Schreibklick März 19: Die Welt bei Nacht Teil 1

Wieder gibts die Aktion Schreibklick. Wieder bin ich mit dabei. Allerdings wird das wohl eine Fortesetzung werden.

Schreibklick DIe Welt bei Nacht

Teil 1

Norina Früher

Ich war auf einer weiten WIese. Es war dunkel. Ich wollte die Sterne beobachten. Das tat ich oft. Der Mond stand hell am Himmel und um mich herum leuchteten ziemlich viele Glühwürmchen. Die Grillen zirpten und eine Eule uhute.
Viele fanden die Nacht unheimlich, aber ich hatte sie schon immer als faszinierend bezeichnet. In der Nacht wirkte es friedlicher als am Tag und in der Nacht gab es so viel Leben. Wenn man diese Zeit mit schlafen vergeudete war man selber Schuld. Ich war schon früher immer eine Nachteule gewesen und hatte immer gerne gezeltet.
Noch war es friedlich auf der Wiese, doch das würde sich bald ändern. Ein Glühwürmchen schwebte auf mich zu und setzte sich auf meinen Arm. Dort kitzelte es mich und ich lächelte.
„Hallo du“, begrüßte ich es liebevoll. Es begrüßte mich jedes mal, wenn ich es hierher kam und leistete mir Gesellschaft. Darüber freute ich mich.
Es verging ein wenig Zeit. Da fing es in der Ferne an zu regnen. Es war leuchtender Regen, aber er erreichte mich nie. Ich hörte nur das gleichmäßige Plätchern. Das kannte ich schon. Der Regen war aber auch schön anzusehen.
Eine Weile sah ich dem Regen zu. Dann kam ein leuchtender Vogel aus dem Wald geflogen. Auch der war nicht mehr neu. Es war gelb, saß jedes mal an der selben Stelle in der Nähe des Regens und beachtete mich nicht. Ich dagegen beobachtete ihn schon.
Als nächstes kam natürlich das Reh mit dem leuchtenden Fell. Es hielt genügend Abstand zu dem Vogel und graste auf der Wiese.
Und so ging es eine Zeitlang weiter. Jedesmal passierte etwas anderes. Mal leuchteten die Sterne am Himmel heller, dann tauchte ein leuchtendes Tier auf oder leuchtende Augen und verschwanden auch wieder. Doch der Regen, das Reh und der Vogel blieben. Genau wie das Glühwürmchen auf meinem Arm und die um mich herum. Und die Nacht blieb auch ebenso wie die friedlichen Geräusche.
Und dann erschien eine leuchtende Gestalt auf der Lichtung. So übernatürlich und magisch, dass es sie eigentlich nicht geben dürfte. Sie leuchtete die ganze Zeit solange er auf mich zukam. Dann setzte sie sich neben mich. Es war ein leuchtender Mensch. Ein Mann. Aber er ließ die Nacht trotzdem nicht heller werden. NIcht wirklich jedenfalls. Egentlich schimmerte auch nur seine Haut leuchtend. Er trug weiße Kleidung, hatte sehr helle Haut und dunkle Haare.
„Bist du ein Engel?“, fragte ich ehrfürchtig. Hatten Engel schwarze Haare?
Er lachte glockenhell. Der Klang seiner Stimme wirkte so rein und froh. „Nein, ich bin die Nacht.“
„Und hat die Nacht auch einen Namen?“, fragte ich neugierig wie ich war.
„Mein Name ist Niklas“, antwortete er.
„Ach Quatsch. Das glaube ich nicht.“ Das konnte ich wirklich nicht glauben.
„Ist aber so. Wie heißt du denn?“ Er blieb vollkommen ernst.
„Mein Name ist Norina.“
„Hallo Norina. Freut mich dich kennen zu lernen“; begrüßte mich Niklas da.
„Hallo Niklas. Freut mich ebenfalls. Weswegen bist du hier?“
„Du liebst die Nacht, oder?“, fragte er. „Ich habe dich jeden Abend beobachtet. Du kommst täglich hierher.“
„Ich mag den Ort. Er ist wunderschön und ruhig. Ich komme gerne hierher“; antwortete ich.
„Nur kommt nicht jeder hierher oder jeder kann diesen Ort sehen. Du bist der erste Mensch seit hundert Jahren um genau zu sein. Du bist für die Nacht zugänglich. Für meine Welt.“
„Wie meinst du das?“, fragte ich verwirrt.
„Ich möchte dich einladen mich in meine Welt zu begleiten.“
„Wie meinst du das? Kann ich wieder zurück?“
„Wenn du willst“, nickte er. „Aber wenn Menschen in meine Welt kommen bleiben sie meist da.“
„Ist dort für immer Nacht? Werdie ich nie mehr die Sonne sehen?“, fragte ich. Das machte mich irgendwie traurig.
„Ganz wie du willst. Du kannst dich frei entwickeln und alles sehen, was du willst. Aber in der Regel ist dort schon Nacht.“
„Na ja. Ich kann es mir ja erst mal ansehen“, überlegte ich. „Ich kann ja wieder zurück, nicht?“
„Wenn du willst“, nickte er.
Und so begleitete ich Niklas in seine Welt und die war so faszinierend, dass ich gleich dort blieb. Ich konnte sie mir selbst gestalten. Und die Nacht hatte so viel zu bieten. Eine ganze Welt bei Nacht. Da war alles möglich und genau das gefiel mir so.

Fortsetzung folgt …

So, der erste Teil wäre geschafft. Was haltet ihr davon? Ich denke die Fortsetzung kommt nächste Woche.

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8 Gedanken zu “Schreibklick März 19: Die Welt bei Nacht Teil 1

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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