Story-Samstag 5: Weihnachten in Loreoll

Bei Tex Story-Samstag gehts heute um die Weihnachtszeit und ich muss sagen, dass ich echt Bock hab zum heutigen Thema was zu  schreiben. Allerdings bin ich mir noch nicht sicher was ich schreibe.

Ich tendiere zwischen einer Kindergeschichte und Weihnachten in einer meiner Welten.  Mal sehen, was es wird. Eine hatte ich ja schon mal beim-Story Samstag.

storysamstag

Weihnachten in Loreoll

(Achtung! Ist natürlich nach „Elfenstern die Rittergilde“, aber vor „Die Zauberfeen“)

Weihnachten war für mich die schönste Zeit im Jahr. Die schön geschmückten Tannenbäume, die Weihnachtsmärkte, die extra freie Zeit und einfach alles war so hübsch geschmückt. Die gemütlichen gemeinsamen Abende und die Musik gehörten natürlich auch dazu.

Hier in Loreoll war Weihnachten ja was ganz besonderes. Es war mein zweites Jahr zusammen mit Corentin im Schloss und wir wollten ein prachtvolles Fest geben im Kreise der Familie. Djana hatte einen Hang zum Schmücken, wie ich schon bei meiner Hochzeit festgestellte. Auch jetzt hatte sie es weder übertrieben noch zu wenig aufgehängt. Es war einfach perfekt. Tedren hätte das lieber seinen Dienstboten aufgegeben, aber Djana war stur. Sie liebte es einfach zu dekorieren.

Renn war bereits ein halbes Jahr alt und machte die Gegend unsicher. Mein Sohn ließ Djana ganz schön schwitzen, denn seine Lieblingsbeschäftigung in der Weihnachtszeit war all das Glitzerzeug von Djana wieder von den Bäumen zu reißen. Noch begeisteter war er dabei die Weihnachtsmänner, die als Dekoration dienten, umzuschmeißen und damit zu spielen. Aber Djana lachte dann nur und ließ ihm eine zeitlang seinen Spass. Sie vergötterte unseren Jungen. Er erinnerte sie daran, wie Corentin als Kind war.

In der Vorweihnachtszeit gingen Djana und ich mit Renn oft zum Weihnachtsmarkt in der Stadt. Tedren schickte uns immer mindestens drei Wachen mit, auch wenn wir ihm noch so oft sagten, dass wir die nicht brauchten. Er war immer noch frostig zu mir, aber auch er liebte Renn sehr. Der kleine Junge ließ ihn etwas weicher werden.

Heute trafen wir auf dem Weihnachtsmarkt zwei Ritterrinnen. Mathilda und Theodora. Die beiden Ritterinnen waren Freundinnen und hatten einst die Zwerge um Hilfe gerufen. Sie waren gute Freundinnen von Tedrens Bruder Tiljan.

„Hallo, ihr beiden“, begrüßte Mathilda sie. „Ist es nicht toll, endlich wieder die Weihnachtsmärkte besuchen zu können. Ich liebe diese Zeit.“
„Weihnachten ist wie jede andere Zeit. Daran ist rein gar nichts besonderes“, bemerkte Theodora grimmig.
Djana begrüßte die beiden freundlich: „Wie geht es euch?“
„Ach mal so, mal so. Du kennst das ja“, antwortete Mathilda nur unbestimmt. „Steffen ist viel unterwegs und ich bin oft allein.“
„Ich komme dich doch oft besuchen“, erinnerte Theodora ihre Freundin. Mathilda verdrehte nur die Augen. Djana und ich konnten uns denken, was sie dachte. Das war einfach nicht das selbe. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie es wäre, wenn Corentin ständig unterwegs wäre. Bisher war er immer bei mir gewesen.
„Dann ist dir der Weihnachtsmarkt doch bestimmt eine willkommene Ablenkung“, erwiederte Djana nun.
Renn quengelte in seinem Wagen. Er wollte raus, aber richtig gut laufen konnte er noch nicht. Deswegen nahm ich ihn aus den Kinderwagen und auf meinen Arm.
„Er ist so groß geworden“, lächelte Mathilda und nahm seine kleine Hand in ihre. „Kinder weren so schnell groß.“
„Ja, langsam fängt er an zu sprechen“, nickte ich stolz. Unser Sohn war einfach ein verdammt süßer kleiner Junge.
„Dada“, sagte Renn und zeigte auf einen Elch, der an einem Stand aufgebaut war.
„Ich geh am besten einfach weiter. Besucht uns doch an Weihnachten“, verabschiedete ich mich von den beiden Frauen. Fragend sahen sie Djana an.
„Das ist eine gute Idee. Uns würde es freuen. Tiljan kommt ebenfalls mit seiner Familie“, stimmte Djana mir zu.
Ich bekam nicht mehr mit, was die Frauen antworteten, denn ich ging zusammen mit meinem Sohn weiter über den Weihnachtsmarkt.

Die Adventszeit verging schnell. Renn beanspruchte meine ganze Zeit, und wenn er endlich schlief, kuschelten Corentin und ich uns gemütlich ans Feuer im Wohnzimmer. Der Weihnchtsmorgen brach schließlich an. Tiljan und seine Familie waren schon seit einer Woche bei uns und Mathilda und Theodora waren gestern zusammen mit Steffen und Alejandro angekommen. Corentin hatte viel Zeit mit seinem Onkel verbracht. Er hatte ihn sehr vermisst.

Abends deckten die Dienstbonten den leckersten Weihnachtsbraten auf den Tisch, den ich je gegessen hatte. Renn schlief gerade in seinem Kinderbettchen. Das viele Geschenke auspacken unterm Weihnachtsbaum hatte ihn müde werden lassen. Mein Vater Cameron saß selbstverständlich neben mir und auf meiner anderen Seite war Corentin. Ich fühlte mich pudelwohl und genoss dieses Weihnachtsfest sehr. Wie sollte es auch anders sein? Schließlich hatte ich meine Familie um mich. Die liebsten Menschen, die ich kannte. Es war das schönste aller Weihnachtsfeiern, die ich bisher mit Corentin verbracht hatte. Die vorherigen hatten wir uns nämlich im Wald verstecken müssen, da wir unsere Liebe zueinander geheim gehalten hatten. Ich lächelte bei dem Gedanken daran. Jetzt schien diese Zeit wie ein anderes Leben zu sein. Corentin war hier, mein Sohn war hier, meine Familie war hier. Wir waren ausgelassen und fröhlich, passend zur Weihnachstzeit.
So, das war eine Erzählung von Lilien. Sie war natürlich bereits mit Corentin verheiratet. Hat Spass gemacht. Mal sehen, was das nächste Thema dann sein wird.

3 Gedanken zu „Story-Samstag 5: Weihnachten in Loreoll

  1. Pingback: [Story-Samstag] Sabotage – Tante TeX textet

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