Schreibklick 5: Sommerausklang: Legoland Teil 1

Der Schreibklick kommt von mir wieder etwas später. Ich hatte die Geschichte schon vor einer Woche geschrieben. Bin aber erst heute mit Abtippen fertig geworden.

Willkommen im Legoland Teil 1

Die letzten schönen Tage waren eingeläutet. Nun wurden sie kürzer und die Nächte kälter. Der Sommer war fast vorüber und an den letzten Sommertagen war es hier immer besonders heiß.
Im Legoland ging die Zeit langsamer. Sie stand ganz still. Die Kinder ausserhalb unserer Welt liebten ihr Legospielzeug, aber sie hatten keine Ahnung was Lego eigentlich wirklich konnte. Denn das Legospielzeug aus aller Welt kamen in der Nacht, wenn die Kinder schliefen in ihre Heimat zürück. Dann war hier immer viel los und wir trafen uns alle zusammen am Marktplatz. Besonders kamen viele Legobewohner wieder hierher. Im Winter blieben sie lieber in der Welt der Menschen.
Kenny und ich waren unter anderem dazu da mit diesen Legofiguren zu sprechen und sie nach ihren Erfahrungen zu befragen. Manchmal hüpften auch verirrte Dominosteine zwischen uns her, weil sie nichts besseres mit sich anfangen konnten. Dominosteine waren eh seltsam. Eigentlich gehörten sie gar nicht zu unserer Legofamilie, aber sie kamen uns gerne besuchen. In der anderen Spielewelt fühlten sie sich nicht so wohl und Dominosteine entdeckten gerne neue Welten. Ich hatte schon viele kennen  gelernt, die beim Domino Day in der Menschenwelt gewesen waren und da gab es immer viel interessantes zu erzählen. Besonders gute Liebesgeschichten erzählten Dominosteine richtig gern.
„Glaubst du, Jani kommt heute auch wieder mit?“, fragte Kenny aufgeregt.
„Bist du etwa immer noch in sie verliebt?“, stöhnte ich und rollte mit den Augen. Jani war eine Augenweide für alle Legomänner. Sie trug meist einen grellrosa Pulluver und eine knallgrüne Hose. Alle Legosteine liebten grelle Farben. Jani hatte auch gelbe etwas längere Haare, was für uns Legofrauen eher ungewöhnlich war.
Auch jetzt warteten wir aufgeregt die Ankunft der fernen Legofreunde wie wir sie nannten. Was sie wohl zu erzählen hatten? Sie erlebten immer viel aufrgendes, aber für mich wäre das trotzdem kein Leben. Ständig von Kindern hin – und hergeschubst zu werden war doch öde. Außerdem liebte ich unser Legoland einfach zu sehr um es zu verlassen.
Am Brunnen versammelten sich immer mehr Legobewohner und vertrieben sich die Zeit mit Klatsch und Tratsch.
Einen Legomann mit blauen Haaren und rotem Pullover hörte ich sagen: „Hey Fred, weißt du schon das Neuste? Die aus dem Harry Potter – Viertel werden größtenwahnsinnig. Die meinen die können unsere Stadt einnehmen. Dabei können die noch nicht mal richtig zaubern.“
„Ach, das ist doch gar nichts“, trumpfte Freds Gesprächpartner auf. „Da musst du erst mal das Barbieviertel sehen. Die halten sich alle für was besseres und denken sie wären die Schösten von allen. Allesamt hochnäsig, sag ich dir, Lorn. Furchtbar. Wird Zeit, dass die endlich zu den Menschen rüber kommen. Die sind wirklich unerträglich. Dagegen sind Harry Potter und seine Gang gar nichts.“
„Zumindest haben Barbie und Ken keinen Bösewicht in ihrem Viertel, der sein Unwesen treibt“, brummte Fred.
