Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 19)

Und weiter gehts mit meiner Bloggeschichte. Heute mal wieder recht früh.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 19)

Es war mir ganz recht, dass Kyle nicht weit vom Schloss entfernt wohnte. So musste ich nicht erst groß durch die halbe Unterwasserstadt laufen. Ich klopfte also an Kyles Tür. Hoffentlich war er da.
Ich hatte Glück. Fast im nächsten Augenblick ging die Tür auf und er zog mich herein. Er warf mir einen Blick zu und stuzte. „Was ist los?“ Besorgt musterte er mich.
„Ich hab Henry alles erzählt“, platzte es aus mir heraus. Er umarmte mich einfach nur. Das tat gut.
Er zog mich wieder zu seinem Sofa und bemerkte: „Ist offenbar nicht so gut gelaufen.“
„Nein. Er hat es nicht gesagt, aber ich hab das Gefühl, dass er es nicht so gut aufgenommen hat.“
Kyle spendete mir Trost. „Das wird schon wieder. Henry braucht einfach nur Zeit. Wenn er erst mal seinen Film kriegt ist er wieder ganz der Alte. Du wirst sehen.“
„Aber wie wird er jetzt zu dir sein? Ich will nicht, dass ihr euch auseinanderlebt oder so.“ Das machte mir wirklich Sorgen.
„Mach dir keine Sorgen darum. Henry ist nicht besonders nachtragend“, versicherte er mir. Ich war trotzdem nicht überzeugt.
Wir schwiegen eine Weile. Schließlich schlug er vor: „Weißt du was? Wir sollten etwas unternehmen. Einfach nur den Tag genießen bevor es wieder richtig turbolent losgeht.“
„Und was schlägst du vor?“, fragte ich sofort begeistert. Heute würde ich mit ihm unterwegs sein, ohne das er den Lehrer miemte.
„Wir könnten mit dem Boot rausfahren. Bisher bist du doch nicht weiter gekommen als bis zum Grund gekommen. Ich hab dir doch erzählt, dass der Grund nur für ein paar Stunden Grund ist und sich dann wieder füllt. Heute ist alles voller Wasser. Den ganzen Tag über.“
„Das klingt gut“, fand ich aufgeregt.
„Gut, ich muss nur kurz noch ein paar Sachen vorbereiten. Dann kanns los gehen. Wartest du solange hier?“, erklärte er.
„Natürlich.“ Er gab mir einen Kuss auf die Stirn und verschwand dann nach draußen. Was er wohl vorhatte? Ich war schon ganz hibbelig und freute mich auf die Bootstour mit ihm.
Ich wartete also ungeduldig. Was er so kurz nannte. Mein Wasserfreund ließ sich Zeit. Ich hatte mich sogar schon hingelegt und war fast eingeschlafen als er endlich wieder kam. Gekleidet mit einer kurzen Hose und einem schlichten blauen Hemd. Seine silbernen Haare standen ihm vom Kopf ab, was recht merkwürdig aussah.
„Was hast du getrieben?“, fragte ich lachend.
„Wirst du gleich sehen“, grinste er ebenfalls, reichte mir seine Hand und zog mich vom Sofa hoch. Doch wir gingen nicht gleich raus. Erst nahm er sich noch die Zeit mich ordentlich in seine Arme zu ziehen.
„Ich bin froh, dass du auf mich zukamst. Ich weiß nicht, was ich getan hätte, wenn du dich für Henry entschieden hättest“, gestand er mir nun.
„Du hast dir einfach das Leben selbst schwer gemacht“, sagte ich und strich ihm das verirrte Haar aus der Stirn. „Ich hab so das Gefühl, dass diese Eigenschaft nicht so leicht ablegen wirst.“
„Vermutlich nicht“, stimmte er mir zu. „Aber ich geb mir Mühe. Deinetwegen.“
„Das weiß ich zu schätzen.“ Und ohne Vorwarnung küsste er mich. Diesmal nicht ganz so sanft wie sonst. Eher verlangend und heftig. Ich erwiederte seinen Kuss ebenso drängend.
Als wir uns wieder voneinander lösten meinte Kyle: „Allein deswegen könnte ich dich schon gar nicht mehr gehen lassen.“
Ich lachte und stupste ihn an. „Na, wenn das so ist …“, und dann küsste ich ihn gleich noch mal.
Als wir uns das nächste Mal voneinander lösten lachte er. So befreit hatte ich ihn noch nie lachen gehört. „Wenn wir so weiter machen, können wir die Bootstour vergessen.“
„Du hast recht“, nickte ich. „Also zeig mir das Boot mit dem du heute unseren Tag bereichern willst.“
Er nahm also meine Hand und führte mich hinters Haus. Dort war ein grünes Boot befestigt, dass recht klein wirkte, aber stabil. In ihm hatte Kyle eine Decke und einen Korb verstaut. Es gab sogar Sitzbänke.
„Du bist recht sparsam für einen Prinzen“, fand ich.
„Ich war noch nie so für das Luxiöröse. Meine Familie hält  mich deswegen für verrückt, aber ich fühl mich so wohler“, erklärte er.
„Das find ich gut. Du bleibst so wie du bist und veränderst dich nicht nur wegen deinem Stand.“ Dafür liebte ich ihn fast noch mehr.
Er lächelte mich dankbar an. „Fahren wir jetzt endlich los? Sonst wird das wohl nichts mehr …“

Was sagt ihr zu diesem Teil? Irgendwelche Anmerkungen?

Und wie die Bootstour so wird erfahrt ihr dann, wenn ich das nächste Mal Zeit habe zu schreiben.

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4 Gedanken zu “Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 19)

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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