Bloggeschichte Teil 9: Die geheimnisvolle Stadt

Und weiter gehts mit meiner Bloggeschichte. Wieder mal vordartiert, damit es weiter geht.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 9)

Das Essen schmeckte besser als erwartet. Ich genoss es wirklich. Während des Essens unterhielten sich vor allem die drei Brüder miteinander über Angelegenheiten aus der Wasserwelt. Romy beobachtete sie dabei missbilligend, sagte aber nichts. Nachdem Romy abgeräumt hatte (sie bat mich inständig am Tisch sitzen zu bleiben), wurde es geselliger und die Männer unterbrachen ihr Gespräch.
Romy schaltete leise Musik im Hintergrund an, die für mich sehr merkwürdig klang, und Callum lehnte sich genüsslich zurück. Selbst Kyle wirkte entspannter als sonst.

„Habt ihr schon gehört, dass Lane, die Verkäuferin von Wasser & Life, angeblich mit diesem Spinner Norwen zusammen gekommen sein soll?“, fragte Henry beiläufig, aber ich spürte, dass es irgendwie wichtig zu sein schien.
„Lane? Ernsthaft? Ist das nicht die Blonde, die immer mit ein paar Mädels durch die Stadt läuft und irgendwelche Traumgeschichten von sich gibt?“, fragte Callum seinen Bruder verdutzt.
„Also wirklich. Lena ist eine sehr liebenswerte Person“, mischte sich nun Romy in das Gespräch ein. „Und Norwen … nun ja, ein bisschen eigenartig ist er schon, aber eigentlich passen sie doch zusammen, oder?“
„Seid ihr unhöflich. Jilieen hat nicht die geringste Ahnung von wem wir reden“, wies Kyle seine Familie zurecht. „Ihr könntet sie wenigstens aufklären, und selbst dann könnte sie vermutlich nicht viel damit anfangen.“ Ich lächelte Kyle dankbar zu. Dieses Gespräch hatte mich wirklich etwas verwirrt.
„Danke“, formte ich mit meinen Lippen in seine Richtung. Er nickte nur.
„Oh, entschuldige. Natürlich.“ Romy schien sich unbehaglich zu fühlen, weil sie nicht selbst an mich gedacht hatte, sondern Kyle. Henry wirkte sogar etwas enttäuscht.
„Kein Problem“, versicherte ich ihnen und wollte doch auf das Thema zurückkommen. Henry sah so traurig aus. „Was wird in Wasser & Life denn verkauft?“
Jetzt strahlte mich Heny glücklich an.
„Wassergras. Das ist ein bisschen so wie eure Drogen an Land. Ein bisschen zwielichtig, aber bei uns nicht illegal. Ausserdem noch einige eher merkwürdige Gegenstände“, erklärte Henry. „Lane ist ein bisschen älter als Kyle und sehr hübsch, doch sie wirkt auch immer etwas sonderbar.
„Kein Wunder“, erwiederte Kyle fast etwas verächtlich. „Vermutlich nimmt sie das Zeug selbst zu sich.“
„Kyle“, rügte Romy ihn. „Bitte keine waghalsigen Vermutungen in meinem Haus.“
Daraufhin schwieg er.
„Kyle mag sie nicht besonders“, erklärte Henry mir. „Er hatte mal eine unangenehem Begegnung mit ihr.“
„Sehr unangenehm“, bestätigte dieser. „Als sie mir mal auf der Straße begegnete, wollte sie mir irgendein Traumpulver verkaufen. Dummerweise hatte sich das Päckchen selbst geöffnet und ist mir alles ins Gesicht geweht. Der ganze Inhalt.“
„Traumpulver bewirkt, dass man sofort in Schlaf verfällt und träumt“, erzählte Henry grinsend weiter. „Eigentlich sollte man es nur zu Hause im Bett ausprobieren.“
„Ich stand da also, die Augen zu, schwankte hin und her und fiel irgendwann einfach um. Der Laden war recht voll. Ich wachte in Lanes Büro auf. Frag mich nicht wie ich da hingekommen bin. Ich hatte einen sehr lebhaften eigenartigen Traum, den ich lieber vergessen würde, und war ziemlich benommen“, schloss Kyle seinen Bericht naserümpfend ab.
„Ich musste Kyle abholen und er schien immer noch benebelt zu sein. Wochenlang wurde er von allen unterschiedlichen Leuten gefragt, was passiert war“, ergänzte Henry noch.
„Diesen Laden werde ich sicher nie wieder betreten“, murrte Kyle.
„Es war ein Unfall, Kyle“, verteidigte Callum Lane. „Sie hat es nicht absichtlich gemacht.“
Kyle verzog nur sein Gesicht.
„Also ein Laden, den ich lieber vermeiden sollte?“, riet ich und Kyle nickte heftig. Ich konnte ein Grinsen allerdings nicht vermeiden. Die Vorstellung, dass dieser geheimnisvolle Mann so hilflos einem Traumpulver ausgeliefert gewesen sein soll war mir unvorstellbar. Jetzt war mir allerdings klar wieso Henry das Thema erst angesprochen hatte. Offenbar hatte er unbedingt davon erzählen wollen.
„Sowas kann in unserer Welt immer mal wieder passieren“, erklärte Romy mir vage. „Solange nichts schlimmeres passiert, sind wir eigentlich noch ganz gut bedient.“

Wir unterhielten uns noch weiter über diese Welt und ihr Leben. Ich fand es faszinierend wie unterschiedlich sie von meiner Welt her war. Aber wie sollte ich ihnen davon erzählen, wo die Männer nicht mal an die Wasseroberfläche konnten? Würden sie es verstehen?
„Begleitest du mich auf den Balkon, Jileen?“, fragte Kyle mich. Ich wollte Henry zwar nicht vernachlässigen, aber ich stimmte ihm zu, stand auf und folgte ihm.

Und was auf dem Balkon passiert, erfahrt ihr dann beim nächsten mal. Für heute reicht es erst mal. Oft fällt es mir schwer weitere gute Ideen zu finden. Mir liegt es eher auf dem Sofa auf meinem Blog zu schreiben. Deswegen bin ich gespannt ob nicht irgendwann die leuchtende Idee kommt wie ich diese Geschichte voran bringen kann.

Über Corly
Ich bin Bücherverliebt, Serienverrückt, eine Filmeliebhaberin, eine Geschichtenschreiberin, eine Patentante, eine Schwester, eine Cousine, eine Tochter, eine Tante, Blogschreiberin, Forengängerin, eine Kleindorfbewohnerin, eine Hobbyfotografierin, eine Buchsammlerin und eine Schwägerin in einer Person. :-)

6 Responses to Bloggeschichte Teil 9: Die geheimnisvolle Stadt

  1. tarlucy says:

    Ja – so manchmal verliert man sich und findet irgendwie keinen Ausweg. Aber die Ideen werden schon noch kommen…:-)

    Gefällt 1 Person

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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