Writing Friday 3: Das kleine grüne Männchen Teil 1

Langsam sollte ich mich mal um meinen kleinen Außerirdischen kümmern. Geschrieben habe ich ihn am 25.01.18. Zumindest den ersten Teil. Bin aber bisher nicht so zum Abschreiben gekommmen. Aber etzt ist er fertig für den Writing Friday.

Das kleine grüne Männchen

Auf meinem täglichen Spaziergang traf ich auf etwas aussergewöhnlichen. Ich ging wie immer die lange Wiese entlang. Die mit den vielen Bäumen. Ich liebte diesen Weg und heute war besonders schönes Wetter. Die Sonne schien warm zwischen den Wolken hindurch und es war einfach herrlich. Wie immer an solchen Tagen zwitscherten die Vögel und ich genoss den Spaziergang.
Doch plötzilich hörte ich etwas Klägliches. Es klang wie ein Quietschen. Ich folgte dem Geräusch, aber es dauerte eine Weile bis ich entdeckte woher es kam. Das konnte nicht sein. Ich träumte bestimmt.
Da hockte tatsächlich ein kleines grünes Männchen. Es sah aus wie ein Bilderbuchaußerirdischer, aber ich konnte kein Ufo erkennen. Es war wirklich sehr grün, sah aber sonst eher schlicht aus und war wirklich sehr klein. Kindergröße würde ich sagen. Aber es hatte riesige Kulleraugen und einen verzerrten Mund. Es trug aber Kleidung und sah unglaublich traurig aus. Falls man das was es trug denn Kleidung nennen konnte. Es war eine Art Lappen in hellgrün, was sich etwas von der grünen Haut abhob.
Ich näherte mich dem Wesen vorsichtig. Ich wollte es nicht erschrecken. Es musterte mich seinerseits kritisch, aber es schien festzustellen, dass ich für ihn keine Bedrohung war. Schließlich hockte ich mich vor ihn hin.
„Hallo Kleiner, wie heißt du denn?“
Er starrte mich nur mit seinen großen Kulleraugen an und schwieg weiterhin.
„Kannst du mich denn überhaupt verstehen?“, fragte ich.
Er nickte eifrig.
„Sprichst du auch meine Sprache?“, versuchte ich es erneut. Wieder ein Nicken seinerseits.
„Kannst du mir dann verraten wie du heißt?“
„Stormy. Ich heiße Stormy.“ Er hatte eine furchtbar piepsige Stimme.
„Freut mich dich kennen zu lernen, Stormy. Ich bin Relena. Was machst du denn hier draußen ganz alleine?“
Offenbar hatte ich das Falsche gesagt, denn Stormy begann jetzt zu weinen und dicke Tränen kullerten über seine Wangen.
„Schon gut. Es ist alles in Ordnung“, versicherte ich Stormy schnell. „Du bist in Sicherheit.“
Stormy holte tief Luft und versuchte sich zu beruhigen. „Es ist nur so“, begann er dann immer noch schluchzend zu erzählen. Ich bin von meiner Heimat verbannt worden. Keiner will mich mehr haben.“
Ich hatte Mitleid mit dem kleinen grünen Männchen. Es war so traurig. „Schon gut Stormy. Ich bin ja da. Wieso bist du verbannt worden? Haben dich deine Eltern etwa nicht mehr lieb?“
Jetzt sah Strormy mich aus großen Augen an. „Was ist lieb haben?“
Also begann ich zu erklären. „Liebe kann es in mehreren Formen geben. Eine Mutter kann ihr Kind lieben oder ein Mann eine Frau. Geschwister können sich lieben. Freunde kann man auch lieben. Wenn man liebt fühlt man sich stark mit der anderen Person verbunden. Die größte Liebe ist natürlich die von Paaren. Aber man kann auch Orte lieben. Zum Beispiel die Heimat. Liebe ist ein wunderschönes Gefühl. Kannst du dir jetzt was darunter vorstellen?“
Wie erklärte man einem Außerirdischen was Liebe ist? Gar nicht so einfach. Ich hatte das Gefühl, dass ich meine Sache nicht gerade gut gemacht hatte.
Aber zu meiner großen Überraschung nickte Stormy. „Ich glaube ich liebe meine Heimat. Sie ist wunderschön.“
„Du möchtest dorthin zurück, oder Stormy?“, fragte ich ihn. Er nickte heftig.
„Wieso wurdest du denn verbannt?“, versuchte ich es nochmal.
„Ich habe etwas böses getan.“ Stormy schluchzte jetzt wieder. „Ich habe den Magiestein von Angry genommen. Ich wollte ihn mir nur mal ansehen und dann wieder zurückstellen, aber ich wurde sofort verbannt.“
„Dieser Magiestein ist sehr wichtig, oder?“, hakte ich nach.
Er nickte eifrig. „Ohne den Magiestein ist man verloren. Er speichert Lebensenergie. Man kann ihn immer wieder benutzen. Aber man bekommt erst einen, wenn man lange genug lebt. Ich habe noch keinen“, erzählte er mir.
„Und wer ist Angry?“, wollte ich nun wissen.
„Mein Bruder. Er ist älter als ich.“ Jetzt zitterte seine Lippe verdächtigt.
„Okay. Kennst du denn eine Möglichkeit wie du wieder zurück kommen kannst?“
„Ja, ich muss den Magiestein wieder finden. Er ist nämlich runter gefallen nachdem Angry ihn wieder hatte. Wenn ich ihn finde und ihn Angry wieder finde habe ich eine Chance, aber er kann überall sein.“
„Okay, Stormy. Ich würde sagen du kommst erst mal mit zu mir. Wir finden schon eine Lösung.“, schlug ich dem kleinen grünen Mann vor.
„Aber ich muss den Magiestein finden. Jetzt …“ Stormy wurde fast panisch. „Sonst ist Angry verloren.“
„Schon gut. Wir werden diesen Magiestein finden“, versprach ich Stormy. „Aber nicht sofort. Wir müssen darüber nachdenken.“
Stormy sah nicht überzeugt aus.
„Na komm. Vertrau mir. Es wird schon alles gut werden.“
Ich reichte Stormy meine Hand, die er mit großen Augen ansah, doch dann nahm er sie.
„Versprochen?“, fragte er dann noch mal mit seinem niedlichen Stormyblick und ich nickte nur. Ich hoffte nur ich konnte mein Versprechen halten. Stormy wollte doch so unbedingt nach Hause.

Fortsetzung folgt ….

Juhu, ich habe Stormy ja doch noch fertig gekriegt. Was sagt ihr zu meinem kleinen Außerirdischen?

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10 Gedanken zu “Writing Friday 3: Das kleine grüne Männchen Teil 1

  1. Stormy – da hast du einen schönen Namen gewählt. Mein Alien wird auch eher ein süsser knuddeliger. Und ich befürchte es wird auch ein zwei-teiler. Ein schöner Anfang – bin gespannt wie es weiter geht.

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, find ich auch. Stormy passte einfach. Ich bin gespannt wie viele Teile es werden. Oh, da bin ich gespannt auf deine Alien-Geschichte. Mir fehlen jetzt nur noch die Schneeflocken.

      Gefällt 1 Person

    1. Uh, als Kindergeschichte war es gar nicht unbedingt gedacht. Ja, weitere Teile sind geplant und mindestens einer auch schon geschrieben, aber momentan haperts meist am Abschreiben, denn ich hab schreib das immer auf Papierblock vor.

      LG Corly

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