Montagsfrage 94: Freie Montagsfrage: bewusste oder automatische Vorstellung beim Lesen?

Auch die Montagsfrage ist heute wieder mit von der Partie mit einer neuen Frage.  Oh, es gibt eine freie Montagsfrage. Da muss ich mal gucken, was ich wähle.

Die meisten hatte ich bestimmt schon mal beantwortet. Also gucke ich mal einfach so.

66. Wenn du liest, stellst du dir dann bewusst alles vor, oder passiert das automatisch? Oder liest du einfach ohne Kopfkino?

Aus aktuellem Anlass habe ich mich für diese Frage entschieden.

Ich habe neulich gemerkt, dass sich mein Kopfkino zwar automatisch einstellt und ich direkt mitten im Buch drin bin, aber ich sehe das meiste nur in groben Zügen vor mir. Also zum Beispiel einen Menschen ohne Geschicht oder die Gassen, die beschrieben werden, aber ich gehe nicht wirklich mit der Person durch diese Gassen. Also jedenfalls nicht richtig im automatischen Modus.

Um mir das alles bewusst vorzustellen muss ich das auch gedanklich bewusst machen. Also ich muss den Beschreibungen bewusst der Szene anpassen und die einzelnen Sachen hinzufügen. Also zum Beispiel bei einer Wand mit einer Kletterrose oder sowas sehe ich erst die Wand und dann füge ich bewusst noch mal die Pflanze hinzu, die sich an der Wand hochschlängelt.

Wenn ich mir alles unbewusst vorstelle entwickelt sich eher mein eigenes Kopfkino und deckt sich nicht ganz mit den Vorstellungen der Autoren.

Bei Water & Air habe ich es zum Beispiel zum ersten mal so richtig bewusst gemacht und da hat es richtig gut geklappt, auch wenn ich immer noch manchmal abdriftete, aber ich sah die Plätze direkt vor mir. Bei dem George Clooney Buch habe ich es auch versucht, aber irgendwie funktionierte es da nur teilweise.

Ich hoffe ihr versteht was ich meine. Wie ist das bei euch so? Stellt ihr euch bewusst die Beschreibungen der Autoren vor oder kommen eure eigenen Fantasien euch dazwischen?

 

16 Gedanken zu „Montagsfrage 94: Freie Montagsfrage: bewusste oder automatische Vorstellung beim Lesen?

  1. Hallo Corly,

    kann man denn ohne Kopfkino lesen? Das ist für mich gar nicht vorstellbar. Für mich ist besonders das Kopfkino das, was mich begeistert und fesselt. Ich male eine bestimmte Umgebung, zeichne mir Figuren auf Grund der geschriebenen Informationen und versinke dann, tief in einer Geschichte.

    Viele Grüße

    Nisnis

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  2. Hey Corly,

    ich erinnere mich, dass ich damals schon versucht habe, mein Kopfkino zu beschreiben und es nicht besonders gut geklappt hat. 😉 Für mich ist das irgendwie eine Mischung… Ich orientiere mich natürlich an den Darstellungen der Autor_innen, aber das heißt nicht, dass ich alles 1:1 umsetze. Dann ist die Rose in meinem Kopf eben nicht rosa, sondern leuchtend rot, weil meine Fantasie meint, dass es besser passt. Dagegen wehre ich mich dann nicht. 🙂

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog
    Viele liebe Grüße,
    Elli

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    • Huhu Elli,

      ja, bei mir klappt das auch nicht immer und es sind ja auch nicht immer Beschreibungen da. Kommt darauf an worum es geht und wie es geschrieben ist.

      LG Corly

      Liken

  3. Bei mir ist es unbewusstes Kopfkino. Anstrengend ist das, wenn nicht beschrieben wird, wie die Protagonisten aussehen oder ihre Umgebung – da hab ich dann ein schwarzes Bild im Kopf und komme auch nicht in die Geschichte rein.
    LG
    Sonja

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  4. Mein Kopfkino läuft automatisch an und ist ziemlich konkret und detailiert.

    Das wird dann schon mal zum Problem, wenn der Autor vage bleibt und ich mir viele Ding selbst ausmalen muss (mache ich eigentlich gerne) – und plötzlich wird ein Detail doch wichtig, das ich mir anders ausgemalt habe.
    Z. B. ist mir das gerade erst passiert. Da sitzen zwei Menschen nebeneinander, die sich gerade ineinander verlieben. Und der eine merkt plötzlich, dass der andere Linkshänder ist, weil der mit der Linken isst, während die Rechte auf dem Oberschenkel des anderen zu liegen kommt. Da hatte ich mir durch den vorhergehenden Dialog und eine lange Szene aber schon in meinem Kopfkino vorgestellt, dass die beiden andersherum nebeneinander sitzen und der Esser nur die Rechte auf den Oberschenkel des anderen legen könnte, wenn er die Arme überkreuzt, weil der andere links von ihm sitzt. Das ist dann extrem ärgerlich, weil es mich aus der Szene wirft und ich mein Kopfkino dann nicht mehr „umstellen“ kann.

    Da ist es mir schon lieber, ich werde vom Autor mit ausführlicheren Beschreibungen geführt (besonders wenn bestimmte Dinge dann doch wichtig sind), auch wenn sich das vielleicht nicht so prickelnd liest.

    LG Gabi

    Gefällt 1 Person

    • Huhu,

      so detailliert ist es dann doch nicht. Ist vermutlich auch besser so. Ja, kann ich verstehen, dass das ärgerlich ist.

      Zu detaillierte Beschreibungen mag ich eigentlich nicht, aber hin und wieder was hinzufügen find ich gut.

      LG Corly

      Gefällt 1 Person

  5. Ich stelle mir meist was vor und oft stimmt das nicht mit der Beschreibung des Autoren überein. Vorallem die Protagonisten – die sehen bei mir gedanklich oft anders aus, als beschrieben. Deswegen brauche ich auch nicht viel Beschreibung von ihnen. Wenn manche Blond beschrieben werden, kann es bei mir durchaus sein, dass sie dunkle Haare haben. Ich habe generell ein eher schlechtes Vorstellungsvermögen. Ich versuche mir es zwar nach den Beschreibungen hoch zu rufen – aber klappt nicht immer so gut. Ganz schlecht im Fantasy Sektor. 😦

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  6. Hi Corly,

    bei mir passiert das ganz automatisch, dass ich mir Personen, Schauplätze o.Ä. vorstelle ohne mich bewusst darauf zu konzentrieren. Die Vorstellung ist dann allerdings auch nicht sehr präzise.

    Viele Grüße,
    Sabz

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Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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