Joss Stirling – Die Macht der Seelen 1 Finding Sky

Finding Sky

„Wie kannst du dir merken, wer wer ist?“
„Ganz einfach: Trace: tough;
Uriel: ungeheuer intelligent;
Victor: hm … verdammt geheimnisvoll …“
„Du mogelst:“
Zoe grinste: „Will: Witzbold; Xav: Xtremsport; Yves: immens schnucklig – und Zed überlasse ich dir. “ Sie summte das Alphabet-Lied. „Würde man in der Schule das Alphabet anhand der Benedict-Jungs lehren, dann würden alle Mädels durch die Bank weg besser aufpassen.“

Meine Meinung:

Wieso müssen Autoren anfangs so gute Bücher immer so vermiesen? Denn Anfangs habe ich dieses Buch geliebt und fand es ziemlich witzig und war überrascht, wie sympatisch alle waren. Aber leider hielt das nur etwa bis zur Hälfte an. Vor allem ist es auch schade, da ich ihr Raven Stone sehr mochte.

Sky mochte ich eigentlich am Anfang des Buches total gern, auch wenn sie abstritt irgendwas mit den Savants zu tun zu haben oder es auch nur wahrhaben zu wollen, dass es sie überhaupt gibt. Dennoch mochte ich sie und sie war sehr angenehm. Doch dann hörte diese Einstellung überhaupt nicht auf und wurde nur noch schlimmer. Ausserdem wurde sie als jämmerliche Angsthase hingestellt, der am liebsten die ganze Zeit nen Babysitter dabei hätte, aber immer behaupten will sie schaffe alles alleine. Auch ihre störrische Haltung gegenüber Zed war einfach nur noch nervig irgendwann. Vor allem weil das immer wieder anfing als ich dachte, es wird gerade besser. Es war auch einfach nur selbstsüchtig und für Zed verdammt unfair. Irgendwann konnte ich ihre Gedanken gar nicht mehr nachvollziehen und es war mir total egal was sie tat oder was mit ihr passierte. Sie nervte einfach nur noch.

Zed war am Anfang der harte Kerl und eigentlich mochte ich ihn trotzdem, aber alle stellten ihn als schlechtesten Mensch überhaupt da, obwohl doch klar war, dass er genau das nicht war. Irgendwann war er dann richtig lieb und dann hab ich ihn auch gemocht. Aber dieses Seelenspiegelzeug ist so zwanghaft und gar nicht meins und dadurch wurde er leider von einem starken Charakter und einfach nur noch liebeskrank. Er tat alles was Sky wollte, egal wie sehr ihm das schadete. Er lief ihr hinterher, auch wenn sie ihn ständig zurück wies. Trotzdem tat er mir auch oft Leid, weil er einfach was besseres verdient hatte als Sky, die sich wirklich oft einfach nur dumm und daneben benham.

Skys Eltern mochte ich am Anfang total gern und ich war beeindruckt wie sympatisch sie waren, aber leider wurden sie mir dann zu klischeehaft. Kaum tat Sky was, was ihnen nicht behagte, bekam sie gleich ziemlich harte Strafen, statt erst mal vernünftig mit ihr darüber zu reden. Aber das natürlich angeblich zu ihrem Selbstschutz, dabei wollten sie sie einfach nur unter Kontrolle haben. Das nervte mich dann wieder und ich war wieder enttäuscht.

Ähnlich war es mit Skys Freunden. Besonders Nelson und Tina mochte ich Anfangs sehr gern, aber dann taten sie nur noch alles zugunsten von Sky und hätten am liebsten allen weh getan die Sky schadeten, selbst wenn das nicht viel gebracht hätte. Sie machten einfach dumme Sprüche. So überzeugte mich das auch nicht mehr und ich fand es einfach nur übertrieben.

Diese Bösewichte fand ich einfach nur daneben. Sie waren nur dazu gut Bösewichte zu sein. Es gab keine wirkliche Auseinandersetzung mit den Benedicts und wofür sie jetzt eigentlich da waren weiß ich immer noch nicht. Eigentlich waren doch die Benedicts ihre Feinde, aber es wirkte eher als sei Sky ihre Hauptfeinde, denn sie war viel mehr in Mittelpunkt gerückt als der eigentliche Feind, die Benedicts.

Auch diese Gedankenmanupilation bei Sky fand ich einfach nur ätzend. Das hielt die Geschichte nur auf und brachte gar nichts. Auch wie Sky mit ihrem traumatischen Erlebnis umging war ziemlich daneben. Sie meckerte immer, dass alle sie für zart besaitet hielten, aber sie verhielt sich ja auch nie anders. Kaum machte ihr etwas Angst oder ein Problem wurde größer lief sie feige weg.

Die eizigen, die mir sympatisch blieben waren die Benedicts. Nur Karla war mir nie ganz geheuer. Aber die anderen sind wirklich sehr sympatisch und es ist unfassbar was sie für das Wohl der anderen alles auf sich nehmen. Gerade auch Yves mochte ich sehr. Eigentlich hätte ich mir gewünscht, dass das nächste Buch um ihn geht, aber irgendwie handelt es sich jetzt um ganz andere und das find ich schade. Ich hätte gern die anderen Brüder kennen gelernt.

Am Ende war mir fast alles egal. Sky hat so viel kaputt gemacht, dass sie mir nur noch heuchlerisch vorkam. Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass sie Zed wirklich verdient. Und ihre Einsichten kamen immer sehr schnell und zufällig und ohne jeden Zusammenhang. Das fand ich auch nicht gut gelöst.

Aber am Anfang hab ich doch recht viele Zitate rausgeschrieben, die ich auf jeden Fall hier noch posten werde.

Bewertung: 3/5 Punkten

 

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