Buchzitate: Katie Kacvinsky – Dylan und Gray

Auch wenn das Ende schwach war hatte ich doch einige ziemlich gute Zitate hierbei.

1.) Irgendwie süß (S. 12)

„Du kennst mich doch gar nicht“, warne ich sie. „Vielleicht züchte ich in meiner Freizeit Skorpione.“
Sie mustert mich einen langen Moment, dann lächelt sie. „Ich habe dich schon öfters auf dem Campus gesehen. Du tust nicht viel, sitzt imm Schatten herum, trommelst mit den Fingern auf den Boden und hörst Musik. Manchmal spielst du auch Luftgitarre“, fügt sie hinzu. „Die meiste Zeit siehst du gelangweilt und schläfrig aus. Aber ingseheim wirkst du harmlos. Außerdem bist du irgendwie süß.“
Ich starre sie an. Also hat sie mich beobachtet, während ich sie beobachtet habe.

Ich finds auch irgendwie süß, aber die beiden waren auch die meiste Zeit süss.

2.) Kamera (S. 14)

Eine Kamera hat gewisse Ähnlichkeit mit einem Tagebuch: Sie bewahrt Gefühle, Erinnerungen und Geschichten, wenn man sich die Zeit dafür nimmt.

Das find ich mal eine passende Beschreibung für eine Kamera.

3.) weit und frei (S. 64)

Ich nicke, denn das verstehe ich gut. In der Highschool hatte ich immer das Gefühl, mein Leben sei ein einziger Stundenplan. Man lebt gar nicht mehr selbst, sondern hakt vorgegebene Ziele ab. Was man für einen Silberstreif am Horizont hält, ist beim näheren Hinschauen eine Wäscheleine voller sonnengebleichter Socken. Die Zukunft sollte sich weit und frei anfühlen, nicht wie eine Zwangsjacke.

das fand ich auch wieder so schön. Ich mag diese Beschreibungen, die fast schon Metaphern gleichen.

4.) Pure Magie (S. 67)

„Camalback Montain“, sagt er. Ich nicke und drehe die Musik noch ein bisschen lauter. Wir schauen in die beginnende Dämmerung hinaus. Arizona ist berühmt für Sonnenuntergänge. Wenn die Nacht hereinbricht, hat die Wüste ihren großen Auftritt. Sie schmückt sich mit einer Federboa aus Wolken und über ihren unendlichen Horizont flammt eine Lightshow aus Neonfarben, die sich über Hunderte von Meilen erstreckt. Heute senken sich Bänder aus schimmerndem Pink und Orange auf die flachen violetten Hügel in der Ferne. Der Anblick ist pure Magie.

Ich liebe diese Beschreibung. Da spürt man die Magie an sich doch schon gleich.

5.) Neuer Look (S. 69)

Ich sehe zu, wie sien Gesicht sich verändert, während er spricht. Hoffnung zeichnet sich darauf ab, als würde er zum erstne mal in die Zukunft blicken udn sich vorstellen, dass ihn ein Paradies erwartet. Optimismus ist ein ganz neuer Look für ihn.

Auch solche Beschreibungen mag ich sehr.

6.) Eifersucht (S. 71)

Sie grinst und reibt sich die Lippen mit Sonnenschutz ein.
Ich bin eifersüchtig auf einen Fettcremestift. Das ist mir garantiert noch nie passiert.

Sowas find ich immer besonders und witzig.

7.) Engel auf den Hals schicken (S. 74)

Damit hat sie Recht. Amanda wäre fuchsteufelswild, wenn sie mich jetzt sehen könnte. Sie würde mir einen Arschtritt verpassen, der mich direkt nach New Mexico befördert. Ich kann mir gut vorstellen, wie sie sich im Himmel über mein verpfuschtes Leben aufregt. Bestimmt würde sie mir am liebsten ein paar Engel auf den Hals schicken, die mir ihre Heiligenscheine um die Ohren hauen, bis ich wieder zu Verstand komme.

