Story-Samstag 6: Weihnachtschaos bei Familie Fusselig

Owei, Tante Tex will heute beim Story-Samstag Weihnachten sabbotieren. Na dann … Dabei hab ich doch gerade so schöne Weihnachtsgeschichten geschrieben …

storysamstag

Weihnachtschaos bei Familie Fusselig

23. Dezember

Bei Familie Fusselig lief alles drunter und drüber. Mutter Fusselig backte und kochte fast den ganzen Tag über, Vater Fusselig spielte den Weihnachtsmann und holte die letzten Geschenke. Hoffentlich bekam er sie noch. Die Zwillinge Sam und Amy, 14 Jahre alt, hatten keine Lust auf Weihnachten und verbrachten die meiste Zeit auf ihrem Zimmer und die kleinen Kinder Robin, 7 und Alisa, 4 Jahre alt freuten sich schon unglaublich auf Heiligabend.
Mutter Fusselig war froh, als sie endlich mit den letzten Plätzchen fertig war. Robin und Alisa hatten die ganze Zeit Teig genascht und waren mit Bauchschmerzen ins Bett gegangen. Sam und Amy waren überhaupt nicht aus ihren Zimmern gekommen sondern hatten einfach die ganze Zeit total laut die Weihnachtsmusik im Wohnzimmer mit Hardrock – oder Technomusik übertönt sodass Vater fusselig das Baum Schmücken öfter unterbrechen musste, damit er sie anschreien konnte, dass sie die Musik leiser stellen sollten. Als er schließlich den ganzen Baum geschmückt hatte, probierte er die Lichterkette aus. Oh Schreck! Sie funktionierte nicht.
„Lia, komm mal schnell her“, rief er seine Frau, die schnell in das Wohnzimmer kam.
„Was ist denn los?“, fragte Mama Fusselig allamiert.
„Die Lichterkette funktioniert nicht“, gestand Papa Fusselig ihr panisch.
„Hast du sie denn nicht vorm Schmücken getestet?“, fragte Mama Fusselig entsetzt.
„Hab ich wohl vergessen“, gab er kleinlaut zu.
„Dann frag bei den Nachbarn nach. Wenn sie keine haben müssen wir das Wohnzimmer eben schon heute morgen abschließen. Dann musst du noch mal eine kaufen“, wies Mama Fusselig ihren Mann an, immer eine Lösung parat.
Plötzlich tauchte die kleine Amy in der Tür auf und zupfte ihre Mutter an der Bluse herum.
„Amy, du solltest doch längst im Bett sein“, wies Mama Fusselig ihre Tochter zurecht. Dann bemerkte sie ihre Tränen und sie kniete sich vor sie hin: „Was ist denn los?“
„Das Christkind hat meinen Wunschzettel gar nicht geholt. Er liegt immer noch auf meiner Fensterbank. Bekomme ich dieses Jahr gar keine Geschenke?“, fragte sie unter Tränen.
Oh Schreck! Hatte Papa Fusselig etwa vergessen ihn vor ein paar Tagen wegzunehmen.
„Natürlich bekommst du Geschenke, Schatz. Vermutlich hat das Christkind auf deinen Zettel geguckt und sich das gemerkt, was draufsteht. Es hat es wohl einfach nur vergessen mitzunehmen“, beruhigte Mama Fusselig die Kleine.
Erleichtert nickte das Mädchen ernergisch: „Ja, so muss es sein.“
„Und jetzt geh wieder schlafen. Du wirst sehen. Morgen früh ist dein Wunschzettel bestimmt weg“, tröstete Mama Fusselig und sie lief mit ihren Puschen an den Füßen und dem Plüschteddy im Arm wieder in ihr Zimmer.
Mama Fusselig wartete besorgt bis die Zimmertür hinter ihrer Tochter zufiel und fragte Papa Fusselig: „Hast du Amys Weihnachtsgeschenke schon besorgt?“
„Ähm, ich dachte, das wolltest du machen?“, fragte Papa Fusselig verlegen.
„Hergott noch mal, das wird ja immer besser. Also du fährst morgen sofort noch mal los, holst eine Lichterkette und Amys Weihnachtsgeschenke und das in Windelseile“, wies Mama Fusselig ihn an.
Seufzend fügte Papa Fusselig sich seinem Schicksal. Wie er den Weihnachtstrubel in der Stadt hasste. Aber dagegen konnte er wohl nichts machen. Das Christkind konnte wohl kaum die Weihnachtsgeschenke seiner kleinen Tochter vergessen.
Höchst angespannt schliefen die Fusseligs am diesen Abend ein in der Hoffnung Weihnachten noch retten zu können.

