Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 22)

Und weiter gehts mit meiner Bloggeschichte. Der nächste Teil steht an.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 22)

Kyle brachte uns sicher zurück in die Stadt. Er legte an seinem Haus wieder an und beeilte sich alles fest zu machen. Er ließ es sich aber nicht nehmen mir aus dem Boot zu helfen, indem er mir seine Hand reichte. Ich lächelte ihn dankbar an. Er brachte seinen Rucksack kurz rein und brachte mich zu Romy. Bevor wir klingelten gab er mir noch einen sanften Kuss auf den Mund.
„Es war schön heute mit dir“, sagte er.
„Fand ich auch.“ Ich küsste ihn noch mal, dann lösten wir uns voneinander und er klingelte.
Romy machte auf und wirkte erleichtert als sie uns sah. „Na, endlich. Wir haben uns schon Sorgen gemacht. Wo hast du sie aufgegabelt, Kyle?“
„Bei mir“, sagte er schlicht.
„Was?“ Überrascht starrte Romy uns beide an.
„Lässt du uns rein?“, fragte Kyle mit einem Lächeln auf seinem Gesicht.
„Klar.“ Sie öffnete die Tür weiter und dort waren sie alle versammelt. Kyle, Henry und sogar Adam. Ich seufzte tief. Hatten sie mich alle gespürt. Nur Kyles Anwesenheit war es zu verdanken, dass ich ruhiger wurde, statt nervöser. Unmerklich hatte er meine Fingerspitzen mit seinen berührt und das hatte schon ausgereicht.
„Was ist hier los, Kyle?“, fragte Adam nur.
„Wir haben einen Ausflug gemacht“, antwortete er gelassen.
„Und du hast es nicht für nötig gehalten uns davon zu erzählen? Du hast nicht einmal daran gedacht, dass wir uns Sorgen machen konnten?“, wütete Romy.
„Ihr könnt nicht nur ihm die ganze Schuld in die Schuhe schieben. Ich hab zu dem Ausflug zugestimmt. Ich brauchte einfach mal eine Auszeit“, verteidigte ich Kyle jetzt.
„Oh, zu dir komm ich schon noch“, erwiederte Romy bissig.
„Es ist nicht ihre Schuld und sie hat Recht. Sie brauchte ihre Auszeit.“ Kyle hatte sich versteift. Offenbar meldete sich gerade sein Beschützerinstinkt mir gegenüber.
„Ich hab schon gehört, was sich zwischen euch ereignet hat.“ Plötzlich wurde Adam eisig und ich griff nach Kyles Hand. Er drückte sie sanft. Dann wandte sich Adam direkt an mich. „Ich hatte gehofft, du entscheidest dich für Henry.“ Ich spürte wie Kyle sich noch mehr versteifte.
„Du hast mir die Wahl gelassen zwischen Kyle oder Henry oder meine Welt. Ich hab mich für Kyle entschieden. Wieso soll das auf einmal nicht richtig sein?“ Geschockt starrte ich Adam an. Henry schien sich sehr unwohl in seiner Haut zu fühlen.
Adam schien seine Worte zu bereuen. „Aber nur weil ich davon ausgegangen war, dass du Henry wählen würdest.“
„Und wieso das?“, fragte ich. Ich wusste überhaupt nichts mehr. Nur, dass ich mich nicht von Kyle abwenden wollte, nur weil ein paar Wasserwesen irgendetwas gegen ihn hatten.
„Weil Kyle nicht mein Sohn ist. Ich hab ihn nur adoptiert“, gab er schließlich zu. Kyle zuckte zusammen und da wir uns immer noch an den Händen hielten, drückte ich sanft seine Hand, um ihm zu zeigen, dass mir diese Tatsache nichts ausmachte. Im Gegenteil. Dieser Grund machte mich nur so richtig wütend. Kyle muss das gewusst haben. Sein Vater muss ihm von Anfang an gesagt haben, dass er sich von mir fern halten sollte. Er hatte es nie gewollt. Das tat mir unendlich leid für ihn. Offenbar wurde er hier nicht so geliebt wie ich es mir für ihn gewünscht hätte. Offenbar war das alles nur vorgetäuscht gewesen solange Kyle sich an Henrys Abmachung hielt. Aber das würde ich nicht zulassen. Ich würde nicht zulassen, dass sie sich Kyle gegenüber so benahmen. Als wäre er weniger wert als Henry oder sogar überhaupt nichts.
„Deswegen ist er nicht weniger wert. Im Gegenteil!“, schleuderte ich Adam entgegen. Wegen Henry taten mir meine Worte anschließend leid, aber ich wollte sie nicht zurücknehmen.
„Tja, wenn du das so siehst, solltest du vielleicht wirklich zurück in deine Welt und Kyle wird verbannt“, erwiederte der König hart. Wie hatte ich ihn nur je für freundlich halten können?
„Was?“ Entsetzt sah ich Kyle an. Er war in sich zusammen gesackt.
