Ideenbild 7 Die kleine Spielzeugfigur (Teil 1)

Ui, das neue Ideenbild hat es in sich. Fällt mir dazu wohl was ein?

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Oh, ich galub da wächst eine Idee in mir …

Die kleine Spielzeugfigur (Teil 1)

Ich saß an meinem Lap Top und tippte darauf rum. Irgendwas schulisches, was ich fertig machen musste. Was genau weiß ich nicht mehr. Irgendwann fiel mein Blick auf meine Fensterbank und ich traute meinen Augen nicht. Da stand eine Figur. Wie war die denn dahin gekommen? Eben war sie noch nicht da gewesen. Ich stand auf, ging zu meiner Fensterbank und starrte die Figur an. Und dann passierte etwas Unglaubliches. Die Figur starrte zurück. Ja, wirklich. Sie starrte. Verrückte Sache.
Vorsichtshalber tippte ich sie an um zu prüfen ob sie auch echt war. Aufgebracht fuhr mich die Figur an: „Hey, lass das gefälligst. Ich bin kein Ding mit dem du herumspielen kanns wie du willst.“
Entgeistert starrte ich die Figur an. Nun wurde ich völlig verrückt. Die Figur sprach mit mir?
„Ähm … Du kannst … sprechen?“, stotterte ich ungläubig.
„Natürlich kann ich sprechen. Ich bin ja schließlich nicht von gestern.“ Jetzt sah sie mich tatsächlich funkelnd und musternd an. Vielleicht auch ein bisschen abschätzend.
„Aber wo kommst du her? Du warst eben noch nicht da.“ Ich konnte immer noch nicht glauben, dass ich mit einer Spielzeugfigur sprach.
„Ach, vom Haus nebenan, aber da ist es so langweilig. Die Kinder wollen immer nur spielen, spielen, spielen. Einmal musste ich sogar in einem Puppenhaus schlafen? Kannst du dir das vorstellen? Sehe ich etwa aus wie eine Puppe?“ Entrüstet rümpfte die Figur die Nase und sah sich in meinem Zimmer um. Unwillkürlich fragte ich mich wie mein Zimmer auf eine Spielzeugfigur wirken musste.
„Du siehst eher aus wie eine sprechende Spielzeugfigur“, bemerkte ich vorsichtig.
„Vielen Dank“, erwiederte die Figur stolz. „Du scheinst wesentlich interessanter zu sein als diese langweiligen Kinder. Darf ich bleiben?“
„Ähm, weißt du. Wenn Kinder mit einer Spielzeugfigur reden ist das vielleicht noch normal, aber nicht bei Erwachsenen. Ich bin mir nicht sicher ob du bleiben kannst.“ Ich wartete auf die Reaktion der Figur, aber sie schwieg und musterte mich noch mal.
„Ähm, weißt du“, äffte mich die Figur perfekt nach. „Das weiß ich. Glaubst du, ich würde in der Öffentlichkeit mit dir reden? Ich würde dich nur gern begleiten. Vielleicht gibts da ja auch ein paar hübsche Mädels, wo du dir auch immer deine Zeit vertreibst.“
Na, das konnte ja heiter werden.
„Also, eigentlich ist es auch so, dass Leute in meinem Alter auch nicht mehr mit einer Spielzeugfigur durch die Gegend laufen. Das ist tatsächlich etwas für Kinder“, belehrte ich die kleine Figur.
„Ach komm schon, ich versteck mich auch“, versuchte sie mich zu überreden.
„Wie heißt du eigentlich?“, wollte ich jetzt wissen um ihn abzulenken.
„Heißen?“ Er sah mich nur verständnislos an.
„Na, ja. Du musst doch einen Namen haben. Wie soll ich dich ansprechen?“, half ich ihm auf die Sprünge.
„Ach so“, winkte er ab. „Colonnel Simon Noel Rubin Taylor Wegenatz“ Er sah mich stolz an.
So würde ich ihn ganz sicher nicht nennen. „Ist es okay, wenn ich dich Sim nenne?“
„Klar!“, strahlte Sim.
„Schön. Dann wäre das ja geklärt. Dann musterte ich meinen kleinen neuen Mitbewohner ausgiebig. Selbst für eine Spielfigur sah er merkwürdig aus. Ein bisschen wie ein Soldat mit Helm und Gewähr in der Hand. Ob man Sim das Gewehr abnehmen konnte? Aber ansonsten wirkte er recht sympatisch und lebhaft. Aber noch mal zurück zu dem Gewehr.
„Sim, könntest du das Gewähr ablegen. Das macht mir etwas Angst“, bat ich ihn sanft.
„Es ist doch nur ein Spielzeuggewähr.“ Sim tat beleidigt.
„Du solltest eigentlich auch nur eine Spielzeugfigur sein“, argumentierte ich. „Ohne reden und so.“
