Ideenbild 4: Dezember: Nora und die verschwundenen Fußspuren

Lexa hat auch für den Dezember wieder ein Ideenbild gepostet. Mal sehen, was mir diesmal dafür einfällt. Vielleicht erinnert ihr euch an meine Novembergeschichte und was daraus wurde … Mittlerweile hab ich etwa 60 Seiten von Die geheimnisvolle Stadt geschrieben. Das soll sich hier eigentlich nicht wiederholen. Ich glaub dann wäre ich mit meinen Geschichten schreiben doch etwas überfordert.

2016 Dezember Ideenbild

Recht schlicht gehalten. Das lässt viele Möglichkeiten offen.

Nora und die verschwundenen Fußspuren

An einem kalten Wintermorgen ging ich runter ans Meer. Ich liebte diese Tage mit viel Sonne und viel Schnee. Der Schnee glitzterte so schön und gerade kurz vor Wiehnachten freute ich mich darüber sehr. Die verzauberte Weihnachtswelt faszinierte mich immer wieder aufs Neue.
Ich schlenderte gedankenverloren durch die weiße glitzernde Masse und genoss die Einsamkeit des Strandes. Einheimische gingen nie an den Touristenorten spazieren. Einheimische suchten sich die ruhigeren Ecken. So wie ich.
Und wie ich so hier lang ging auf dieser Seite des Strandes entdeckte ich eine Bank voller Schnee mit zwei verwischten Fußabdrücken drauf. Ich musterte sie genauer. Von wem stammten sie wohl? Einem Menschen, einem Tier? Einem großen Tier oder einem kleinen Tier? Oder wem ganz anders. Die Möglichkeiten waren grenzenlos. Ich konnte es wirklich nicht erkennen.
Ich erinnerte mich daran wie ich als Kind an das Christkind geglaubt hatte, dass uns Geschenke brachte. Unweigerlich musste ich bei den Fußabdrücken nun an Rentiere denken. Die gehörten eher zum Weihnachtsmann, aber das machte nichts. Wie albern.
Doch im gleichen Augenblick hörte ich in der Ferne Glocken klingen. Was war das? Es hörte sich doch tatsächlich an wie die Glocken der Rentiere im Fernsehen. Das konnte doch nicht sein. Die gabs doch nur in unserer Fantasie. Schade eigentlich.
Und dann veränderte sich plötzlich etwas. Nur unmerklich. Die Landschaft war immer noch das Meer und die Bank, im Schnee versunken. Die Fußstapfen waren allerdings verschwunden. Verirrt starrte ich die Bank an. Was hatte das zu bedeuten?
Das Glockenläuten kam näher und ehe ich mich versah kam ein Rentierzug vorbeigerannt. In ihm saß kein anderer als der Weihnachtsmann persönlich. Wobei er vermutlich verkleidet war. Aber woher hatte er die Rentiere? Waren das Rehe?
Er blieb genau vor mir stehen und das Glockengeläut ließ nach.
„Ho, ho, ho. Fröhliche Weihnachten, schöne Frau. Du hast einen Wunsch beim Weihnachtsmann? Immer her damit.“ Er strahlte mich an. Er war praktisch ein Bilderbuchweihnachtsmann. Nur dass er noch ziemlich jung war verwirrte mich. Weihnachtsmänner waren doch eigentlich recht alt, oder?
„Ähm … Eigentlich habe ich mir nichts gewünscht“, stotterte ich.
„Doch klar. Du standest hier vor den Fußspuren. Die verschwinden nur, wenn man sich wirklich etwas von Herzen wünscht?“, behauptete er. „Was wünscht du dir?“
„Ich hab nur daran gedacht, dass ich früher mal ans Christkind geglaubt hab … und an den Weihnachtsmann … und die Rentiere“, gab ich dummerweise zu. Jetzt musste er mich ja für total bescheuert halten.
„Ah, dann willst du vielleicht mitkommen ins Weihnachtsland?“, fragte er mich erfreut.
Was? Meinte er das ernst oder veräppelte er mich? Wie alt war er eigentlich? Wenn ich ihn jetzt so genauer musterte könnte er sogar fast noch ein Kind sein. Aber nein. Dafür sah er dann doch zu alt aus. Definitiv eher ein junger Mann.
„Ähm …“, sagte ich nur unsicher.
„Los komm. Steig ein. Du siehst ja halb erfroren aus. In meinem Schlitten ist es warm“, bot er mir an. Ich hatte bis jetzt noch nicht mal bemerkt, dass mir kalt war.
„Also gut“, seufzte ich. Vermutlich würden wir nicht das Weihnachtsreich erreichen, aber Wärme hörte sich gut an. Zumindest damit hatte er Recht. Im Schlitten war es wirklich warm. Alles war mit Decken ausgefüllt und schön gemütlich. Hinten war der Bereich leer.
„Wofür ist die leere Ecke da?“, fragte ich den Weihnachtsmann.
„Wenn du an mich glauben würdest, könntest du es sehen“, erklärte er mir nur.
„Wo sind wir denn hier? Bei Peter Pan?“, fragte ich seufzend. Wo war ich da nur reingeraten.
„Wart`s ab. Du wirst schon sehen“, versprach er mir und die Rentiere setzten sich blitzschnell in Bewegung. Sie waren so wahnsinnig schnell und die Glocken bimmelten wieder in einer Tour.
Aber erst als die Rentiere abhoben in den Himmel hinauf sah ich was sich in der leeren Ecke versteckte. Lauter Geschenke lümmelten dort herum. Bunte, viereckige, welche mit Schleifen, welche mit Grußkarten …
Langsam glaubte ich wirklich dem Weihnachtsmann begegnet zu sein. Egal, wie verrückt das klang.
„Endlich glaubst du“, strahlte der Weihnachtsmann

