Strandwege Teil 7

Und wieder gibt es einen Teil für Strandwege. Ist ja klar.

Strandwege Teil 7

Am nächsten Morgen wachte ich gut gelaunt auf. Mein zweiter Morgen am Meer. Das allein reichte schon für gute Laune, aber dann war ich auch noch mit Janne verabredet. Die Sonne strahlte ins Zimmer und machte mich vollends glücklich.
Oh, Gott! Wie spät war es? Halb neun. Es war höchste Zeit aufzustehen. Ich schwang meine Füße aus dem Bett und hastete ins Bad. Ich stieg schnell unter die Dusche, schäumte meine Haare ein und duschte mich wieder ab. Dushdass ließ ich natürlich auch nicht aus. Vanille-Honig. Meine Lieblingssorte. Dann trocknete ich mich wieder ab, zog mich an und föhnte meine Haare. Leider brauchten meine Haare immer eine gewisse Zeit bis sie trockneten. Natürlich hatte ich mich für warme Sachen entschieden. Ein Langarmshirt als Unterhemd, einen dicken gefütterten Pullover und darüber eine Daunenweste und dann mein Wintermantel. Außerdem trug ich eine warme Thermoleggins und darüber eine Cordhose. In den Schuhen hatte ich erst dünne Socken gewählt und darüber Wollsocken. Mütze, ein langer warmer Scharl und Handschuhe lagen auch schon bereit. Sollte reichen, oder? Zunächst ging ich aber in den Frühstücksraum des Hauses und bediente mich am Buffet. Rosalie kam in den Saal um das Essen aufzufüllen und sah  mich erstaunt an.
„Was haben Sie denn vor? Sie haben sich aber warm eingepackt. Die Weste können Sie aber ruhig noch mal ausziehen. Sie müssen ja tierisch schwitzen“, bermerkte sie erstaunt.
„Ich will mit Janne Leuchttürme besichten und eventuell noch eine Wattwanderung machen“, erklärte ich ihr. „Ich finde ja immer je wämer ich angezogen bin desto besser, aber meine Füße sind wirklich ganz schön warm. Kennen Sie Janne?“
„Jeder kennt Janne. Ein Goldstück, aber passen sie bloß auf. Seine Wattwanderungen sind …“
„Ziemlich lang und ausschweifend …“, unterbrach ich sie. „Ich weiß. Sie sind nicht die Erste, die mich warnt.“
„Pass lieber auf. Das mit der Wattwanderung würde ich mir noch mal überlegen. Wenn Sie barfuß da reingehen holen Sie sich noch den Tot. Fragen Sie ihn lieber ob er sie mit seinem Boot rumfährt. Für die Wattwanderung kommen Sie besser im Sommer wieder“, riet Rosalie mir während ich mir mein Essen auf den Teller schaufelte.
„Janne fährt Boot?“ Ich wusste nicht wieso mich das so erstaunte. Vielleicht sollte ich die Wattwanderung wirklich auf den Sommer verschieben. „Ich denke darüber nach.“
In dem Moment klingelte es und Rosalie ging zur Tür. Ich brachte währenddessen meinen Teller zum Tisch und ging dann zum Buffet zurück um mir meinen Orangensaft zu holen. Zu meiner Überraschung kam Rosalie mit Janne wieder.
Er blieb wie angewurzelt stehen und starrte mich nur an. „Noch mehr konntest du nicht anziehen und da wartet bestimmt noch oben in deinem Zimmer was auf dich. Vielleicht ein Fellmantel und eine Frottemütze?“
„Du warst es, der sich gestern beschwert hat ich würde zittern wie Espenlaub“, konterte ich. „Ich wollte mich nur warm genug anziehen.“
„Ihre Füße schwitzen“, steuerte Rosalie wenig hilfreich bei.
„Kann ich mir denken“, brummte er und zeigte auf meinen Stiefel. „Die Treter solltest du am besten noch mal ausziehen. Sonst erkältest du dich sobald du da draußen bist. Und den dicken Pullover am besten auch. Ganz abgesehen von der Weste.“
„Willst du, dass ich Striptease mache?“, fragte ich augenrollend.
„Willst du dich erkälten?“, hielt er dagegen. „Vermutlich hast du eh ein Langarmshirt unter oder zumindest ein T-Shirt.“
„Verdammt. Volltreffer.“ Also brachte ich meinen Orangensaft an den Tisch und zog Weste, Pullover und Stiefel aus.
„Besser?“, fragte er wissend und weniger neckend.
„Viel besser“, gab ich erleichtert zu. Manchmal war es doch nicht schlecht auf andere zu hören. Besonders, wenn sie Janne hießen, Biologen waren und vermutlich jede Menge Erfahrung damit hatte draußen zu sein.
Janne selbst stand nun auf und holte sich aber nur einen Kaffee.
„Sag bloß, du hast schon gefrühstückt?“, staunte ich.
„Na klar. Ich war sogar schon am Strand. Ich hätte auch schon eine Stunde früher hier sein können“, erklärte er.
„Ach ja. Du wolltest ja früh aufstehen“, erinnerte ich mich.
„Ich stehe immer früh auf“, sagte er nur.
Er selbst war in einen unglaublich sexy kuschelig warmen Wollpulli gepackt und trug wieder seine Matschhose. Keine Ahnung, was er noch darunter trug oder eben nicht. Okay. Den Gedanken sollte ich lieber ganz schnell verdrängen.
„Also, Miss – Ich – zieh – mich – lieber – zu – warm – als – zu – kalt – an. Was machen wir ausser den Leuchttürmen? Bereit für eine Wattwanderung?“ Er zwinkerte mich an.
„Ich dachte eher wir könnten mit dem Boot fahren. Ich habe gehört du kannst sowas.“
Sofort funkelte Janne Rosalie böse an, die gerade mit einem neuen Krug Orangensaft ans Buffet wollte und in unsere Richtung lächelte.
„Hey, guck mich nicht so an. Ich wollte nur verhindern, dass sie vor deiner Nase erfriert“, verteidigte sie sich.
„Dann also die Bootstour“, stimmte er schließlich zu.

Fortsetzung folgt …

So, den Teil habe ich auch noch geschafft. Dachte ich müsste es in Etappen schreiben, da ich so oft unterbrochen wurde, aber habe es dann doch durch gezogen am 19.12. Was meint ihr?

4 Gedanken zu “Strandwege Teil 7

  1. Hahahaha – ja so würde ich mich auch anziehen. Ich friere meist nicht so schnell – aber ich kühle leicht aus, und das merke ich zu spät – weswegen ich dann meist den ganzen Tag brauche um wieder warm zu werden.
    Der Part war sehr sympathisch

    Gefällt 1 Person

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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