Die kleine Spielzeugfigur (Teil 4)

Es wird mal wieder Zeit, dass ich an meiner Bloggeschichte weiter schreibe. Es ist sogar schon wieder 10 Tage her, dass ich an das alte Herrenhaus geschrieben habe, aber heute beschäftige ich mich erst mal mit der Spielzeugfigur.

Ihr erinnert euch?

Zuletzt hatte Dennis Musik und Sim war dabei. Er hat gesummt und Ronja fand das ganz toll und dachte Dennis wäre das. So kamen sie sich etwas näher und in den nächsten Musikstunden sollen Ronja und Dennis an dem Stück weiterarbeiten und Sim soll ihm helfen.

Die kleine Spielzeugfigur Teil 4

Nach der Pause hatten wir noch zwei Stunden, die recht gut verliefen. Sim verhielt sich ruhig und ich konnte mich gut auf den Unterricht konzentrieren. Als wir am Nachmittag endlich Schulschulss hatten war ich erleichtert. Ich wollte nachsehen, ob Sim okay ist. Die ganze Zeit hatte ich mich das nicht getraut.
Jetzt war ich im Schulbus auf der Fahrt nach Hause und dachte an die ganzen Hausaufgaben, die ich auf hatte. Als der Bus hielt stiegen wir aus und verabschiedeten uns. Ich ging sofort auf unser Haus zu. Ich zog meinen Schlüssel aus der Tasche und öffnete die Tür. Mein Weg führte in die Küche. Meine Mutter war sowieso noch nicht da. Sofort holte ich Sim aus meiner Tasche. Offenbar hatte er geschlafen.
„Alles in Ordnung mit dir?“, fragte ich besorgt.
Er sah mich benommen an und fragte nur: „Was ist denn los?“
„Offenbar habe ich dich geweckt“, informierte ich ihn grinsend.
„Und wieso? Ich hatte gerade so einen schönen Traum“, murrte er.
„Ich war besorgt. Ich wusste nicht, dass du schläfst.“ Etwas verschämt sah ich ihn an, doch da wurde sein Blick sofort weicher.
„Schon in Ordnung. Konntest du ja nicht wissen.“
„Danke für das Summen in Musik.“ Ich schenkte ihm ein Lächeln. „Könntest du das die nächsten Male auch für mich tun.“
„Wegen diesem Mädchen?“, fragte er und zwinkerte mir frech zu.
„Du bist ganz schön schlau, weißt du das?“, bemerkte ich nur und wusste nicht, ob mir das nun gefiel oder nicht.
„Ja, das war ich schon immer“, sagte er nur wenig bescheiden.
„Also, würdest du es tun?“, fragte ich erneut.
„Klar, summen macht Spass“, antwortete er nur und freute sich offenbar schon darauf.
„Klasse“, freute ich mich, machte mir eine Schüssel Kornflakes, schnappte mir Sim und ging mit ihm nach oben.
Dort verdrückte ich meine Schüssel Kornflakes während Sim auf der Fensterbank hockte und nach draußen sah.
„Was gibts da draußen zu sehen?“, fragte ich meinen kleinen Freund.
„Nichts, aber da gehts zu meinen alten Freunden. Ein wenig vermisse ich sie.“ Er klang etwas traurig.
„Willst du sie besuchen gehen?“, schlug ich ihm vor. „Ich muss sowieso erst Hausaufgaben machen.“
„Nein, besser nicht. Dann würde ich nur in Versuchung kommen zu bleiben und ich weiß wie das endet“, behauptete er und wandte sich stattdessen wieder mir zu. „Die Kinder von nebenan mussten auch Hausaufgaben machen. Soll ich dir helfen?“
„Lieber nicht. Sei mir nicht böse, aber die Kinder von nebenan haben ein anderes Schulniveau als ich“, versuchte ich ihn sanft abzuwehren.
„Macht nichts. Ich kann sowieso nicht lesen und schreiben. Kannst du mir das beibringen?“, Eifrig sah er mich an und mich musste lachen.
„Kannst du denn überhaupt einen Stift anpacken?“, fragte ich zweifelnd und betrachtete die kleinen Hände der Spielzeugfigur.
„Ich könnte mein Gewähr nehmen und damit auf deiner Tastatur rumtippen“, schlug er vor und zeigte auf meinen Lap Top.
„Ähm, besser nicht. Wir finden schon was. Lass mich erst meine Hausaufgaben machen“, bat ich ihn. Wie brachte man jemanden lesen und schreiben bei? Ich war kein Lehrer.
„Na gut“, nickte Sim zustimmend und setzte sich wieder auf die Fensterbank.
Also schaltete ich meinen Lap Top an und machte mit dessen Hilfe meine Hausaufgaben. Als ich fertig war musterte mich Sim wieder neugierig.
„Und was jetzt?“, fragte er.
„Lass uns erst mal rausgehen, okay“, lockte ich ihn um ihn abzulenken. Meine Mutter würde erst am Abend heimkehren.
„Muss ich dann wieder in deinen Rucksack?“, fragte er und sah mich nicht gerade begeistert an.
„Zumindest in meiner Tasche.“ Ich sah ihn entschuldigend an. „Es tut mir leid, aber das muss sein. Andererseits gehen wir ans Meer und den Blick wirst du lieben.“
„Ist das diese blaue Masse, die ich schon mal im Fernseher der Kinder gesehen habe?“, fragte Sim mich verwirrt.
„Kann sein. Komm mit. Dann wirst du es genau wissen“, lockte ich ihn weiter.
„Na gut“, sagte er dann. „Wenn ich mal aus deiner Tasche rausgucken darf:“
Na toll. Der kleine fing schon an mit mir zu verhandeln. „Ja, klar. Sonst würde ich dich ja nicht mitnehmen.“
„Oh, toll. Dann bin ich gespannt auf dieses Meer“, freute er sich.
„Na dann los“, grinste ich, räumte meine Schulsachen weg, packte ein Handtuch, Trinken und ein Buch ein und steckte ihn in meine Tasche.
Dann ging ich nach unten, zog mich an und schrieb meiner Mutter einen Zettel, dass ich am Meer war. Anschließend verließ ich das Haus, schloss ab und machte mich zusammen mit Sim auf den Weg zur besagten blauen Masse, die sich Meer nannte. Mit Sim würde das sicher sehr abenteuerlich werden, aber ich hatte ihm versprochen, dass er hinaus gucken durfte und mein Versprechen würde ich halten. Sicher fand ich eine abgelegene Stelle, wo das möglich war. Hoffentlich liebte Sim das Meer genauso sehr wie ich. Dann könnte ich mit ihm öfter dorthin. Ich wollte ihn nicht zu lange bei mir zu Hause allein lassen. Wer wusste schon so genau, was er da anstellen würde? Dann hatte ich ihn lieber bei mir.

Fortetzung folgt …

Das war dieser Teil der Reihe. Und was sagt ihr dazu?

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4 Gedanken zu “Die kleine Spielzeugfigur (Teil 4)

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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