24. Dezember

Am Morgen war das Wohnzimmer schon verschlossen und Papa Fusselig in Windeseile aufgebrochen um die restlichen Sachen zu besorgen. Im Einkaufszentrum herrschte rege Betriebsamkeit. Alle, die auf den letzten Drücker noch Sachen zu erledigen hatten, hatten es aufgesucht. Wie sollte er denn hier die richtigen Sachen finden?
Mama Fusselig stand schon wieder in der Küche um das Weihnachtsfrühstück vorzubereiten als Amy und Robin den Raum betraten.
„Mama, das Wohnzimmer ist schon abgeschlossen“, bemerkte Amy scharfsinnig. „Heißt das, dass das Christkind schon da war?“
Mama Fusselig fühlte sich etwas überfordert, aber sie erklärte ihrer Tochter ruhig: „Das weiß ich nicht, Schatz. Ich hab es schließlich nicht gesehen. Aber dein Wunschzettel ist doch jetzt weg, oder?“
„Ja“, strahlte das Mädchen. „Bestimmt war es schon da!“
„Geht noch ein bisschen in eure Zimmer und spielt bis ich hier fertig bin“, wies Mama Fusselig die beiden an.
Papa Fusselig kam gestresst mit einer neuen Lichterkette wieder und machte sich gleich an den Baum zu schaffen. Mama Fusselig hoffte, dass er den Baum ordentlich noch einmal abschmückte und dann wieder neu dekorierte. Sie selbst hatte keine Zeit sich zu kümmern. Sie musste jetzt das Mittagsessen zu bereiten. Aber ohwei, wieso roch es aus der Küche plötzlich so angebrannt? Schnell schaute sie in den Ofen und dort dampfte es ganz schön. Sie stellte ihn aus und öffnete ihn und aller Rauch kam heraus.
„Jim!“, reif Mama Fusselig also und Papa Fusselig kam herbeigeilt.
„Was ist denn jetzt schon wieder?“, fragte er.
„Schnell, du musst einen neuen Braten besorgen. Meiner ist angebrannt“, erklärte Mama Fusselig ihm panisch.
„Ist jetzt nicht dein Ernst, oder?“, fragte Papa Fusselig genervt. „Die Geschäfte schließen bald.“
„Dann beeil dich lieber“, riet Mama Fusselig ihm eilig.
Doch Papa Fusselig hatte in aller Eile vergessen das Wohnzimmer abzuschließen. Dies hatte Robin bemerkt und sah sich mit schreckensweiten Augen den Weihnachtsbaum an.
„Mama, das Christkind hat unseren Weihnachtsbaum demoliert“, rief er quer durchs Raum.
Amy kam vor ihr im Wohnzimmer an und erklärte Robin weise: „Aber Robin, das Christkind kann doch noch gar gewesen sein. Da liegen doch noch gar keine Geschenke unter dem Baum.“
„Aber wieso war die Tür dann abgeschlossen?“, fragte Robin verwirrt. Darauf wusste die kluge Amy auch keine Rat.
Mama Fusselig verscheuchte die Kinder eiligst aus dem Wohnzimmer und schickte sie auf ihre Zimmer. Dann besah sie sich das Baumunglück an und seufzte. Das konnte doch nicht wahr sein. Nicht, dass ihr Mann nicht nur vergessen hatte das Wohnzimmer wieder abzuschließen, der Tannebaum war eine einzige Katastrophe. Total schief mit zwei Lichterketten und der Weihnachtsbaum schien hoffnungsvoll überfüllt zu sein. Überall hingen Kugeln und Anhänger und der Baum sah aus, als würde er jeden Moment umfallen, aber darum konnte sich Mama Fusselig nicht auch noch kümmern. Sobald Papa Fusselig zurück war, musste sie den Braten neu braten.
