Schreibklick 3: Strandparty unter Vollmond

ich bin etwas spät dran, aber vorher bin ich zu meiner Vollmondgeschichte nicht gekommen. Ich hoffe das ist okay.

 

Strandparty unter Vollmond Teil 1

„Müssen wir zu dieser blöden Party?2, stöhnte ich gerade als meine beste Freundin Evelyn ein Kleid für mich raussuchte.
„Dane ist da“, versuchte mich Evelyn fast singend zu locken.
„Dane ist so gruselig“. Ich erschauderte. Wie immer, wenn ich an ihn dachte. Aber nicht, weil er gruselig war. Das war er nämlich gar nicht.
„Ach, komm schon“, lachte nun auch Evelyn mich aus. „Du findest ihn gar nicht so gruselig wie du tust. Du findest ihn heiß.“ Dann drehte sie sich mehrmals um sich selbst und sang: „Heiß, heiß, heiß!“
„Hör auf damit“, stöhnte ich langsam genervt. „Eigentlich ist er auch eher schüchtern.“
„Heiß und schüchtern“, flötete Evelyn unbeirrt weiter.
„Würdest du jetzt bitte damit aufhören?“, fragte ich sie kopfschüttelnd und rollte mit den Augen.
„Nur, wenn du sagst, dass du auf ihn stehst“, forderte sie mit einem Funkeln in den Augen.
„Er ist ganz süß“ lenkte ich schließlich ein. Dane war kein Schönling, aber er sah auch alles andere als mies aus. Er war wohlgeformt und hatte wunderschöne blaue Augen. Sein Mund wirkte besonders einladend, wenn er lächelte und er hatte immer diesen Hundeblick drauf. Er trug Jeans und T-Shirt sowie dünne Jacken und Turnschuhe. Ich bewunderte ihn schon lange, auch wenn ich es nicht zugeben wollte.
Evelyn hielt mir wortlos das Kleid hin und forderte: „Anziehen, Caitlin. Und keine Wiederrede und dann gehen wir auf die Party.“
Ich gab mich endgültig geschlagen und zog das dunkelblaue, knielange Kleid an, dass sie mir reichte. Dann zog ich die weißen Sandaletten an und Evelyn stylte meine Haare.  Und dann ging es wirklich zu der Party. Heute war Vollmond. Da spielten immer alle ziemlich verrückt.

Es war schon viel los als wir ankamen. Dane sah ich erst mal noch nicht. Evelyn und ich sahen uns in der Menge um und entdeckten schließlich zwei Freundinnen von uns. Dana und Leanne. Sie begrüßten uns und reichten uns Getränke, was ich ablehnte. Ich hielt nicht so viel von Alkohol und zog Säfte vor. Bis Dane kam fand ich die Party eher langweilig, aber er und seine Freunde päppelten sie auf. Sie brachten immer Stimmung in die Bude. Doch heute war es anders. Dane wirkte lustlos und deprimiert.
„Hey Kleine“, sprach mich ein Typ an, den ich nicht kannte. Er wirkte angetrunken. „Willst du tanzen?“
„Heute nicht, danke“, wehrte ich ab und wollte mich abwenden, aber er griff nach meiner Hand.
Plötzlich war Dane an meiner Seite. „Gibst hier ein Problem, Byron?“
„Nein, alles okay“, anwortete Byron. Sofort ging er fort.
„Danke“, sagte ich zu Dane und er schenkte mir ein Lächeln.
„Gerne.“ Erneut lächelte er und fragte mich: „Lust auf einen Spaziergang?“
Überrascht sah ich ihn an, willigte aber ein.

