Zwischenrezension: Bernhard Hennen – Drachenelfen

Drachenelfen

Die Stimme war hinter ihr erklungen. Nandalee stand jetzt so nahe am Feuer, dass sich ihre Haut zu röten begann. Verwirrt wandte sie sich um. Ein Elf am Rand der Lichtung winkte ihr freundlich zu. „Dürfte ich vorschlagen, ein paar Schritt in meine Richtung zu machen, bis du endgültig über dein Schicksal entschieden hast? Wenn du gestattest, bleibe ich stehen, damit mir das Ganze hier nicht im Nachhinein als plumper Annährungsversuch an eine überaus attraktive und zudem unbekleidete Dame ausgelegt wurde. Meine Gefährtin hat manchmal eine Zunge wie ein doppelseitig geschliffener Dolch.“
Nandalee war so verblüfft, dass sie einfach stehen blieb und gaffte.

Story: 2 –

Nandalee verliert ihre Sippe und gelangt zu den Drachenreitern, wo sie aber nicht gut aufgenommen wird.
Artax ist eigentlich ein Bauer und wird ungefragt zum Unsterblichen. Damit muss er jetzt irgendwie zurecht kommen.
Um diese beiden Hauptcharaktere herum erzählen unzählige andere ihre Geschichte ebenfalls.

eigene Zusammenfassung

Benennung der einzelne Teile: 2 –

Teil 1 Der gafallene König (Weiter unten stand Gonvalon)

Das ist jetzt der Teil, den ich gelesen hab und diese Betitelung find ich irgendwie falsch. Einen Gefallenen König habe ich jetzt nicht gesehen. Nur die Vorbereitung dazu. Und Gonvalon ist sicher nicht der Hauptcharkater dieses Teils. Insgesamt erzählt er doch sehr wenig. Die beiden Hauptcharakter sind für mich Nandalee und Artax. Deswegen verstehe ich nicht warum dieser Teil noch mit Gonvalon ganz unten auf der Seite betitelt wurde. Für mich macht das nicht wirklich Sinn. Sorry.

Charaktere: 2 –

Nandalee: 2 –

Am Anfang mochte ich sie sehr gern, aber dann wurde sie mir zu unsensibel. Sie interessierte sich überwiegend für sich selbst und verachtete alles, was sich nicht mit ihrer Meinung deckte. Ich fand gut, dass sie nicht alles so hinnahm, wie es sein sollte, aber ein bisschen mehr liebevoll hätte dieser Charakter schon sein dürfen.

Artax: 2 –

Oft fand ich ihn einfach nur öde und langweilig. Seine Gedanken waren ermüdend. Teilweise war es dann ganz interessant, aber diese ganze Grundsituation um ihn herum nervte mich irgendwie.

Gonvalon: 2

Ich mochte ihn am Anfang sehr gern. Dann zwischendurch wurde er mir durch gewisse Handlungen ziemlich unsympatisch. Gegen Ende des ersten Buches war er dann wieder etwas überzeugender, aber wirklich sympatisch fand ich ihn jetzt nicht.

Lyvianne: 3

Teilweise hat sie ganz gute Seiten, aber nur wenn es ihren Belangen zusagt. Sonst kann sie ziemlich fies werden und ihre Taten sind einfach nur abscheulich. Besonders die Sache mit den Kindern. Und dann will sie sich auch noch schön reden. Wirklich sympatisch ist sie mir nicht.

Ailyn: 5

Die fand ich ganz schrecklich. Ein richtig fieses Biest, die ihre Position ausnutzt und sich für nichts zu schade ist. Die ist echt richtig fies. Die kann ich gar nicht leiden.

Juba: 1

Mag ich ganz gern, aber er ist total blass. Eigentlich erfährt man nicht viel von ihm und manche Meinungen sind auch nicht so meins.

Aaron: 5

Auch den alten verstorbenen Aaron find ich furchtbar. Der muss ja richtig schrecklich gewesen sein und richtig gewaltätig. Hatte vor nichts Respekt. Einfach nur schlimm.

Hornbori: 1

Der find ich ganz okay, aber teilweise zu mürrisch und auch zu blass. Da fehlt einfach Farbe drin.

Shaya: 1

Die mag ich noch ganz gern, aber bisher kam sie zu wenig vor um wirklich was über sie zu sagen.

