Das elfte Wort: November: Fingerspitzengefühl Weihnachten bei Tim und Elida in Island (Teil 1)

Dann will ich mich heute mal noch um das 11. Wort bei Dominik kümmern. Da hinke ich ja immer noch hinterher.

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Mal sehen. Tarlucy hat mir ja schon Anregungen für diese Geschichte gegeben. Mal sehen wie das so klappt.

Weihnachten bei Tim und Elida in Island (Teil 1)

23. Dezember

Dieses Jahr Weihnachten hab ich mir überlegt zu meinem Onkel Tim und seiner Frau Elida zu verbringen. Ich war noch nie da, aber Tim war mein Patenonkel und meine Oma war gerade gestorben. Hier würde Weihnachten sehr traurig werden und da Tim nicht zu ihrer Beerdigung kommen konnte, wollte ich ihm ein bisschen deutsche Gesellschaft leisten.

Die beiden wohnten Mitten im Land in einem kleinen sehr unbekannten Dorf. Sie mussten mich also vom Flughafen in Akureyri abholen und bis zu ihrem zu Hause waren es dann noch etwa zwei Stunden Fahrt.

Onkel Tim wollte viel von Deutschland erfahren, aber momentan reichte mein Fingerspitzengefühl dafür nicht aus, denn ich war vollkommen fasziniert von der traumhaften Landschaft Islands. Wir kamen an Felsenlandschaften genauso vorbei wie am Meer mit superschönen Klippen. Von Aber bog Tim noch weiter in die Einöde ab und ich fragte mich wie viele Einwohner das Dorf eigentlich hatte, indem Tim und Elida lebten.

Als wir dann ankamen entdeckte ich, dass meine Verwandtschaft in einem wunderschönen Haus lebte, dass über das Dach rüber mit Moos bewachsen war. Es war etwas abseits vom nächsten Dorf und stand einsam und verlassen im Nirgendwo. Ich hatte sogar Häuser gesehen, die fast in die Hügel eingwachsen zu sein schienen. Von innen war es schick und hell und sehr gemütlich eingerichtet.

Da ich einen Tag vor Heiligabend angereist war, hatte ich auch noch den Morgen vor mir, wo die Isländer ihre Toten auf den Friedhöfen gedachten. Das stellte ich mir ähnlich vor wie wir unser Allerheiligen haben. Nur eben an Weihnachten. Aber sicher war ich mir natürlich nicht.

Am Abend kochten wir allerdings erst mal zusammen und ich genoss den Familienabend mit Tante und Onkel. Sie hatten zwei Kinder Emma und Jarle, aber die waren beide schon aus dem Haus raus. Jarle lebte mittlerweile in Australien und würde Weihnachten wohl nicht kommen, aber Emma würde ich sehen. Ich freute mich schon drauf.

Heute Abend aßen wir Lachs, was ich wenigstens kannte. Das gabs aber manchmal auch in Island zu Weihnachten. Jetzt war ich auch bereit meiner Tante und meinem Onkel von Deutschland zu erzählen. Ich erzählte Elida von unserem Weihnachten, was Tim natürlich kannte, aber Elida war erst zwei mal in Deutschland gewesen und das nicht zu Weihnachten.

„Merkwürdig, eure Traditionen“, fand Elida. „Bei uns kommt ja nicht so ein komisches Christkind. Bei uns kommen die Jólasveinar. Das sind die 13 Söhne einer Riesin. Früher haben sie uns Streiche gespielt. Mittlerweile verteilen sie die Geschenke.“ Ich mochte immer in den Geschichten besonders Giljagaur, den Schluchtenkobold, aber Kertasníkir, der Kerzenschnorrer ist auch toll.“

„Kerzenschnorrer, Schlutkobold? Das sind ja seltsame Figuren für Weihnachtsgeschenke“, sagte ich nachdenklich. Und gleich 13 Söhne? Bei uns ist es nur ein Christkind. Na ja, und wer es glauben will vielleicht noch der Weihnachtsmann.

