Die kleine Spielzeugfigur Teil 5

Es wird mal wieder Zeit für einen weiteren Teil meiner Spielzeugfigur. Also los.

Ihr erinnert euch?

Dennis und Sim waren jetzt wieder zu Hause und Sim erzählte, dass er nicht schreiben kann. Jetzt wollten sie ans Meer und Sim würe es zum ersten mal richtig sehen.

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Die kleine Spielzeugfigur (Teil 5)

Der Weg zum Meer war nicht lang und ich ging ihn immer gern entlang. Hier war viel grün und weniger Straßen, denn bei uns lag es etwas abgelegen. Selbstverständlich mussten wir auch durch die Dünen durch und ich hätte Sim am liebsten alles gezeigt, aber da uns hier schon ein paar Leute begegneten war es besser ihn noch nicht heraus zu holen.
Ich liebte das Meer und mochte den Salzgeruch sehr. Die frische Luft tat hier immer wieder gut und manchmal lag ich einfach nur am Strand und las ein Buch. Ich mochte das natürliche hier. An unserem Meer gab es schon Touristen und auch Lokale, aber wir Einheimischen kannten die abgelegerenen Teile und die zog ich den Touristengebieten definitiv vor.
So kam es, dass ich an einen Strandteil war, wo ich eine Ecke für mich hatte und dort ließ ich Sim raus. Er sah sich staunend um.
„Wow, das sieht ja toll aus. So viel blau auf einem Raum. Was sind das für Dinger auf der blauen Masse?“, staunte er.
„Meinst du die Schiffe oder die Wassertiere. Möwen und Enten wohl hauptsächlich?“, fragte ich ihn amüsiert.
„Schiffe? Das sind schiffe. Ich meine diese großen Dinger da. Sie sehen toll aus. Irgendwie.“
Ich lachte. Seine Freude steckte an. „Schiffe fahren immer auf dem Meer. Sie sind für Meere gemacht.“
„Meere“, summte er vor sich hin. „Können wir mal mit so einem Schiff fahren?“
„Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist, Sim. Du könntest vermutlich sowieso nicht aus deiner Tasche gucken. Da sind viel zu viele Leute“, warnte ich ihn.
„Ach bitte. Bitte, bitte, bitte. Ich würde so gerne mal mit einem Schiff fahren“, bettelte er und sah mich flehend an.
„Na schön“, gab ich nach. Wenigstens musste ich für Sim nicht bezahlen.
Also stand ich von meinem gemütlichen Platz wieder auf, steckte Sim in seine Tasche, warnte ihn leise zu sein, und ging zum Touristenteil des Strandes.
Ich sah auf die Zeiten, an denen die nächsten Schiffe starten würde und stellte fest, dass es noch etwa eine viertel Stunde dauerte. Die nächste fuhr zu der Insel in der Nähe. Die Fahrt war auch nicht so teuer. Das konnte ich mir leisten.
Da ich sowieso noch warten musste, holte ich mir ein Eis. Schokolade und Erdbeere. Meine Lieblingssorten.
Schließlich war es so weit und das Schiff legte an. Ich stieg mit ein und bezahlte mein Ticket. Da schönes Wetter war stellte ich mich nach draußen. Auf dem Schiff war es wirklich toll. Sim zappelte in der Tasche als wüsste er, dass wir jetzt auf dem Schiff waren.
Ich versuchte eine Ecke zu finden, die nicht so voll war. Schließlich ging ich unten an Deck. Dort war nicht viel los und ich setzte mich an einen freien Tisch ans Fenster, wo mir keiner gegenüber sitzen konnte. Ich holte Sim aus der Tasche und ließ ihn in meine Hand gleiten. Gleichzeitig versteckte ich ihn etwas mit meiner Hand. Man sah von hier aus nicht so gut wie von draußen, aber immerhin sah man etwas. Sim schien das auch gar nicht viel auszumachen. Er schien das zu lieben. Er blieb ganz ruhig und sagte gar nichts. Er guckte einfach nur aus dem Fenster.
Schließlich legte das Schiff an. Ich steckte Sim wieder in meine Tasche und verließ es. Ich wanderte den Hafen der Insel entlang und setzte mich auf eine Bank. Ich wartete darauf, dass das nächste Schiff kam. Ich genoss eine Weile die Sonne, die in mein Gesicht schien, aber dann wurde das Zappeln in der Tasche zu übermächtig. Sim war zu aufgeregt um still zu bleiben.
Seufzend suchte ich wieder eine abgelegende Ecke und holte ihn hinaus.
„Sim, sei still“, zischte ich dem kleinen Kerl zu.
„Aber das war so toll“, freute er sich strahlend. „Können wir das noch mal machen?“
„Wir müssen sogar. Sonst kommen wir nicht nach Hause“, erklärte ich ihm.
„Jippi, jippi, jippi!!!“, freute sich Sim weiter.
„Sim, sei leise“, wies ich ihn an. Eine Frau ging an mir vorüber. Sie wirkte schon etwas älter und sah mich befremdlich an. Sonst muss ich mich wieder in in die Tasche stecken.“
„Okay“, sagte er, wirkte aber nicht als täte ihm die Lautstärke leid. „Was ist das alles hier?“ Er sah sich neugieirig um, obwohl er eigentlich nicht viel sehen konnte.
„Was denn?“, flüsterte ich. „Hier ist nichts. Nur Sand, Dünen und Meer.“
„Aber dahinten ist noch etwas“, beharrte er und schließlich sah ich mich um.
Owei, das hatte ich ja gar nicht gemerkt. Plötzlich entdeckte ich weiter hinten am Strand eine Art Kirmes.
„Können wir da hingehen?“, fragte er auch sogleich. „Bitte, bitte, bitte!“
„Oh, nein. Bestimmt nicht. Auf gar keinen Fall“, wehrte ich seine Bitte sofort ab.
„Bitte, bitte, bitte. Ich kann auch hier rumschreien und alle werden auf uns aufmerksam. Willst du das?“ Er sah mich fast gerissen an.
„Na schön. Aber du kommst zurück in deine Tasche“, verlangte ich.
„Aber ich will sehen, was da los ist“, forderte er und wirkte richtig aufgeregt. „Bitte, bitte, bitte.“ Er zappelte die ganze Zeit in meiner Hand.
„Hör endlich auf mit diesem Bitte, bitte, bitte. Du machst mich wahnsinnig“, flüsterte ich, mussteaber trotzdem lachen.
„Also darf ich?“, fragte er mit leuchtenden Augen.
„Wir werden sehen.“ Ich wollte nichts versprechen, was ich nicht halten konnte. Also steckte ich Sim erst mal in seine Tasche, sagte ihm, dass er ruhig bleiben wollte und ging auf den Kirmes zu. Was hatte ich mir da nur eingebrockt?

Fortsetzung folgt …

Und was sagt ihr zu diesem Teil? Wie findet ihr es?

 

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4 Gedanken zu “Die kleine Spielzeugfigur Teil 5

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