Die Rentiere brausten mit wild klingelnden Glöckchen im rasenden Tempo den Himmel empor. Die Sterne funkelten am Himmel und der Weihnachtsmann saß direkt neben mir. Es war wie im Traum.
Wir flogen durch die Lüfte und irgendwann landeten wir erneut im Schnee. Vor uns befand sich eine unglaubliche Schneelandschaft und offenbar befand sich dort ein kleines verschneites Winterdorf.
Die Rentiere landeten und wurden langsamer.
„Willkommen in meiner Heimat“, sagte der Weihnachtsmann.
„Wo sind wir hier?“, fragte ich staunend. Die seltsamsten Kreaturen liefen hier rum. Vor allem aber offenbar Elfen, Engel und Wichtel.
„Das hier ist Christmas World. Hier werden die Weihnachtsgeschenke produziert, verpackt und ich liefere sie aus. Komm ich zeig dir alles“, erzählte er mir.
Die Rentiere wurden noch langsamer und schließlich hielten sie am Rand des Dorfes vor dem größten Häuschen. Es erinnerte etwas an ein Lebkuchenhaus oder an das Haus von der Hexe von Hänsel und Gretl.
„Ernsthaft jetzt? Das ist ja wie im Märchen“, bemerkte ich und fühlte mich in meine Kindheit zurück versetzt.
„Wir sind ja auch ein bisschen im Märchen.“ Er schien sich prächtig zu amüsieren. „Pass auf, Gleich springt der böse Wolf um die Ecke.“
„Ha ha“, machte ich, hielt mich aber näher an den Weihnachtsmann. „Wie heißt du eigentlich? Du hast doch bestimmt einen Namen? Ich kann dich ja schlecht immer Weihnachtsmann nennen.“
„Nenn mich Nick oder Chris. Was weiß ich. Hier hab ich keinen wirklichen Namen. Hier bin ich einfach nur Christmas“, sagte er achselzuckend als wäre das nicht wichtig.
„Also Chris“, murmelte ich mehr zu mir selbst.
„Und wie heißt du?“, wollte er dann aber doch von mir wissen.
„Nora“, antwortete ich.
„Willkommen in Christmas World, Nora“, sagte er erneut und dann führte er mich ins Lebekuchenhaus …

Oh, Gott. Ich fürchte das schreit doch wieder nach einer Fortsetzung, oder? Was hab ich mir da nur eingebrockt? Ich bekomme einfach keinen Abschluss mehr hin.