„Na schön.“ Sim legte sein Minigewehr neben sich. Jetzt wirkte er schon ein bisschen weniger beunruhigend. Dann fragte er: „Also darf ich bei dir bleiben?“
„Werden die Kinder von nebenan dich nicht vermissen?“, fragte ich argwöhnisch.
„Ach, die haben so viel Spielzeug. Da fällt eins mehr oder weniger auch nicht auf“, winkte Sim lässig ab. „Und bei dir habe ich das Gefühl, dass ich viel weniger herumgeschubst werde. Schrecklich wie diese Biester mit ihrem Spielzeug umgehen. Als wäre es nicht wert. Wenn sie es nicht mehr wollen feffern sie uns einfach in die Ecke. Also wirklich. Du glaubst gar nicht wie viele blaue Flecke ich da schon bekommen habe. Dein Zimmer gefällt mir viel besser und in deinem Bett ist so viel Platz.“
„Oh nein, du wirst nicht in meinem Bett schlafen“, stellte ich bestimmt klar.
„Ach bitte, bitte, bitte.“ Er sah mich mit einem Hundeblick an.
„Ich werde dir ein eigenes bauen“, versprach ich ihm und war mir sicher, dass ich das noch bereuen würde.
„Also darf ich bleiben?“, strahlte Sim.
„Von mir aus“, gab ich schließlich nach. Ich hatte Mitleid mit dieser kleinen Figur. So weit war es schon mit mir gekommen. „Aber ich habe ein paar Bedinungen.“
„Schieß los!“ Sim war sofort Feuer und Flamme.
„Erstens redest du nicht, wenn andere dabei sind und du versteckst dich in meiner Tasche oder meinem Rucksack.“, war Bedingung Nummer eins.
„Aber da ist es so dunkel“, protestierte Sim gleich.
„Möchtest du wieder bei den Kindern sein und von ihnen herumgeschubst werden?“, fragte ich ihn nur.
„Na gut, ich sag nichts mehr. Was noch?“, gab er zerknirscht nach.
„Zweitens: Du bleibst in meinem Zimmer während ich im Haus unterwegs bin. Keine Ausflüge, keine Alleingänge“, forderte ich.
„Ich dachte du nimmst mich immer mit.“ Sim wirkte so traurig, dass er mir schon wieder Leid tat.
„Manchmal geht das vielleicht nicht“, erklärte ich ihm sanft. „Und dann zählt Bedigung Nummer zwei.“
„Okay. Und hast du noch mehr Bedingungen?“, fragte er mir Glubschaugen.
„Erst mal nur noch eine. Wenn ich ein Mädchen mit nach Hause bringe, verziehst du dich, ist das klar?“
„Aber das ist langweilig“, maulte er. „Und wo soll ich denn dann hin?“
„In meinen Nachtschrank oder in meinen Schrank oder wo immer sie dich nicht sieht.“ Da kam mir plötzlich eine Idee. Ich könnte für Sim ein Bett in meinem Nachtschrank herrichten.
„Na gut“, gab er wiederwillig nach. „Hauptsache ich darf bleiben. Darf ich dich noch was fragen?“
„Na klar“, nickte ich.
„Wie heißt du eigentlich?“
Ich lachte. „Ich bin Dennis. Ich mache dir einen Vorschlag. Ich gucke wie das mit uns beiden funktioniert und falls ich mit dir nicht klar komme steht es mir frei dich fort zu schicken.“
„Und welchen Vorteil habe ich davon, Dennis?“, fragte er nur. Verdammtes kleines schlaues Biest. „Wenn es funktioniert darfst du bleiben und dann nehme ich dich vielleicht auch mal auf Ausflügen mit.“
„Au ja“, strahlte Sim und freute sich riesig. Dann hüpfte er wild auf meiner Fensterbank hin und her und rief: „Ich darf bleiben, ich darf bleiben, ich darf bleiben.“
„Psst …“, zischte ich ihn energisch an. „Was, wenn dich einer hört. Ich wohne nicht alleine hier.“
„Dann sagst du das Radio war an“, meinte Sim und lachte weiter vor sich hin.
Na, das konnte ja wirklich heiter werden. Aber ich hatte den kleinen Kerl jetzt schon lieb geworden. Wie könnte ich ihn da wieder weg schicken?

Fortsetzung folgt …

Da ich selbst den kleinen Sim auch ins Herz geschlossen habe und eine weitere Bloggeschichte von mir bald beenden werde, möchte ich diese Geschichte gerne weiter verfolgen und sehen, was Dennis und Sim für Abenteuer erleben.

Was sagt ihr zu dieser Umsetzung des Ideenbildes? Eure Meinungen sind gerne gefragt.

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16 Gedanken zu “Ideenbild 7 Die kleine Spielzeugfigur (Teil 1)

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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