Sue Moorcroft – Winterzauberküsse

winterzauberkuesse

Sie drehte sich um zu den Kartons und holte ein paar Hüte heraus. Manche legte sie auf eine Ablage in die Nähe, einen setzte sie ihm auf den Kopf. So wie er damit aussah, war der Begriff Volltrottel für ihn geprägt worden.
„Ich finde, helles Orange steht mir nicht“, sagte er trocken.
„Das ist Pfirsich. Eine ziemlich strahlende Pfirsichfarbe, aber definitiv Pfirsich.“
„Ich finde nicht, dass Pfirsich mir steht.“

Meine Meinung:

Story: 2 –

Ava kreiert Hüte, ist aber nicht besonders erfolgreich. Ausserdem bedroht sie ihr Ex Harvey. Doch dann lernt sie Sam kennen. Wird es jetzt besser?

Eigene Zusammenfassung

Cover +  Titel: 1 ++

Wer meine Rezensionen regelmäßig liest weiß, dass ich mich nicht über Cover auslasse, da jeder einen anderen Geschmack hat und es zu beschreiben bringt nichts, weil jeder selbst sehen kann, was drauf ist. Aber dieses Cover hier muss ich doch mal erwähnen, denn es ist traumhaft schön und es glitzert so schön, was man im Internet wirklich nicht erkennen kann. Auch der Titel gefällt mir wahnsinnig gut. Leider ist beides am Buch verschwendet. Schade …

Charaktere: 2

Ava Bliss: 1 –

Ich wurde einfach nicht warm mit ihr. Sie war so furchtbar praktisch und oft einfach langweilig. Sie konnte nur selten Hilfe annehmen und Geschenke noch weniger. Ausserdem war sie oft auch pampig oder einfach unüberlegt und unerfahren. Sie war jetzt nicht absolut sympatisch, aber von sympatisch war sie auch entfernt.

Sam Jermyn: 1

Er hat mir teilweise sehr gut gefallen, weil er so lieb, fürsorglich und sanft war. Aber dann wurde ihm ein Charakterzug angehängt, der gar nicht zu ihm passte, nämlich etwas absolut unromantisches. Es schien alles nur noch um Bettgeschichten zu gehen und das war so gar nicht meins und passte auch nicht wirklich zu ihm.

Izz: 1 –

Sie war mir auch nie besonders sympatisch. Sie war so launisch. Und ihre Schwärmereien fand ich furchtbar. Sie machten nämlich vieles kaputt. Und deswegen war sie auch keine gute Freundin, auch wenn es vielleicht erst so wirkte oder zumindest manchmal. Und dann hat sie noch mal was richtig mieses gemacht, was echt daneben war. Ich konnte sie auch gar nicht ernst nehmen was ihre Beziehungen anging.

Patrick: 1

Eigentlich war er mir die meiste Zeit egal. Halt ein Aufreißer, aber er wirkte auf mich nicht wirklich bedrohlich, aber dann hat er was total unverzeiliches gemacht, was ich doch daneben fand. Aber irgendwie hat es mich trotzdem nicht weiter gestört.

Ruby: 1 (+)

Fand ich eigentlich ganz süß und lieb, nur ihr ständiges „Baby“ hinter jedem Satz nervte irgendwann. Das war dann vielleicht etwas zu süß.

Todd: 1

Den mochte ich ganz gern, auch wenn er eher blass wirkte, weil er wenig vorkam, aber seinen Comic-Tick mochte ich.

Louise: 1 –

Mochte ich auch nicht so gern. War mir zu bestimmend. Aber sie ging noch so.

Manda Jane, Emiliy und Jake: 1

Fand ich alle ganz okay, aber sie waren bis auf Jake recht blass. Jake mochte ich auch am liebsten.

Katherine und Graeme: 1

Katherine kam nur nebenbei vor. Sie schien okay zu sein. Graeme wirkte erst von Avas Erzählungen unsympatisch, war dann aber überraschend sympatisch.

Wendy: 1 +

Eigentlich eine ganz süße mit einem schweren Schicksal, aber sie wurde leider etwas zu wichtig genommen.

Vanessa: 1 +

Auch Wendy mochte ich gern. Sie war eine tolle Schwester.

Neale: 1

Kam eher nebensächlich vor, aber wirkte sehr nett.

Harvey: 4 –

Der ging einfach gar nicht und dass der keine Ruhe gab machte alles nur noch schlimmer.