Das wars von meinem Ideen diesen Monat. Mal sehen, was der nächste Monat zu bieten hat. Fällt euch auch was zum Ideenbild Dezember ein?

@Lexa: Was meinst du? Kann ich die Geschichte als Gastbeiträge bei dir forführen?

TTT 64: Eure 10 liebsten TV-Serien

Das Thema des heutigen TTT hatten wir ja schon mal, aber ich mag es irgendwie.

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Das hier sind meine Top 10 TV Serien:

gleeonce upon a time serieOne Tree HillThe Tomorrow PeopleStar-Crossed 2
The secret circleChasing lifeDoctors Diairescharmed-staffel-1Cedar Cove

1. Glee

Ich liebe diese Serie. Sie ist so bunt gemischt und die Schauspieler und Charaktere sind toll. Ich könnte sie schon wieder gucken. Leider warten auf mich noch so viele andere Serien.

2. Once upon a time

Die vierte Staffel war zwar etwas schwächer, aber sonst liebe ich die Serie. Ich warte immer noch auf Staffel 5. Wann die wohl mal im Free TV kommt?

3. One Tree Hill

Ich hab die Serie in 9 Staffeln gesuchtet und liebe sie einfach. Sie ist so vielseitig, toll und die Charkatere können mich voll überzeugen. Tolle Serie.

4. The Tomorrow People

Es gibt leider nur eine einzige Staffel, aber die hab ich geliebt. Ich mag die Idee total gern und die Schauspieler sind auch überwiegend toll.

5. Star – Crossed

Ich liebe diese Serie. Schade, dass es hier nur eine Staffel gibt. Allerdings wurde die Fortsetzung ja mal als Text beschrieben und das hätte mir wohl nicht so gefallen. Aber diese Serie ist einfach toll.

6. The Secret Circle

Diese Serie hab ich ja auch geliebt. Diese Story, die Hexen. Einfach toll. Die Schauspieler waren auch unglaublich gut.

7. Chasing Life

Die Serie um die krebeskranke April gefiel mir auch sehr gut. Würde sie doch nur endlich weiter gehen. Ich mag sie total gern. Die Charaktere waren auch toll.

8. Doctor Diary

Was für eine tolle Serie. Mark und Greetchen sind so verdammt schlagfertig und sie passen so gut zusammen.

9. Charmed

Ich liebe diese Serie, hab sie aber leider nie ganz gesehen. Immer nur hin und wieder. Aber ich mag diese Hexen.

10. Cedar Cove

Auch die Serie find ich richtig toll. Ich liebe diese kleine Küstenstadt mit all ihren Bewohnern. Wann geht sie endlich weiter?

Das wars auch schon wieder von mir. Was sind eure liebsten TV Serien?

Corlys Themenwoche: 34.4.: Advent:Was verbindet ihr mit dem Advent?

Und weiter gehts mit meiner Themenwoche.

Corlys Themenwoche Logo

Heute lautet meine Frage:

Was verbindet ihr mit dem Advent?

Die Weihnachtszeit natürlich. Kerzen und Lieder. Weihnachtsmärkte, Adventszeit. Weihnachtstimmung. Vielleicht sogar schon den Tannenbaum. Weihnachtsgeschichten. Familienzeit, aber auch Geschenke. Für die kleinen von meiner Schwester kommt noch das Christkind.

Meine kleine Nichte neulich:

„Mama, ich wünsch mir das Zauberarmband von „Mia & me“. Aber mit der Zauberkraft dazu.“
Meine Schwester: „Ähm? Mit der Zauberkraft?“
Die kleine vierjährige: „Ja, das Christkind kann doch alles.“

Ähm, ja … Gucken wir mal … Zauberkraft wird wohl doch nicht drin sein. Falls sie denn überhaupt dieses Armband bekommt. Vermutlich eher was anderes von ihren Wünschen.

Was verbindet ihr mit dem Advent?

Die nächsten Fragen:

Freitag:

Genießt ihr die Adventszeit oder ist sie eher stressig für euch?

Samstag:

Habt ihr eine kleine Story für den Advent für uns?

