Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 31)

Diesmal hab ich wieder vordartiert. Hatte etwas Zeit.

Die geheimnisvolle Stadt (Teil 31)

Das „Haus“ erwies sich als ein Raum mit Bad nebenan und einem Dachgeschoss. Wo ich hinsehen konnte befanden sich Bücher. So viele Bücher. Sonst war er recht schlicht gehalten, aber sauber. Eine Leseecke und eine Schlafecke zierte den Raum, sonst war nichts zu sehen, was irgendwie ablenken konnte.
„Hier hast du gewohnt?“, fragte ich Kyle verwundert. Irgendwie konnte ich mir das bei ihm überhaupt nicht vorstellen, obwohl sie ein wenig seiner Hütter in der Unterwasserwelt ähnelte.
„Ja, ziemlich lange“, antwortete Kyle mir. „Bevor mein Leben unruhiger wurde.“
Liebevoll ging er zwischen den Bücherreihen umher und strich über geliebte Bücher. Waren sie mit Erinnerungen verbunden. Schmerzte es ihn wieder hier zu sein? Was hatte er eigentlich alles erlebt?
„Hey“, sagte ich ruhig. „Hier stecken bestimmt viele Erinnerungen drin, oder?“
„Eigentlich nicht“, gab er überraschenderweise zu. „Ich war viel allein und hab vor allem Wissen in mich aufgenommen.“
„Aber dann warst du nicht allein“, beharrte ich. „Du hast gelesen, oder? Die ganzen neuen Geschichten waren deine Begleiter.“
Die Vorstellung, dass er so lange Zeit allein gewesen sein sollte, machte mich irgendwie traurig. Das wollte ich mir gar nicht vorstellen.
„Nein, nicht wirklich. Lesen kann man es eigentlich nicht nennen. Ich zog die Geschichten eher in kurzer Zeit in mich auf und es waren eher Sachbücher oder Geschichtsbücher oder sowas in der Art“, erzählte er mir, schien aber tief in seinen Erinnerungen versunken zu sein.
„Kyle …“ Ich wusste nicht was ich darauf erwiedern sollte.
„Schon, gut. Das ist lange her.“ Er versuchte seine Erinnerung abzuschütteln und kam in die Gegenwart zurück. „Es war eine interessante, aber harte Zeit. Diese Bücher hier waren in der Zeit mehr oder weniger mein Leben. Besuch bekam ich nur selten und nur an Geburstagen und Feiertagen bekam ich mehr oder weniger Urlaub. Darleen kam damals öfter bei mir vorbei.“
„Dylan und Darleen haben dir viel bedeutet, oder?“, fragte ich ihn jetzt.
„Ich hab einfach viel mit ihnen unternommen. Sie waren einfach immer da“, sagte er nur.
Dann fiel sein Blick auf ein bestimmtes Buch und er zog es heraus. Das Cover war schlicht gehalten und was auf dem Cover stand konnte ich nicht lesen.
„Was ist das für ein Buch?“, fragte ich ihn deswegen.
„Es hat mich durch meine gesamte Ausbildung begleitet. Durch dieses Buch hab ich besonders viel gelernt“, verriet er mir.
„Hey“, sagte ich noch mal und ging zu ihm. Ich nahm ihn in meine Arme. Er drückte mich fest an sich.
„Ich glaub nicht, dass es viel Sinn hat hier lange zu verweilen. Wir sollten nach Himmelstür aufbrechen, wie Fidi gesagt hat“, fand er dann und löste sich von mir. Er sammelte ein paar Bücher und Sachen ein, verstaute sie in seinem Rucksack und zog mich dann nach draußen.
Fidi sah uns verwundert an: „Schon fertig?“
„Ja, ich hab da nicht viel, weshalb ich ewig dort sein möchte. Lass uns nach Himmelstür aufbrechen“, forderte Kyle.
„Wenn du meinst“, war Fidis Kommentar dazu und wir stiegen wieder auf seinen Rücken. Doch weit flogen wir auch diesmal nicht. Kurze Zeit später waren wir schon am Herrenhaus angekommen. Es sah prächtig aus, wenn auch etwas brüchig.
„Das ist ja noch fast heil, Fidi“, staunte auch Kyle. „Wie konnte es heil bleiben?“
„Schutzzauber und so. Waren alle dran beteiligt. Undurchdringlich, schon vergessen?“, erinnerte ihn Fidi nur und zog eine Augenbraue hoch.
„Ach ja. Da war was. Ich war solange unter Wasser, dass ich daran gar nicht mehr gedacht habe“, gestand Kye mehr dem Drachen als mir.
„Die Welt hat dir sowieso nicht gut getan, Junge“, belehrte Fidi ihn.
Kyle rollte nur mit den Augen.
„Wie kommen wir nach Himmelstür? Übers Dach?, erkundigte sich mein Freund nur.
„Besser wäre es“, nickte der Drache. „Glaub mir, du möchtest die Welten lieber nicht von drinnen sehen.“
„Okay, also bleiben wir einfach auf deinem Rücken“, beschloss Klye und unser Drache flog auf das Dach des eindruckvollen Gebäude. Und dann hob Fidi erneut ab und es ging hinauf in die Lüfte.

Und wie Himmelstür aussieht erfahrt ihr beim nächsten Mal. Wann auch immer … Was sagt ihr zu diesem Abschnitt?

2 Gedanken zu „Bloggeschichte: Die geheimnisvolle Stadt (Teil 31)

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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