Das vierte Wort: Alkohol: Ein Spieleabend unter Freunden

Beim vierten Wort gehts diesmal um Alkohol. Mal sehen, was mir da so einfällt.

Ein Spieleabend unter Freunden

„Lasst uns doch mal wieder einen schönen gemütlichen Spieleabend machen“, schlug Sina ihren Freunden vor. „Mit Grillen oder so. Am Wochenende.“
„So wie früher als wir noch gezeltet haben?“, fragte Bennet nur.
„Wir sind doch keine Kinder mehr“, protestierte Zoe und rollte  mit den Augen.
„Und was ist mit Alkohol?“, wollte Torben wissen.
„Aber nicht zu viel“, wandte Alisa ein. „Wir wollen uns nicht besaufen. Nur einen gemütlichen Abend machen.“
„Das klingt nach ganz viel Spass“, freute sich Tyler.
Also plante Sina mit ihren Freunden den Abend. Die ganze Woche redeten sie darüber, gingen einkaufen und freuten sich darauf. Früher hatten sie sowas öfter gemacht, aber seid sie in jeder Himmelsrichtung verstreut waren nur noch selten. Jetzt waren Semesterferien und sie waren ausnahmsweise einmal alle zu Hause.

Der Freitagabend kam dann schnell. Die Freunde wollten das ganze Wochenende zusammen verbringen. Heute Abend war der Spieleabend geplant. Sina war allein zu Hause. Ihre Eltern waren nicht da. Bei ihr sollte der Abend stattfinden. Alisa und Zoe halfen ihr beim Vorbereiten in der Küche während die Jungs noch nicht da waren.
„Wie gehts eigentlich Sören?“, fragte Alisa Zoe, während wir Gemüse für den Salat schnippelten.
Sören war Zoes Freund in der Stadt, in der sie studierte.
„Dem gehts gut“, antwortete Zoe nur. „Er macht heute was mit seinen Kumpels. Wir wollen bald zusammen ziehen.“
„Das hört sich doch gut an“, fand Alisa.
„Ja, ich weiß“, grinste sie.
„Was ist eigentlich mit dir und Tyler?“, fragte Zoe dann Sina.
„Was soll mit mir und Tyler sein?“, fragte Sina unschuldig zurück.
„Ihr wohnt doch in in der selben Unistadt? Seht ihr euch manchmal?“, fragte sie.
„Manchmal“, antwortete Sina gedehnt.
„Ach komm schon, erzähl mal“, forderte Zoe sie auf.
„Da gibts nichts zu erzählen“, antwortete Sina. „Wir treffen uns manchmal. Das ist alles.“

