Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 10)

So, weiter gehts mit meiner Blogeschichte. Mal sehen, was Kyle und Jileen so auf dem Balkon treiben.

Auf dem Balkon hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf die Wasserstadt. Romy und Callum wohnten weiter oben in einem höreren Gebäude und abends waren überall Lichter an. Es war einfach wunderschön. Ausserdem war es heute auch recht warm hier unten im Meer.

„Und, fühlst du dich wohl bei uns?“, fragte Kyle mich.
„Eigentlich immer noch ein bisschen fremd“, gab ich zu. Wir setzten uns auf die Stühle und zu Trinken stand auch schon bereit. Kyle goss uns ein.
„Das verstehe ich. Ich stelle es mir auch schwer vor. Man ist fremd, man kennt die Sitten nicht, und wird irgendwo hineingeschmissen“, nickte ich. „Da würde ich mich auch unwohl fühlen.“
„Ja, so in der Art. Wobei hier ja schon alle sehr nett zu mir sind.“ Darüber war ich sehr froh. Das Wasserland scheint ein friedliches Fleck Erde zu sein. Doch meine Seifenblase, die ich mir gerade von meinen Vorstellungen erschaffen hatte, zerplatzte mit Kyles nächsten Worten.
„Sei dir nicht so sicher, dass es bleibt. Wir haben genug Feinde und es könnte sein, dass sie dich zu ihren Mitteln benutzen.“
„Na toll. Das war ja klar“, seufzte ich und er lachte herzlich.
„Keine Sorge, wir passen gut auf dich auf“, versprach er mir.
„Aber sicher ist das trotzdem nicht“, befürchtete ich besorgt.
„Nein, aber besser als nichts“, bestätigte er.
„Das stimmt.“
Wir schwiegen eine Weile. Dann fragte Kyle mich: „Du magst Henry sehr, oder?“
„Ja, aber ich mag dich auch. Ein Bild kann ich mir aber noch von keinem von euch machen. Ich kenne euch ja kaum.“
„Das stimmt. Also, was willst du wissen?“ Er bot mir jetzt die einmalige Chance ihm Fragen zu stellen. Die musste ich unbedingt nutzen.
„Keine Ahnung. Was machst du, wenn du nicht gerade Aufträge erledigst?“, fragte ich und leckte mir über die Lippen, wo mein Kirschwasser hängen geblieben war.
Kyle lachte aus Gründen, die mir nicht so klar waren. „Meistens lerne ich. Ab und zu spiele ich auch mit Henry und unseren Jungs Karten.“
„Wofür lernst du denn und welche Jungs sind das?“, fragte ich weiter.
„Es gibt spezielle Programme, die es uns erlaubt zu lernen, wie wir an der Oberfläche überleben können, aber es dauert Jahre bis wir damit zurecht kommen, und nicht jeder ist dafür geeignet. Henry zum Beispiel nicht. Das macht ihn traurig. Ich will es aber wenigstens versuchen. Die Welt da oben interessiert mich“, erklärte er.
Verdammt, das machte Kyle natürlich wesentlich interesanter, als Henry. Aber so zu denken war auch unfair gegenüber Henry.
„Und was lernst du da so?“, wollte ich neugierig wissen.
„Vor allem wie ich an der Oberfläche atmen kann. Unserer Atemrhytmus hier ist anders. Wir müssen versuchen ihn an die Verhältnisse der Welt da oben anpassen können.“
„Klingt schwierig“, fand ich.
„Ist es auch. Ausserdem lernen wir mehr über deine Welt als normal, damit wir uns nicht so fremd vorkommen wie du dich jetzt bei uns“, sagte er dann.
Meine Augen fingen aufgeregt an zu leuchten. „Kannst du mir auch mehr über eure Welt beibringen?“
„Möglich, aber vielleicht bist du da bei unseren Lehrern besser dran“, riet er mir.
„Ja, vielleicht.“
„Aber es wird auf jeden Fall eine Möglichkeit geben“, versprach er mir zuversichtlich.
„Das wäre schön. Und was ist mit deinen Abenden mit den Jungs?“ Ich hatte seine zweite Antwort nicht vergessen.
„Na ja. Eine Gruppe von etwa 4 – 6 Jungs. Wir pokern oder sowas. Manchmal zocken wir auch Skipbo. Einfach damit wir eine Beschäftigung haben.“ Er schien sich bei dieser Aussage etwas unwohl zu fühlen.
„Hört sich doch toll an“, fand ich betont munter. Ich fand das ganz normal. Für ihn war es vermutlich eher seltsam.
„Mein Vater sieht es nicht gern“, sagte er nur unbestimmt.
„Kann ich mir denken“, nickte ich und jetzt war ich es, die lachte.
„Okay, vielleicht sollten wir die Fragerunde hier jetzt abbrechen und wieder reingehen“, schlug Kyle vor. „Henry wird schon ziemlich beunruhigt sein. Seit er dich zum ersten mal gesehen hat, schwärmt er in einer Tour von dir.“
„Oh, wirklich? Hm …“ Unsicher sah ich zu Tür.
„Keine Sorge, er erwartet nichts von dir. Egal wie du dich letztendlich entscheidest, selbst wenn du keinen von uns wählst … Er wird es verstehen und akzeptieren“, versicherte mir Kyle.
„Okay“, erwiederte ich erleichtert. Enttäuschen würde ich ihn aber vermutlich dennoch.

Wir gingen also wieder in das Wohnzimmer und setzten uns wieder an den Tisch. Eine Weile unterhielten wir uns noch bis sich unser gemütliches Zusammensein sich bald auflöste und Kyle und Henry sich verabschiedeten. Ein bisschen verwirrt blieb ich zurück. Aber ich erinnerte mich daran, dass ich mich ja nicht sofort entscheiden muste. Ich hatte noch genug Zeit die beiden kennen zu lernen. Meinen Favorit hatte ich allerdings schon jetzt und bei dem lächelnden Gedanken an ihn schlief ich ruhig ein.

Das wars von heute. Kp ob es morgen weitergeht oder wann. Je nachdem wie ich Zeit hab und was ich so vorbereiten werde für die kommenden Tage.

20 Gedanken zu „Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 10)

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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