 

Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 27)

Und noch ein Teil meiner Bloggeschichte steht an. Also leg ich mal los.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 27)

Wir gingen zum Ende der Stadt. Kyle wirkte zunehmend nervös. Auch ich war ein bisschen nervös, denn ich hatte keine Ahnung, ob das, was wir hier vorhatten wirklich klappte. Aber ich wollte meine Familie wieder sehen und ichwollte Kyle dabei haben. Er machte mich ruhiger und würde schon überzeugend sein.
„Alles in Ordnung?“, fragte Kyle mich. Vermutlich hatte er gemerkt, dass sich meine Stimmung geändert hatte.
„Ja, ich bin nur nervös. Meinst du das hier ist eine gute Idee?“ Unsicher sah ich ihn an.
„Hey, wir kriegen das schon hin. Du möchtest doch deine Familie sehen, oder?“, fragte er mich sanft.
„Ja, schon … Aber ich will dich auch weiterhin begleiten. Versprich mir, dass das möglich sein wird.“, forderte ich ihn.
Er lachte freudlos. „Das ist deine einzige Sorge? Ja, du wirst mich begleiten können. Zufrieden?“
„Ja, bin ich“, lächelte ich, ließ seine Hand los und ging die letzten Schritte auf mein Elternhaus zu.
Er stoppte kurz davor und staunte: „Das ist dein Elternahaus?“
„Ja, wieso?“, fragte ich ihn und sah ihn an.
„Wow“, war sein einziger Kommentar dazu.
Ich fragte mich wieso ihn unser Haus beeindruckte. Er hatte doch bestimmt schon viel prunkvollere Häuser gesehen als unsere. Es war nicht mal eine Villa. Einfach nur ein großes Haus mit Balkon und Terrasse und einer Holzfassade. Es passte nicht ganz zu den anderen Häusern in der Straße, aber das hatte meine Eltern noch nie gestört.
„Was ist?“, fragte ich nur.
„Es sieht so unglaublich gemütlich aus“, fand er.
„Ja, mag sein“, stimmte ich ihm zu und ging weiter auf unser Haus zu. Vor der Tür klingelte ich und wartete. Was, wenn meine Eltern nicht da waren?
Doch schon nach kurzer Zeit wurde die Tür geöffnet und meine Mutter stand davor. Eine kleine dünne Person mit angespannter Miene. Ihr schwarzes langes Haar wirkte recht wirr und sie trug einen schlichten Jogginanzug. Normalerweise war sie immer schick gekleidet und ordentlich gestylt. Egal wann und wo. War ich für ihr Aussehen verantwortlich?
Sie blinzelte ein paar Mal verwirrt bis ihr Blick wirklich mich fixierte. Als sie mich erkannte formte ihr Mund ein kleines „Oh!“ und zog mich direkt in ihre Arme. Ich erwiederte ihre Umarmung. Doch dann löste sie sich wieder von mir und das Geschimpfe begann.
„Wo warst du? hast du einmal daran gedacht dich bei uns zu melden? Weißt du was für Sorgen wir uns gemacht haben? Du bist noch nie einfach so abgehauen. Wo warst du?“ Sie machte nicht mal Pause zwischen den Fragen und holte deswegen jetzt tief Luft. Vielleicht auch um sich zu beruhigen.
„Sie konnte sich nicht melden“, warf nun Kyle ein. „Sie war ins Wasser gefallen und längere Zeit bewusstlos. Erst jetzt konnte sie wirklich wieder aufstehen. Sie war lange sehr schlapp.“
„Und wer sind Sie bitte?“, fragte Mama ihn misstraurisch.
„Mama, das ist Kyle“, stellte ich Kyle vor. „Er hat mich aus dem Wasser gerettet. Ich bin am Strand reingefallen und er hat mich gesund gepflegt.“
Schon wurde sie etwas sanfter. Halbherzig warf sie ein: „Du hättest anrufen können.“
„Kyle ist recht altmodisch“, erklärte ich. „Er hat kein Telefon und ich konnte nicht aufstehen.“
„Ja, schon gut“, gab meine Mutter schließlich nach. „Kommt doch erst mal rein.“
Also folgten wir ihr in mein zu Hause.

Was dann drinnen passiert erfahrt ihr das nächste mal …