Am Abend trafen auch die Jungs bei Sina ein. Tyler und Torben waren Brüder. Sie sahen sich sehr ähnlich. Sina merkte erst jetzt wie sehr sie gelogen hatte. Natürlich war da was zwischen ihr und Tyler. Immer schon gewesen.
Torben stellte sich sofort an den Grill und grillte Fleisch, Würstchen und gebratenes Gemüse. Zoe schmiss die Frteuse mit den Pommes an. Alisa und ich deckten den Tisch und Bennet übernahm die Getränke.
Als alles fertig war setzten wir uns an den gedeckten Tisch auf die Terasse und aßen unser gegrilltes Essen, die Pommes und den Salat. Bennet schüttelte jedem ein Glas Wein ein. Ab und zu trank ich eines, aber ich war nicht so der Alkoholfan. Ich nippte meist nur dran.
Wir Mädels saßen nebeneinander und die Jungs auf der anderen Seite des Tisches. Ich saß natürlich gegenüber von Tyler. Er schenkte mir ein zauberhaftes Lächeln. Ich lächelte zaghaft zurück.
„Also erzählt mal. Wie ist es euch in der Zwischenzeit so ergangen?“, erkundigte sich Torben nun bei uns, der neben seinem Bruder saß und gegenüber von Zoe.
„Das wissen wir doch schon“, seufzte Alisa und verdrehte die Augen. „Wir chatten jeden Donnerstag zusammen. Schon vergessen?“
„Das ist nicht das Selbe“, beharrte Torben. „Jetzt sind wir hier.“
Alisa seufzte nur.
„Also schön“, begann Zoe einzlenken. „Ich werde bald mit meinem Freund zusammen ziehen.“
„Mit diesem Sören. Ach komm schon. Der ist doch nichts für dich.“ Bennet musterte sie abschätzend. „Du solltest mit mir zusammen kommen. Das hab ich ja schon immer gesagt.“
„Und ich hab dir schon immer gesagt, dass daraus nichts wirkt“, lachte Zoe. Es war nur Spass. Das ging mit Zoe und Bennet immer so. „Tut mir leid, Schätzchen.“
„Ja, ja. Schon gut. Aber einen Versuch war es wert.“ Bennet tat gespielt beleidigt.
Zoe lachte wieder.
„So viel dazu“, kommentierte Torben nur trocken.
„Hey, was spielen wir denn heute so?“, grinste Alisa und lenkte vom Them ab.
„Ligretto“, schlug Zoe sofort vor während Torben „Skippbo“ sagte.
„Wie wäre es mit einer richtig guten Partie Mensch ärgere dich nicht“, schlug Sina vor.
„Sind wir im Kindergarten?“, lachte Bennet während Sina ihm einen bösen Blick zuwarf.
„Ich find Mensch Ärgere dich gut“, kam Tyler Sina zur Hilfe.
„Du findest alles gut, was Sina gut findet“, beschwerte sich Bennet.
„Wir können mit Mensch Ärgere dich anfangen und dann gehts mit Ligretto weiter“, schlug Zoe vor. Damit waren alle einverstanden.
Als sie fertig mit dem Essen waren räumten sie ab. Spülen taten sie nicht. Das meiste konnten sie in die Spülmaschine räumen. Die Gläser ließen wir stehen und dann setzten wir uns alle wieder an den Tisch. Die Spiele hatten sie schon vorher an die Seite gestellt.
„Also dann. Mensch Ärgere dich nicht“, verkündete Bennet seufzend und baute das Spielfeld auf.
Den ganzen Abend spielten die Freunde und genossen die Zeit zusammen. Es gab viel Gelächter und machte Spass. Doch jeder gute Abend ging einmal vorbei. Sie räumten zusamen auf und verabschiedeten sich langsam nach und nach. Einige vom Alkohol benebelt, andere bei klarem Verstand.
Zum Schluss waren nur noch Tyler, Torben und Zoe übrig.
„Kommst du wirklich alleine klar?“, fragte Tyler mich besorgt. Er war immer besorgt um mich.
„Ja, klar. Meine Eltern kommen ja schon morgen wieder“, winkte ich ab. Er sah mich trotzdem skeptich an.
„Bleib doch einfach bei ihr. Dann brauchst du dir keine Sorgen zu machen“, schlug Zoe ihm hinterhältig vor.
„Ich will mich nicht aufdrängen.“ Er sah mich wieder besorgt an.
Da ich wusste, dass Zoe nicht locker lassen würde, sagte ich: „Nein, ist okay. Vielleicht wäre es sogar besser so.“
„Wenn du es wirklich möchtest“, stimmte er also zu, klang aber weiterhin unsicher.
Also blieb er bei mir, während Torben und Zoe nach Hause gingen.
Wir setzten uns noch ins Wohnzimmer, tranken den Wein aus und unterhielten uns. Dann schlummerten wir friedlich in einem Madratzenlager, was wir im Wohnzimmer eingerichtet hatten in einer Art Umarmung ein. Am nächsten Morgen würde es mir etwas ausmachen, aber jetzt genoss ich es einfach ihn in meiner Nähe zu haben.

Ende

Und, was sagt ihr dazu?

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4 Gedanken zu “Das vierte Wort: Alkohol: Ein Spieleabend unter Freunden

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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