Schreibklick 2: Kommt mit mir ins Perlenland

Abkühlung war eine Herausforderung, weil es auch so nah an Hitze ist. Deswegen ist diese Geschichte wohl etwas konfus ausgegangen.

Perlenland

Im Sommer ist es bei uns im Perlenland immer ziemlich heiß. Dann spielt sich unser Leben am Abend oder in der Nacht ab. Wir ändern unseren Schlafrhytmus um uns der Hitze anzupassen. Nachts ist es ganz angenehm und wir können auch im Dunkeln sehr gut sehen. Hitze können wir dagegen gar nicht gut ab.
Ich bin zwar keine Einheimische, wohne im Perlenland jetzt aber schon seit Jahren. Alles ist hier aus Perlen gemacht. Unsere Häuser, unsere Straßen, unsere Möbel, die Straßen, einfach alles. Eine Welt voller Perlen. Es war wirklich faszinierend. Vor allem lief die Zeit hier auch ganz anders. Hier lebten wir einfach ganz anders. Wir tun hier was wir wollen und sind glücklich dabei.
Mittlerweile zähle ich mich sogar mit zu den Perlenmenschen. Solange lebe ich nun schon hier.
Gerade sitzen wir am Lagerfeuer, was ziemlich das Einzige war, was nicht aus Perlen bestand. Aber einge Perlen tanzen darin herum. Leise Musik spielt im Hintergrund und wir sind fröhlich gesinnt.
„Hey Lora, du siehst toll heute aus!“, ruft mir Clay von der anderen Seite des Feuers aus zu. Eigentlich ist es ja seltsam, dass wir der Hitze aus dem Weg gehen, aber noch am Feuer sitzen. Allerdings finde ich diese Stimmung wunderbar romantisch.
Ich grinse Clay nur an. Er macht mir ständig Komplimente. „Danke, Clay. Du auch.“
„Willst du nicht endlich doch mit mir ausgehen?“, fragt er vor allen Leuten nicht das erste Mal.
„Ach, Clay. Nicht schon wieder. Das hatten wir doch schon“, seufze ich nur. Er ist süß, aber nicht wirklich mein Typ.
„Gib dir einen Ruck, Lora. Tus für mich“, bettelt er ungerührt weiter.
„Wo würdest du denn mit ihr hin wollen?“, fragt Sorn Clay nun. Er ist ein Freund von Clay und immer an Clays Leben interessiert. Manchmal sogar mehr als an sein eigenes.
„Nach draußen natürlich“, antwortet Clay, als sei es das Selbstverständlichstse auf der Welt.
„Nach draußen?“, frage ich entsetzt. „“Das ist doch nicht dein Ernst! Es heißt mittlerweile dort sei nichts als Hitze. Auch in der Nacht. Ich bin einst von dort hierher geflüchtet. Wie ein paar andere auch. Da draußen ist nichts mehr.
„Bist du nicht neugierig auf die Welt außerhalb dieser Mauern?“, fragt Clay mich. Er tut so als seien die anderen gar nicht da.
„Nein. Ich weiß, was mich dort erwartet. Und zwar Nichts“, antworte ich. „Nichts als Hitze. Hier sind wir sicher davor. Dort draußen nicht.“
„Das kannst du doch nicht wissen. Seit du hier bist sind Jahre vergangen“, beharrt Clay weiterhin. „Komm mit mir da raus.“
„Tus nicht“, ruf Sol mir noch zu, doch ich habe mich längst entschieden. Clay hat recht. Es ist Jahre her. „Na gut, gehen wir raus …“

Am Morgen starten wir einen Versuch. Ich bin immer noch unsicher und liebe eigentlich die Perlenwelt, aber mal wieder was anderes zu sehen reizt mich einfach.
„Bist du sicher, dass du das willst?“, frage ich ihn noch einmal.
„Kneifst du jetzt etwa?“, neckt er mich.
„Nein“, antworte ich schlicht.
Also nimmt Clay meine Hand und wir setzten gemeinsam einen Fuß hinter die Perlenwelt. Und dann noch einen und noch einen und immer weiter. Vor uns liegt die Wüste, die Ödnis. Es wird immer heißer, je weiter wir gehen.
„Vielleicht hatte ich doch recht“, sage ich gerade als sich etwas verändert. Es schimmert um uns herum und dann blidet sich eine Stadt direkt vor unseren Augen als wäre sie gearde neu geboren worden. Eine Stadt, in der es offenbar nicht glühend heiß ist, sondern eher tropisch. Zumindest weht tropischer Wind auf uns zu.
„Wow, und das lag die ganze Zeit vor unserer Nase“, staunt Clay und reißt die Augen auf.
„Wenn das die anderen erfahren. Hier gibts mehr Abkühlung als bei uns“, schließe ich mich dem Wunder an.
Doch dann verschluckt uns die Stadt. Wir werden praktisch reingezogen.
Plötzlich erklingt eine Stimme über uns. „Willkommen in Waver City. Bitte melden Sie sich in Gebäude A 7 in unserem Rathaus. Wir werden Ihnen eine Wohnung und eine Aufgabe zuteilen.“
Clay und ich sehen uns beide verwirrt an. Clay fragt mich: „Was machen wir denn jetzt? Sind wir hier gefangen?“
„Keine Ahnung.“ Ich zucke ratlos mit den Achseln.
„Lass es uns herausfinden“, rät Clay.
„Können wir nicht einfach zurück gehen?“, frage ich Clay, aber als er es versucht kommt er nur in die nächste Straße.
„Offenbar nicht“; bemerkte er trocken.
„So ein Mist!“, stöhnte ich. „Na ja. Dann lass uns erst mal sehen, was das für eine Stadt ist. Vielelicht ist es gar nicht so übel hier. Auf jeden Fall ist es bestimmt kühler und angenehmer als bei uns.“
Also machen wir uns auf den Weg ins Innere der Stadt. Worauf habe ich mich da bloß eingelassen? Wenigstens bin ich nicht allein. Clay ist bei mir. Das beruhigt mich etwas. Also auf in die Abkühlung. Kann nur schief gehen …

Ende

Erst dachte ich die Geschichte sei total konfus, aber irgendwie hat sie auch was. Ich mag sie. Jetzt bin ich gespannt. Was sagt ihr dazu?

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10 Gedanken zu “Schreibklick 2: Kommt mit mir ins Perlenland

  1. Mutig diese schöne Perlenwelt für das ungewisse zu verlassen. Das klang so schön mit den Perlen im Feuer. Und alles schimmert bestimmt so schön Perlmutt. Da hast Du wieder eine schönen Anfang zu einer interessanten Geschichte geschrieben…hihihi…

    Gefällt 1 Person

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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