Noras Abenteuer: Teil 9: Der Spaziergang

Endlich komme ich mal wieder zu Nora. Es ist schon fast peinlich, aber den letzten Teil habe ich am 7. Februar geschieben. Br …

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Noras Abenteuer: Teil 9 Der Spaziergang

Es war schön mit ihm allein zu sein. Ich fand es toll, dass er mir seine Welt zeigte, aber dabei waren wir fast nie allein. Jetzt gingen wir durch das Dorf spazieren und er führte mich in den Wald um das Dorf herum. Hier sah man zwar keine Sterne, aber ich genoss unsere Zweisamkeit.
Er nahm meine Hand in seine und händchenhaltenderweise spazierten wir durch den dunklen Wald.
„Ich bin gern hin und wieder hier. Es befreit meinen Geist und lässt mich ruhiger werden“, erzählte er mir mi Plauderton.
„Das kann ich verstehen“, lächelte ich. „Es ist so schön ruhig hier.“
„Ja, allerdings“, nickte er lebhaft. „Mein Job ist das ganze Jahr über stressig. Egal ob Weihnachten ist oder nicht. Da tut ein bisschen Ruhe etwas gut.“
„Hört sich an, als hättest du immer ganz schön viel zu tun“, überlegte ich vage.
„Ja, leider. Ein bisschen mehr Freizeit wäre schön. Aber die Arbeit macht Spass. Ich würde sie nicht aufgeben wollen.“ Gedankenverloren sah er in die Ferne. Ich konnte dort im Dunkeln nichts erkennen, aber er ja vielleicht.
„Komm mit“, forderte er mich auf und wartete gar nicht meine Antwort ab. Er zog mich einach mit sich.
Wir kamen auf eine breite Lichtung mit einem kleinen See dabei. Hier sahen wir die Sterne ganz deutlich. Zusammen setzten wir uns an den See. Ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter.
Wir starrten eine Weile in die Sterne und genossen einfach nur die Zeit zusammen. Er griff das Thema wieder auf, dass wir zuvor abgebrochen hatten. Ich wusste, dass er sich eine Antwort von mir wünschte, aber ich war mir noch nicht sicher, wie sie ausfiel.
„Könntest du dir vorstellen, bei mir zu bleiben, wenn deine Familie nicht wäre?“, fragte er aber überraschend.
Die Frage war einfach, aber ich wollte sie ihm nicht geben. Meine Antwort würde ihn nur veletzten würde sie letztendlich doch negativ ausfallen.
„Du kannst es mir ruhig sagen“, munterte er mich auf. „Ich werde es verkraften. Egal, wie sie ausfällt.“
„Ja, könnte ich“, gestand ich schließlich.
Wie befürchtet schlich sich ein Grinsen über sein Gesicht. Ich seufzte. Genau das hatte ich nicht gewollt.
„Aber Chris, ich …“, wollte ich zurückrudern, doch er unterbrach mich sofort.
„Ich weiß. Ich hab doch gesagt, es ist in Ordnung. Nur das jetzt zählt.“ Und dann legte er sich auf die Wiese, zog mich auf sich und wir küssten uns. Sanft und zärtlich, aber bestimmt. Wenn ich doch nur nichts für ihn empfinden würde. Dann wäre die Entscheidung leichter. Aber so erwiederte ich seine Küsse leidenschaftlich.
Er strich mir die Haare aus dem Geischt, ganz sanft und zärtlich und als wir beide eine Pause brauchten, kuschelte ich mich an ihn.
Dann begann er plötzlich leise zu singen. Kein Weihnachtslied sondern ein schönes melodisches Lied, dass zu unserer Situation passte. Er überraschte mich immer wieder, aber es passte wirklich. Also schwieg ich nur und hörte ihm zu.
Irgendwann hörte er auf zu singen. War er eingschlafen. Ich richtete mich auf. Nein, er lächelte und sah mich gewinnend an.
