Strandwege Teil 5

Und einen weiteren Teil meiner Meer Geschichte habe ich fertig. Also los.

Strandwege Teil 5

Ich wanderte noch ein wenig über die Insel. Die Kälte tat mir gut. Janne verwirrte mich und ich wusste gar nicht so genau wieso. Er war attraktiv, aber eigentlich nicht besonders umgänglich. Zu Hause machte ich mich frisch und Abends machte ich mich auf zu dem Musikabend. Dort trat eine Band nach der anderen auf. Manchmal gefiel mir die Musik und ich wippte mit und manchmal traf es nicht wirklich meinen Geschmack. Eine Weile hörte ich einfach nur zu bis sich jemand an meinen Tisch anschlich. Dieser Jemand trug wieder einen roten Pullover, aber mit einem Rentier drauf und Jeans.
„Janne. Haben Sie mich erschreckt. Was tragen Sie da?“, begrüßte ich ihn und starrte auf seinen Rentierpullover.
„Gefällt er Ihnen?“, fragte Janne nur. „Rentiere sind meine Lieblingstiere. „Ich stand gerade bei meinen Freunden und da habe ich Sie so ganz alleine hier entdeckt. Wollen wir nicht zum Du übergehen. Sie finde ich so anstrengend.“
Ich lachte, weil er so viel am Stück ohne Pause gesprochen hatte. Ich beschränkte mich auf ein: „Gerne.“
„Wie gefällt dir die Musik?“, fragte er dann.
„Das letzte Lied mochte ich sehr“, antwortete ich.
„Ja, die Band ist sehr gut. Ein Freund von mir singt dabei mit.“
„Kommen alle Bands aus der Region?“, wollte ich wissen.
„Die meisten schon“, nickte er. „Willst du nicht mit rüber kommen zu meinen Freunden? Dann bist du nicht so allein.“
„Ach, ich weiß nicht“, wehrte ich ab. „Ich glaube ich gehe gleich nach Hause. Ich will nicht stören.“
„Jetzt schon?“, fragte er entsetzt. „Dann verpasst du ja das Beste. Kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn du jetzt gehst besichtige ich keine Leuchttürme mit dir, weil ich dir keine Uhrzeit zum Treffen nennen werde oder einen Ort“, drohte er mir.
„Willst du mich erpressen?“ Ein bisschen irritiert sah ich ihn an.
„Ach, komm schon. Das wird lustig“, versuchte Janne mich zu überreden.
„Na schön“, gab ich nach damit er endlich Ruhe gab. Er führte mich zu einem Tisch voller Menschen und schrie über die Musik hinweg: „Hey, Leute! Das ist Tanja. Tanja, das sind meine Freunde.“
„Ähm, hallo“, begrüßte ich sie lahm. Dann setzten wir uns dazu.
„Hi, ich bin Norine. Bist du Jannes Neue?“, stellte sich die Frau neben mir vor. Sie war eine bildschöne Frau mit blauen Augen und langen schwarzen Haar.
„Nein, ich mache Urlaub hier“, erklärte ich.
„Ach, na dann ist ja gut. Janne ist ein wirklich guter Kerl, aber seine Beziehungen halten nicht lange.“
„Vielen Dank, Norine“, brummte Janne nur.
„Was denn? Ist doch wahr. Kann ich doch nichts für.“ Sie verdrehte die Augen.
Ich fühlte mich nicht gerade wohl zwischen den Fremden. Ich kannte ja nicht mal Janne richtig.
„Vergiss, was Norine gesagt hat. Sie redet viel, wenn der Tag lang ist.“
„Na gut. Dann reden wir halt über die Weihnachtsdeko. Ist sie nicht wunderschön?“ Doch das Thema hielt nicht lange an. Da fing sie auch schon wieder mit Janne an. „Weißt du übrigens, dass Clara nicht seine einzige Schwester ist, falls du weißt, dass sie seine Schwester ist? Er hat noch eine Schwester und …“
„Norine, bitte“, unterbrach Janne sie. „Hör einfach der Musik zu, ja?“
„Also doch die Weihnachtsdeko“, seufzte Norine. „Janne mag es gar nicht, wenn man über sein Privatleben spricht. Er ist lieber der schüchternde geheimnisvolle Typ. Also, was meinst du zu der Weihnachtsdeko. Ist sie nicht doch vielleicht etwas zu kitschig?“
Ich lachte und sah Janne fragend an. „Redet sie immer so viel?“
„Ständig“, bestätigte Janne. „Und meistens über Dinge über die sie nicht reden möchte.“
„Sei nicht so empfindlich, Janne“, wies sie ihn zurecht.
Der Abend wurde richtig nett. Ich hatte viel Spass. Norine erzählte zwar viel und auch viel, was ich gar nicht wissen wollte, aber sie war auch überraschend lustig.
Als es schon recht spät war und ich wirklich nach Hause wollte hielt Janne mich zurück. Plötzlich trat Clara auf die Bühne.
„Hallo Leute. Ich freue mich besonders heute hier zu sein, denn heute ist ein besonder Tag. Mein Bruder ist wieder ein Jahr älter geworden und wie wäre es, wenn wir alle ein Ständchen für ihn singen?“
Als die anderen Happy Birthday sagen fragte ich verwirrt: „Du hast heute Geburtstag?“
„Ja, leider. Ich hasse Geburtstage.“
„Aber du feierst sie?“, hakte ich nach.
„Ich wurde dazu gezwungen.“
Als Clara zu Ende gesungen hatte sagte sie ins Mikrophon: „Also, lieber Bruder. Dann komm mal auf die Bühne.“
Janne stöhnte, stand aber gehorsam auf.

Fortsetzung folgt …

Und das war schon wieder ein Teil. Einen weiteren habe ich schon. Ich muss ihn nur noch abschreiben. Was meint ihr?

Über Corly
Ich bin Bücherverliebt, Serienverrückt, eine Filmeliebhaberin, eine Geschichtenschreiberin, eine Patentante, eine Schwester, eine Cousine, eine Tochter, eine Tante, Blogschreiberin, Forengängerin, eine Kleindorfbewohnerin, eine Hobbyfotografierin, eine Buchsammlerin und eine Schwägerin in einer Person. :-)

4 Responses to Strandwege Teil 5

  1. Rina says:

    So, bin auf Stand – Schön, dass die Gruppe sie so gut aufgenommen hat, selbst wenn Norine bisschen anstregend scheint. Mal sehen wie es weiter geht. 🙂

    Gefällt 1 Person

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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