Die kleine Spielzeugfigur (Teil 3)

Und nun gehts weiter mit meiner Spielzeugfigur. Wird mal wieder Zeit.

Ihr erinnert euch?

Letztes Mal begleitete Sim Dennis zur Schule. Er steckte erst in seinem Rucksack und dann in seiner Jackentasche. Dennis traf sich mit seinen Freunden und Sim war neugierig auf die Welt da draußen.

Jetzt gehts weiter mit der Schule. Was Sim da wohl alles anstellt.

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Die kleine Spielzeugfigur (Teil 3)

Wir betraten das Schulgebäude und auf den Schulgängen war wie immer viel los. Ich drängte mich mit meinen Freunden vorwärts. Während ich mit Tom in die Deutschstunde ging, verschwanden Ronja und Feline in den Klassenraum nebenan. Wir setzten uns an unsere Plätze als auch schon unsere Lehrerin kam. Frau Rösler.
Sie schrieb kein Diktat. Wir sollten Aufgaben aus dem Buch lösen. Ich machte mich also an meine Aufgaben, kam aber nicht besonders weit. Plötzlich fing es in meiner Tasche wie wild an zu zappeln. Ich kaschierte es indem ich so tat als sei mir schlecht und meldete mich.
„Ja, Dennis?“, fragte Frau Rösler mich.
„Darf ich mal rausgehen? Ich muss auf die Toilette“, bat ich sie.
Frau Rösler musterte mich skeptisch, ließ mich aber gehen. Ich stürmte praktisch aus der Klasse. Erleichtert sah ich mich auf dem Gang um und verschwand Richtung Toilette. Als ich mich versicherte, dass ich allein war, holte ich Sim aus meiner Jacke, der mich betroffen ansah.
„Was ist denn los mit dir?“, fuhr ich ihn an. „Ich habe dir doch gesagt, du sollst dich ruhig verhalten.“
„Tschuldige“, sagte er zerknirscht. „Ich wollte auch ruhig sein. Ganz ehrlich. Aber ich bekam eine Panikattacke. Plötzlich wurde alles ganz eng.“ Er sah mich aus seinen Kulleraugen traurig an.
„Na, gut. Dieses eine mal lasse ich dir durchgehen, weil das alles noch neu für dich ist. Aber wenn das noch mal passiert musst du wieder in den Rucksack, verstanden?“, schimpfte ich sanft mit ihm.
„Ja, ja, ja. Ich bin jetzt ganz brav“, versprach er mir und hüpfte wild auf und ab.
„Dann ab jetzt in die Tasche. Ich muss jetzt wieder in den Unterricht zurück“, wies ich ihn an und ließ ihn gerade noch rechtzeitig verschwinden bevor die Tür aufging. Ich verließ die Toilette und machte mich wieder auf den Weg zur Klasse.
„Alles in Ordnung bei dir?“, flüsterte Tom mir zu als ich mich wieder setzte. Ich nickte nur.
Wir machten weiter unsere Stillarbeit und zum Glück blieb Sim auch ruhig. Irgendwie tat er mir ja auch Leid. Es war bestimmt nicht schön da so eingequetscht zu sein. Aber er hatte es ja nicht anders gewollt.
Nach deutsch hatten wir fünf Minuten Pause, mussten uns aber beeilen zu unserem Musikraum zu kommen. Dennoch nahm sich Tom die Zeit um zu fragen: „Was war denn eben mit dir los?“
„Mir war ein bisschen übel. Ich brauchte kurz frische Luft. Dann ging es wieder“, erklärte ich und wusste selbst wie seltsam das klang. Glücklicherweise sagte Tom nichts dazu.
In Musik sollten wir am Keabord arbeiten. Das mochte ich eigentlich sehr gern. Ich probierte verschiedene Töne aus und vermischte sie miteinander. Frau Jimini kam zu mir und lobte mich: „Das klingt aber toll. Mach weiter so. Ich bin gespannt, was dir noch so einfällt.“
