Etüden 3: Der alte Teddy

 

Und wieder gibts die Etüden mit einer Schreibeinladung von Christiane. Ich warwieder mit dabei. Auch wenn mir erst nichts dazu einfiel.

abc.etüden 2019 10+11 | 365tageasatzaday

Eigentlich ging ich jeden Tag eine Stunde spazieren. Doch heute war das Wetter gar nicht schön. Leichter Nieselregen patschte gegen die Fenser und es war eisig kalt. Also musste ich mich mit anderen Dingen beschäftigen. Ich beschloss mal wieder oben auf dem Dachboden nachzusehen. Hier war ich schon einige Zeit nicht mehr gewesen und sicher hatte sich einiges angesammelt. Puh, war das hier oben staubig und dunkel. Ich schaltete erst mal das Licht ein. Wow, hier sollte ich wirklich mal wieder aufräumen. Hier stand ja alles voll. Ich schaute in einige Kisten rein und lächelte, weil dabei Erinnerungen hoch kamen.

Ich hielt meinen alten Teddy in meiner Hand. Ich hatte ihn immer überall mit hingeschleppt.  Ich strich ihm über das Fell. Er war so schön weich. Ach, mein süßer alter Teddy. Jetzt sah er nur noch die Kiste des Dachbodens. Eigentlich sah er da gar nichts mehr, weil es so dunkel war. Dachte ich zumindest.

Aber dann wurde ich überrascht. Plötzlich war es als würde mein alter Teddy wieder zum Leben erwachen. Er bewegte die Arme und Beine und wand sich aus meinen Armen. Dann taperte er fröhlich durch den Dachboden und verbreitete das reinste Chaos. Ich traute meine Augen kaum. Ich musste mich irren. In was für einen Film war ich denn jett geraten? Ich versuchte ihn einzufangen, aber er lief imer wieder von mir davon. Irgendwann platzte mir der Kragen und ich rief ihn zu mir. Besser ich nahm ihn mit nach unten. Wer wusste schon so genau, was er sonst so anstellte? Seitdem saß er auf dem Wohnzimmerschrank und ich fühlte mich besser dabei. Mein alter Teddy gehörte wieder zu mir.

 

So, da ist mir doch noch was eingefallen. Hätte ich nicht gedacht. Was meint ihr zu dem Text?

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15 Gedanken zu “Etüden 3: Der alte Teddy

    1. bei mir ist es eigentlich ein alter Hase, aber Teddys habe ich auch geliebt. Danke. Erst wollte ich was mit Regen direkt machen, aber dann bin ich mal gedanklich weiter gegangen. Ja, stimmt. Oder mit Puppen habe ich auch geredet. Wie gut, dass nicht ich nur das gemacht habe.

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    2. He, he. Ins Bett hab ich glaub ich eher die Kuscheltiere genommen. Puppen kann ich mich bewusst nur eine erinnern. Damit spielt heute noch meine kleine Nichte. Hab ich hier glaub ich auch schon mal vorgestellt. Und mein alter Hase Charlie lebt auch noch, aber ist total abgenutzt. Ich hab heute noch einen Eisbären im Zimmer, der mehr Deko ist und eine Ente, aber die nimmt dann oft meine Nichte. Ach und nicht zu vergessen das Schafkissen aus Irland. Mittlerweile auch eher Deko als dass ich es benutze. Hach, Kuscheltiere müssen einfach sein.

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    3. Finde ich auch – allerdings schnappt sich unser Hund die immer, deswegen muss ich die immer irgendwo oben deponieren. Sie hat mittlerweile nicht weniger Kuscheltiere wie ich..hihihi…

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  1. Ich habe noch ein Lämmchen und einen Papapei, Teddys mochte ich nur mit Zottelfell. Hatte auch mal einen schönen, aber der kam irgendwann (wahrscheinlich bei meinem Auszug von meinen Eltern) weg. Trotzdem schöne Geschichte und gutes Thema.

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    1. Ich hatte noch einen Hasen den ich bevorzugt hatte. Sonst die Teddys. Aber hatte auch noch eine Eule und ein Eichhörnchen. Habe Kuscheltiere geliebt.

      Danke. Schön, dass es dir gefällt.

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  2. Mein Hauptstofftier war eine Katze, voll das Klischee, die ich überall mit hin geschleppt habe. Die ist auch noch … irgendwo unterm Dach. Glaube ich. Eigentlich eine gute Idee, die mal rauszukramen. Mal schauen, was ein gewisser Fellträger dazu sagt …
    Liebe Grüße
    Christiane

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    1. he, he. So hat jeder seine Lieblinge. Mein Hauptkuscheltier war eigentlich ein Hase, aber Teddys kamen gleich danach. Auf dem Dachboden sind meine Kuscheltiere eigentlich nicht wirklich sondern in einer Kiste, aber der Dachboden passte gerade so. Sowas schmeiße ich nicht weg.

      LG Corly

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  3. Eine schöne Geschichte mit einem tollen „Hach“-Moment. Ich habe jetzt auch das Bedürfnis meine Plüschkatze mit dem einfallsreichen Namen Pussycat aus der Rumpelkammer zu holen. Der Einzige, der noch bei mir wohnen darf ist mein Riesenaffe Maurice, weil er einfach zu groß für die Rumpelkammer ist.
    Grüße, Katharina

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  4. Pingback: Schreibeinladung für die Textwochen 12.13.19 | Wortspende von Geschichtszauberei | Irgendwas ist immer

Ich freu mich über jeden Zauberkommentar von euch.

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