Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 23)

So, für Montag muss ich jetzt aber auch schon vordartieren. Sonntag komm ich vermutlich eh nicht zu und ich bin jetzt gedanklich gerade so in der Geschichte vertieft. Also weiter gehts …

Achtung: Ich muss euch leider warnen. Wer irgendwann mal Dylan & Darleen lesen will wird hier vielleicht etwas sehr gespoilert oder aber auch nicht. Ich bin mir noch nicht sicher ob das hier wirklich eine Art Fortsezung wird oder eher ein Nebenband undabhängig von der Hauptstory und nur mit ein paar Aspekten von Dylan & Darleen. Jedenfalls werden ab jetzt wohl ein paar Charaktere aus der Geschichte auftauchen. Ihr müsst selbst entscheiden ob ihr weiterlesen wollt, aber dann wisst ihr für Dylan & Darleen vielleicht schon zu viel. Ich bin mir noch nicht ganz sicher. Das war so eigentlich nicht geplant gewesen. Aber falls ihr doch weiterlest: Viel Spass beim Lesen:

Weiterlesen auf eigene Gefahr: Ansonsten gilt wirklich: Betreten verboten!

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 23)

Wir fuhren tatsächlich zunächst erst mal zu der Höhle. Seit wir hier angekommen war hatte Kyle den Rucksack, den er mitgenommen hatte von sich geschleudert und war die ganze Zeit hin und her gelaufen. Das machte mich wahnsinnig. Entschlossen ging ich zu ihm und zog ihn in meine Arme damit er sich beruhigte. Er zitterte am ganzen Körper. So aufgelöst hatte ich ihn noch nie gesehen.
„Kyle, hör auf. Beruhige dich. Ich kann verstehen, dass du aufgewühlt bist, aber das du hier so abdrehst hilft niemanden was.“ Es tat mir leid ihm das so unsanft klarmachen zu müssen, aber sonst würde es gar nicht erst bei ihm ankommen.
Er ließ die Schultern hängen und ich spürte in meinem Armen wie er zusammensackte. Das war noch viel schlimmer als das Hin- und herlaufen.
„Kyle …“ Sanft zog ich ihn noch enger an mich. Dieses Zittern musste endlich aufhören.
„Tut mir leid“, sagte er schließlich. „Einfach alles. Ich hätte dich da nicht mit reinziehen dürfen. Ich hätte stärker sein müssen.“
„Hör auf Kyle“, wies ich ihn erneut zurecht. „Hör auf dir die Schuld zu geben. Ich habe mich in dich verliebt, okay? Dafür kann keiner was. Für deine Gefühle kannst du auch nichts. Und vergiss gar nicht erst mir irgendwas auszureden. Ich werde gar nicht erst daran denken dich wieder gehen zu lassen.“
„Das solltest du aber besser“, sagte er hart und ich zuckte zusammen. „Du kennst mich überhaupt nicht. Du kennst Kyle vielleicht ein bisschen, aber nicht mich. Du weißt nichts über mich. Du hast keine Ahnung worauf du dich da eingelassen hast.“ Er steigerte sich da immer mehr herein. Das war nicht gut. Gar nicht gut.
Plötzlich hörte ich etwas. Schritte. Riesige Schritte. Wer war das?
„Kyle, da ist jemand“, rief ich panisch. Kyle sah sich allamiert um.
„Vielleicht sollten wir lieber verschwinden“, meinte er halbherzig.
„Wartet!“, rief die Stimme und Kyle zögerte. Er spannte sich an, aber er war nicht in Fluchtbereitschaft. Stattdessen fragte er zaghaft und ungläubig: „Fidi? Bist du das?“
Und plötzlich tauchte ein riesiger Drache auf. Ich drückte mich näher an Kyle. Der Drache war grün und groß und schuppig und … beänstigend.
Doch Kyles Haltung veränderte sich völlig. Fast überglücklich fragte er: „Fidi, was machst du hier? Ich dachte, ihr wärt alle tot.“
„Kyle?“, fragte ich zaghaft, doch er beachtete mich überhaupt nicht mehr. Er sah nur noch zu Fidi.
„Also wirklich, Kumpel. Alle? Ist das dein Ernst? Deswegen hast du dich also jahrhundertelang versteckt? Nein, oben ist längst alles wieder wie neu. Selbst ein Teil von Himmelstür ist wieder da. Ich dachte, du bist der Wissenshüter. Müsstest du sowas nicht wissen?“ Der Drache klang fast spöttisch, falls das bei Drachen überhaupt möglich war. Ich starrte die beiden nur sprachlos an. Wissenshüter? Jahrhunderte? Was war hier los.