Ich schenkte ihr ein Lächeln und machte weiter. Plötzlich summte es aus meiner Tasche. Ich seufzte. Verdammt Sim. Ich stupste ihn an zum Zeichen, dass er ruhig sein sollte. Er summte weiter. Was sollte ich jetzt machen. Noch hörte keiner etwas, aber das würde wohl nicht lange so bleiben. Noch einmal stupste ich ihn an und er verstummte. Dann fing er wieder an zu summen. Ich seufzte erneut. Was sollte ich bloß mit Sim machen? Das nächste Mal musste ich ihn zu Hause lassen. So ging das nicht.
Dumerweise hatte ich diese Stunde mit Feline und Ronja. Als Sim das nächste mal summte kam Sonja zu mir ans Keabord.
„Das klingt aber schön. Was summst du denn da?“, fragte sie fast verträumt.
„Weiß nicht. Ist mir so eingefallen“, wich ich ihr aus und tat so als würde ich zu der Melodie summen.
„Es passt irgendwie dazu“, fand sie. Offenbar bemerkte sie zu meinem Glück nicht, dass das Summen nicht von mir kam.
„Findest du?“, fragte ich überrascht.
„Ja, unbedingt. Darf ich?“ Sie zeigte auf meine Bank und wollte offenbar mit mir zusammen spielen. Ich nickte nur sprachlos.
„Summst du wieder und wir spielen gemeinsam?“, fragte sie mich fast schüchtern.
„Gern“, nickte ich und hoffte, dass Sim das gehört hatte und wieder summte. Er konnte ja schließlich auch mal was für mich tun.
Aber ich brauchte mir gar keine Sorgen machen. Sobald wir zu spielen anfingen summte er wieder und so Spielten Ronja und ich zusammen.
Wieder kam unsere  Lehrerin zu uns und lobte sie. „Au ja! Gemeinschaftsprojekt. Da habt ihr mich auf eine Idee gebracht. Alle mal herhören! Nächste Woche tut ihr euch zu zweit oder mit mehreren zusammen und denkt euch an Instrumenten Melodien und Text aus.  Ich freu mich schon drauf.“
Die meisten stöhnten nur, aber ich freute mich auch. Vor allem als Ronja mich fragte: „Wollen wir das zusammen versuchen. So wie jetzt. Es scheint ja ganz gut zu klappen. Wir könnten weiter an der Melodie arbeiten.“
„Gerne“, strahlte ich glücklich. Das hieß zwar, dass ich Sim weiterhin mit zur Schule bringen musste, aber zu diesen Bedingungen tat ich das gern. Ich hoffte nur, er machte mit.
„Toll“, strahlte auch Ronja und als es zur Pause klingelte, ging sie zurück an ihren Platz. Wir sammelten die Sachen ein und ich verließ fröhlich den Raum. Ich war wirklich froh, dass jetzt Pause war. Schon die ersten zwei Stunden mit Sim waren anstrengend. Aber die Musikstunde hatte ich wirklich genossen und das hatte ich größtenteils ihm zu verdanken.
Als wir rausgingen klopfte Tom mir auf die Schulter. „Du scheinst ja wirklich Fortschritte bei ihr zu machen, Mann. Das ist toll. Allerdings habe ich dich gar nicht so musikalisch in Erinnerung.“
„Ich hatte heute einfach einen guten Tag.“ Ich zuckte nur mit den Schultern und lächelte vor mir hin. Wir setzten uns auf den Schulhof auf die Bänke und genossen die ersten warmen Sonnenstrahlen. Es dauerte nicht lange und Lex und die Mädels kamen dazu.

Fortsetzung folgt …

Und was sagt ihr zu diesem Teil? Für Dennis war es ja teilweise etwas anstrengend, aber in Musik war es dann ja doch nicht so schlimm wie er dachte.

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7 Gedanken zu “Die kleine Spielzeugfigur (Teil 3)

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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