„Also das ist bei uns so. Ab dem 12. Dezember kommen die Riesen zu uns Menschen. Sie kommen aus den Bergen. Jeden Tag kommt einer hinzu bis zum Heiligen Abend. Das heißt bei uns aðfangadagskvöld (Anfangstagsabend). Danach geht jeden Abend wieder einer zurück bis zu den Heiligen drei Königen. Bei uns heißt das þrettándinn  (13. Weihnachtstag). Und das bis schließlich alle wieder verschwunden sind“, erzählte Elida mir. „Aber das ist nicht die einzige Version, die es in Island gibt. Bei manchen sind es nur neun Weihnachtsgesellen. Bei uns gibts auch 13-seitige Adventskalender, aber das ist noch eine ganz andere Geschichte. Wenn es dich interessiert kannst du mal im Internet googlen. Das zu erklären wäre alles zu kompliziert und alles darüber weiß ich auch nicht.

(Anmerkung von Corly an dieser Stelle: Wikipedia kann unter anderem helfen)

„Ich find es ja immer spannend wie alle so bei euch Weihnachten feiern und andere Länder überhaupt. Euer Weihnachtsbaum ist so schön und so voller Lichter“, schwärmte ich.
„Ja, wir Isländer lieben Lichter an Weihnachten“, stimmte Elida mir zu.
„Ich bin schon so gespannt auf morgen. Ich kann es kaum erwarten“, gestand ich.
„Dann sollten wir jetzt abräumen und dann schlafen gehen. Wir gehen recht früh zu den Gräbern. Dann möchtest du doch bestimmt fit sein“, mischte Tim sich in unserer Unterhaltung ein.
„Klar“, nickte ich eifrig.
„Okay, dann lass uns anfangen“, fand auch Elida und ich half ihr noch beim Abwasch.
„Jana, dein Zimmer ist oben. Komm, ich zeig es dir.
„Ist euers denn nicht oben?“, fragte ich neugierig.
„Doch klar, aber wir haben zwei Etagen oben.“ Also führte Tante Elida mich in mein Zimmer. Es war wunderschön und so gemütlich. Es hatte sogar einen eigenen funklenden Tannebaum.
Elida verabschiedete sich schnell von mir und ich zog mich noch schnell aus, ging in das kleine Bad und ließ mich dann in das weiche kuschelige Bett fallen. Ich schlief sofort ein und träumte meine eigene Version von den dreizehn Söhnen der Riesin.

Forsetzung folgt …

Man Tarlucy, was machst du nur mit mir? Schon wieder eine Fortsetzungsgeschichte, aber das kann man unmöglich in einen Teil schieben. Ausserdem war es gar nicht so einfach das zu schreiben, weil ich erstmal googlen musste. Ich hab keine Ahnung wie die in Island leben und wo. Aber ich hab gleich mal Lust auf Island bekommen.

Kleine Anmerkung am Rande.

Das ist meine Interpretation für Islands Weihnachten. Sicher hab ich ein bisschen gegoogelt, aber ob das in Island dann wirklich so ist wie ich es mir vorstelle weiß ich natürlich nicht. Und das gilt für alle noch kommenden Teile.

Vielleicht sollte ich Teil 2 gleich mit dem 12. Wort verbinden. Das würde ich doch hinkriegen. Ist nicht so ein schweres Wort.

8 Gedanken zu “Das elfte Wort: November: Fingerspitzengefühl Weihnachten bei Tim und Elida in Island (Teil 1)

  1. Hihihihi. Sorry. Ich dachte nicht, dass es so anders ist und bisschen freie Interpretation ist schon ok. Es ist auf jeden Fall schön beschrieben. Mein Fingerpitzengefühl wurde auch ein 3 Teiler. Hatte ich auch nicht geplant. Hihihi…

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    1. ja, mal sehen. Meine andere Bloggeschichte muss dann mal wieder auf Eis gelegt werden. Ich hab zwar am 14. dran geschrieben, aber seitdem noch nicht weiter. Der 2. Teil von Island ist ja schon online.

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Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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