Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 17)

So, endlich komme ich auch mal dazu meine Bloggeschichte weiter zu führen. Endlich!

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 17)

Ich schob mein Gespräch mit Henry vor mich hin. Kyle war nicht glücklich darüber. Er sagte zwar nichts, aber ich konnte es ihm ansehen. Allerdings fiel es auf, dass ich Henry nicht mehr traf, aber jeden Tag unterwegs war. Natürlich besuchte ich Kyle, aber das hatte ich nicht mal Romy gesagt. Auch gerade war ich bei ihm.
„Du musst es ihm sagen. Er hat mich schon gefragt, ob du ihm ausweichst. Ich konnte ihn abwimmeln, aber bald geht das nicht mehr gut“, redete er mir zu.
„Ich weiß. Morgen geh ich zu ihm. Versprochen. Hast du noch was erreicht wegen seinem Film? Kann ich ihm da was Positives geben? Er soll nicht völlig hoffnungslos sein“, versprach ich Kyle. Ich wusste, dass er sich nur Sorgen um seinen Bruder machte und es war auch unfair von mir ihm Henry zu überlassen. Kyle hatte sich in mich verliebt, aber ich hatte mich für Kyle entschieden.
Ich kuschelte mich enger an Kyle. Wir saßen wieder auf seinem gemütlichen Sofa. Ich war ihm gerne nah. Bei ihm fühlte ich mich sicher. Wieso hatte ich das nicht schon vorher gemerkt?
„Ja. Ich wollte es dir sowieso erzählen. Mein Vater hat zugestimmt. Er bereitet alles vor. Ich weiß nicht, wie lange es dauert“, nickte mein Wasserfreund.
„Das sind gute Neuigkeiten“, fand ich. „Was erzähle ich Henry?“
Er strich mir nachdenklich über den Rücken. Seine Hände fühlten sich wahnsinnig angenehm an. Ich genoss seine Berührungen sehr.
„Am besten noch gar nichts bis wir mehr wissen.“ Er beobachtete meinen Reaktion.
Ein bisschen enttäuscht war ich schon. „Okay, dann muss ich wohl so klar kommen.“
„Du schaffst das. Henry mag dich. Er wird dir nicht böse sein. Und wenn er seinen Film kriegt, wird er total aus dem Häuschen sein“, heiterte er mich auf. „Aber jetzt lass uns bitte über was anderes reden, ja?“
„In Ordnung. Worüber willst du reden?“, stimmte ich ihm schließlich zu. Auch ich hatte keine Lust über ihn zu reden. Über Henry konnte ich mir morgen genug Gedanken machen.
„Eigentlich kenne ich dich kaum. Wie war dein Leben oben über Wasser? Hattest du Freunde? Was für Hobbys hattest du? Hast du eine Lieblingsfarbe?“
Ich lächelte. Das war mein Kyle. Ich kannte ihn ebenfalls noch nicht mal annährend so gut wie ich gerne würde. Aber ich wusste schon, dass er mit sowas kam, wenn ich am wenisten damit rechnete.
Ich erzählte ihm, dass ich an einer Gesamtschule war und dort immer mit zwei Mädchen in meinem Alter zusammen war. Den Zwillingen Nica und Ricarda. Wir waren immer zusammen nach der Schule in den Park gegangen und hatten uns auf die Wiese gelegt. Wir hatten geplaudert und über Jungs getrascht und über andere gelästert. Alles, was  man eben als Freundinnen so macht. Ich vermisste die beiden. Irgendwann musste ich zurück nach Hause und mein plötzliches Verschwinden erklären. Außerdem erzählte ich ihm, dass ich gerne ins Kino gegangen war und gelesen hatte. Kyle hörte mir die ganze Zeit aufmerksam zu und wenn ich traurig klang, drückte er mich fester an sich.
„Und meine Lieblingsfarbe ist übrigens gelb wie die Sonne“, erzählte ich ihm abschließend. „Ich liebe die Sonne.“
Er lächelte mich an. „Irgendwann werden wir zusammen an Land gehen und dann werden wir deine Freundinnen besuchen.“
„Die werden Augen machen“, strahlte ich. Aber vermutlich sollte ich mich nicht zu sehr freuen. Es würde noch ein bisschen länger dauern bis Kyle wirklich in meine Welt konnte.
„Ich weiß, es ist nur ein schwacher Trost …“, begann er, doch ich unterbrach ihn sofort.
„Kyle, ist schon okay. Erzähl mir lieber was von dir.“
Also erzählte er mir von seiner Freizeit. Wie er mit seinen Brürdern Filmabende gemacht hatte, weil Henry so verrückt danach gewesen war, wie er gerne ins Meer hinausschwamm um einfach mal aus der Stadt rauszukommen. Wie er gerne allein war, weil er das Leben mit anderen als anstrengend empfand.
„Aber mit dir ist es nicht anstrengend“, versichterte er mir und ich boxte ihn lachend in die Seite.
Von seinen Aufträgen erzählte er mir nicht, aber das hatte ich auch nicht erwartet. Dafür war es noch zu früh. Wir mussten uns erst besser kennen lernen.
Irgendwann wurde Kyle unruhig und ich wusste, dass es Zeit für mich war zu gehen. Ich wollte ihn nicht verlassen. Am liebsten hätte ich geschlafen, aber Romy machte sich vermutlich jetzt schon so ihre Gedanken wo ich die ganze Zeit war. Ich musste gehen. Seufzend stand ich auf und Kyle tat es mir nach.
„Wir werden uns morgen wieder sehen“, versprach er mir. „aber erst nachdem du mit Henry gesprochen hast.“
Ich schluckte, weil ich lieber nicht an mein Gespräch mit Henry denken wollte, aber ich nickte trotzdem. Kyle wusste schon jetzt, was ich fühlte und nahm mich in Seine starken Arme. Dann küsste er mich zärtlich zum Abschied.
„Du wirst es überleben. Bis Morgen.“
„Bis Morgen“, verabschiedete ich mich von ihm und hielt so lange seine Hand fest, bis wir und fast die Arme verrenkt hatten. Ich drehte mich ein letztes Mal zu ihm um und machte mich dann auf den Weg nach Hause. Ich vermisste ihn jetzt schon.

Endlich durch. Morgen gehts dann weiter mit dem Gespräch über Henry. Würdet ihr gern in Jileens Haut stecken? Ich hoffe zumindest, dass es morgen weiter geht. Kommt drauf an wie ich Zeit dazu hab.

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4 Gedanken zu “Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 17)

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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