Die Sache mit dem Rentier Teil 6

Und hier kommt der letzte Teil meiner Geschichte. Die hat mich doch ein paar Tage länger als nur sechs Tage beschäftigt, aber es ist Spass gemacht sie zu schreiben.

Die Sache mit dem Rentier Teil 6

Am nächsten Morgen sah ich noch mehr vom Weihnachtsdorf. Das freute mich natürlich. Ich machte Fortschritte. Diesmal ging ich allein vor dem Frühstück raus. Diesmal erstrahlte es tatsächlich im weihnachtlichen Licht. Die Tannenbäume glänzten mir entgegen. Aber nicht nur das. Hier gab es noch viel mehr zu sehen. Wichtel liefen durch die Gegend. Die hatte ich vorher definitiv noch nicht gesehen. Sie sahen witzig aus. Mit roten, grünen oder blauen Zipfelmützen auf dem Kopf. Als sie bemerkten, dass ich sie anstarrte, grinsten sie höhnisch.
„Ach, sie an. Der Herr kann uns endlich sehen“, höhnte einer.
„Ja, tut mir leid“, entschuldigte ich mich. „Hat etwas gedauert.“
„Da bist du nicht der erste“, seufzte der Wichtel. „Wir sind immer am längsten unsichtbar.“
„Wie heißt du?“, fragte ich ihn dafür.
„Lias“, antwortete der stolz.
„Ich freu mich dich kennen zu lernen“, sagte ich nur.
„Vielleicht bist du doch gar nicht so übel“, meinte Lias. „Wir werden sehen.“
Ich grinste vor mich hin. Das war ein Anfang, oder? Die Wichtel hüpften durch den Schnee. Ich sah ihnen eine Weile dabei zu. Es faszinierte mich. Diese kleinen Geschöpfe waren sehr flink. Doch dann wandte ich mich ab. Sie würden ohnehin bald im Wald verschwinden. Etwas andere lenkte meine Aufmerksamkeit auf mich. Ein glitzern in der Nacht.  Ich ging näher daran. Doch irgendwie kam ich gar nicht näher. Das war seltsam.
Plötzlich hörte ich jemanden meinen Namen rufen: „Robin!“
Noch verwirrter wollte ich der Stimme folgen. Doch dann packte mich jemand am Arm. Ein Wichtel. Er zerrte mich weg.
„Was ist das?“, wollte ich wissen.
„Das ist gefährlich. Das Glitzern verführt dich. Pass bloß auf“, warnte der Wichtel mich fast panisch.
„Okay, ich werde es mir merken und hoffe ich kann es einhalten. Das Ding hat mich wie magisch angezogen.“
Dann wandte ich mich langsam wieder zum Weihnachtshaus um. Es war langsam Frühstückszeit. Ich sollte ins Wohnzimmer gehen. Das tat ich dann auch.
„Ah, da bist du ja“, begrüßte Chrissi mich. „Ich habe dich schon überall gesucht.“
„Ich war draußen“, verkündete ich. „Ich sehe jetzt auch die Wichtel.“
„Das ist gut. Ich sagte doch du machst dich gut.“ Sie strahlte.
Und so lebte ich mich langsam im Weihnachtsdorf ein und gewöhnte mich an meine Aufgaben. Ich gewöhnte mich ein. Ich stellte Dinge her. Spielzeug und solchen Kram. Das machte mich glücklich. Ich machte es gerne. Außerdem erfreute ich mich am Anblick vom Weihnachtsdorf. Jeden Tag aufs neue. Auch an die Dunkelheit gewöhnte ich mich langsam.
Und dann kam Heiligabend. Ich begleitete Santa in die Menschenwelt. Das war ein tolles Erlebnis. Wir flogen mit Nico und einem Schlitten los. Hinein in die weihnachtliche Menschenwelt. Weihnachten war für mich schon immer etwas besonderes gewesen. Und mit einem Rentier und einen Schlitten samt Weihnachtsmann im Gepäck war es noch viel besonderer. Und wir landeten auf der Straße zwischen den Menschen, ohne dass uns jemand bemerkte. Das war ein merkwürdiges Gefühl. Ich war wirklich unsichtbar. Der Schlitten fuhr schnell obwohl der Verkehr dicht war. Aber er fuhr einfach durch die Autos hindurch als wäres es ein Geisterschlitten. Vielleicht war er das ja auch. Ausschließen würde ich das nicht.
Allerdings war es mir ein Rätsel wo Santa anhalten wollte. Er fuhr einfach immer weiter. Doch schließlich hielt er in einem Vorgarten an. Wir stiegen aus. Aber natürlich klopfte Santa nicht an der Tür. Er schnappte sich ein paar Geschenke aus dem Schlitten und ging einfach durch die Tür. Unsicher blieb ich beim Schlitten.
Doch Nico folgte: „Na los Geh schon. Er wartet.“
Unsicher ging ich voran. Sollte ich wirklich durch die Tür gehen? Ich beschloss es zu versuchen. Es gab überhaupt keinen Wiederstand. Das fühlte sich gut an. Ich konnte nicht sagen wieso. Es war aber auch etwas merkwürdig. Und dann war ich im Haus. Ich wusste sofort wo ich Santa fand. Leise Weihnachstmusik erklang aus dem Wohnzimmer. Als ich kam sah Santa auf.
„Ah, bist du auch endlich da.“
„Ja, ich musste mich erst entscheiden ob ich es riskieren konnte durch die Tür zu gehen oder ob ich dagegen knallen würde“, bemerkte ich.
„Ach, ja. Die Tür. Vielleicht hätte ich dich vorwarnen sollen. Tut mir leid“, räumte Santa ein.
„Schon okay“, winkte ich ab.
„Ich habe die meisten Geschenke schon unter dem Baum gelegt. Aber zwei habe ich für dich übrig gelassen. Die hast du selbst hergestellt.“ Er überreichte sie mir. Ich war sehr stolz darauf. Ich legte sie behutsam unter den Weihnachtsbaum. Den Weihnachtsbaum sah ich mir besonders genau an. Ich wollte ihn mir einprägen. Mein erster Aufrtrag. Doch wir mussten weiter. Die Menschen kamen sicher bald wieder oder wachten auf. Ich hatte kein Zeitgefühl mehr. Wir gingen auf den gleichen Weg heraus. Dann stiegen wir in den Schlitten und machten weiter. Wir klapperten die Häuser der Stadt ab. Das machte mir richtig Spass. Das war genau das Richtige für  mich. Doch die Arbeit dauerte auch fast den ganzen Tag. Das erschöpfte mich schon.  Als wir wieder im Weihnachtsdorf ankamen war ich aber auch glücklich. Die Arbeit hatte sich durchaus gelohnt. Viele Kinder würden heute sehr glücklich mit ihren Geschenken sein. Und ich war glücklich, weil sie glücklich waren. Und ich war glücklich, weil Chrissi mich empfing.
„Und wie war es?“, fragte sie mich aufgeregt, obwohl sie gar nicht dabei war.
„Toll. Das will ich jedes Jahr machen“, antwortete ich strahlend.
„Na das hoffe ich doch. Das nächste mal bin ich dabei.“
„Ich freue mich, dass du hier bist“, sagte sie und dann nahm sie meine Hand und wir gingen zusammen ins Haus um unser ganz spzielles Weihnachtsfest zu feiern. Von nun an würde es jedes Jahr ein ganz besonderes Weihnachtsfest werden.

