Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 20)

dann kann ich mal wieder meine Geschichte für morgen vorschreiben, wenn jetzt noch Zeit ist.

Jetzt gehts also los mit der Bootstour.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 20)

Wir stiegen in das Boot und Kyle paddelte drauflos. Er war sehr konzentriert und schien zu wissen was er tat. Dennoch ließ er mich nicht aus den Augen. Es war seltsam unter Wasser zu leben. Noch immer schrie alles in mir nach Luft zu holen, doch ich konnte unter Wasser genauso atmen wie an der Oberfläche. Es schien mir im Blut zu liegen. Während die Wellen rund um uns herum schwappten bewegte sich unser Boot immer weiter vorwärts. Ich verstand immer noch nicht genau wie dieses Unterwasserleben funktionierte, aber das würde ich schon noch lernen. Apropo lernen …
„Wirst du mich weiter unterrichten?“, fragte ich ihn.
„Wenn du das möchtest.“ Sein Blick war undurchschaubar. Ich wusste nicht, was er dachte.
„Willst du es denn?“, fragte er.
„Solange du bereit bist mehr über meine Welt zu lernen, bin ich auch bereit dir Unterricht zu geben“, erklärte er mir.
„Ist es jetzt nicht unsere Welt?“, wagte ich mich zaghaft vor.
Sein Lächeln wurde auf einmal ziemlich bald. Er strahlte geradezu und mein Atem stockte. So glücklich hatte ich ihn bisher noch nie erlebt. Er wirkte noch schöner als sonst. Eigentlich sah er gar nicht so perfekt aus. Nicht wie ein typischer Prinz eben. Aber für mich war er auf jeden Fall perfekt. Er hielt im Paddeln inne und legte sie ins Boot, sodass wir auf dem Wasser treiben konnten. Während er sich zu mir setzte wackelte das Boot ein bisschen. Ich hielt den Atem an. Was dachte er jetzt?
„Meinst du das ernst?“, fragte er nur.
„Ja“, nickte ich immer noch unsicher.
„Du willst nicht wieder zurück an die Wasseroberfläche?“, hakte er nach.
„Na ja, zu Besuch vielleicht. Ich würde gerne meine Freunde und Verwandten wieder sehen, wenn das möglich ist. Aber du bist hier und ich möchte bei dir sein.“ Hatte ich zu viel gesagt. Was, wenn ihm das alles zu schnell ging. Ich kannte ihn ja kaum.
„Es wird dir möglich sein deine Leute da oben zu besuchen, aber vermutlich werden sie unangenehme Fragen stellen, sollte ich mitkommen“, sagte er zunächst und beobachtete mich genau.
„Okay …“, sagte ich nur gedehnt.
„Und was das andere betrifft …“ Er ließ seine Worte im Wasser hängen und küsste mich stattdessen sehr sanft und sehr zärtlich. Ich zog ihn in meine Arme und eine Gänsehaut breitete sich über meine Arme aus. Kyle war wirklich toll. Ich konnte mir gut vorstellen, dass er ziemlich romantisch war. Kyle kostete den Kuss völlig aus. Dann löste er sich langsam von mir und sah mir tief in die Augen. „Reicht das als Antwort.“
Jetzt verstand ich auch mal den Spruch: „Küssen sagt mehr als tausend Worte. Das stimmte also wirklich.
„Ja“, nickte ich.
„Gut.“ Dann riss er sich wieder von mir los und widmete sich wieder seinem Paddeln. Ich konnte meinen Blick nicht von ihm abwenden.
Wir paddelten eine Weile durch das Wasser. Mein niegelnagelneuer Freund schwieg beharrlich. Ich fragte mich, wo er mich hinbringen wollte. Als ich schon fast dachte, dass er vielleicht gar kein richtiges Ziel hatte bog er um eine Ecke und vor uns lag ein Höhleneingang. Okay. Damit hatte ich nicht gerechnet, aber er paddelte genau darauf zu. Das Boot hielt am Höhleneingang. Er packte die Decke in einen Rucksack, den ich bisher nicht gesehen hatte, und schnallte ihn sich auf den Rücken. Er stieg aus, reichte mir die Hand und half mir aus dem Boot.
„Echt jetzt? Eine Höhle?“, fragte ich ihn verwirrt.