Also wies sie Papa Fusselig an den Schaden so gut es ging zu beheben und ja nicht wieder zu vergessen den Raum wieder abzuschließen.
Der neue Braten wurde viel besser als der alte es gekonnt hätte und so wurde das Mittagessen zum vollen Erfolg. Danach räumte Mama Fusselig die Küche auf und Papa Fusselig verteilte die Geschenke um den Baum. Sie gingen zur Kirche, die ein tolles Krippenspiel und schöne Weihnachtsmusik zu bieten hatte.
Dann kamen sie wieder nach Hause und von innen klingelte schon das voreingestellte Glöckchen.
„Das Christkind war da!“, rief Amy aufgeregt und endlich wagten sich auch die Zwillinge aus ihrem Zimmer.
Mama Fusselig öffnete die Tür und sah einen wunderschönen Weihnachtsbaum vor sich, womit sie überhaupt nicht gerechnet hätte. Fragend sah sie Papa Fusselig an, doch der schüttelte mit dem Kopf und zuckte mit den Schultern.
„Das war das Christkind“, strahlte Amy glücklich. „Sie hat unseren Baum wieder schön gemacht.“
Mama Fusselig lachte und dann gings an Geschenke verteilen und auspacken. Als Amy ihr Geschenk sah, wurde sie weiß im Gesicht: „Was soll ich denn mit einem Star-Wars Jedi anfangen?“
Robin war ebenfalls nicht über sein Geschenk erfreut: „Wieso hab ich eine Puppe bekommen?“
Die Zwillinge sahen ebenfalls entgeistert in ihre Päckchen. Alisa brach sogar in Tränen aus: „Aber ich wollte doch das blaue Kleid haben? Was soll ich denn mit einem Teddy?“
Sam dagegen starrte seine rosa Ohrringe an: „Ich bin doch nicht schwul.“
Nur Mama Fusselig und Papa Fusselig sagten gar nichts, denn sie hatten überhaupt keine Geschenke untern Baum gefunden. Mama Fusselig sah Papa Fusselig äußerst böse an.
Robin bemerkte nüchtern: „Ich glaube, das Christkind hat unseren Baum gerettet, aber unsere Geschenke sarbotiert.“
„Tauscht doch einfach“, riet Mama Fusselig ihren Kindern.
„Aber das sind doch Geschenke vom Christkind“, rief Amy entsetzt. „Die kann man doch nicht einfach tauschen.
„Wenn du deinen Star-Wars-Jedi behalten willst, kein Problem. Ich will jedenfalls keine Puppe.“
„Das war bestimmt nur, weil mein Wunschzettel so spät abgeholt wurde“, weinte Amy traurig.
„Ach Kleine, vielleicht ist das Christkind einfach etwas überfordert gewesen dieses Jahr“, tröstete Mama Fusselig sie liebevoll.
Mit der Erklärung mussten sich alle Fusseligs zufrieden geben, aber ein überfordertet Christkind wollte nächstes Jahr niemand haben. Seufzend tauschten die Kinder untereinander ihre Geschenke. Selbst die kleine Amy ließ sich darauf ein. Einen Star-Wars Jedi wollte sie jedenfalls nicht haben. Sie wollte ihre gewünschte Puppe und den Plüschteddy.

Das war viel einfacher als ich dachte nachdem ich erst mal eine Idee hatte …

8 Gedanken zu „Story-Samstag 6: Weihnachtschaos bei Familie Fusselig

  1. Pingback: [Story-Samstag] Die Wörter, die ich rief – Tante TeX textet

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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