein-schaftsraum im Hauptgebäude. Ich wollte meine Freunde sehen. Leinar blieb lieber allein in unserer Suite zurück. Er hasste es im Mittelpunkt zu stehen und das würde er unweigerlich, wenn er nach unten ging. Ich übri-gens auch, aber ich ging trotzdem.
Im Gemeinschaftsraum war es recht leer und meine Freunde saßen in ihrer gewohnten Ecke am Fenster. Zumindest Emma und Sophann. Lily war nirgends zu sehen. Dafür waren Kenian und Zac bei ihnen. Das wunder-te mich nun so gar nicht.
„Hey, wie schön. Du bist wieder da!“, freute sich Sophann, sprang auf und nahm mich überschwänglich in ihre Arme. „Ein wenig hat uns Ken ja schon erzählt, was da oben passiert ist, aber du musst uns auf jeden Fall noch mehr erzählen.“ Ach, Kenian war nun also schon zu Ken geworden? Das ging ja schnell. Ich sah ihn fragend an, aber er zuckte nur lässig mit den Achseln. Trotzdem entging mir sein trauriger Blick nicht. Die Erlebnisse am See hatten auch ihn geprägt.
Emma war mittlerweile auch aufgestanden und umarmte mich herzlich. Sogar Zac um-armte mich. Ich freute mich so sie zu sehen. In Kurzform erzählte ich ihnen von den wichtigs-ten Ereignissen. Aber erst, nachdem ich mich in den roten Sessel am Fenster gesetzt hatte.
„Und du hast wirklich mit Miron gesprochen? Das ist ja sowas von cool. Ich hab so viel von ihm gehört und für mich ist er so was wie der menschliche Orlando Bloom aus Der Herr der Ringe. Nur eben kleiner.“ Sophann sah mich erwartungsvoll an. Wie immer war sie aufgeregt, wenn sie von einem ihrer Lieb-lingsschauspieler redete. Zac, der neben ihr auf der breiten Fensterbank saß, stupste sie leicht an. Sie lächelte ihn entschuldigend an. Die beiden wirkten mittlerweile sehr vertraut miteinander.
„Na ja, ich würde ihn eher mit Ron Weasley aus Harry Potter vergleichen. Zumindest hat er mich irgendwie an Ron erinnert“, grinste ich.
„Ron ist auch gut.“ Sophann wirkte ziem-lich zufrieden damit. „Dann muss ich eben nur ein wenig umdenken.“
Ich lachte herzlich. „Jedenfalls ist er total nett, auch wenn er am Anfang etwas mürrisch wirkte.“
„Na hör mal, er ist ein Zwerg. Die sind nun mal irgendwie mürrisch“, verteidigte Sophann Miron überschwänglich. Zac blickte finster drein. Ich warf ihm einen beruhigenden Blick zu. Hoffte ich zumindest.
„Ich find das mit Tedren ziemlich beunruhigend“, mischte sich Zac in das Gespräch ein. „Ich musste mal ein Referat über ihn halten. Der Typ ist echt gruselig.“
„Durftest du dir das Thema aussuchen? Ich glaub Tedren hätte ich als letztes gewählt“, fragte Kenian neugierig.
„Na ja, ich hatte die Wahl zwischen Tedren, Felicitas und Ronar“, erklärte Zac. „Alles nicht besonders prickelnd, wenn du mich fragst.“
„Jedenfalls gebe ich dir Recht. Das mit Tedren ist wirklich beunruhigend. Ich hab ihn ja kennen gelernt. Er ist wirklich gruselig“, bestätigte ich. Bei der Erinnerung an ihn schauderte es in mir.
„Und du hast Feena wirklich getroffen?“, fragte Emma mich staunend. „Ich fand ihre Geschichte immer so cool.“
„Ja, Feena ist wirklich toll, obwohl ich den Eindruck hatte, dass sie bei Männern nicht so den besten Geschmack hat. Was sie an Tedren fand, kann ich beim besten Willen nicht ver-stehen.“ Ich musste an Leinar denken, der in seinem früheren Leben sein Sohn war.
„Vielleicht sollten wir diese gruseligen Dinge vorerst nicht mehr besprechen. Schließ-lich ist Morgen das Königsfest. Wir haben allen Grund zu feiern.“, schlug Sophann vor.
Wir stimmten ihr nur zu gern zu und in den nächsten Tagen unterhielten wir überwiegend über das Fest.

My favourits about Weihnachtslieblingsbücher

huch, das ist ja auch mal ne anspruchsvolle Aufgabe von Pinky. Ich les eigentlich kaum Lieblingsbücher extra zu Weihnachten sondern einfach was kommt und hin und wieder ein paar Weihnachtsromane, aber ich lass mir mal was einfallen.

Cynthia Hand Unerathly 1Kiera Cass SelectionWeil ich Layken liebe0147-01-Scorpio.inddNach dem Sommer

Plötzlich Fee WinternachtHarry Potter 1 BuchElfenschwesternDash und Lilys WinterwundeWenn die Nacht in Scherben fällt

Ich hab mal wieder eine Top Ten erstellt.

  1. Cynthia Hand – Unerathly

Einfach weil es nach Pan von Sandra Regnier meine Lieblingsreihe ist und ausserdem fahren Clara und Christian gerne Ski und um Engel gehts auch. Deswegen fand ich es zu Weihnachten irgendwie passend.

2. Kiera Cass – Selection

Es erinnert mich eigentlich nicht wirklich an Weihnachten, aber das Cover irgendwie an Winter und ich könnte mir vorstellen diese Reihe irgendwann um die Weihnachtszeit noch mal zu lesen. Auch wenn ich so eigentlich gar nicht plane und ich es vermutlich irgendwann anders wiederholen werde.

3. Colleen Hoover – Will und Layken

Einfach weil die Geschichte so schön und romantisch ist und ich glaub sie würde zur Weihnachtszeit passen. Ausserdem ist da ja auch Schnee bei usw.

4. Maggie Stiefvater – Rot wie das Meer

Es spielt im November und eigentlich wollte ich es diesen November auch lesen, aber es hat zeitlich leider nicht gepasst. Ausserdem hab ich hier gerade so viele ungelesene Bücher liegen und das wäre eine Widerholung.

5. Maggie Stiefvater – Mercy Falls

Tja, muss ich dazu noch was sagen. Es spielt oft im Winter und ist eine schöne romantische Reihe.

6. Julie Kagawa – Plötzlich Fee

Ich hab extra Teil 2 gewählt, weil das ja auch sehr im Winterpalast spielt. Aber die ganze Reihe könnte ich mir vorstellen um Weihnachten zu lesen.

7. JKR – Harry Potter

Das Buch kann man wohl zu jeder Jahreszeit lesen, aber ich find die Weihnachtszeit da immer besonders schön mit der geschmückten Halle usw. und den Besuchen bei den Weasleys und die meisten Bücher hab ich zu Weihnachten bekommen.

8. Charlotte Inden – Elfenschwestern

Dieses Buch spielt tatsächlich in der Weihnachtszeit und das wird so toll beschrieben und ist eine so süße Geschichte, dass ich es einfach zeigen musste.

9. Rachel Cohn und David Levithan – Dash und Lilys Winterwunder

Spielt in der Winter/Weihnachtszeit und ich mag die Geschichte sehr gern .

10. Anika Beer – Wenn die Nacht in Scherben fällt

Ich weiß gar nicht warum ich dieses Buch gewählt hab, aber vom Cover her passt es doch irgendwie und die Geschichte fand ich süss.