Writing Pomps 2: Eddie und der verschwunde Wald Teil 1

Eine nächste Writing Pomps hat mir eine Idee beschert und die möchte ich euch nicht vorenthalten.

 

Aufgabe:

Schreibe eine Krimigeschichte über das Verschwinden von etwas, dass eigentlich gar nicht verschwunden sein kann. Zum Beispiel ein Gebäude, ein Schiff, eine Rakete auf der Startbahn, die Narbe im Gesichte eines Menschen, ein seltener Baum?

 

Eddie und der verschwundene Wald Teil 1

ich bin kein Polizist sondern ein Detektiv für besondere Fälle. Neulich rief mich jemand, weil er sicher war, dass das Wasser eines Sees fort war und ich sollte es suchen. Ziemlich blöde Gesichichte, weil Wasser eigentlich immer verdunstete. Allerdings hatte es sich tatsächlich aus dem Staub gemacht und ich hatte festgestellt, dass in einem anderen See viel zu viel Wasser drin war.
Heute war ich zu einem jungen Ehepaar gerufen. Nala und Skyler Paeretz. Als ich dort ankam hatte ich ein merkwürdiges Gefühl. Ich setzte mich mit ihnen an ihren Küchentisch. Die Wohnung war sauber und fast schon zu leer.
„Was vermissen Sie denn?“, wollte ich neugierig wissen.
„Den Wald hinter unserem Haus“, erklärte Skyler. Ein hübscher, aber charismatischer Schönling. Vielleicht hätte ich ihn auch nicht von der Bettkante gestoßen, wenn da nicht Patrick wäre. „Wo ist der Wald?“
„Ein Wald? Ich sehe keinen Wald“, bemerkte ich vorsichtig.
„Das ist ja das Problem“, stieß Nala hervor. Eine unscheinbare Maus in langweiliger Kleidung. „Der Wald ist weg.“
„Und vorher war da ein Wald?“, hakte ich nach. „Sind Sie ganz sicher?“ Ich hakte immer erst noch mal nach.
„Na klar.“ Skyler rollte mit den Augen. „Der Wald war da. Ganz sicher. Wirh aben unzählige Fotos davon. Wir können Ihnen Fotos zeigen.“ Un das taten sie dann auch. Sie zeigten mir Fotos vom Wald. Danach musste ich einfach an den Wald glauben.
„Und wann haben Sie den Wald zuletzt gesehen?“, wollte ich wissen und holte meinen Notizblock hervor.
„Gestern Abend“, erklärte Nala aufgeregt. „Als wir heute morgen die Jalousie hochmachten war er weg.“
„Und haben Sie irgenwas seltsames gehörtß“, fragte ich das Paar.
„Nein, nichts.“
Ich verabschiedete mich bald und befragte die Nachbarn. Alle bestätigten mir, dass dort ein Wald war und dass sie nichts verdächtiges gehört hatten. Ich nahm alle Aussagen auf und begab mich dann in mein Büro. Bevor ich mich an die Arbeit machte rief ich Patrick an. Er schaffte es immer wieder mich zu beruhigen.
„Ein ganzer Wald ist verschwunden, Eddie? Das gibts doch gar nicht. Du machst das schon und heute Abend gehen wir schick essen.“
„Vielleicht muss ich die Nacht durcharbeiten“, warnte ich ihn.
„Schon wieder?“, stöhnte Patrick. „Du arbeistest zu viel. Du brauchst auch mal Schlaf.“
„Ich bin nun mal der einzige in meiner Abteilung“, erinnerte ich ihn.
„Weil sich niemand mit verchwundenen Wäldern herumschlagen will“, bemerkte Patrick.
„Einer muss es ja tun. Ich komme sobald ich kann. Wärm schon mal das Bett vor.“
„Na gut. Ich kann ich ja doch nicht aufhalten“, bemerkte er. „Sei vorsichtig. Ich liebe dich.“
„Bin ich immer“, versprach ich Patrick. „Und ich liebe dich auch.“ Dann legte ich auf und konnte an die Arbeit gehen. Viel hatte ich ja noch nicht.