Kyle krampfte sich beim Wort Wissenshüter sichtlich zusammen. „Ich bin schon lange kein Wissenshüter mehr.“
„Nein“, stimmte ihm der Drache zu. „Wie ich hörte nennst du dich jetzt Kyle. Was deinem alten Namen niemals gerecht wird. Aber deine silbernen Haare von damals sind dir offenbar geblieben.“
„Wer ist noch am Leben, Fidi? Wie konnten sie überleben?“, fragte Kyle nur.
„Eine Handvoll Leute. Ein paar Engel. Darunter Devy. Ein paar meiner Drachenbrüder. Die Träumer und Aemilian“, zählte Fidi auf.
„Dylan und Darleen?“, hakte Fidi nach.
Fidi schüttelte bedauernd mit dem Kopf. Kyle sackte erneut in sich zusammen.
Was zum Teufel war hier bloß los? „Hey!“, verschaffte ich mir Gehör. „Ich will wissen, was hier los ist. Kyle?“
Kyle drehte sich nun zu mir um. „Das ist ein alter Freund von mir. Fidi. Er hat mich lange Zeit begleitet. Fidi das ist Jileen. Meine …“
„Ich rieche Liebe, wenn ich sie sehe“, unterbrach Fidi ihn. „Du musst mir nichts erklären. Das freut mich für dich, Wissenshüter. Du hast lange genug gelitten. Aber offenbar hast du selbst ihr nicht erzählt, wer du wirklich bist.“
„Wir kennen uns noch nicht so lange“, hauchte Kyle kleinlaut.
„Dann wird es jetzt offenbar Zeit. Du warst noch nie so lange hier. Mal ausgenommen von dem Ausflug mit dem Mädchen“, bemerkte Fidi. Kyle starrte ihn mit offenen Mund an.
„Ja, was glaubst du denn? Ich habe dich beobachtet. Einer muss es ja tun.“ Schnaubend bedachte er Kyle mit einem bösen Blick.
„Du hast mich die ganze Zeit beobachtet?“, staunte Kyle.
„So gut es unter Wasser ging, ja. Ich bin kein Wasserdrache, Wissenshüter. Ich kann durch alle Welten wandern, aber mein zu Hause ist und bleibt Himmeltür.“
„Nenn mich nicht Wissenshüter“, sagte Kyle nur. „Der bin ich nicht mehr.“
„Doch, er steckt immer noch tief in dir drin. Du kannst ihn nicht einfach so ablegen wie es dir passt“, versicherte Fidi ihm. „Du bist immer noch Avin.“
Avin. Ein schöner Name. Avin. Hatte ich den schon mal gehört?
„Nein, bin ich nicht. Ich bin Kyle“, behauptete mein wunderbarer Freund stur.
„Deine Zeit als Kyle ist offenbar vorbei. Dein Schutz ist aufgehoben worden, wenn ich es richtig mitbekommen habe. Du bist hier nicht mehr sicher. Soweit du geschützt worden bist konnte ich deine Geflogenheiten akzeptieren. Aber da das nun vorbei ist solltest du nach Himmelstür zurück kehren. Du solltest die Engel aufsuchen. So wie damals. Wenn du das Mädchen mitnehmenwillst, von mir aus. Aber erzähle ihr erst deine Geschichte. Sie muss wissen worauf sie sich einlässt. Das ist nur fair. Ich werde in der Höhle des Wissens solange warten bis du hier fertig bist. Aber dann müssen wir los.“ Der Drache wandte sich wieder um, doch Kyle – nein Avin – rief ihn zurück. Der Drache betrachtete ihn neugierig.
„Du wusstest, dass es so kommen würde, oder? Das meine Zeit im Wasser irgenwann vorbei sein würde“, fragte er.
„Ich hab es geahnt. Ich wusste nicht wann. Aber es war nur eine Frage der Zeit. Du gehörst nach Himmelstür. Nicht ins Wasser. Ich hab dich nur wegen Nele hier gelassen. Sonst wärst du schon lange wieder oben.“ Und mit diesen Worten drehte sich der Drache um und verschwand aus meiner Sicht. Wir hörten seine tapsenden Schritte noch eine Weile. Dann war er fort.
„Kyle? Bitte, erzähl mir alles? Wer bist du wirklich und was hast du erlebt?“


Owei, was hab ich nur getan? Eigentlich wäre es jetzt logisch, wenn ihr an dieser Stelle Dylan & Darleen lesen würdet, aber es wird vermutlich noch dauern bis ich die drei Teile fertig hab oder gar abgeschrieben. Also müsst ihr selbst entscheiden ob ihr etwas gespoilert werden wollt und weiterlesen wollt. Denn jetzt bin ich richtig in Kyle & Jileen drin. Euer Pech. Mal sehen, wie es mit den beiden weiter geht. Irgendwann …

8 Gedanken zu „Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 23)

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