Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 21)

Und weiter gehts mit meiner Bloggeschichte. Irgendwie bin ich ja heute weder beim Bloggen wesentlich weiter gekommen noch beim Lesen und Schreiben. Momentan ist echt der Wurm drin …

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 21)

Ich setzte mich also zu Kyle und wir langten zu. Es war echt lecker. Er hatte Käse in Stückchen geschnitten, Wurst in Scheiben gelegt und Trauben und Algen dazwischen gelegt. Und dann die ganzen Kerzen … Einfach schön.
„Kyle?“ Er hatte bis jetzt gedankenverloren vor sich hingestarrt und gegessen. Nun fiel sein Blick auf mich.
„Ja?“, fragte er.
„Danke“, sagte ich nur und schenkte ihm ein Lächeln.
„Wofür?“, wollte er ehrlich überrascht wissen.
„Für diesen Ausflug und dafür, dass du mich abgelenkt hast“, sagte ich.
„Das hab ich doch gern gemacht. Ausserdem hatte ich es sowieso vor. Allerdings erst viel später. Und wenn es nur für den Unterricht gewesen wäre. Aber du hast noch lange nicht alles gesehen. Da ist noch mehr. Ein bisschen möchte ich dir heute noch zeigen“, lächelte er.
„Da bin ich ja mal gespannt.“ Allerdings konnte ich mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen wie ich in jemals nur als Lehrer oder Bruder betrachten konnte.
„Das darfst du auch.“
Als wir aufgegessen hatten, fragte ich: „Und was jetzt?“
„Jetzt zeige ich dir den Rest der Höhle.“ Wir standen auf und er nahm meine Hand. Den Korb ließ er da. Wir aber gingen in einen der Gänge. Er sah erst mal ganz normal aus.
„Denk an irgendetwas was mit Farbe zu tun hat“, riet er mir.
Ich dachte an die Sonne. So strahlend gelb wie sie bei uns immer am Himmel schien. Ein bisschen vermischt mit einem orange vom Sonnenuntergang. Nach etwa zwei Sekunden passierte etwas. Lauter untergehende Sonnen erschienen an den Wänden.
„Wow“, hauchte ich.
„Denk an noch etwas anderes“, riet er mir.
Ich dachte an das orangerote Feuer und nach weiteren Sekunden vermischte sich es mit den Sonnenbildern auf der Wand. Staunend sah ich Kyle an. „Wie?“
„So ähnlich wie mit den Farben. Du musst bedenken, wir sind hier in der Welt der Träumer. Hier ist so gut wie alles möglich …“, sagte er nur.
„Und jeder Bereich der Höhle ist anders?“, fragte ich weiter, obwohl ich mit Träumern immer noch nicht fiel anzufangen wusste.
„Ein bisschen“, nickte er. „In jedem Bereich ist mehr oder weniger alles möglich, aber es gibt auch einen Bereich, wo man nichts verändern kann. Diese Träume sind fest. Sie sind extra als Andenken dagelassen worden. Komm mit.“
Er zog mich weiter. Bis sich jetzt wieder etwas veränderte dauerte es eine Weile. Ich genoss es einfach ihn in meiner Nähe zu haben. Auch wenn wir beide recht schweigsam waren.
Und dann kamen wir wieder in einen großen Raum. Hier befanden sich lauter Bilder an der Wand. Ich sah kleine geflügelte Wesen (Vielleicht Engel?), Drachen, Zwerge und einige mir unbekannten Wesen. Es waren bunte Bilder mit einer Geschichte dazu. Das spürte ich.
Ich brauchte gar nicht mehr nachzufragen. Kyle erzählte mir von sich aus, was er über diesen Bereich unserer Höhle wusste.
