Holly Goldberg Sloan – Sam und Emily 1 Kleine Geschichte vom Glück des Zufalls

Sam und Emily 1

„Du siehst aus wie eine Prinzessin.“
Emily wollte ihm nicht schon wieder über den Mund fahren, korrigierte ihn aber: „Ich trage schwarz. Das machen Prinzessinnen nie.“Jared dachte darüber nach und fragte dann: „Gehen Prinzessinnen nie auf Trauerfeiern?“
Da lachte Emiliy.

Meine Meinung:

Ich bin zweigeteilter Meinung über dieses Buch. Am Anfang wirkte es ziemlich süß und wie eine süße, wenn auch vielleicht naive und kindlich gehaltene Liebesgeschichte. Aber leider entwickelte sich auch dieses Buch in eine Richtung, die mir nicht gefiel. Am Ende wirkte alles einfach nur noch total in die Länge gezogen auf mich.

Sam und Emily sehen sich mindestens die Hälfte des Buches nicht. Deswegen finde ich den Titel „Sam und Emily“ auch völlig falsch. Am Anfang lernen sie sich kurz kennen, was zwar süß ist, aber viel zu kurz kommt. Deswegen fand ich auch Emily teilweise ganz schön krass und konnte die enge Verbindung der beiden nicht ganz nachvollziehen.

Vor allem war Emily viel mehr mit Bobby Ellis (wobei hier immer wieder der Nachname betont wird) zusammen und der drängte sich immer mehr in ihr Leben. Ich fand den so unnötig in dieser Geschichte und auch nicht sonderlich sympatisch, sondern eher anstrengend und frag mich wieso das Buch nicht einfach „Bobby und Emily“ heißt. Das hätte vielleicht besser gepasst.

Und diese lange Zeit wo Sam und Riddle verschwunden waren und um ihr Leben kämpften und so fand ich einfach wirklich viel zu lang. Das wurde einfach nur herausgezogen und irgendwann schaltete ich ab.

Auch Emilys Eltern fand ich seltsam. Erst lehnten sie Sam total ab und dann waren sie Feuer und Flamme für ihn und ihren Bruder, weil sie solche Talente hatten. Das war schon seltsam. Noch unsympatischer waren mir aber Bobbys Eltern. Da kann man Bobby ja fast gar keinen Vorwurf machen, dass er so geworden ist.

Gestört hat mich auch diese abertausende Perspektiven. Sogar aus der Perspektive eines Bäres wurde erzählt und oft viel mehr von Bobby als von Sam. Das hat mir nicht so gefallen.

Richtig übel fand ich übrigens auch Clarence. Der ging einfach gar nicht.

Der Titel des Buches wurde meiner Meinung nach etwas zu sehr interpretiert. Ein paar weniger Zufälle wären vielleicht besser gewesen.

Auch das Ende konnte mich nicht völlig überzeugen. Nach dem langen hin und her wurde mir das zu kurz abgearbeitet. Vor allem das Widersehen zweier Personen.

Was mich auch störte war der Schreibstil. Er war doch schon sehr kindlich angehaucht. Ich würde es wirklich eher jüngeren Jugendlichen empfehlen. Teilweise wirkte es auch sehr erzählerisch. Manche Gespräche oder auch recht viele hatten keine Wörtliche Rede sondern wurden einfach nacherzählt. So kam es, dass Sam und Emily innerhalb des Buches eigentlich kaum miteinander geredet haben.

Richtig süss war aber Riddle mit seinem Telefonbuch und dem Zeichnen.

Auch der Klappentext des zweiten Buches klingt nach ähnlich viel Ärger und natürlich muss die beiden wieder etwas trennen. Ich werd mir wohl noch Zeit damit lassen.

Bewertung: 3,5/5 Punkten

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