Zu meiner Überraschung war es Henry, der sich für uns einsetzte. „Vater, das kannst du nicht machen. Jileen hat nur getan was du ihr aufgetragen hast. Was wäre gewesen, wenn sie zurück in ihre Welt gewollt hätte? Hättest du sie auch nicht gelassen?“
„Davon verstehst du nichts, Henry. Ausserdem bist du voreingenommen“, warf Adam ihm nur vor.
„Nein, Vater. Das denke ich nicht. Du bist es, der falsch reagiert. Jileen hat nichts falsch gemacht.“ Nun klang auch Henry panisch. Offenbar bemerkte er erst jetzt in welcher Situation Klye und ich steckten.
„Beruhigen wir uns doch erst mal wieder alle“, versuchte Romy die Situation zu entschärfen. „Adam, ich hab keine Ahnung was gearde in deinem Kopf vorgeht, aber ich muss Henry recht geben. Du hast Kyle ebenso als deinen angesehen wie Henry. Callum sag doch auch mal was.“ Hilfesuchend sah sie sich zu unserem Mann gewesen. Er war die ganze Zeit beunruhigend still gewesen.
„Adam hat Kyle nie als seinen Sohn angesehen“, erklärte er und sah niemanden an.
„Was? Du wusstest davon?“, fuhr Romy ihn an. Offenbar hatte sie nichts geahnt.
Callum sagte nichts. Auch Romy schwieg betroffen. Was war hier bloß los? Wie konnte alles so eskalieren. Ich war doch nur meinem Herzen gefolgt.
Adam schien sich zum Aufbruch bereit zu machen. Vorher sagte er noch: „Kyle unser Abkommen ist beendet. Ich gewähre dir keinen Schutz mehr in dieser Stat. Inzwischen sollte genug Zeit vergangen sein, dass du nicht mehr überall gesucht wirst. Vielleicht findest du ja noch irgendwo einen deiner kleinen Freunde wieder. Du solltest von hier verschwinden. Ich decke dich nicht mehr und ich lüge auch nicht mehr für dich.“ Damit verließ Adam Romys Haus.
„Kyle, was meint er damit?“, fragte ich meinen Freund unsicher.
Er schüttelte nur frustriert den Kopf. „Später …“
Zu meiner Überraschung stellte sich jetzt Callum vor uns. „Das kann ich nicht zulassen. Du kannst sie nicht mitnehmen.“
Sofort drückte Kyle meine Hand fester.
„Das hast du kaum zu entscheiden. Sie ist so oder so verbannt von hier. Ob sie jetzt mit mir mitkommt oder nicht“, sagte Kyle nur als wäre es nicht weiter von Bedeutung ob ich mitkomme oder nicht. Hatte er mir alles nur vorgespielt? Ich warf ihm verstohlen einen Blick zu. Er schüttelte fast unmerklich mit dem Kopf. Diese Maske hatte er gelernt vor langer Zeit in genau solchen Situationen aufzusetzen. Er hattte mir nichts vorgespielt. Das konnte nicht sein.
„Jileen“, wandte sich Callum jetzt direkt an ihn. „Du gehörst hier her. Du gehörst zu Henry. Du gehörst zu uns. Kyle ist nicht der für den du ihn hälst. Du solltest hier bleiben.“
„Wie Kyle schon sagte, ich wurde doch sowieso schon verbannt. Ich kann gar nicht hier bleiben. Und ich wüsste nicht, was es dich angeht wohin ich gehe“, spie ich ihm nur entgegen.
„Wenn du bei Henry bleibst könntest du auch hier bleiben“, versuchte es Callum noch mal.
„Nein“, sagte ich entschieden. „Das wäre falsch. Ausserdem fühl ich mich hier nicht mehr wohl. Ich werde gehen.“ Entschuldigend sah ich Henry an, dann wandte ich mich an Kyle. „Lass uns von hier verschwinden. Offenbar sind wir hier unerwünscht.“
Kyle nickte mir zu, doch Romy hielt mich zurück. „Halt, deine Sachen …“
„Das sind nicht meine Sachen. Ich hab nichts von zu Hause hier mit hingenommen.“ Und damit zog ich Kyle zur Wohnungstür und verließ Romys Heim für immer. Was war nur aus uns geworden? Wo sollten wir jetzt hin? Und was war wirklich Kyles Geheimnis? Ich machte ihm keine Vorwürfe. Ich hatte gewusst, dass er mir noch nicht alles anvertraute. Ich hatte nur nicht erwartet, dass es sowas war.
Wir liefen so gut es ging durch die Menschenmenge, die sich heute auf den Straßen lümmelte. Kyle wollte durchaus noch ein paar seiner Sachen aus seinem Haus holen. Ausserdem brauchten wir Nahrung. Also verstaute er alles ins Boot, half mir hinein und dann fuhren wir los. Ob er mich zunächst wieder zu der Höhle bringen würde? Dort würde uns doch niemand suchen, oder? Ich wusste es nicht. Hauptsache, wir kamen weg von hier. Ich wollte einfach nur weg.