Ende

So und nun bin ich am Ende meiner Weihnachtsreise. Am Anfang war ich mir nicht sicher ob ich bis zum 24. jeden Tag einen Teil veröffentlichen soll, nur eine Woche lang oder doch nur sechs Tage.  Letztendlich passte es für sechs Tage. Ich wollte mal wieder was weihnachtliches im Dezember und bin wieder wie bei Noras Abenteuer damals in einem Weihnachtsdorf gelandet.

Und was sagt ihr dazu?

Werbeanzeigen

13 Gedanken zu “Die Sache mit dem Rentier Teil 6

  1. Eine schöne Idee. Und ich denke es ist schon ganz gut, dass es sechs Teile wurden. Vielleicht hätte das Glitzern noch eins oder zwei Teile bekommen können. Aber so, denke ich ist es ganz gut. Schön weihnachtlich.

    LG

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, stimmt. Ich dachte auch irgendwie es wären mehr, aber hatte mich wohl vertan. Ja, ich wollte halt auch nicht zu viel. Dann kann ich wieder nicht aufhören. Schön, dass es dir gefallen hat.

      LG Corly

      Gefällt 1 Person

    2. Oh ja, das mit dem nicht aufhören kenne ich. Das geht mir im Moment mit meiner anderen Geschichte so, das wird auch ein Mehrteiler. Mal sehen für was ich es verwende. Wahrscheinlich irgendein Wort von TXT.

      Gefällt 1 Person

    3. Ja, deswegen versuche ich jetzt immer abkzukürzen. Habe heute was mit Writing Pomps angefangen und befürchte es wird ein Mehrteiler. Gibts die Seite eigentlich nicht mehr?

      Da bin ich gespannt. Leider komme ich gerade wieder durch das ganze Chaos überhaupt nicht dazu deine Beiträge zu lesen, aber ich speichere sie mir immer.

      Liken

    4. Kein Problem.
      Doch die Seite gibt es noch. Sie hat den URL geändert. Schau mal bei mir, geschichtszauber. Bei dem part 4 der detektivgeschichte hab ich es geändert. Oder ich schicke es dir später, da ich gerade nicht am PC bin

      Gefällt 1 Person

    5. Ah okay. Ich hatte es nämlich nicht mehr gefunden. Ja, wäre schön, wenn du es mir schicken würdest. Da kann ich warten. Bin bald denke ich sowieso erst mal off. Irgendwann …

      Liken

    6. Ah okay. Na das ist ja gut. Schön, bin gespannt ob es da schon was neues gibt. Das zwölfte Wort ist auch schon draußen. Weihnachten. Eigentlich habe ich dafür schon die perfekte Geschichte fertig. Brauche nicht mal was schreiben.

      Liken

    7. Ja, stimmt. Ich habe auch schon eine fertig. Die kommt sowieso morgen oder übermorgen. Bin gerade etwas mit den Geschichten und ihren Tagen durcheinander. Eigentlich ein altes Schreibklick Wort.

      Liken

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s