„Ach, dieser Voldedings kann doch gar nichts ausrichten. Zaubern kann er ja sowieso nicht. Die Barbies dagegen protzen mit ihren tollen Villen und den aufwendigen Autos.“
„Noch schlimmer ist das Eisviertel mit der Eiskönigin als Anführerin“, ergänzte Lorn. „Da ist es so kalt, dass man erfiert.“ Lorn schüttelte sich schaudernd.
Fred folgte seinem Beispiel. „Wir Normalos haben da echt nicht viel zu lachen.“ Dann fiel sein Blick auf etwas anderes ärgerliches. „He, guck mal. Da sind wieder welche von diesen Dominosteinen. Was haben die bloß in unsere Welt zu suchen?“
„Verlaufen haben die sich“, erklärte Fred unbeirrt. „Denen sollte mal irgendwer sagen, dass wir Legomenschen sind und keine Dominosteine. Vielleicht sollten wir sie zu der Eiskönigin schicken. Dann können sie ordentlich frieren …“
Ich verdrehte nur die Augen. Ich fand die Dominosteine eigentlich lustig.
Jede Legogruppe hatte jedenfalls sein eigenes Viertel. Wir, die nicht zu einer Berühmtheit gehörten, wohnten im Zentrum der Stadt. Die anderen hatten ihre eigenen Viertel, die wir nicht besuchen durften. Das Zentrum konnte allerdings jeder besuchen. Wir waren immer die, die im Nachteil waren. Aber ich wollte mich nicht beklagen. Ich mochte unser Viertel. Außerdem war ich tatsächlich schon im Teddyviertel und im Puppenviertel gewesen. Die waren meist die Zugänglichsten.
„He, sieh mal! Da hinten ist Yvaine!“, fiel Kenny dann auf und er hatte Recht. Yvaine stand direkt vor dem Brunnen und diskutierte mit einer Legobarbie.
„Stimmt, was macht sie wohl hier?“, wunderte ich mich. „Sollte sie nicht im Rathaus in ihrem Büro sein?“
„Scheint jedenfalls kein angenehmes Gespräch zu sein“, stellte Kenny fest. „Komm mit, wir gucken mal nach.“
Und dann nahm er meine Hand und zog mich mit sich. Bei seiner Berührung kribbelte alles in mir drin. Verräterische, blöden Gefühle.
Yvaine sah uns kommen und winkte uns zu. Eine Aufforderung, dass wir gerne zu ihr kommen konnten. Also taten wir dies.
„Kenny, Layne, wie schön euch zu sehen. Wartet ihr auch auf die Ankömmlinge aus der Menschenwelt?“, fragte sie uns nachdem sie uns zur Begrüßung umarmt hatte.
„Ja, unbedingt. Wir sind schon sehr gespannt“, nickte Kenny eifrig.
„Wir auch, es gibt bestimmt viel zu erzählen. Besonders bei Pippa und Pane bin ich gespannt. Die sind doch in so einer verrückten Familie.“ Dann stellte sie uns ihre Begleiterin vor. „Das ist übrigens Demi. Sie ist normalerweise auch bei den Menschen, aber sie will einen Monat hier verbringen und kommt schon mal vorab. Demi, das sind Layne und Kenny.“
„Hallo“, grüßte Demi uns und wir grüßten zurück.
Plötzlich hörten wir einen Aufruhr und die ganze Legomenge stöhnte auf. „Oh nein, Barbie und ihre Gang kommt.“
Ich beachtete die Barbiegang nicht, denn nun hatte ich ganz andere Neuankömmlinge entdeckt. Vom Himmel kam ein ufoartiges Gefährt auf uns herab und landete auf unserer einzigen Landebahn kurz über dem Meer schwebend.
Auch andere entdeckten sie jetzt und riefen aufgeregt durcheinander. Als das erste Fluggerät landete und usnere Freunde ausstiegen vergaß ich alles um mich herum und war ganz gespannt wer heute gekommen war.

Fortsetzung folgt …

Und, was sagt ihr zu der Geschichte?

6 Gedanken zu “Schreibklick 5: Sommerausklang: Legoland Teil 1

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