Was ist denn hier passiert. Eigentlich sollte es doch eine friedliche Rückkehr werden und sie sollten bleiben. Da hat sich meine Geschichte das wohl mal wieder anders gedacht. Wow, war das heftig, oder was meint ihr? Arme Jileen. Armer Henry. Aber noch mehr leid tut mir Kyle. Er wächst mir immer mehr ans Herz. Wie es wohl weiter geht? Ich weiß es selbst noch nicht genau. Hab aber so eine dunkle Ahnung. Das seltsame ist, dass ich super mit Kyle und Jileen mitgefiebert hab, obwohl es doch meine Charaktere sind und ich wissen sollte, was mit ihnen geschieht …

Was meint ihr dazu?

6 Gedanken zu „Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 22)

    • Ja, fand ich auch. Hätte ich so auch nicht erwartet. Morgen gehts auf jeden Fall weiter. Ich hab am Samstag nämlich schon für Montag mitgeschrieben … LG Corly

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    • Ah – gut. Ich schreibe auch gerade weiter, ich hatte nur noch eines vordatiert und will noch bisschen Puffer aufbauen für die Tage an denen ich keine Zeit oder Lust habe.

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    • okay, heute werd ich wohl nicht mehr dazu kommen was davon zu lesen. Erst muss ich mal noch meine Rezi schreiben und von der Geschichte auf dem DIN A 5 Block hab ich heute noch gar nichts geschrieben. Und Monatsberichte und sowas. Werde wohl vermutlich länger hier drin bleiben. Mal sehen …

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    • Den hatte ich gestern schon angefangen und heute morgen gott sei dank weiter gemacht. Da ging alles noch richtig. Aber muss den noch etwas auf den aktuellen Stand bringen.

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Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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