Das stell ich mir gerade bildlich vor. He, he.

8.) Schräge Dates (S. 78)

Aber wie soll ich für romantische Stimmung sorgen, wenn Dylan ein medaillenreifes Talent hat, sich die schrägsten Dates aller Zeiten auszudenken?

Tja, dumm gelaufen, was?

9.)Trophäen (S. 80)

„Ich finde Trophäen werden aus ganz falschen Gründen vergeben“, sagte ich. „Man sollte Leute dafür auszeichnen, dass sie die beste Sockensammlung haben oder besonders gut knuddeln können.“ Außerdem schlage ich vor, einen Preis an den nettesten Typen der Stadt zu verleihen. Gray runzelt die Stirn und behauptet, kein Mann würde freiwillig eine Medaillie für „Nettigkeiten“ annehmen.

Das wäre doch mal eine Idee. Ich find das cool.

10.) Zufluchtsort (S. 85)

Gray erzählt, dass seine Schwester diesen Ort entdeckt hat. Man kann ihn von der Straße nicht sehen, und die umliegenden Fabrikgebäude und Lagerhäuser schirmen ihn von allen Seiten ab. So ist ein privater Zufluchtsort entstanden, der nur ein paar würdigen Personen bekannt ist. An den Wochenenden hat Gray seine Freunde hierher eingeladen. Für eine kurze Zeitspanne an den Freitag- und Samstagabenden konnten sich ganz allein über sich bestimmen und niemand stand ihnen im Weg. Sie hatten selbst die Kontrolle über ihr Leben. Es war nicht länger verplant und eingeengt von Eltern, Lehrern, Trainern, Terminen, Stundenplänen.

Solche ruhige Orte mag ich auch.

11.) Schwarze Loch (S. 86)

„Amanda hatte einen prima Geschmack“, sage ich und stopfe mir eine Pommes in den Mund. Heute habe ich ansonsten ziemlich wenig geredet. Ich stelle Fragen. Ich höre zu. Je mehr ich von Amanda erfahre, desto besser lerne ich Gray kennen, und zwar von einer ganz anderen Seite als bisher. Dieser Teil von ihm ist abenteuerlustig, übermütig, ablern … glücklich. Wenn uns Menschen nahestehen, beginnen sie leere Stellen in uns auszufüllen und uns zu vervollständigen, bis sie ein wesentlicher Teil von uns sind. Ich glaube, mit Amandas Tod hat Gray das Stück von sich selbst verloren, das ihm am liebsten war und ihn mit dem größten Stolz erfüllte. Kein Wunder, dass er von dem Schwarzen Loch in seinem Inneren verschluckt wurde.

Richtig süß, oder?

12.) Leid wie Wasser (S. 88)

Aber Leid ist wie Wasser. Es findet sich immer einen Weg durch jede kleinste Ritze. man kann es nicht aufhalten. Manchmal muss man sich erst bis auf den Grund sinken lassen, bevor man lernt, zurück an die Oberfläche zu schwimmen.

Auch ein schönes Zitat.

13.) Schwanger (S. 93/94)

„Du brauchst noch einen Damenbauch“, schlage ich vor.
„Einen was?“
„Eine kleine Wampe. Eng verwandt mit dem Damenbart“, erkläre ich und ziehe ein Gästehandtuch aus dem ringförmigen Halter. Ich reiche es Dylan und empfehle ihr, es in den Schlüpfer zu stecken. Mit einem zweifelnden Blick schiebt sie den Stoffballen unters Kleid. Bei dem Anblick beginnen wir beide hemmungslos zu kichern.
„Dieser Bauch ist im neunten Monat schwanger“, sagt sie und betrachtet von der Seite ihre Kurven.

Das stelle ich mir lustig vor.

Ich hab noch mehr Zitate, aber ich glaub das reicht erst mal. Dauert immer ganz schön lange die abzuschreiben.

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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