Bloggeschichte: Das alte Herrenhaus Teil 9

Endlich, endlich, endlich ist es so weit. Der nächste Teil vom Herrenhaus gibts nun von mir. Der letzte ist ja schon ewig lange her, aber ich bin nie dazu gekommen was neues zu schreiben, aber jetzt gehts weiter mit Moritz und Louisa, denn diese Geschichte liegt mir irgendwie am Herzen.

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Was bisher geschah:

Louisa und Moritz suchten gemeinsam nach einer Möglichkeit Louisa in ihre Zeit zurück zu bringen. Dazu besuchten sie Moritz Freund Richard, der möglicher Weise eine Idee haben könnte sie zurück zu schicken. Danach besuchen sie den Markt von dem Louisa fasziniert ist. Dort wird Moritz von Jemanden angesprochen, der ihn überrascht hat …

Und so gehts weiter:

„Moritz, was machst du denn hier? Du gehst doch sonst nich raus“, wunderte sich der Mann. Er war ziemlich fein gekleidet und trug eine Perrücke.
„Ich habe eine Freundin zu Besuch und wollte ihr die Stadt zeigen“, erklärte Moritz ihm, doch ich spürte auch, dass sich alles in ihm versteifte.
Der Mann musterte mich interessiert und lange, was mir unangenehm war.
„Entschuldigen Sie, Miss. „Wie unhöflich von mir. Ich sollte mich vorstellen. Mein Name ist Thomas Ernst. Mit wem habe ich das Vergnügen?“ Er reichte mir galant seine Hand.
„Ich bin Louisa“, antwortete sie schlicht.
„Wenn du uns entschuldigen würdest“, beeilte sich Moritz zu sagen. „Wir wollten gerade eigentlich weiter.“
„Aber, aber Moritz. Ich bitte dich. Wir können uns doch nicht treffen und dann nicht auf alte Zeiten trinken“, beschwerte sich Thomas lächelnd und viel zu zuckersüß.
„Alte Zeiten sind vergänglich“, beahuptete Moritz nun weise. „Außerdem ist die Schenke ja wohl kaum der richtige Ort für Louisa.
„Wer sagt denn was von der Schenke?“, lachte Thomas. „Dann gehen wir doch lieber zu mir nach Hause. Dort ist es viel gemütlicher.“ Wieder warf er mir einen anzüglichen Blick zu. Ich drückte mich näher an Moritz, was dieser natürlich bemerkte.
„Tut mir wirklich Leid, aber wir müssen nun los“, wehrte Moritz ab.
„Na gut“, gab dieser schließlich doch nach. „Da kann man nichts machen.“ An mich gewandt sagte er: „Es hat mich gefreut, Sie kennen zu lernen.“
„Mich auch“, gab ich zurück, obwohl das gelogen war. Er war mir einfach unangenehm.
„Dann auf Wiedersehen.“ Er zog sich endlich zurück und ich war wieder mit Moritz allein. Er führte mich schnell zur Kutsche zurück.
„Der Typ war unheimlich“, merkte ich an.
„Ist er auch. Er ist ein Schleimer. Thomas hat viel Geld und gibt gern damit an“, erklärte Moritz mir, während die Kutsche uns nach Hause brachte.
„Woher kennst du ihn?“, wollte ich wissen.
„Er kommt aus der Stadt. Er ist so gut wie auf jeder feinen Veranstaltung der Gesellschaft. Moritz schien sich langsam wieder zu entspannen, jetzt da wir in der Sicherheit der Kutsche waren. „Vertrau ihm nicht. Er ist ein übler Kerl.“
„Ich werde es mir merken“, versprach ich ihm. Und das meinte ich auch so. Ich wollte nichts näheres mit dem Typen zu tun haben.

Als wir wieder zu Hause waren verstaute ich meine Sachen und machte mich frisch so gut es in diesem Jahrhundert ging. Dann ging ich runter zu Moritz und wir bereiteten das Abendessen zu. Als es fertig war setzten wir uns in die Küche und aßen schweigend. Moritz beobachtete mich immerzu.
„Was ist?“, fragte ich ihn schließlich lächelnd und nervös.
„Nichts. Ich hatte mich nur gerade gefragt, was wir die nächsten Tage machen. Was möchtest du machen?“ Abwartend sah er mich an.
„Ich weiß nicht. Ich kenne mich in diesem Jahrhundert zu wenig aus“, gab ich zu. „Was können wir denn machen?“
„Ach, da gibt es viele Möglichkeiten“, überlegte er. „Aber ich glaube am liebsten würde ich mit dir hier bleiben.“
„Und ich soll mir die Welt hier entgehen lassen?“, grinste ich. „Dabei ist sie doch so interessant.“
„Dafür kannst du mich haben“, bot er sich großzügig lächelnd an.
„Klingt verlockend. Ich werde darüber nachdenken“, versprach ich.
„Was gibts denn da drüber nachzudenken? Das ist ein verdammt verlockendes Angebot“, scherzte Moritz.
„Na gut, du hast gewonnen“, gab ich viel zu schnell nach.

Am Abend legten wir uns auf die mittelalterliche Couch und genossen unsere Zweisamkeit. Ich dachte schon, Moritz wäre eingeschlafen, aber dann fragte er mich: „Was machst du, wenn du wieder in deiner Welt bist?“ Er klang dabei sehr traurig.
„Ich werde zunächst mal gucken wie viel Zeit vergangen ist. Dann werde ich meine Wohnung aufsuchen und meine Freunde und …“ Ich zögerte weiter zu sprechen. „… mein Leben weiter leben.“
„Das klingt gut“, fand er nur.
„Moritz, ich kann nicht bleiben.“versuchte ich es noch einmal.
„Ich weiß“, sagte er nur.  „aber wünschen darf ich es mir doch.“ Und dann drehten wir uns zueinander und kuschelten uns aneinander und küssten uns. So schliefen wir dann auf der Couch ein.

Fortzsetzung folgt …

Und was sagt ihr zu diesem Teil des Herrenhauses?

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6 Gedanken zu “Bloggeschichte: Das alte Herrenhaus Teil 9

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