Wetterumschwung Teil 2

Und schon kommt der zweite Teil zum Wetterumschwung. Damit ich nicht so hängen bleibe bei der Geschichte.

Wetterumschwung Teil 2

Prinz Robin und ich ritten durch die Wälder. Der Prinz ritt schnell als wolle er mich so schnell wie möglich loswerden. Der Ritt war schnell und wild. Ich musste zusehen, dass ich mich an ihm festhalten konnte damit ich nicht vom Pferd fiel. Aber ich beschwerte mich nicht. Hauptsache ich kam nach Hause.
Der Ritt dauerte gar nicht so lange. Da machte Robin plötzlich Halt. Wir stiegen vom Pferd ab und ich fragte Robin: „Wo sind wir hier?“
„An der Grenze. Da wolltest du doch hin“, erklärte er mir nur.
„Und was muss ich jetzt machen?“, fragte ich ihn. Ich hatte so gar keine Ahnung.
Robin seufzte wieder. „Weißt du das wirklich nicht?“
„Nein“, antwortete ich schlicht.
Robin ging zur Grenze, die ich nicht sehen konnte, und legte eine Hand in die Luft. „Du musst einfach durch gehen.“ Er zog seine Hand wieder raus und die war nun etwas schimmernd und grau.
„Was ist mit deiner Hand passiert?“, fragte ich besorgt und beäugte sie misstrauisch.
„Das ist ganz normal. Das vergeht gleich wieder“, winkte er lässig ab. „Für einigen von uns ist die Welt da draußen nichts.“
„Tut es weh?“, fragte ich.
„Nicht besonders.“
Ich glaubte ihm nicht und beobachtete ihn weiterhin skeptisch. Er erwiederte meinen Blick stur.
„Willst du jetzt nach Hause oder nicht?“, fragte er nur.
„Werde ich wieder hierher zurück kommen können?“, wollte ich unsicher wissen.
„Ich denke nicht. Du wirst dich erinnern, aber man kann nur einmal hierher kommen“, erklärte er.
Ich zögerte. Ich wollte nach Hause, aber wollte ich das hier wirklich aufgeben? Das hier war eine ganz neue Welt, die ich für mich entdecken konnte.
„Was ist los?“, fragte Robin und sah mich musternd an. Er bemerkte mein Zögern sofort.
„Ich bin nicht sicher. Wäre es möglich, dass ich noch ein wenig bleibe und mich hier ein wenig umsehe. Ich möchte diese Welt kennen lernen bevor ich gehe“, erklärte ich. Und irgendwie zog mich der Prinz neben mir auch an.
„Ich weiß nicht. Hier gibts nicht viel zu sehen. Bist du sicher?“, fragte er und wirkte gerade sehr nervös.
„Nicht wirklich, aber ich kann doch jeder Zeit hierher zurück kommen, oder?“
„Wahrscheinlich.“ Sicher klang er aber nicht. „Vielleicht sollten wir Mutter fragen.“
„Oder ich gehe einfach nach Hause,“ überlegte ich nun doch.
„Oder so, aber du solltest dich langsam mal entscheiden.“ Jetzt wurde er wieder ungeduldig.
„Ich sollte nach Hause gehen“, entschloss ich mich dann. Es war die beste Entscheidung. Ich gehörte nicht hierher. Er nickte nur und zeigte auf die unsichtbare Grenze.
Ich ging darauf zu und als ich ganz nah dran war, drehte ich mich um und winkte. Robin winkte zurück. Dann ging ich durch die Grenze. Es fühlte sich an als würde ich durch die Luft gehen, aber sonst veränderte sich nichts für mich. Aber als ich mich umdrehte war Robin verschwunden. Ich war wieder in meiner Welt. Eigentlich sollte ich glücklich sein, aber ich fühlte mich so komisch leer. Es fühlte sich falsch an. Ich wollte zurück gehen, aber wenn ich durch die Grenze ging kam nur der Wald wo ich jetzt war in Sicht. Es ging nicht. Traurig machte ich mich auf den Weg nach Hause. Ich hoffte, dass ich eines Tages zurück in die fremde Welt konnte, denn ich hatte die falsche Entscheidung getroffen, aber würde diese Welt dann noch genauso sein wie jetzt? Ich konnte es nur hoffen. Solange würde ich hier zu Hause mein Leben leben. Aber diesen kurzen Ausflug in diese fremde einzigartige Welt würde ich nie vergessen. Es war einzigartig.

Ende

jetzt habe ich es doch schon geschafft fertig zu schreiben. Ich wollte keine zu lange Pause dazwischen. Dann wäre es irgendwann wieder in Vergessenheit geraten.

Was meint ihr zu der Geschichte? Ich hätte sie natürlich auch noch verlängern können, aber genau das wollte ich vermeiden.

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6 Gedanken zu “Wetterumschwung Teil 2

  1. Robin ist ja nicht gerade ein Sonnenschein;-) Man weiss nie was die richtige Entscheidung ist. Aber ich denke so passt es schon. Eine schöne Erinnerung für die weniger glücklichen- Tage. Eine schöne Geschichte.

    Gefällt 1 Person

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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