Mariah, Frankie und Elliot: 1

Waren alle drei nebensächlich. Kann nicht viel zu ihnen sagen, aber auf den ersten Eindruck wirkten sie alle recht sympatisch.

Chilly und Tyrone: 1

Chilly war mir sehr sympatisch. Bei Tyrone wusste ich nicht ganz was ich von ihm halten sollte, aber er war okay.

Pärchen/ Liebesgeschichte: 2 –

Welche Liebesbeziehung? Da war ja praktisch keine, weil Ava immer alles gleich wieder vernichtet hat mit ihren Worten und runtergespielt hat, dass das sowieso nichts wird. Und wenn dann wirklich was war ging es hauptsächlich um Bettgeschichten, aber eine richtige Liebesgeschichte wurde vielleicht mal auf ein paar Seiten aufgebaut und das war einfach zu wenig um überzeugend zu wirken.

Erzählperspektive: 1 –

Die Sicht wurde abwechselnd von Sam und Ava gewechselt. Gut war, dass gewechselt wurde, aber überzeugen konnte mich das nicht. Teilweise war ich recht gelangweilt, wirkliche Gefühle kommen höchstens auf ein paar Seiten auf und mit Ava wurde ich nie warm.

Besondere Ideen: 1 –

War eigentlich das mit den Hüten. Am Anfang hat mir das auch recht gut gefallen, aber irgendwann wurde es langweilig und konnte mich nicht mehr wirklich überzeugen.

Rührungsfaktor: 3

War vielleicht mal ein paar Seiten lang vorhanden, aber eigentlich kaum, denn die Autorin hat es nicht wirklich geschafft Gefühl in ihre Geschichte mit reinzubringen. Sie legte lieber Wert auf andere Dinge.

Parallelen: 2 –

Kann ich zu anderen Liebesromanen und anderen Weihnachtsromanen festhalten und da fallen mir doch einige ein, die ich wesentlich besser finde. Vor allem kam es mir wieder so vor als wäre Weihnachten nur ein Nebenthema.

Störfaktor: 3 –

Da wüsste ich gar nicht wo ich anfangen soll. Da gibts so viel.

Harvey. Definitiv Harvey und das Hauptthema drumherum. Das wurde zu sehr ausgezerrt. Selbst wenn es schon vom Tisch war wieder aufgegriffen. Nein, danke. Irgendwann ist es auch mal gut.

Die fehlende Romantik. Das Hauptthema wurde viel lieber auf Bettgeschichten gelegt als die Beziehung wirklich aufzubauen. Dabei hätte Sam durchaus Potential gehabt für Romantik.

Die Charaktere mit denen ich einfach nicht warm werden wollte. Selbst mit Sam nicht richtig.

Die vielen zwanhaften Konflikte. Die Autorin konnte einfach nicht loslassen und die Story mal zu was schönen aufbauen. Da mussten immer wieder neue Konflikte her. Komme was wolle.

Auflösung: 2 –

Die fand ich ehrlich gesagt ziemlich daneben. Einerseits wegen besagten Bettgeschichten und selbst am Ende fehlte die Romantik und andererseits weil alles schlechte noch schlechter gemacht werden musste. Die Autorin konnte von den Konflikten einfach nicht loslassen.

Fazit: 2 –

Dieses Buch war leider nichts für mich. Der Anfang hat mir ganz gut gefallen und ich hatte sogar das ein oder andere Zitat rausgeschrieben, aber die Autorin hat es einfach nicht geschafft ihr Hauptthema und die ewigen Konflikte loszulassen. Ausserdem schien mir Weihnachten auch wieder mehr als lästiges Beithema. Außerdem wurde ich mit den Charakere einfach nicht warm. Sam war mir noch am liebsten, aber auch ihn mochte ich nicht immer. Was ich übrigens auch schlimm fand war, dass die Übersetzungen den Stil der Autorin mit ihrem eigenen Stil vermutlich auch ziemlich kaputt gemacht hat, was nicht gerade hilfreich war.

Bewertung: 3/5 Punkten

Mein Rat an euch:

Lasst euch von dem wunderschönen Cover und wundervollen Titel bitte nicht blenden. Es lohnt sich nicht. Es sei denn ihr steht auf extraschwierige Charaktere und ständige Konflikte. Dann könnte das Buch doch was für euch sein. Probiert es einfach aus. Ich will euch nicht abschrecken.

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