Kate Saunders – Ein Jahr an deiner Seite

Ein Jahr an deiner Seite
„Das wollte ich schon von dem Moment an machen, als ich dich das erste Mal sah“, sagte Nick. „Wahrscheinlich hast du gleich bemerkt, dass ich den Blick nicht von dir lassen konnte. Ich habe mir alle möglichen ausgefeilten Pläne zurechtgelegt, um mit dir allein zu sein, nur damit ich deinen Mund beim Sprechen beobachten kann …“

Meine Meinung:

Ich bin einfach nur noch froh, dass ich dieses Buch durch bin. Die letzten 15 – 20 Seiten hab ich nur noch sehr grob überflogen und das ist schade, weil es gar nicht so schlecht anfing.

Es begann gar nicht so schlecht. Etwas seltsam in der Sprache vielleicht, aber süß. Teilweise konnte ich es sogar lieben. Die Geschichte war süß und traurig, aber etwa nach der Hälfte hat die Autorin das gründlich versaut.

Plötzlich drehte sich alles nur noch um Sex. Wer hatte mit wem und wann und wie gut war es? Hallo? Das ist ein Buch über einen Menschen, der mit Hirnblutung im Koma liegt. Da ist dieses Thema irgendwie total fehl am Platz find ich und auch noch so übertrieben. Das war überhaupt nichts für mich. Das hatte auch nichts mehr mit liebe zu tun sondern nur noch mit körperlichen Trieben.

Und es war richtig schlimm wie die Autorin in ihrem Buch mit Untreue umging. Sie stellte es hin als sei das total normal und als mache das jeder Typ, weil sie einfach nicht anders können.  Und offenbar ist es auch völlig normal, dass beide Frauen in einem Haus sich einen Typen teilen dürfen, damit der Typ seine Tribe erfüllen kann. Und die eine ist dazu auch noch die beste Freundin der anderen und die andere weiß von überhaupt nichts. Das ist einfach die Höhe.

Es ist einfach unglaublich wie taktlos diese Charaktere sind. Keiner, aber auch wirklich keiner konnte nachvollziehen wieso Marnie sich an Nick klammerte und ihn jeden Tag besuchte. Sie wollten ihr alle einreden sie müsse ihr Leben weiter leben und ihn weniger besuchen. Tja, jetzt weiß ich wieso, aber das macht es nicht gerade besser.

Aber auch ihre Eltern waren furchtbar. Nicht mal die hatten wirklich Verständnis für Marnie und nicht mal die hatten den Anstand ihr die Wahrheit über Nick zu sagen. Einfach schlimm. Und wie sie sie dann ermutigten doch wieder mit Pan zu reden. Gott war ich genervt.

Die Charaktere sagen was von Liebe, meinen damit aber eigentlich Sex. Auch wenn die Autorin immer wieder beteuert sie meinen Liebe. Das kaufe ich ihr nicht ab. Würden sie wirklich lieben würden sie nicht ständig betrügen.

Marnie selbst mochte ich erst sehr gern und konnte sie gern verstehen, aber so ab der Hälfte etwa änderte sich das. Plötzlich war sie total sexbesessen und dachte kaum noch an was anderes. Sie verschloss die Augen vor der Realität und der Wahrheit und redete sich alles schön. Und sie betrug auch selbst und das für mich in der schlimmsten Form wie man es machen kann. Da ist das vorherige Gerede von angeblicher Liebe wie Heuchelei. Ausserdem entwickelte sie sich immer mehr zur Mitläuferin. Machte immer was andere wollten, aber nie was sie selbst wollte.

Von den anderen Charkatere will ich erst gar nicht anfangen. Das könnte ewig dauern.

Auch wie im Buch mit Alkohol umgegangen wurde mochte ich gar nicht. Zu jeder Gelegenheit gabs den. Selbst zu Beerdigungen. Als wäre das die Lösung für alles. Und angeblich trank Marnie nicht viel, trank aber immer schön mit. Ja klar.

Am liebsten mag ich immer noch Luke, aber selbst er dachte später vor allem an sich selbst und seine Bedürfnisse.

Auch dieser Schauspielerkram war nicht so meins.

Nein danke. Letztendlich hat die Autorin ihr Buch selbst versaut und ich bin einfach nur noch enttäuscht.

Bewertung: 3/5 Punkten

(Aber nur, weil der Anfang recht gut war.)

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