Das 11. Wort: nein

Das Thema November fand ich jetzt nicht so einfach. Es war zu vielseitig. Da musste ich mich erst mal überwinden um was anzufangen.

Nein

„Mama, wenn Weihnachten das Christkind kommt, bekomme ich doch alles, was du willst oder?“, fragte Suse ihre Mutter.
„Nein, so einfach ist das nicht“, erklärte ihre Mutter ihr. „Du musst erst mal einen Wunschzettel schreiben, aber das heißt nicht, dass du auch alles bekommst, was du schreibst.“
„Aber ich kann nicht schreiben.“ Suse war kurz davor zu weinen.
„Keine Sorge. Du kannst du malen oder basteln und ich helfe dir auch“, beruhigte ihre Mutter die kleine Suse.
„Können wir gleich damit anfangen?“, fragte Suse total aufgeregt.
„Nein“, seufzte ihre Mutter. „Ich muss erst noch einkaufen gehen.
„Aber Mama. Wir müssen sofort anfangen. Ich möchte diesen Zettel unbedingt jetzt machen“, beharrte Suse.
Ihre Mutter lachte. „Ach, Suse. Wir können es nach dem Einkaufen machen. Dann haben wir immer noch genug Zeit. Aber die Läden machen bald zu.“
Suse war nicht einverstanden, aber sie hatten keine Wahl. Sie musste mit, aber auch im Supermarkt war es nicht besser. Immer wieder fragte Suse ob sie etwas haben dürfe. Eine Süßigkeit, ein Spielezug oder was zum Anziehen. Aber immer wieder sagte ihre Mutter: „Nein Suse. Nicht heute.“
Suse wurde immer frustrierter und wollte nur noch ihren Wunschzettel schreiben, malen oder basteln. Sie quengelte rum, aber ihre Mutter gab nicht nach. Immer nur hieß es:
„Nein, Suse. Wir können noch nicht gehen. Ich brauche noch ein paar Sachen.“
Doch ihre Mutter konnte nicht ewig in dem Laden bleiben. Irgendwann ging es doch nach Hause und Suse wurde wieder ganz aufgeregt.
„Suse, beruhige dich. Wir können noch nicht anfangen. Ich muss doch noch auspacken und so“, sagte ihre Mutter dann.
Immer nur sagte ihre Mutter nein, nein, nein. Es war zum Mäusemelken. Traurig zog sich Suse in ihr Spielzimmer zurück. Sie spielte ein wenig hier und da, aber eher lustlos. Dann kam ihre Mutter endlich in ihr Zimmer.
„Wollen wir uns jetzt an den Wunschzettel begeben, Suse?“, fragte sie.
„Ich weiß nicht. Ja, vielleicht.“ Suse gab sich extra lustlos.
Ihre Mutter lachte und durchschaute sie sofort. „Na, komm.“
Und so basteltelten, malte und schrieben sie den tollsten und kreativsten Wunschzettel der Welt. Bestimmt hatte kein anderes Kind so einen Wunschzettel. Leider hatte Suse verstanden, dass sie trotzdem nicht alles, was darauf stand bekam. Nein galt also leider immer noch. Aber ein bisschen würde sie sicher bekommen und darauf freute sie sich schon. Nein hin oder her.

Ende

Das war eine eher kurze Geschichte, aber immerhin habe ich überhaupt was geschrieben. Was meint ihr?

 

Über Corly
Ich bin Bücherverliebt, Serienverrückt, eine Filmeliebhaberin, eine Geschichtenschreiberin, eine Patentante, eine Schwester, eine Cousine, eine Tochter, eine Tante, Blogschreiberin, Forengängerin, eine Kleindorfbewohnerin, eine Hobbyfotografierin, eine Buchsammlerin und eine Schwägerin in einer Person. :-)

2 Responses to Das 11. Wort: nein

  1. Rina says:

    Ja – das ist leider so, man muss zu den Kleinen leider auch mal Nein sagen. Gut geworden. Man hat schon gemerkt wie verzweifelt sie wurde.

    LG

    Gefällt 1 Person

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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