Rufus und die Spur

Und wieder gibts ene Geschichte von mir, die ich schon in der Reha geschrieben habe, aber erst jetzt komme ich dazu sie abzuschreiben. Es gehört zu Annies Schreibaufgaben.

schreibaufgabe pinterest 2

Rufus und die Spur

Ich hatte ein ungewöhnliches Haustier. Es war mir praktisch zugelaufen. Eigentlich gehörte es in den Zoo. Aber ohne dass ich es bemerkt hätte, kam es hinter mir her und sprang in mein Auto. Erst zu Hause hatte ich es entdeckt und da hatte ich es nicht übers Herz gebracht ihn zurück zu bringen. Gemeint war mein Erdmännchen Rufus.
Rufus lebte jetzt bei mir und war glücklich darüber. Zumindest war es noch nie weggelaufen. Ich hatte es jetzt etwa ein halbes Jahr lang und es war mir treu ergeben. Die Leute aus dem Ort kannten ihn nun auch, denn ich ging regelmäßig mit ihm spazieren.
Allerdings war es jetzt bei Schnee besonders schwer ihn dazu zu überreden rauszugehen. Rufus hasste Schnee und außerdem hatte er tierische Angst vor zwei Hunden aus dem Dorf. Rufus war eben nur klein und für ihn waren die Hunde riesig.
Wenn uns einer begegnete nahm ich das kleine Wesen auf den Arm um es zu beschützen und es zitterte dann wie Espenlaub.
Aber gerade war kein Hund zu sehen und Rufus lief fröhlich durch den Schnee. Na ja. So fröhlich wie es Rufus eben möglich war bei diesem Wetter.
Auf einmal schnupperte Rufus im Schnee. Na nu. Was war denn jetzt los? Was hatte er gewittert? Rufus lief schnuppernd weiter und ich folgte ihm. Ich hatte ja gar keine andere Wahl.
„Was ist los, Rufus?“, fragte ich das Tier. „Was hast du entdeckt?“
Doch das Tier konnte natürlich nicht antworten und lief einfach weiter. Ich hinterher. Ich hatte das Gefühl Rufus kam völlig vom Weg ab und wollte ihn gerade fangen. Ich war zwar warm eingepackt, aber mir wurde langsam kalt. Jetzt fing es auch noch an zu schneien. Doch dann blieb Rufus stehen. Ich entdeckte vor uns im winterlichen Wald ein schimmerndes Etwas und spürte die Gegenwart eines sehr reinen Wesens. Ich wollte Rufus gerade einfangen. Da lief mein Erdmännchen schon in den Wald. Ich folgte ihm.
Rufus blieb vor einem Wesen stehen, dass es einfach nicht geben konnte. Rufus hatte mich zu einem Einhorn geführt. Ich hatte genug Fantasy gelesen und es sofort erkannt. Doch konnte ich nicht glauben, was ich da sah.
Und dann fing das Einhorn an zu sprechen. „Rufus, mein alter Freund. Du hast nach so langer Zeit dein Versprechen eingehalten. Deswegen sollst du belohnt werden.“
Und dann wirbelte weißer Staub um Rufus herum und in dem Staubwirbel war er kein Erdmännchen mehr. Er war ein Mensch. Ein schöner Mann, der irgendwie übernatürlich wirkte.
Als der Staubwirbel aufhörte lächelte Rufus. „Ich danke dir Silberschweif. Ich habe aus meinen Fehlern gelernt. Ich nehme dein Geschenk an.“
Das Einhorn nickte ihm zu. „So sei es.“ Dann lief es geschwind in den Wald zurück. Der Staubwirbel hatte aufgehört und Rufus stand in Fleisch und Blut vor  mir. Er war groß, braungebrannt und blond und trug ein weißes Hemd und eine Jeans.
„Was ist da gerade passiert?“, fragte ich fassungslos und starrte den Mann immer noch an.
„Ein Fluch lastete auf mir“, erklärte er mir. „Ich war viel zu lange dazu verdammt ein Erdmännchen zu sein. Nur ein reines Wesen und bedingungslose Liebe konnte mich heilen. Du hast erkannt wie ich hieß und wer ich war. Wenn auch nicht bewusst. Du hast mich gerettet und dafür danke ich dir. Mein Name ist wirklich Rufus. Wie heißt du?“
„Ich bin Lona“, antwortete ich, unfähig mehr zu sagen.
Doch Rufus erklärte mir alles. Er war ein Prinz aus einem verlorenen Königreich, dass vor etwa hundert Jahren angegriffen worden war. Dabei verwandelte man ihn in ein Erdmännchen.
Und so begann Rufus und meine Liebesgeschichte als wir gemeinsam von dannen zogen. Denn schon als er als Erdmännchen bei mir war hatten wir ein Band geschaffen. Und so verliebten wir uns ineinander. Rufus eroberte sein Königreich zurück und wir lebten lange und glücklich zusammen. In Reinheit und Liebe.

Ende

Und das war ein kleiner Einbklick in die Möglichkeiten eines Haustieres. Natürlich wollte ich nichts gewöhnliches, aber mir fiel auch nicht sofort was ein. Was meint ihr?

7 Gedanken zu „Rufus und die Spur

  1. Wie niedlich! Ein Erdmännchenals Haustier. Nicht schlecht! Schön, dass du was ausgefallenes genommen hast 🙂 Sowas mag ich ja bekanntlich am liebsten 😀
    Eine sehr niedliche Geschichte!
    Viele Grüße
    Annie

    Gefällt 1 Person

    • Ja, ich liebe Erdmännchen. Die sind cool. Ich mag ausgefallenes auch am liebsten als gewöhnliches. Dankescön. Schön, dass sie dir gefällt.

      LG Corly

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Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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