1 Jahr – 12 Wörter: Das 8 Wort: Hundstage: Magischer Pool

Ich horte gerade meine Geschichten, weil ich vor lauter Rezension schreiben gar nicht mehr zum Posten komme.

Zu Hundstage fiel mir irgendwie sofort was ein und ich mag die Geschichte auch.

Magischer Pool.

Es war heiß. Einfach nur heiß. So richtig heiß und das jetzt schon den ganzeh lieben Tag lang. Da tat die Abkühlung Abends im Pool auch richtig gut. Wobei das Wasser mittlerweile auch einfach nur noch warm war. Es war einfach viel zu heiß.
Trotzdem war ich froh als ich endlich im Pool war. Einfach entspannen. Balkonien genießen und die Beine baumeln lassen. Ich schlief fast ein, doch dann veränderte sich etwas. Ich sackte im Pool weg. Durchs Wasser hindurch. Buchstäblich. Es fühlte sich an wie in einer Wasserbahn. Und plötzlich war da kein Pool mehr. Ich trug auch keine Schwimmsachen mehr. Stattdessen lag Schnee, ich trug einen Wintermantel, lange Hose und darunter noch eine Unterhose. Die unberührte Schneedecke glitzertein in der Sonne. Ich liebte Schnee. Es war so kalt.
“Wo bin ich?“, fragte ich in die Stille hinein.
Ich rechnete nicht mit einer Antwort, aber vor mir erschien ein Mann. Er war im mittleren Alter und trug eine Jeans und ein T-Shirt. Seine dunklen Haare wirkten verwegen zerzaust und er strahlte eine unheimliche Gelassenheit aus.
Er antwortete: „Du bist in der Zukunft. So könnte eure Welt eines Tages aussehen, wenn ihr nicht aufpasst. Klar, es wirkt friedlich, aber täusche dich nicht.“
Wie auf Kommando kam ein Sturm auf mich zu. Er war so eisig und ich wehte fast weg. Ich fror noch viel mehr. Nach dem Sturm folgte ein heftiger Schneefall, der einfach nicht aufhörte, gefolgt von einem Gewitter. Ich bekam es mit der Angst zu tun.
“Was ist hier los?“, fragte ich den Mann panisch.
“So könnte bald eure Zukunft aussehen. Entweder harte Winter oder monatelange Dürre, so wie jetzt. Das ist gar nicht so weit entfernt. Die Dürre hat schon angefangen.“
“Was kann man dagegen tun?“, wollte ich entsetzt wissen.
“Gar nichts. Es ist zu spät. Es ist nicht mehr aufzuhalten“, erwiderteder Mann erbarmungslos. „Ihr könnt nur fliehen.“
“Wohin?“, fragte ich verwirrt.
“In die Jahreszeiten. Den Sommer, den Herbst, den Frühling und den Winter. Ihr könnt auch eine aussuchen, aber dann ist diese Jahreszeit nicht mehr zu ändern. Das ist dann eure Welt.“
“Aber die anderen Menschen wissen doch gar nichts davon“, gab ich zu Bedenken.
“Sie werden es spüren, wenn es so weit ist“, antwortete er nur.
“Aber ich will nicht nur eine Jahreszeit. Ich will alle“, teilte ich ihm mit.
“Das hättest du dir vorher überlegen sollen. Ihr alle, die in die Natur eingegriffen habt. Die Natur holt sich nur zurück was ihr gehört.“

„Und weswegen bin ich hier?“ Das war die große Frage.
“Du bist die Vertreterin deines Viertels. Du wirst den Umzug in die Jahreszeiten organisieren. In jedem Viertel gibt es einen wie dich. Aber bevor es soweit ist wird das Wetter noch öfter ins Extreme umwandeln.“
“Und wie soll ich das alles machen?“ Ich war einfach überfordert.
“Du bist ab heute Autumn. Du bist der Herbst, denn in dir sind noch alle Jahreszeiten vertreten. Am Anfang sind die Blätter noch grün wie im Frühling. dann kommen die bunten Blätter, die Nässe, die Kälte und der Nebel, aber es kann im Herbst auch sonnig sein und zum Winter hin kann es schon mal schneien. Deine Schwestern sind Winter, Summer und Spring. Du wirst sie zu gegebener Zeit kennen lernen.
Das war alles so verwirrend und nachdem der Mann zu Ende gesprochen hatte verschwand er. Und nicht nur er verschwand sondern auch der Winter. Auch das Gespräch mit dem seltsamen Mann war vorerst vergessen, doch etwas veränderte sich. Das Wetter änderte sich ständig von einem Extrem ins Andere. Bis die Bäume bunt wurden und ich wieder zu Autumn. Ich traf auf meine Schwestern und zusammen kämpften wir um eine Welt mit vier Jahreszeiten. Wir wohnten in einem Haus und regierten von dort aus. Bis die Ordnung der Welt wieder hergestellt wurde war es ein weiter Weg, aber wir würden es schaffen. Meine Schwestern und ich zusammen. Für den Sommer, für den Frühling, für den Herbst und für den Winter kämpften wir und die Menschen halfen uns dabei.

Und das wars schon wieder. Eine eher kurze Geschichte. Was sagt ihr dazu?

Über Corly
Ich bin Bücherverliebt, Serienverrückt, eine Filmeliebhaberin, eine Geschichtenschreiberin, eine Patentante, eine Schwester, eine Cousine, eine Tochter, eine Tante, Blogschreiberin, Forengängerin, eine Kleindorfbewohnerin, eine Hobbyfotografierin, eine Buchsammlerin und eine Schwägerin in einer Person. :-)

2 Responses to 1 Jahr – 12 Wörter: Das 8 Wort: Hundstage: Magischer Pool

  1. Rina says:

    Eine schöne Idee – Das wäre doch mal was, wenn wir Hilfe bekommen würden um alles wieder hinzubiegen.

    LG

    Gefällt 1 Person

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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