„Lästere lieber nicht zu früh über diese Höhle. Sie ist eine besondere Höhle, aber das solltest du dir besser selbst ansehen“, riet er mir. „Na komm.“
Also verkniff ich mir jeden Kommentar zu der Höhle und fragte ihn stattdessen: „Was hast du in deinem Rucksack?“
„Später“, sagte er nur und zog mich in die Höhle. Zunächst erkannte ich nichts besonderes ausser gelbes Licht, dass aus dem Boden zu kommen schien. Ausserdem war hier keine Spur von Wasser. Alles war trocken. Konnte Kyle hier denn überleben? Vielleicht ja, weil wir eigentlich immer noch unter Wasser waren.
Wir drangen tiefer in die Höhle ein. Erst nach etwa einer viertel Stunde als ich Kyle schon fast fragen wollte, ob wir nicht wieder umkehren wollten, bemerkte ich Veränderungen. Plötzlich war das Licht dunkelblau und kam von den Wänden, nicht vom Boden. An dem blau funkelten tausende von Sternen.
Ich warf Kyle einen Blick zu und er lächelte, ging aber schweigend weiter. Also folgte ich ihm. Jetzt war ich gespannt was mich noch erwartete.
Nach weiteren fünf Minuten war da grünes Licht, das von der Decke schimmerte. Es wirkte etwas schuppig. Sprachlos blieb ich stehen.
„Wo sind wir hier?“, fragte ich nur.
Kyle lächelte noch breiter. „Nur noch ein Abschnitt. Dann sind wir am Ziel. Dann werde ich dir auch alles erklären.“
Also musste ich mich noch etwas gedulden. Ich ging neben Kyle her und er nahm meine Hand in seine. Sie fühlte sich warm und vertraut an. Der nächste Raum kam nach einem langen Gang und hatte mehrere Säulen zu bieten. Das Farbenspiel hier war total verrückt. Alle Farben der Welt wechselten sich langsam wie bei einer Diashow ab, bildete Formen, Tiere, Wesen und alles mögliche. Ich betrachtete das Farbenspiel fasziniert. Ich konnte meinen Blick gar nicht davon abwenden. Deswegen bemerkte ich auch nicht wie Kyle zufrieden seinen Rucksack leerte und ein Picknick für uns vorbereitete.
„Hast du genug gesehen? Du kannst deinen Blick jederzeit wieder den Farben zuwidmen. Wir werden hier eine Weile bleiben“, amüsierte sich Kyle.
Wiederwillig wandte ich meinem Blick den Farben zu. Dann erst bemerkte ich das Picknick. Er hatte wirklich an alles gedacht. Das leckerste Essen, Wein, und sogar Kerzen, die er angezündet hatte. Ich ging zu ihm und drückte ihn an mich. Er umarmte mich nur.
„Wo sind wir hier?“, flüsterte ich an sein Ohr.
„In der Farbenhöhle. Manche nennen sie auch die Lebenshöhle. Hast du schon mal von Träumern gehört?“, erzählte Kyle mir.
„Ja, Träumer. Sie waren vor langer Zeit sehr mächtig. Allerdings wusste kaum jemand was von ihnen. Es gibt immer noch alle Welten, aber die anderen sind jetzt verborgen. Nur noch die Wasserwelt ist zu erreichen. Früher nannte man sie Wasserrad. Oh, Mann. Ich sollte dir unbedingt was über unsere Geschichte beibringen.“
„Ja, das solltest du wohl. Ich versteh nämlich kein Wort von dem was du sagst“, stimmte ich ihm zu.
„Na, jedenfalls gab es füher mal Träumer. Und die haben diese Höhle erschaffen. Dieses Fabenspiel und teilweise auch das Abbild der damaligen Welten“, überging er meinen Kommentar mehr oder weniger.
„Es ist wunderschön“, hauchte ich.
Kyle lächelte nur. „Ja, das ist es. Ich habe Hunger, du auch?“

Und da die Zeit schon wieder rennt und ich gleich noch Fernsehen gucken wollte folgt die Fortsetzungen dann ein andermal.

Jetzt hab ich es doch getan. Ich spielte schon eine Weile mit dem Gedanken meine Bloggeschichte mit meiner DIN A 5 Block-Geschichte zu verbinden. Jetzt hab ich es getan. Durch die Träumer. Mal sehen, was noch draus wird.

Was sagt ihr zu diesem Teil? Was sagt ihr zu der Höhle?

Advertisements

14 Gedanken zu “Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 20)

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s