„Das hier ist die Geschichte aus der Zeit in der die Träumer lebten. Dass es damals vier Welten gab erzählte ich ja bereits. Die Welten hießen Himmelstür, Erdfall, Wasserrad und Feuerrad. Wir leben hier in den Bereichen, die noch von Wasserrad übrig sind. Es gibt eine Geschichte, die erzählt von einem jungen Paar. Dylan & Darleen. Es heißt, sie konnten nicht zusammen sein, weil keine Welt die andere besuchen konnte. Jeder musste für sich bleiben. Woran das liegt weiß ich nicht.“ Eine Weile schien es als würde er in Erinnerungen schwelgen. Was waren das für Erinnerungen? „Darleen war eine Himmelsbewohnerin und Dylan kam aus Erdfall. Eines Tages wurde Dylan durch einen falschen Fluch. Als Geist konnte er in Himmelstür verweilen und zusammen suchten Dylan, Darleen und ihre Freunde diesen Fluch wieder rückgängig zu machen. Die Geschichte geht noch weiter, aber das würde jetzt zu lang werden.“ Er schüttelte kurz mit dem Kopf wie um längst vergangene Erinnerungen abzuschütteln. „Jedenfalls war einer aus der Gruppe ein Träumer. Er kam im Laufe der Zeit hier her und gestaltete diesen Raum nach Erzählungen oder seinen eigenen Erlbenissen. Hier steckt ein Stück von Dylan und Darleens Geschichte drin.“
„Kyle …“ Ich spürte, dass er etwas mit dieser Geschichte zu tun hatte, aber ich wollte ihn noch nicht danach fragen. Er war noch nicht bereit mit mir darüber zu reden. Wir kannten uns zu wenig. Also nahm ich ihn nur tröstend in meine Arme und eine Weile standen wir so dar.
Dann löste er sich langsam wieder von mir.
„Wir sollten langsam gehen. Romy wird sich Sorgen machen. Daran hätte ich denken sollen. Wir hätten ihr Bescheid geben müssen“, fand er dann und fühlte sich offenbar etwas unwohl.
Oh, verdammt, Romy. An sie hatte ich gar nicht gedacht. Ich wollte hier nicht weg, aber er hatte recht. Romy machte sich bestimmt schon Sorgen.
„Ja, du hast vermutlich Recht.“ Also gingen wir zurück zu Kyles Rucksack und den Picknickresten. Auf dem Rückweg genoss ich nochmal die ganzen Farben. Ihre Vielfalt und Formen. Kyle sammelte unsere Sachen ein und wir verließen die Höhle.
Vielleicht würde ich ja irgendwann noch mal hierher zurück kommen. Wenn ich Kyles ganze Geschichte kannte. Wenn ich wusste, was die Geschichte von Dylan und Darleen ihm wirklich bedeutete. Wenn er mir so sehr vertraute, dass er zum ersten mal in seinem Leben darüber redete. Ich hatte nämlich das Gefühl, dass selbst seine Familie keine Ahnung hatten, dass in Kyle mehr steckte als er zeigte. Vielleicht kannten sie nicht mal diese Höhle. Hatte Kyle sie nur mir gezeigt? So viele Fragen, aber ich musste abwarten bis er zu Antworten bereit war. Ich würde schon noch hinter seinem Geheimnis kommen. Das nahm ich mir fest vor. Zunächst einmal stiegen wir aber wieder in das Boot, damit er uns zurück in die Stadt bringen konnte, wo uns unsere Freunde erwarteten.


Na, schon neugierig geworden auf Dylan & Darleen? Mir schwirrt jetzt noch so ein Gedanke im Kopf rum. Wie Kyle mit der Geschichte verankert sein könnte. Irgendwie gefällt mir die Idee total gut. Mal sehen, wie ich sie umsetzen kann.

Wie fandet ihr diesen Teil? Irgendwelche Anmerkungen?

6 Gedanken zu „Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 21)

    • Ja, teilweise ist sie wirklich traurig. Aber eigentlich gerät die Liebesgeschichte bei mir bei Dylan & Darleen teilweise doch recht in den Hintergrund. Aber mir gefällts eigentlich. Schön, dass dir die Überleitung gut gefällt. Wobei mein Liebling gar nicht die zwei Hauptcharaktere sind sondern wirklich Avin, den ich hier ja auch schon mal ansatzweise vorkommt und der ja noch eher ein Nebencharakter ist. Der hat einfach so viel Potential. Da muss auf jeden Fall noch was mit ihm kommen.

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    • macht ja nichts. Stimmt, da musste ich auch gleich an die Chimpmunks denken. Avin gefällt mir auch richtig gut. Dabei war das ein spontaner Einfall. Jemand aus einem anderen Buch (aber nicht von mir) heißt so ähnlich.

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Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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