Bidayn: 1

Auch sie mag ich ganz gern, aber mir fehlt die Geschichte dahinter. Sie ist einfach zu blass um sie wirklich ins Herz zu schließen. Sie ist mir aber mit die Liebste dieser ganzen Sippschaft.

Galar: 1 –

Auch ziemlich blass und mürrisch, aber er ist okay. Zumindest ist das mit ihm und Hornbori noch ganz interessant.

Abir Atas: 2 –

Den fand ich auch eher unsympatisch. Dieses fanatische Denken war gar nicht meins. Hat ihn ja auch nicht besonders weit gebracht. Allein dieser Name, brr …

Sayn: 1 –

Er wirkte nicht sonderlich sympatisch, aber sein Schicksal war tragisch, nur glaub ich nicht, was der Drache behauptet.

Eleborn: 1 +

Das war der Einzige, der mir bisher recht sympatisch erschien und auch nicht später wieder davon abzuweichen schien, aber leider kam er zu wenig vor um genaueres dazu sagen zu können.

Jitro: 1

Mochte ich auch noch ganz gern, aber war ebenso zu blass wie alle anderen.

Datames: 1

War mir eigentlich überwiegend sympatisch und interessant bis ziemlich zum Schluss des ersten Buches, wo er dann so absinkte.

Aya: 1

Fand ich gar nicht so übel und hatte wenigstens eine Geschichte, aber leider gefiel mir das am Ende mit ihr in diesem Teil nicht wirklich.

Die Drachen: 2 –

Ich fasse sie mal überwiegend zusammen, da sie sich alle recht ähneln. Die meisten kann ich kaum auseinander halten, weil sie sich alle recht ähneln oder nur selten vorkommen. Alle sind aber recht undurchschaulich und eher unsympatisch und voller Intrigen. Das find ich eher nicht so gut.

Der goldene: 1

Den muss ich noch mal besonders hervorheben, da der schon öfter vorkommt. Ich find ihn ganz okay, aber auch ihn verstehe ich nicht immer.

Der Weiße: 1 –

Mochte ich erst ganz gern eigentlich, aber später wurde er mir durch bestimmte Taten einfach unsympatisch. Hab ich auch nicht wirklich verstanden.

Der Dunkle: 1 +

Fand ich recht interessant, aber er kam zu wenig vor und wenn sich wirklich herausstellt, was ich über ihn vermute wird sich meine Sympathie für ihn wohl erledigt haben.

ER: 2 –

Mit dem kann ich wenig anfangen. Er wirkt auch eher skrupellos und unsympatisch. Das mag ich nicht so.

Die anderen Charkatere: 2

Die kann ich kaum voneinander unterscheiden. Es sind zu viele und nur wenige sind wirklich von Belang. Selbst nicht alle Erzähler sind von Belang. Sie sind oft einfach zu blass, was schade ist.

Pärchen/Liebesgeschichte: 3

Sind praktisch nicht vorhanden und wenn dann nicht echt. Das ist einer der größten meiner negativen Kritiken im Buch, denn gerade dieser Punkt hat mir in der anderen Elfenreihe sehr gut gefallen. Hier kommt da einfach so gut wie gar nichts und das ist schade, denn vieles hätte Potential.

Erzählperspektive: 3 –

Liegt mir leider überhaupt nicht. Es besteht auch keine wirkliche Regelmäßigkeit darin. Irgendwie ist alles und jeder Erzähler und dann wechselt sich das ziemlich unbeständig ab. Außerdem kommen immer wieder neue hinzu. Auch wenn sie nur ganz kurz erzählen. Mehrere Erzählperspektiven sind schön und gut, aber man kann es auch übertreiben. Mir ist das einfach zu viel. Die Geschichte nimmt deswegen überhaupt keine Fahrt auf. Nandalee und Artax erzählen zwar mehr als die anderen, aber das macht es nicht unbedingt besser. Für mich ein großer Kritikpunkt. Leider.

Besondere Ideen: 2

Ist ja eigentlich das mit den Drachenelfen, aber da das doch eher an Sklaverei und Grausamkeit als alles andere hervorkommt find ich das nicht unbedingt gut umgesetzt. Dabei ist die Gewalt hier gar nicht so heftig wie in der Elfenreihe, aber dennoch stört sie mich hier ziemlich, da unsympatisches und Gewalt irgendwie übermäßig vorhanden ist und weniger überzeugend als in Die Elfen und co. Vieles find ich einfach nur unnötig. Alles andere ist jedenfalls recht austauschbar und könnte auch in jede andere Elfengeschichte passen.