Ich sah mich noch mal am Tatort um. Aber es waren keine Spuren zu finden. Der Wald war einfach weg. Plötzlich kam ein kleines Mädchen auf mich zugelaufen.
„Suchst du was?“, fragte sie neugierig.
„Ja, den Wald, der hier vorher stand“, antwortete ich. „Er soll verschwunden sein.“
„Der verschwindet doch jedes Jahr an Weihnachten“, bemerkte sie neunmalklug.
„Ach ja?“, fragte ich skeptisch.
„Na klar. Der Weihnachtsmann raucht doch einen Wald mit Tannenbäumen zum Schmücken für sein Weihnachtsdorf.“
„Ach, ist das so?“ Ich zog eine Augenbrauch hoch.“
„Klar!“
„Und wo wohnt der Weihnachtsmann?“, wollte ich nun wissen.
„Na, am Nordpol“, sagte sie als wäre nichts klarer als das.
Ich grinste. „Wie heißt du denn?“
„Ich bin Vilma.“
„Wie weit meinst du denn ist es bis zum Nordpol?“, wollte ich nun von der kleinen wissen.
„Das ist der See bei der Schule“, erklärte Vilma ihm sehr überzeugt. Ich grinste nur noch vor mich hin. Das  Kind hatte offenbar viel Phantatsie. Ich schätzte sie auf etwa sechs Jahre.
„Und wo wohnst du, Vilma?“, fragte ich schließlich.
„Da drüben“, sagte sie und zeigte auf ein Haus, dass man von hier aus sehen konnte.
Ich würde vorschlagen dann gehst du besser wieder nach Hause.“
Das tat sie dann auch und ich ging zu dem See. Natürich war es nicht der Nordpol und auch nicht der Weihnachtsmann, der hier wohnte, aber ich konnte mich ja mal umsehen. Tatsächlich war da ein Wald um den See, aber ob das der verschwundene Wald war, konnte ich nicht sagen.
Plötzlich trat ein Mann auf mich zu. Er sah wirklich aus wie der Weihnachtsmann mit langen weißen Bart und roter Mütze.
„Kann ich Ihnen helfen?“, fragte er höflich.
„Ich bin auf der Suche nach einem vermissten Wald. Könnte das dieser Wald sein?“, fragte ich.
„Der Wald war hier schon immer“, behauptete der Mann. „Ich habe ihn nicht geklaut.“
„Man weiß ja nie. Oft geschehen die seltsamsten Dinge. Der Wald kann ja auch eigentlich gar nicht weg sein.“
„Dann viel Glück bei der Suche“, grinste der Mann. „Wälder sind ja nicht gerade Mangelware.“
„Kann ich nach Ihren Namen fragen?“
„Ich bin Nikolaus. Ich komme vom Norden. Ich wollte mal den Süden kennen lernen. Aber hinter Wäldern bin ich nicht her. Eher hinter Rehe.“
„Vielen Dank für Ihre Zeit.“ Dann machte ich, dass ich von hier weg kam. Der Wald musste doch irgendwo sein.

Fortsetzung folgt …

Ein verschwundener Wald. Das ist mal eine Herausforderung. Mal sehen was ich da noch so zaubere. Was sagt ihr bisher?

Über Corly
Ich bin Bücherverliebt, Serienverrückt, eine Filmeliebhaberin, eine Geschichtenschreiberin, eine Patentante, eine Schwester, eine Cousine, eine Tochter, eine Tante, Blogschreiberin, Forengängerin, eine Kleindorfbewohnerin, eine Hobbyfotografierin, eine Buchsammlerin und eine Schwägerin in einer Person. :-)

5 Responses to Writing Pomps 2: Eddie und der verschwunde Wald Teil 1

  1. Rina says:

    Hehe – das klingt witzig. Da bin ich gespannt wie es weiter geht….der zweite Teil ist ja schon on….

    Gefällt 1 Person

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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