Die kleine Spielzeugfigur Teil 8

Und auch ein weiter Teil meiner Spielzeugfigur braucht nur noch abgeschrieben zu werden. Fertig ist er schon.

Hier gehts zu den Vorgängerteilen: Klick

Was bisher geschah:

Sim und Dennis hatten heraus gefunden, dass es noch weitere Spielzeugfiguren gab, die lebendig waren und rebellierten. Zu Hause hatte Dennis Schaulaufgaben gemacht, während Sim Robin Hood im TV anguckte.

Die kleine Spielzeugfigur Teil 8

Am Morgen musste ich früh wieder raus. Als ich wach wurde schlief mein kleiner Freund noch tief und fest in seiner Schublade. Ich rüttelte ihn wach. Simm murrte, machte sich aber bereit.
Ich machte mich fertig für die Schule. Heute war ein schöner Sommertag. Ich trug über meinem kurzen Hemd eine Jake und steckte Sim in die Tasche. Nachdem ich mein Essen in meiner Schultasche verstaut hatte ging ich zum Schulbus. Dort traf ich auf meine beiden Freunde. Sim kam mir in meiner Tasche recht ruhig vor. Er zappelte nicht mal. Vielleicht war er wieder eingeschlafen. Die Hoffnung starb ja bekanntlich zuletzt.
„Kennt ihr schon dieses neue Videospiel? Man kann Spielzeugfiguren zusammenschrauben und wieder auseinander nehmen. Soll voll Spass machen“, bemerkte Lex.
Es zuckte kaum merklich in meiner Tasche. Also doch nicht eingeschlafen. Zu früh gefreut. Armer Kerl. Wäre vielleicht besser für ihn gewesen, er hätte geschlafen.
„Ne, hab ich noch nicht gehört“, verneinte Tom. „Klingteher langweilig. Scheint was für Kinder zu sein.“
„Nein, überhaupt nicht“, widersprach Lex ihm. „Die können sich auch gegenseitig bekriegen.“
Wieder kam ein Zucken aus meiner Tasche.
„Man, ist doch öde. Ich schließe mich Tom an. Dafür sind wir zu alt.“
„Ihr wisst ja nicht, was ihr verpasst“, prophezeite Lex uns.
Als der Bus kam ließ ich mich etwas zurück fallen und flüsterte meiner Tasche zu: „Keine Angst. Dich baut niemand zusamen oder auseinander.“
Daraufhin wurde es in meiner Tasche wieder ruhiger und sie hörte auf zu zappeln. Ich war erleichtert. Für den heutigen Schultag konnte ich eine verstörte Spielzeugfigur nicht gebrauchen.

In der Schule trafen wir auf Ronja und Feline. Feline hing gleich wie eine Klette an Lex und für den Rest des Tages brauchten wir nicht mehr mit ihm rechnen. Also gesellten wir uns zu Ronja, damit sie nicht so allein war.
„Hey, wie gehts?“, fragte ich sie nervös.
„Gut, und dir?“, fragte sie mich zurück und lächelte mich an.
„Auch gut.“ Sehr einfallsreich.
„Ich muss jetzt los. Wir sehen uns in Musik.“ Und schon war sie weg.
„Du solltest dringend an deiner Kommunikation arbeiten“, rief TOm mir lachend zu und klopfte mir auf die Schuler. Ich biss die Zähne zusammen.
Wir betraten das Schulgebäude. Um diese Zeit waren die Gänge alle ziemlich voll. Ich ging zu meinen Spind und tauschte ein paar Bücher ein. Außerdem packte ich meine Jacke in den Schrank. Erst als ich schon fast im Klassenzimmer war, fiel mir wieder ein, dass Sim ja in meiner Jackentasche steckte. Oh nein, hoffentlich machte er keinen Blödsinn.
Die ganzen zwei Schulstunden Mathe rutschte ich unruhig auf meinem Stuhl herum. Ich war in Mathe  nie eine Leuchte gewesen, aber heute konnte ich mich gar nicht konzentriren. Wenn ich Glück hatte schlief Sim in meinem Schrank. Wenn ich Pech hatte verbreitete er das reinste Chaos.
Ich war der Erste, der nach dem Leuten auf den Beinen war. Ich flitzte so schnell wie möglich zu meinem Spint. Ein Mädchen stand zwei Spindtüren von meinem entfernt und sah mich verwirrt an. „Was ist denn da mit deiner Tür los? Die klappert wie verrückt.“
„Keine Ahnung. Ich sehe mir das gleich mal an“, versprach ich dem Mädchen und schenkte ihr ein Lächeln. Sie schnappte sich ihre restlichen Sachen und verschwand. Ich wartete bis der Flur leer war und öffnete dann vorsichtig meinen Schrank.
Ich entdeckte einen total verängstigten Sim und rings um ihn herrschte wie erwartet Chaos. Meine Jacke lag wer weiß wo.
„Tut mir Leid, Sim. Ich habe wirklich vergessen, dass du in meiner Jacke bist. Ich wollte dich nicht in meinem Spind einschließen. Bist du böse auf mich?“, flüsterte ich.
„Ich hatte solche Angst. Ich dachte, ich komme nie wieder raus“, schluchzte Sim so leise wie möglich und kuschelte sich an mich.
„Schon gut. Irgendwann hätte ich dich schon befreit. Tut mir wirklich leid. Du musst jetzt wieder leise sein, okay?“
Sim kuschelte sich kurz an mich, dann nickte er und wurde wieder ruhig. Ich wechselte noch mal meine Bücher und steckte Sim nach ordentlicher Vorwarnung in meine Hosentasche. Er rührte sich nicht und ich schob mein Hemd darüber.
Dann schloss ich meinen Spint und musste zur nächsten Stunde. Sim ließ ich nicht mehr aus den Augen. Der kleine Kerl war mir richtig ans Herz gewachsen. Ich hatte einen Schock bekommen, als ich bemerkte, dass ich ihn in meinen Spint vergessen hatte, aber jetzzt war alles gut. Ihm ging es gut.
Bis zur Musikstunde war ich nicht ganz bei der Sache. Meine Gedanken waren die ganze Zeit bei Sim, aber dann kam der Musikunterricht und mein gemeinsames Projekt mit Ronja begann heute. Ich war schon ganz gespannt. Hoffentlich würde mich mein kleiner Freund nach meine Aktion immer noch unterstützen. Ich konnte es ihm schlecht verübeln, wenn nicht. Armer Kerl. Er musste heute schon einige Schrecken verdauen. Hoffentlich wurde der Tag noch besser für ihn …

Fortsetzung folgt …

Wieder ein Teil fertig. Der arme Sim. Diesmal hatte er nichts zu lachen …

Was sagt ihr zu diesem Teil?

4 Gedanken zu “Die kleine Spielzeugfigur Teil 8

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s