Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 25)

Und ein weiterer Teil meiner Bloggeschichte steht an. Mal sehen, was ich heute so aus dem Ärmel schütteln kann.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 25)

Ich war froh, als wir endlich wieder an der Oberfläche waren. Also über Wasser. Fidi hatte sich wirklich Mühe gewesen. Aber ab einem gewissen Zeitpunkt waren selbst Avin und ich nicht mehr vor dem Wasser geschützt. Hinein ging es doch wesentlich leichter als hinaus.
Pitschnass und zitternd, da es offenbar Herbst geworden war, kamen wir am Strand an. Dass Fidi sich ausschüttelte und uns damit noch nässer machte, machte es auch nicht besser. Wie lange war ich weg gewesen? Als ich ins Wasser gefallen bin war es ziemlich warm.
Dann fiel  mir noch was anderes auf: „Fidi, was ist, wenn die Bewohner dieser Stadt dich sehen? Du bist nicht gerade unsichtbar.“
„Mach dir da mal keine Gedanken“, erwiederte er. „Ich hab da so meine Mittel mich unsichtbar zu machen.“
„Fidi hat sich im Laufe der Zeit einige Magie zu eigen gemacht. Wie eigentlich jeder von uns. Wir haben von den anderen Völkern gelernt und Dinge übernommen. Er kann sich also wirklich unsichtbar machen“, erklärte Kyle mir.
„Okay.“ Wenn er das sagte war es wohl auch so.
„Aber er wird uns nicht begleiten. Er wird am Strand warten, oder Fidi?“, fragte Kyle den Drachen herausfordernd.
„Gott bewahre. Natürlich nicht. Wo denkst du hin? Ich und in der Welt da draußen. Nein danke. Da bleibe ich doch lieber in meiner Welt“, regte sich Fidi auf.
„Ist ja schon gut“, stöhnte Kyle. „Ich nehme an du findest uns, wenn wir wieder zurück sind.
„Wie immer“, nickte der Drache stolz.
„Dann lass uns gehen“, sagte er zu mir. „Sicher möchtest du deine Familie endlich wieder sehen.“
„Okay“, strahlte ich.
Er nahm meine Hand in seine und wir gingen los. Vielleicht sollte ich ihm beibringen, dass wir nicht gerade Hand in Hand bei meiner Familie auftauchen sollten und auch zunächst einmal trockene Sachen anziehen sollten. Schließlich wollte er sich ja um mich gekümmert haben. Aber noch sagte ich nichts. Ich wohnte am anderen Ende der Stadt und würde ihn zunächst in einem Modegeschäft bringen. Als ich ins Wasser gefallen war, war ich gerade auf dem Weg zum Einkaufen gewesen und hatte etwas Geld dabei. Wenn auch vermutlich ziemlich nasses Geld. Aber vielleicht konnten wir damit etwas erreichen. Für Kleidung würde es reichen.
Also führte ich ihn Richtung einem eher abgelegenen Einkaufszentrum. Als wir die ersten kleineren Geschäfte erreichte fragte er: „Hier wohnst du?“
„Nein, aber wir brauchen trockene Kleidung, wenn wir realistisch sein wollen“, entgegnete ich.
Kyle sagte nichts mehr und ließ sich von mir mitziehen. Bis zum Einkaufszentrum war es nicht mehr weit. Hier war etwas mehr los, aber es war unwahrscheinlich, dass wir auf jemanden trafen, den ich kannte.
Ich suchte ein extra kleines Gescheft aus, was nicht so teuer war und schleifte Kyle mit rein. Er sah sich überrascht um. Ich hätte jetzt so viel dafür gegeben zu wissen was er denkt. War er je in so einem Geschäft gewesen? Gab es solche Geschäfte in seiner Welt?
Ich ging dagegen zielstrebig zu den Pullis und Jeans und drückte ihm welche in die Hand. „Probier die mal an.“
Fragend sah er mich an und ich zeigte schweigend auf die Männergardrobe. Also ging er dort hinein und ich wartete. Als er wieder rauskam wirkte er wie ausgewechselt. Es war merkwürdig. Sogar seine Haare waren eher blond als silber. Nur einen kleinen restlichen Schimmer silber sah man noch. Er trug einen grauen Pullover und eine blaue Jeans, aber diese schlichte Kleidung stand ihm verdammt gut. Es war als würde sich seine Kleinung seiner Magie anpassen.
„Warte kurz hier“, wies ich ihn an und er sah mir verwirrt hinterher als ich die Verkäuferin suchte. Als sie mich fragend ansah erklärte ich: „Mein Freund hat sich gerade was ausgesucht und möchte es gerne anbehalten. Ist das möglich?“
„Klar? Wo ist Ihr Freund?“, fragte sie nur und ich führte sie zu ihm. Als sie ihn sah starrte sie ihn zunächst einmal an. Ich konnte es ihr nicht verdenken, denn Kyle sah verwirrt wie er war einfach nur unglaublich gut aus.
„Sie macht dir jetzt die Schilder von deinem Pullover und der Hose ab. Kannst du mal kurz rauskommen?“, bat ich ihn und musste kurz lachen als er mich geschockt angucke. Ich nickte ihm nur aufmunternd zu und er trat seufzend aus der Kabine.
Die Verkäuferin machte nervös besagte Schilder ab, gab sie mir und verließ uns dann hektisch wieder.
„Was war denn mit der los?“, fragte Kyle nur.
„Du“, antwortete ich und er sah mich noch verwirrter an. Ich lachte. „Na komm.“
Wir gingen auf die andere Seite zu den Frauensachen und ich stöberte ein bisschen durch die Ware. Schließlich suchte ich mir zwei Pullover und zwei Jeans aus. Ausserdem kauften wir Schuhe. Als ich bezahlen wollte, winkte Kyle ab. „Lass mich das machen.“
Zu meiner Überraschung zog er aus seinem Rucksack eine trockene Geldbörse in dem einige Scheine unseres Geldes steckten. Offenbar war er doch schon mal in meiner Welt einkaufen gegangen.
„Vielen Dank. Besuchen Sie uns mal wieder“, verabschiedete sich die Verkäuferin von uns und wir verließen den Laden. Kyle packte die Sachen, die wir nicht trugen in seinen Rucksack. Auch ich hatte natürlich gleich was davon anbehalten.
„Es ist eine interessante Erfahrung mit dir einkaufen zu gehen“, bemerkte ich.
„Wieso?“, fragte er nur.
„Einfach so. Du ziehst alle in deinen Bann“, versuchte ich zu erklären.
Er seufzte. „Früher als Wissenshüter war alles so viel einfacher. Wasserrad hat mich offenbar verändert.“
„Ja, aber jeder verändert sich“, sagte ich nur. Und dann machten wir uns auf zu meiner Familie.

Und was bei ihrer Familie passiert erfahrt ihr das nächste Mal. Wie fandet ihr das Einkaufen?

Advertisements

2 Gedanken zu “Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 25)

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s