„So könnte es immer sein, weißt du?“, fragte er mich lockend.
„Das ist gemein“, fand ich und stupste ihn neckend an.
„Ich habe nicht gesagt, dass ich nicht um dich kämpfen werde“, warnte er mich. „Und ich werde nicht fair kämpfen. Das siehst du ja.“
Okay, das hatte ich wohl verdient. Seine Worte machten es aber auch nicht gerade einfacher. Mein Herz hüpfte wie wild und wollte gar nicht mehr aufhören zu schreien: „Bleib, bitte bleib!“
„Ja, ich sehe es“, antwortete ich nur. Dann fragte ich, um das Thema zu wechseln: „Was ist mit dem Konzert? Wollen wir da nicht hin?“
„Wollen wir?“, fragte er nur zurück als wollte er mich testen. Er verunsicherte mich gerade. Der Weinachtsmann verunsicherte mich. Wie hatte es nur so weit kommen können?
Natürlich blieben wir einfach liegen und kuschelten uns enger aneinander. Er fühlte sich so gut an. Was sollte ich bloß machen. Doch schließlich gab ich auf.  Diese Nähe setzte mir zu sehr zu. Ich musste ihn auf Abstand halten, bis ich mich entschieden hatte. So schwer es auch werden würde.
„Wie wäre es, wenn wir dann weiter spazieren gehen?“, schlug ich also vor. „Ich würde gerne mehr von der Umgebung des Weihnachtsdorfes sehen.“
„Na gut.“ Er stand auf, zog mich hoch und schlenderten weiter durch den Wald. Wieder händchenhaltend. Er bestand darauf.
Hinter dem Wald war eine kleine Hütte. Eine Hütte fernab des Weihnachtsdorfes? Wo waren wir denn jetzt schon wieder?
„Wo sind wir?“, fragte ich deswegen.
„Noch so ein Geheimnis von mir“, sagte er geheimnistuerisch und führte mich in den Raum. Es war ein sehr gemütlicher Raum mit Sesseln, Kaminen, einem Sofa und einigen Büchern.
„Wow“, hauchte ich erstaund. Damit hätte ich gar nicht gerechnet.
„Das ist noch ein Rückzugsort. Den kenne wirklich nur ich. Du bist die erste, die ihn sehen darf.“ Er klang sehr stolz und sah mich abwartend an.
„Chris, ich …“ Ich hatte keine Ahnung, was ich sagen sollte. Es rührte mich, dass er mich hierher gebracht hatte und ich musste mir eingestehen, dass ich mich noch etwas mehr in ihn verliebte.
„Nicht. Lass. Sag einfach gar nichts.“ Er machte es sich auf einem Sessel am Kamin bequem und ich tat es ihm gleich.
„Du weißt schon längst, wie ich mich entscheiden werde, oder?“, fragte ich nur, denn tief im Inneren hatte ich meine Entscheidung längst gefällt.
„Ich hoffe es, aber wie soll ich das wissen? Auch ich kann keine Gedanken lesen.“
„Ich möchte meine Familie regelmäßig besuchen“, forderte ich. „Und ich will öfter mal auf der Erde vorbei gucken, aber ich will dich nicht verlieren. Natürlich bleibe ich bei dir.“
Er grinste übers ganze Gesicht. „Da bin ich aber froh.“ Er zog uns beide irgendwie auf den Boden vor dem Kamin und zog mich erneut in seine Umarmung. Dieses mal wurde die Umarmung intensiver und er wusste, dass ich von nun an ihm gehörte.

Fortsetzung folgt …

Wow, was ist denn hier passiert? Sie sollte sich in diesem Teil eigentlich noch nicht entscheiden. Das könnte auch theoretisch das Ende der Geschichte sein, aber mindestens einen Teil möchte ich noch schreiben.

 

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3 Gedanken zu “Noras Abenteuer: Teil 9: Der Spaziergang

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