Writing Friday 13: Die Erdbeerfee

Ich habe noch eine Writing Friday Geschichte geschafft. Auch wenn sie etwas kürzer wird.

Die Erdbeerfee

Henriette war eine ganz einfache Fee. Was jedoch niemand wusste, war, dass sie total auf Erdbeereis stand. Eis bekamen aber nur die Schlossfeen. Nicht das gemeine Volk. Überhaupt waren Erdbeeren sehr schwer zu kriegen. Sie blühten nur im Schlossgarten.  Henriette wünschte sich nichts sehnlicher als Erdbeereis zu kriegen, aber das war unmöglich. Jedes Jahr schieb sie auf ihren Wunschzettel für den Weihnachtsmann nur Erdbeereis und jedes mal bekam sie es nicht. Nicht mal der Weihnachtsmann kam daran. Die Enttäuschung war immer groß. Sie setzte sich jeden Tag zwei Stunden in den Schlosspark, denn so war sie ihren heißgeliebten Erdbeeren wenigstens nahe. Hier gingen manchmal schlichte Feen spazieren, aber sie beachteten mich nicht bis sich eines Tages ein Feenjunge neben mich setzte.
„Wer bist du?“, fragte er neugierieg.
„Ich bin Henriette. Und du?“
„Dustin“, antwortete er.
„Du bist der Prinz“, staunte Henriette. Wie konnte es sein, dass ausgerechnet der Prinz sich neben sie setzte?
„Ganz genau“, nickte er. „Bist du denn keine adelige Fee?“
„Nein, ich wohne im Dorf.“
„Du wirkst traurig“, bemerkte er nur.
„Ist nicht so wichtig“, winkte Henriette ab.
„Doch ist es“, beharrte Dustin nur. „Was ist los?“
„Ach, das ist lächerlich. “ Henriette war ihr sehnlichster Wunsch plötzlich peinlich. So wichtig war Erdbeereis nun doch nicht.
„Doch, sag es mir bitte“, bat Dustin mich hartnäckig. „Vielleicht kann ich helfen.“
„Ach, das ist wirklich albern. Es hat was mit Erdbeeren zu tun.“
„Auch wenn es mit Erdbeeren zu tun hat interessiert es mich“, versicherte er mir.
Ich seufzte und gab nach. „Ich wünsche mir jedes Jahr zu Weihnachten Erdbeereis und bekomme nie welches.“
Dustin lachte. Lachte er mich aus? „Dann ist der Weihnachtsmann aber böse. Erdbeeren gibt es doch genug.“
„Die sind nur für die Schhlossbewohner“, erklärte ich ihm. „Dorfbewohner gelangen nicht ohne weiteres an Erdbeereis.“
„Oh!“, machte er nur. „Und woher weißt du dann wie es schmeckt? Vielleicht magst du es ja gar nicht.“
„Ich habe einmal welches probiert. Ganz wenig nur. Zu Ehren eines Geburtstags eines Schlossbewohners wurde in den Straßen ein Eiswagen aufgestellt. Erdbeereis schmeckt himmlisch.“
„Na, wenn das so ist habe ich eine Idee.“ Dustin grinste spitzbübisch. „Wir müssten in der Kcühe noch etwas da haben. Wir könnten einfach in die Küche gehen.“
„Nein, das geht doch nicht. Das steht mir nicht zu.“ Henriette sah ihn entsetzt an.
„Das geht schon in Orndung“, versicherte er ihr. „Ich bin hier ja schließlich zu Hause und du bist mein Gast.“
Henriette zögerte nur kurz. Dann folgte sie Dustin in das Schloss. Sie sollte es nicht bereuen. Denn von nun an besuchte sie Dustin regelmäßig und freundete sich mit ihm an. Aus Freundschaft wurde Liebe und eines Tages hielt er um ihre Hand an. Sie konnte gar nicht anders als Ja zu sagen. Ihr Herz gehörte ihm bereits und so konnte sie ihre Familie mit Erdbeeren versorgen. Natürlich gab es auch auf ihrer Hochzeit ganz viele Erdbeeren.
Als sie nachts zusammen im Bett lagen fragte Dustin sie: „Bist du sicher, dass du mich nicht nur wegen der Erdbeeren geheiratet hast?“
„Dustin, ich liebe dich. Ob mit oder ohne Erdbeeren. Ich habe mich von Anfang an in dich verliebt.“
Er wirkte erleichtert und lächelte und von da an begann die glücklichste Zeit in ihrem Leben. All ihre Kinder und Kindeskinder hatten ebenfalls eine Schwäche für Erdbeeren wie Henriette.

Und wenn sie nicht gestorben sind regnete es immer noch Erdbeeren vom Himmel und solange konnten Henriette und Dustin glücklich sein, dennn wer weiß ob sie sich ohne die Erdbeeren überhaupt kennen gelernt hätten ….

 

So, die Geschichte ist mir spontan gestern Abend eingefallen als ich mir die Idee noch mal durchgelesen habe. Hat auch lange gedauert. Ich habe sie extra kurz gemacht um eine Fortsetzung zu vermeiden. Was meint ihr?

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4 Gedanken zu “Writing Friday 13: Die Erdbeerfee

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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