J P Monninger – Liebe findet uns

„Ein Buch ist doch auch ein Begleiter. Man kann es an besonderen Orten lesen, zum Beispiel im Zug nach Amsterdam. Dann nimmt man es mit nach Hause, stellt es ins Regal, und selbst Jahre später erinnert es einen daran, wie es damlas war, im Zug, als man jung war. Es ist wie eine kleine Reise in die Vergangenheit. Wenn man das Buch mag, kann man es verleihen. Und man kann es immer aufs Neue entdecken, wie einen alten Freund. Mit einer Datei geht sowas nicht.“

Story: 1 –

Heather lernt Jack in dem Zug nach Amsterdam kennen, aber eigentlich passt er gerade gar nicht in ihr Leben. Sie verbringen Zeit miteinander, aber was verbirgt Jack vor ihr und wieso bekommt er öfter Kopfschmerzen? Könnte eine Beziehung mit ihm gelingen?

Eigene Zusammenfassung

Charaktere: 1 –

Heather: 1 –

Ich fand sie leider ziemlich langweilig. Sie gab überhaupt kein Platz zum Träumen, da sie alles, was in diese Richtung ging gleich ausbremste. Sie war mir viel zu praktisch veranlagt und zu durchorganisiert. Da wurde wirklich alles abgeklärt und es blieb gar nichts offen für Spontanität. Nicht wirklich. Ich wurde einfach nicht warm mit ihr und manchmal hat sie mich auch genervt. Außerdem konnte sie manchmal ganz schön gehässig werden. Ich denke schon, dass man sie mögen muss, um das Buch zu mögen.

Jack: 1

Eigentlich war er ganz süß, aber manchmal auch ziemlich seltsam. Da brachte er plötzlich Sachen oder gab Kommentare ab, die nicht hätten sein müssen. Außerdem nervte irgendwann der ständige Vergleich mit Wolverine und sein ach so gutes Aussehen. Man hätte definitiv mehr aus ihm machen können, denn er hatte sehr viel Potential. So konnte ich leider wenig mit ihm anfangen.

Constance: 1

Eigentlich war sie recht sympatisch, aber dann brachte sie Sachen, die nicht so wirklich zu ihrem Charakter passen wollten. Ganz warm wurde ich mit ihr auch nicht.

Raef: 1 +

Den fand ich wirklich süß. Ich mochte es wie er sich um Constance kümmerte und sie verehrte.

Amy: 1 –

Auch mit ihr konnte ich wenig anfangen. Sie war mir einfach zu krass drauf. Eigentlich war sie eine ganz Liebe, aber ihr Liebesleben war schon sehr extrem.

Mamisaurus und Heathers Dad: 2 –

Ihre Mutter wurde wirklich so genannt. Die hatte sonst keinen Namen. Ich fand ihre Eltern ziemlich anstregend. Ständig gings da nur um die Arbeit und ständig taten sie seltsame Sachen. Ich fand sie schon ziemlich nervig. Sie waren nicht meins.

Jacks Großvater: 1

Er wirkte recht sympatisch, aber wirklich viel erfuhr man ja nicht über ihn.

Andere Nebencharaktere: 1

Da gab es viele, aber keiner konnte mich wirklich begeistern.

Pärchen/Liebesgeschichte: 1 –

Ich konnte mit Heather und Jack leider nicht viel anfangen. Ich fand auch nicht, dass die besonders gut zueinander passten. Sie hatten einfach zu verschiedene Ansichten und gerieten zu oft in unnötige Streits. Das war nicht meins.

Constance und Reaf mochte ich ganz gern zusammen.

Von Amy will ich gar nicht erst anfangen …

Erzählperspektive: 2 –

Das war mit mein größter Kritikpunkt. Einerseits fand ich ihn furchtbar abgehakt, aber in der Ich – Form war das ja noch in Ordnung. Ganz schlimm fand ich, dass ständig die Erzählformen geändert wurden. Die Du-Erzählform fand ich furchtbar langweilig und distanziert. Das gefiel mir überhaupt nicht. Ich glaube man nennt das Erzählperspektive in der dritten Person oder so. Ich hätte es besser gefunden, wenn alles in der Ich – Form gewesen wäre. Mal abgesehen davon, dass ich Heathers Erzählungen sowieso ziemlich langweilig fand. Natürlich war die Du-Erzählform beabsichtigt, aber für mich war genau dieser Punkt ein großer Minuspunkt. Unter einigen anderen Minuspunkten.

Besondere Ideen: 1

Das war ja eigentlich das mit dem Tagebuch von Jacks Großvater, aber das wirkte eher wie Nebensache und ging in der Geschichte ziemlich unter. Das fand ich sehr schade, denn gerade das hatte sehr großes Potential. Am Ende kam noch mal was, aber eindeutig zu wenig.

Rührungsfaktor: 1 –

Vielleicht war der Anfang mal da, aber er ging leider immer mehr und mehr verloren und irgendwann war ich nur noch gelangweilt. Schade.

Parallelen: 1 –

Geschichten mit diesem Grundthema gibts mittlerweile wie Sand am Meer und ich habe schon wesentlich bessere davon gelesen. Das hier konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen.

Störfaktor: 3

Der größte Schwachpunkt des Buches. Es störte einfach zu viel.

1. Langweilige Charaktere:

Ich fand, dass an diesen Charakteren nicht viel besonderes war. Besonders Heather war mir viel zu praktisch veralagt und machte jegliche Träumerei zu Nichte. Aber auch mit den anderen Charakteren wurde ich nicht ganz warm, obwohl die meisten bis auf Heather tatsächlich gute Ansätze hatten.