Ich war froh von dieser Party weg zu kommen. Allerdings wusste ich nicht, ob es klug war, mit ihm alleine am Strand entlang spazieren zu gehen. So gut kannte ich ihn ja auch nicht. Doch er hatte mich vor Byron gerettet. Das sagte doch schon etwas über ihn aus, oder?
„Was war das mit Byron und dir?“, fragte er nach einer Weile. So dunkel wie es schien war es gar nicht. Der Vollmond beleuchtete uns den Weg.
„Wenn ich das wüsste. Er war wohl einfach nur betrunken“, überlegte ich.
„Bei dem musst du vorsichtig sein. Gerade wenn er betrunken ist“, warnte Dane mich überflüssigerweise vor.
„Was du nicht sagst“, entgegnete ich nur.
Dann schwiegen wir eine Weile, weil wir nicht wussten was wir sagen sollten. Doch plötzlich hielt Dane apprupt an und ich prallte fast gegen ihn. Verwirrt sah ich ihn an. Er schien zu grinsen soweit ich das im Mondlicht beurteilen konnte.
„Ich sollte dir etwas sagen“, bemerkte er nun.
„Okay …“ Ich dehnte das Wort wie Kaugummi aus.
„Es gibt Wesen, die nicht normal sind. Die sich bei Vollmond verwandeln. Solche Wesen sind unter uns“, erklärte er mir vollkommen ernst.
Ich starrte ihn an, verstand aber nicht wirklich, was er meinte. „Wesen? Was für Wesen?“
„Kennst du dich mit Fantasy aus?“, fragte er nun.
„Ach, komm schon. Dane, was soll das?“ Ich lachte unsicher.
„Ich mein es ernst. Werwölfe und Vampire gibts wirklich.“ Er warf mir einen Blick von der Seite zu.
„Was erzählst du denn da?“, fragte ich und wurde langsam nervös. Da hörten wir es. Ein seltsames Winseln.
„Oh Mist!“ Dane sah sich panisch um und zog mich mit sich.
„Dane, was ist los?“, fragte ich ihn und klammerte mich fest an ihn.
„Wir müssen hier weg!“ Er zog mich weiter ins Gebüsch hinein. Gerade noch rechtzeitig. Da kam eine Horde Tiere an uns vorbei. Ich drückte mich eng an Dane. Er umschlang seine Arme um mich. Die Tiere sahen fast aus wie Wölfe. Sie zogen an uns vorbei, ohne uns zu bemerken, aber ich konnte mich nicht rühren.
Dane zog mich langsam und sanft aus unserem Versteck und umarmte mich solange bis ich mich wieder erholt hatte.
„Was war das?“, fragte ich ihn, als ich mich langsam von ihm löste. Mein Herz klopfte wie verrückt.
„Werwölfe“, sagte er schlicht. „Sie verwandeln sich bei Vollmond.“
„Oh mein Gott!“, stieß ich nur hervor.
„Ich muss dir noch etwas sagen“, bemerkte Dane dann.
„Okay.“ Ich dehnte das Wort erneut aus.
„Ich selbst bin zwar kein magisches Wesen, gehöre aber zur magischen Welt.“
Ich antwortete zunächst nicht, sondern lehnte mich nur an seine Schulter. Schließlich fragte ich ihn: „Was bist du?“
„Ein Wächter. Ein Wächter der Magie. Das jetzt auf die Schnelle zu erklären wäre zu kompliziert. Kurz gesagt wache ich über magische Geschöpfe.“
„Müsstest du nicht hinter denen her?“, fragte ich ihn verwundert und zeigte in die Richtung, in die die Werwölfe verschwunden waren.
„Ich bin dein Wächter“, war seine schlichte Antwort.
„Meiner?“, fragte ich stotternd und sah ihn an, auch wenn es dunkel war.
„Ja, du bist eine Magierin.“
„Ja klar.“ Ich lachte nur hysterisch.
Er sah mich nachdenklich an und beschloss: „Ich denke es wird an der Zeit, dass du die magische Welt kennen lernst. Komm, ich zeige sie dir.“

Fortsetzung folgt ….

So, endlich hab ich es geschafft. Und, was sagt ihr dazu?

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7 Gedanken zu “Schreibklick 3: Strandparty unter Vollmond

  1. Uiiiii, eine Fortsetzungsgeschichte 🙂 Sehr schön. Tja, was Partys unter Vollmond nicht so alles enthüllen … ich bin gespannt wie es weitergeht und ob und wie Caitlin ihre Magie entdecken wird.

    Liebe Grüße,
    Sabi

    Gefällt 1 Person

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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