Rührungsfaktor: 2 –

Der war ganz selten mal vorhanden, aber meist hat mich vieles einfach nicht interessiert oder gelangweilt. Von daher doch eher selten. Am ehesten noch am Anfang.

Parallelen: 2 –

Kann ich zu den anderen Romanen von Bernhard Hennen stellen. Insbesondere zu den Elfenromanen. Ich habe da schon mal eine Rezi gelesen, die ungefähr das beinhaltet hielt zu diesem Thema, was auch meine Meinung ist.

Mit der Elfenreihe kann es nicht mithalten. Sicher gab es auch schwächere Teile dort, aber die habe ich alle durchgehalten und nicht einmal übers Abbrechen nachgedacht. Insbesondere mit Elfenwinter und der Elfenritterreihe kann dieses Buch einfach nicht mithalten. Es fehlt die nötige Tiefe bei den Charaktere und auch in der Story und es gibt zu viele Erzählstränge.

Ich weiß nicht mehr ob bei der Elfenreihe auch mehrere erzählt haben, aber ich glaub schon. Da fand ich das allerdings wesentlich besser.

Hier frage ich mich besonders: Wo sind starke Charaktere wie Ollowain, Lyndwin, Sylvina oder Alfadas, die in der Elfenreihe mit meine Lieblinge waren. Genau wie Luc und Gishild. Die fehlen bei den Drachenelfen einfach völlig.

Und mir fehlt die Power, die bei der Elfenreihe vorhanden war. Hier wirkt das meiste eher langweilig und vieles macht für mich auch nicht so viel Sinn.

Störfaktor: 3 –

Owei, das ist leider sehr viel. Die vielen Erzähler, weswegen die Story nicht voran kommt. Die Längen im Buch und die langweiligen Charaktere ohne Klasse. Selbst die Welt kann mich nicht wirklich reizen. Außerdem fehlt mir das Zwischenmenschliche. Niemand traut niemanden. Jeder ist misstrauisch und keiner hat wirkliche Freunde und wenn werden diese Freundschaften zunichte gemacht. Einfach nur schrecklich. Und dass die Elfen nur die Sklaven der Drachen sind ist für mich auch ein gewaltiger Störfaktor.

Auflösung: 2

Die bisherigen Auflösungen, die es immer mal wieder gab fand ich jetzt nicht so besonders. Das war in der Elfenreihe besser, aber ich kenne natürlich noch nicht die völlig Auflösung, da ich nur die Hälfte des Buches gelesen habe.

Fazit: 2 –

Leider reichen die Drachenelfen in keinster Weise an Hennens sonstige Elfenromane ran. Die Tiefe der Charaktere fehlt sowie die Tiefe der Story an sich. Durch viele Erzählperspektiven nimmt die Geschichte nur wenig an Fahrt auf und leider sind mir die Charaktere auch eher unsympatisch. Am Anfang wirkte mir noch recht vieles ganz sympatisch womit ich nach und nach aber immer weniger anfangen konnte. Deswegen habe ich den Teil nach der Hälfte auch erst mal unterbrochen. Die Längen machten sich durchaus bemerkbar. So war Drachenelfen für mich eher eine Enttäuschung. Es ist bei mir nicht wirklich viel hängen geblieben. Manches war schon gleich nach dem Lesen fort.

Bewertung: 2,5/5 Punkten (Für die Hälfte des Buches)

Mein Rat an euch:

Auch wenn das hier die Vorgeschichte sein soll versucht es eher mit den Die Elfen und Fortsetzungen, falls euch die Reihe reizt. Denn man kann sie durchaus ohne die Drachenelfen lesen und bisher wirkt es auch noch nicht wirklich wie eine Vorgeschichte, da keinen Bezug auf die Elfenreihe genommen wird. Mir persönlich gefiel am besten Elfenwinter und die Elfenritterreihe. Das sind meine persönlichen Empfehlungen. Allerdings ist Elfenwinter auch schon der 2. Teil. Es wäre durchaus sinnvoll mit Die Elfen zu beginnen.

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