2. Die Idee verpuffte:

Die eigentliche Idee ging in der Geschichte ziemlich unter. Irgendwie war später alles andere wichtiger als das, was das Buch eigentlich ausmachte.

3. Viel belangloses:

Es waren teilweise so langweilige und belanglose Gespräche, dass ich irgenwann auch einfach nur noch gelangweilt davon war. Das hätte man sicher besser füllen können.

4. Konstruierte Szenen:

Zu viele Szenen kamen mir zu konstruiert vor. Vor allem die Streits. Die fand ich sowieso unnötig. Aber auch anders, wenn erst groß abgeklärt wird, was zu machen ist oder irgendwelche sinnlosen Gespräche, die lieber Platz gemacht hätten für interessantere Gespräche.

5. Der viele Alkohol:

Alkohol floss in Strömen. Ständig waren die Charkatere auf irgendwelchen Partys und ließen sich volllaufen. Sowas mochte ich noch nie gerne lesen. Hier hätte man sicher mehr draus machen können als alles im Alkohol enden zu lassen.

6. Ständige Gerede über Körperteile, Itimbereiche oder gar Sex:

Auch das fand ich sehr unnötig und zog mich eher runter. Für mich war das in keinster Weise Romantisch.

7. Erzählperspektive:

Darüber hatte ich mich ja schon ausgelassen.

Das war das, was mich so am meisten gestört hat. Ohne wirkliche Reihenfolge.

Auflösung: 2 –

Die fand ich jetzt auch nicht so prickelnd und sie war auch sehr hervorsehbar. Nach gewissen Andeutungen war mir eigentlich klar was los ist. Und das ist nicht die erste Geschichte dieser Art. Das Ende zog sich endlos in die Länge. Und vom Pärchen hatte man nicht mehr viel. Die letzten Seiten habe ich überwiegend überflogen. Ich dachte ja am Ende wird es noch mal romantisch, aber auch das wurde leider nichts und da kam fast nichts mehr vom eigentlichen Pärchen. Echt schade.

Fazit: 2 –

Es ist großartige Idee mit einem interessanten Plot und einer leider für micheiner eher schwachen Umsetzung. Vor allem mit Heather wurde ich überhaupt nicht warm, aber auch die anderen Charaktere waren nicht wirklich meins. Ausser im Amsterdamteil fehlte mir überwiegend die Romantik, und durch sinnlose Gespräche und viel Alkohol verpuffte die Geschichte und die Idee einfach so. Irgendwann war ich nur noch gelangweilt oder genervt oder gar angeekelt. Dabei hätte man hier raus eine so schöne Geschichte machen können. Mir war es auch zu hervorsehbar und mich reizte die Geschichte an sich irgendwann gar nicht mehr. Ich hätte auf mein Bauchgefühl vorher hören sollen. Aber gut. Einen Versuch war es wert. Am besten hat mir wirklich die Zeit in Amsterdam gefallen. Also die ersten hundert Seiten. Wobei da auch schon mindestens eine Szene dabei war, die nicht hätte sein müssen.

Bewertung: 2,5/5 Punkten

Mein Rat an euch:

Wenn ihr eine gewöhnliche tragische Geschichte über Krankheit haben wollt, die nur ein wenig ungewöhnlicher verpackt ist und euch viele Partys und Alkohol nicht stört, könnt ihr mit der Geschichte sicher nichts falsch machen. Sonst lasst lieber die Finger davon. Und auch falls ihr was zum Träumen haben wollt solltet ihr lieber die Finger davon lassen. Zum Träumen bot sie zumindest mir nicht viel Platz. Wenn ihr Heather mögt, mögt ihr sicher auch die Geschichte. Für mich war das leider nichts.

Leseempfehlung: 2/5 Punkten

Über Corly
Ich bin Bücherverliebt, Serienverrückt, eine Filmeliebhaberin, eine Geschichtenschreiberin, eine Patentante, eine Schwester, eine Cousine, eine Tochter, eine Tante, Blogschreiberin, Forengängerin, eine Kleindorfbewohnerin, eine Hobbyfotografierin, eine Buchsammlerin und eine Schwägerin in einer Person. :-)

2 Responses to J P Monninger – Liebe findet uns

  1. Timberwere says:

    Das klingt ja leider nicht so berauschend. Dabei können Bücher, die aus der Perspektive der zweiten Person geschrieben sind, absolut grandios sein. Vor allem fällt mir da „Du bist tot“ von Charles Stross ein („Halting State“ im Original – dessen Fortsetzung, „Rule 34“, scheint bisher leider nicht übersetzt worden zu sein, aber auch das war sehr cool, wenn auch nicht ganz so gut wie der erste Band), zu dessen aberwitziger Handlung von einer Bank, die in einem Online-Spiel ausgeraubt wird, was aber ganz reale Auswirkungen auf die echte Welt der nicht allzuweit entfernten Zukunft hat, die „Du“-Form einfach perfekt passt. Da wirkt es auch überhaupt nicht langweilig und distanziert, sondern im Gegenteil näher und persönlicher, als wenn der Autor die erste oder dritte Person gewählt hätte.

    Ich selbst habe in einem meiner eigenen Diaries mal mit der Du-Form experimentiert, um anzuzeigen, dass es sich bei diesen Geschehnissen um einen Traum handelt, und ich hatte den Eindruck, das ist ganz gut gelungen. Aber auch das hängt natürlich immer von der Empfindung des Lesers ab.

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    • Corly says:

      Huhu,

      ich hab noch nicht viel in der Du-Form gelesen. Ich glaub sogar das hier ist das erste. Es war auch nicht so berauschend. Habe da aber natürlich auch noch nicht viele Erfahrungen gemacht. Ich denke es kommt immer darauf an wie es umgesetzt wird.

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